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17.03.2016 Brokertest

Interview mit Ingo Hillen, sino, über Einlagesicherung und Schutz der Kundengelder

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17.03.2016 Börse-Online

Sieger setzt Serie fort

Broker des Jahres 2016: Zum siebten Mal in Folge landet die ING-DiBa ganz oben auf der Beliebtheitsskala bei der großen Leserwahl von BÖRSE ONLINE. Doch die Konkurrenz gibt nicht auf und will mit neuen Services punkten. Derweil machen kleine Anbieter Jagd auf den Kundenstamm der Großen.

...

Um in das offizielle Ranking zu kommen, musste ein Anbieter mindestens 300 Bewertungen erhalten. Für kleinere oder noch junge Häuser ist das nicht leicht zu schaffen. Insofern verdient sino, der Spezialanbieter für Heavy- und Daytrader mit gut 500 Kunden, eine lobende Erwähnung, da jeder zehnte Kunde abstimmte und er die Traumnote 1.33 erzielte.

Anmerkung sino AG:

Bei der siebten Teilnahme haben wir zum siebten Mal die beste Gesamtnote in der Umfrage erreicht

10.03.2016 Börsen-Zeitung

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Korrektur:

Der Wert des tick-TS Aktienpakets, das platziert werden könnte, beläuft sich nicht 8 Millionen Euro sondern auf ca. 3 Millionen Euro

07.02.2016 EuramS

Fantasie durch Börsengang

Der Börsengang der Sino-Tochter Tick-TS könnte kurz bevorstehen. Angesichts hoher stiller Reserven besteht deutliches Potenzial.

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25.11.2015 EuramS

Value-Wert der Woche

Rückkehr des Dividendenknallers

Der Finanzdienstleister verdoppelt seine Ausschüttung. Und verfügt zudem über wertvolle Beteiligungen.

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19.12.2014 wallstreet:online

Leerverkäufer - Retter oder Totengräber der Börse?

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12.12.2014 FAZ

Banken ringen um aktive Anleger

Nicht einmal eine Wertpapiertransaktion macht der Deutsche im Durchschnitt im Jahr. Kein Wunder, dass der Kampf um diejenigen, die viele Trades am Tag machen, groß ist.

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30.10.2014 TRADERS'

Traders' Talk

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30.04.2014 DIE WELT

Hebel für Hoeneß

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10.11.2013 EuramS

Value-Wert der Woche

Profiteuer der Börsenrallye

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27.09.2013 ARD

Beteiligung eingegliedert

Sino macht sich reicher

Die Geschäfte des Düsseldorfer Spezialbrokers Sino laufen nicht gerade glänzend. Die Zahl der Depotkunden ist rückläufig, die Erträge sinken und auch die eigene Aktie kommt nicht vom Fleck – bis gestern.

Das im Prime Standard der Frankfurter Börse notierte Papier machte einen Freudensprung von rund 30 Prozent auf ein Tageshoch von 2,80 Euro, nachdem es in den Tagen und Monaten zuvor ohne größere Ausschläge um die Marke von 2,20 Euro gependelt war.

Was also hat einen solchen Kurssprung ausgelöst? Eine eigentlich unspektakuläre Aktion: Die Sino AG hat ihre 43,2 prozentige Beteiligung an dem Softwareentwickler tick–TS in ihre Tochter, die sino Beteiligungen GmbH, eingebracht.

Dadurch verbessert sich die Eigenkapitalbasis der Sino AG auf fast 8,0 Millionen Euro, was 3,40 Euro pro Sino–Aktie entspricht. Eine gewaltige Verbesserung, übersteigt doch das Eigenkapital und damit der Buchwert von Sino die derzeitige Marktkapitalisierung von 6,25 Millionen Euro. Sino sieht den Unternehmenswert der tick–TS im Bereich von 8,0 bis 10,0 Millionen Euro. Zur genauen Wertermittlung soll ein Wirtschaftsprüfer beauftragt werden.

Gleichzeitig verbessert Sino durch die Einlage ihren finanziellen Spielraum für zukünftige Dividendenausschüttungen. Außerdem sollen durch die Transaktion erhebliche Einsparungen in den nächsten Jahren möglich werden, hofft das Unternehmen......

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03.05.2013 Börsen-Zeitung

sino überwindet Verluststrecke

ak Düsseldorf 
Der auf Heavy Trader spezialisierte Onlinebroker Sino ist nach einer Durststrecke in die Gewinnzone zurückgekehrt.
Die Gesellschaft, an der HSBC Trinkaus eine Beteiligung von gut einem Viertel hilft, meldete nach dem ersten Halbjahr (30.3.) des Geschäftsjahres 2012/2013 ein Nettoergebnis von knapp 0,2 Mill. Euro, nachdem im ersten Quartal noch ein Verlust von 0,25 Mill.Euro zu Buche gestanden hatte. Sino kämpft seit einiger Zeit mit rückläufige Tradezahlen und sinkender Kundenzahl.
Als Grund für die Ergebniswende jetzt nannte der Vorstand über Plan liegende Kostensenkungen.
Zudem habe die Tochter Tick–TS ihren Jahresabschluss von knapp 1 Mill. Euro komplett ausgeschüttet. Sino will schnellstmöglich wieder eine Dividende an die eigenen Aktionäre zahlen.Vor der Nullrunde im defizitären Jahr 2012 hatten die Düsseldorfer traditionell einen Großteil ihres Nettoergebnisses ausgekehrt.

04.04.2013 Börse-Online

Herzschlag-Finale

So knapp wie dieses Mal war es in den vergangenen 14 Jahren selten: Zwar verteidigt Seriensieger InG–DiBa seinen Titel als beliebtester Onlinebroker der Leser von BÖRSE ONLINE zum vierten Mal. Doch die Konkurrenz ist ihm ganz dicht auf den Fersen.

Unserer nicht repräsentative Leser– und Kundenumfrage zum Onlinebroker des Jahres 2013 fand auch dieses Jahr im Zeitraum vom 15. Januar bis 17. Februar statt und zwar auf der BÖRSE ONLINE–Website sowie bei zahlreichen Onlinebrokern abrufbar. Sie gilt nicht zuletzt wegen ihrer mittlerweile 14–jährigen Historie als einer der wichtigsten Qualitäts–TÜVs der Brokerbranche. In die Endauswertung wurden aber nur Anbieter aufgenommen, die mehr als 200 Bewertungen auf sich vereinen konnten. Das gelang in diesem Jahr neun deutschen Häusern.
Auch Spezialbroker für Heavytrader wie sino und Vitrade, die naturgemäß nur wenige Hundert oder Tausend Kunden haben, erreichten, das Quorum nicht. Aber die Kunden, die abgestimmt haben, waren mit den beiden Spezialanbietern hoch zufrieden. (…)*
(27. März – 4. April 2013 | Börse Online)

Anmerkung sino AG:

Bei der fünften Teilnahme haben wir zum fünften Mal die beste Gesamtnote in der Umfrage erreicht

09.10.2012 Platow Börse

Mögliche Transaktionssteuer belastet Broker-Aktien

Der Gegenwind in der Branche ist derzeit kräftig. Die Handelsaktivität hat im ersten Halbjar nachgelassen. Zudem belastet eine mögliche Transaktionssteuer des Sentiment, so dass die Unsicherheit hoch ist. Kein Wunder, dass die Kurse einiger Aktien eitweise massiv unter Druck geraten sind. Ist nun die Zeit für Schnäppchenjäger wieder gekommen?

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27.07.2012 Börsen-Zeitung

Online-Broker Sino schreibt rote Zahlen

Börsen–Zeitung, 24.7.2012

ab Düsseldorf – Der auf Heavy Traders spezialisierte Online–Broker Sino ist im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Gegensteuern wollen die Düsseldorfer nun mit "umfangreichen Kostensenkungen", wie mitgeteilt wird.Damit werde das Ziel verfolgt, die operativen Kosten im kommenden Geschäftsjahr um mehr als 10% bzw. 750 000 Euro zu verringern. Vor Steuern entstand im Zeitraum April bis Juli ein Verlust von 117 000Euro, Vor Jahresfrist hatte der Online–Broker noch eine schwarze Null geschrieben. Zwar konnte der Verwaltungsaufwand im Berichtsquartal um gut 6% auf 1,8Mrd. Euro reduziert werden, zeitgleich brauchen die Erträge den Angaben zufolge jedoch um 12,7% auf 1,7Mrd. Euro ein. Ursächlich dafür seien die seit geraumer Zeit niedrigen Börsenumsätze, heißt es Für die Ersten neun Monate ergibt sich ein Ergebniseinbruch um 44,4% auf 289 000 Euro.

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02.04.2012 boerseexpress.com

'10 bis 15 Prozent Umsatzrückgang wegen KESt erwarten'

Broker zum Thema 'unfaire KESt' und ein Kopfschütteln aus Deutschland

Auszüge:

Cafe BE: Herr Hillen, sino ist seit einem Jahr auch in Österreich unterwegs. Wie nehmen Sie den österreichischen Markt wahr? Welche österreichischen Aktien handeln Ihre Kunden, Sie fokussieren ja auf Heavy–Trader?

Ingo Hillen: Unsere Kunden handeln grundsätzlich das, was volatil und liquide ist. Zuletzt Commerzbank oder griechische Anleihen, vor allem die Kurzläufer. Österreich? Da kann ich mich an die heisse Phase der damaligen betandwin erinnern. Da habe unsere Kunden viel gemacht. Es ist da egal, ob Devisen oder Bundfuture – volatil und liquide muss es sein.

Cafe BE: Und aktuell in Österreich?

Hillen: Ich erinnere mich an betandwin, aber auch Immofinanz, auch mit den Anleihen. Sonst handelt der Kunde den deutschen Markt , da ist er näher an Research und Informationen dran.

Cafe BE: Herr Hillen, sino richtet sich an den Heavy Trader. Bitte definieren Sie mir mal den Heavy Trader ...

Ingo Hillen: Ab 10 Trades im Monat fängt es an, also 120 Trades im Jahr. Wir haben 600 Kunden, die machen ca. 120.000 Trades im Monat, der Durchschnitt liegt demnach bei 200 Trades im Monat. Ein paar Kunden machen auch mal 1000 Trades oder deutlich mehr als 1000 Trades im Monat.

Cafe BE: Sie haben MX–Pro als Ihr Tool, Ihre Plattform ...

Hillen: Genau, das ist für uns ganz wesentlich, dass wir eben sagen, wir sehen uns auch als Technologieführer an. Wir bieten das schnellste und stabilste, das man im Online–Brokerage bekommt. Wir haben Routingzeiten, also von der Ordereingabe bis an die Börse, im zweistelligen Millisekundenbereich. Eine Limitüberprüfung, sprich »Hat der Kunde genug Geld?«, dauert eine Millisekunde. Die Stabilität liegt bei 99,9x Prozent. Das ist Kern unseres Angebot, die schnellste und stabilste Plattform zu sein. Das haben wir in den vergangenen Jahren gut hinbekommen.

Cafe BE: Mich interessieren noch weitere Zahlen. Wieviele Heavy Trader gibt es in Österreich bzw. Deutschland Ihrer Meinung nach?

Hillen: Es gibt ganz ganz wenige, einige tausend werden es in Deutschland sein, in Österreich eine grössere dreistellige Zahl. Es ist eine relativ kleine Community, die aber erstaunlich gut vernetzt ist. Mundpropaganda spielt eine Rolle.

Cafe BE: Sie haben ja auch eine Akadamie, die sino Akademie, bitte auch da ein paar Worte dazu.

Hillen: Die sino Akademie richtet sich sowohl an Kunden als auch an Interessenten, wir machen das mehrmals im Jahr. Das Thema Ausbildung spielt bei uns gar keine Rolle, da wir nur erfahrene Kunden haben wollen. Da geht es um absolute Fachthemen: Was ist der Vorteil von Discretionary Orders? Wie kann man über eine API handeln? Wie lassen sich die Kurse einer Aktie für alle Handelsplätze gleichzeitig aufrufen? Und wie funktioniert das Short Selling von Aktien? Solche Dinge. Wir haben immer interessante Referenten wie zB Alexander Hirsekorn von Wellenreiter–Invest. Oder Lars Feld, einer der fünf Wirtschaftsweisen, er war im November. Da waren 80 Leute zu Gast. Teilweise bringen Kunden auch andere mit. Das ist wichtig für uns, wir sind in einer sehr kleinen Nische unterwegs.

Cafe BE: Sie erwähnten zuvor griechische Anleihen, wie wichtig ist das Thema Anleihen bei einer Plattform wie Ihrer geworden oder war es das immer schon?

Hillen: Nein, da sehen wir schon eine deutliche Zunahme in den vergangenen beiden Jahren. Die griechischen Anleihen hatte ich erwähnt, aber auch deutsche Anleihen sind gefragt, wir arbeiten u.a mit Schnigge zusammen. Da gibt es schon Kunden, die mal eine halbe Million zeichnen. Der Mittelstandsmarkt bei Anleihen ist spannend, da wird auch gehandelt.

Cafe BE: Wirklich gehandelt?

Hillen: Ja, durchaus auch einmal kurzfristig.

Cafe BE: Sonst wäre es ja fast nicht ganz im Sinne des Erfinders, wenn viel in Bonds geparkt wird und Jahre später getilgt.

Cafe BE: Herr Hillen, sino ist börsenotiert, die Performance ist incl. Dividenden sehr gut, die Market Cap liegt bei etwas mehr als 10 Mio. Euro...

Hillen: Genau, wir haben kumuliert fast 6 Euro Dividenden gezahlt, mehr als die aktuelle Market Cap. Die Performance ist sehr okay, aber nicht überragend.

Cafe BE: Inwieweit war der Börsegang eine Marketingmassnahme? Würden Sie es wieder tun?

Hillen: Auf jeden Fall, wir hatten beim IPO eine Kapitalerhöhung gemacht, es haben sich Kunden beteiligt. In der Spitze hatte sich der Kurs versiebenfacht, da war mit gutem Timing viel möglich. Natürlich bringt eine Börsenotiz viel Visibilität, wir waren einmal Aktie der Woche in der FAZ.

Cafe BE: Ich habe gelesen, dass Sie beständig schwarze Zahlen schaffen. Das ist eine Leistung. Wo liegt Ihr potenzielles Wachstum? Mehr Heavy Trader oder dass die bestehenden Heavy Trader noch mehr heavy traden?

Hillen: Mehr Märkte, breitere Angebote. Wir haben jetzt Chi–X addiert, mit extrem günstigen Konditionen für Standardwerte in Europa. Wir wollen den Leuten so viel wie möglich Börsenaccess geben. Natürlich gibt es auch viele Heavy Trader in Deutschland, die wir noch gerne als Kunden hätten. Wir sind 1998 gegründet worden, der Kunde Nr. 8 war der erste Heavy Trader, da sind wir auch dabei geblieben.

Cafe BE: Sind Sie auch aktiv?

Hillen: Ich verfolge den Markt sehr intensiv, lege auch mein eigenes Geld an, bin aber kein Heavy Trader.

Cafe BE: Die KESt startet. Ich glaube, der österreichische Privatanleger wird weniger machen. Was glaubt die Runde?

Huber: Meine Meinung ist, dass die Umsätze zunächst um 10–15 Prozent zurückgehen werden. Langfristig wird die KESt nur wenig Auswirkungen haben, man sieht das auch in Deutschland, wo wir um 5 bis 7 Prozent Rückgang gesehen haben. Anfangs wird es mehr sein, da die Unsicherheit da ist und man auch im ersten Jahr die Verluste noch nicht gegenrechnen kann. Da wird das Volumen des Kunden ein bisschen leiden. Das wird sich 2013 relativieren. 2014 sollte sich das wieder eingespielt haben. Leider kann man keine Verlustvorträge mitnehmen, das ist in Deutschland viel besser gelöst. Auch das könnte Auswirkungen haben, aber überschaubar. Es ist trotzdem keine faire Lösung.

Siegl–Cachedenier: Ich glaube, dass wir den grösseren Einschnitt schon im Vorjahr gesehen haben. Der Effekt nach dem 1.4. wird kleiner sein. Leider ist es eine Barriere für neue Leute, das ist meiner Meinung nach das Negativste. Wenn man sich mögliche neue Börsegänge anschaut, dann war das kein positives Signal..

Arbter: Es hat im Vorjahr ein paar gute Fenster gegeben. Jetzt ist es weitgehend gleichgestellt, das war ein Ziel, das ist gelungen. Auch wenn wir die Gleichstellung anders gesehen hatten.

Hillen: Für unsere Heavy Trader wäre die österreichische Lösung im Jahr 2012 eine, bei der viele im 2. Quartal kein Geld mehr hätten, weil sie so häufig drehen und erst zum Jahresende den Ausgleich bekommen würden.

Huber: Wir werden uns überlegen müssen, ob wir für die Steuergutschrift einen kostenlosen Rahmen anbieten werden. Das wird wohl kommen.

Siegl–Cachedenier: Auch wir denken eine Lösung mit einem Rahmen an.

Das vollständige Protokoll:

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04.11.2011 FAZ

Kursschwankungen

Viele Anleger schreckt die hohe Volatilität ab

[...]

Chance für Daytrader

Doch manche Anleger begreifen auch jetzt diese Gelegenheiten als Chance: "Volatilität zieht unsere Kunden an", sagt Ingo Hillen, Vorstand der Sino AG. Die Handelsplattform bietet sehr aktiven Daytradern per Mausklick eine extrem schnelle Abwicklung ihrer Orders. "Unsere Kunden brauchen Liquidität und Kursschwankungen. Beides ist im Moment da", sagt Hillen. Manche Kunden bewegten bis zu 500.000 Euro mit einem Auftrag, an manchem Tag sogar insgesamt bis zu 10 Millionen Euro. Sein erfolgreichster Kunde habe mit dem Kauf von Dax–Terminkontrakten in den vergangenen zwei Tagen 160.000 Euro verdient, erzählt Hillen.

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07.09.2011 boerse.ARD.de

Börsenkrise treibt sino und Comdirect an

Der Crash–Monat August war ganz nach dem Geschmack des Spezialbrokers sino. Denn immer wenn es an der Börse zur Sache geht, werden die Kunden besonders aktiv. Das gilt auch für die Comdirect, der August war ein Spitzenmonat.

Des einen Freud, des anderen Leid. Von der Börsenpanik im August haben beide Broker profitiert, die Geschäfte liefen deutlich besser. Bei sino, einem Spezialanbieter, der sich auf die besonders aktiven "Heavy–Trader" konzentriert, wurden erstmals mehr als 200.000 Orders in einem Monat ausgeführt.

Kein Wunder, dass sino Gründer und Firmenchef Matthias Hocke sehr zufrieden war: "Der Monat August war für die sino AG in jeglicher Hinsicht ein ausgezeichneter Monat. Mit 201.938 Trades überbieten wir unser altes Rekordergebnis vom Oktober 2008 (189.576) deutlich, und das Monatsergebnis ist eines der besten in der Geschichte der sino AG – dabei lag das Handelsvolumen an den Börsen deutlich unterhalb der Höchstwerte der letzten Jahre."

Besonders stolz war Hocke auf die Tatsache, dass das eigene Handelssystem auch bei hohem Orderaufkommen störungsfrei gearbeitet hat. Eine wichtige Tatsache für einen Broker, der letztlich über den Geschäftserfolg an solchen Handelstagen entscheidet. sino hat im August 603 Depotkunden betreut, das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Das Depot–Durchschnittsvolumen lag bei 400.000 Euro.

Comdirect ebenfalls deutlich besser

Mit solchen Zahlen kann die Comdirect Bank nicht mithalten. Denn das in Quickborn bei Hamburg ansässige Unternehmen betreut überwiegend das breite Privatkundensegment und will sich dabei auch als Erstbankverbindung präsentieren. Aber auch für die Comdirect war der August rekordverdächtig. Es war der drittbeste Monat in der Firmengeschichte.

Insgesamt wurden im August im Geschäft mit Privatkunden 1.056.329 Orders ausgeführt. Im Vormonat Juli waren es mit 656.218 Kundenaufträgen noch deutlich weniger. Die privaten Kunden haben dabei nach Angaben der Comdirect vor allem die fallenden Aktienkurse massiv zum Einstieg genutzt.

Beide Aktien gesucht

Für die Aktionäre der beiden Unternehmen könnte sich ein Ende der Leidenszeit andeuten, denn beide Titel sind spätestens seit den Indexhöchstständen aus dem Mai unter Druck geraten. Nun kommt wieder etwas Leben in die scheinbar nicht enden wollenden Abwärtstrends.

Die Comdirect–Aktie hatte diese Entwicklung dabei schon früher nachvollzogen und einen volatilen August erlebt. Von 8,65 Euro im Mai war die Aktie bis auf 6,38 Euro im August gefallen, um war dann unter Schwankungen wieder bis auf 7,50 Euro vorgerückt. Aktuell legt die Aktie 2,6 Prozent auf 6,87 Euro zu.

Das sino Papier weist einen ähnlichen Kursverlauf auf. Das Jahreshoch war bereits Ende März bei 7,74 Euro, Tiefpunkt dann im August bei 4,45 Euro. Aktuell steht der Kurs bei 5,28 Euro, ein Plus von sieben Prozent.
rm

23.08.2011 Wirtschaftswoche

Leerverkäufe

Zocken wie die Profis

Wenn die Aktienkurse in die Tiefe rauschen, würden viele Anleger gern mit den Leerverkäufern in den Hedgefonds tauschen, anstatt sich über tiefrote Zahlen im Depot zu ärgern. Lange Zeit waren Leerverkäufe, das Wetten auf fallende Kurse, ausschließlich eine Spielwiese für Profis. Seit einigen Jahren bieten Online–Broker auch Privatanlegern die Chance, Aktien zu leihen, zu verkaufen und sie später zu einem günstigeren Kurs wieder einzusammeln, um sie dem Verleiher zurückzugeben. Das Spiel ist riskant, aber für erfahrene Anleger durchaus reizvoll, insbesondere bei Werten, für die Banken keine Verkaufsoptionsscheine anbieten.

Verleiher gesucht

Bis zu zwei Prozent pro Jahr müssen Anleger für die Leihe von Dax–Werten bezahlen. Zudem müssen sie die Leerverkäufe zu 25 bis 40 Prozent mit eigenem Kapital hinterlegen. Wer sich also für 1000 Euro Aktien leiht, um diese zu verkaufen, muss dem Broker je nach Aktie bis zu 400 Euro Sicherheitspuffer auf dem Konto nachweisen. Nicht für jede Aktie findet sich zudem auch ein Verleiher. Besonders bei kleineren Werten gehen Privatanleger häufig leer aus. »Im vergangenen Jahr hatten wir viele Anfragen für Leerverkäufe auf die BVB–Aktie, nachdem diese bedingt durch die Erfolgsserie des Clubs deutlich zugelegt hatte, aber es fand sich kein Verleiher«, sagt Ingo Hillen, Vorstand des Düsseldorfer Brokers sino.

Bei größeren Standardwerten ist die Auswahl dagegen nach wie vor groß. Cortal Consors beispielsweise bietet Standardkunden etwa 1700 Aktien für Leerverkäufe an, semiprofessionelle Heavy Trader können sogar bei etwa 20.000 Titeln short gehen.

Vorzeitig geplatzt

Schwer kalkulierbar werden Short–Spekulationen, weil Anleger damit rechnen müssen, dass der Verleiher die Aktien vor dem vereinbarten Termin zurückfordert. »Verleiher wollen wieder selbst über die Papiere verfügen, sobald ihnen die Kursschwankungen zu groß werden«, sagt Lorenz Lübbecke, bei Cortal Consors zuständig für Shortselling. Der Anleger kann sich nicht dagegen wehren und geht im schlimmsten Fall mit einem herben Verlust aus dem Geschäft. »Wenn ein Unternehmen plant, das Kapital zu erhöhen oder im Rahmen einer Fusion einen Aktientausch anzubieten, dann müssen Anleger auf jeden Fall damit rechnen, dass der Leerverkauf vorzeitig platzt«, sagt Lübbecke.

Vorsprung für Profis

Wer short geht, sollte daher den Markt und die Unternehmen ständig im Blick haben. Nicht jede Wette auf fallende Kurse geht tatsächlich auf. Steigt der Kurs der Aktie unerwartet stark an, wird es für den Anleger teuer, weil er sich zu einem ungünstigen Kurs eindecken muss, damit seine Verluste nicht ins Uferlose wachsen. Einfacher haben es die Profis. »Sie können wegen ihres besseren Einblicks in die Unternehmen leichter abschätzen, wie nachhaltig ein Abwärtstrend sein wird«, sagt Arndt Stiegeler, Geschäftsführer der Honorarberatung Best Advice Private Vermögen in München. Zwar seien Insidergeschäfte auch beim Shortselling verboten, aber es sei kaum zu verhindern, dass professionelle Anleger ihren Informationsvorsprung für Investitionsentscheidungen nutzten.

Einsatz verdoppelt

Mutigen mit gutem Timing winken hohe Gewinne. Beispiel: Wer am 27. Juli ThyssenKrupp–Aktien auslieh und verkaufte, bekam an der Börse pro Stück 31,50 Euro gleich 6300 Euro für 200 Stück (siehe Chart). Drei Wochen später hätte er sie für 24 Euro an der Börse zurückkaufen und wieder an die Bank liefern können. Vor Abzug der Kosten lag der Gewinn somit bei 7,50 Euro pro Aktie oder 1500 Euro. Abzuziehen wären beim Broker sino 1,5 Prozent jährliche Leihgebühr (für drei Wochen 5,50 Euro) plus 75 Euro Ordergebühr, also 80,50 Euro. Unter dem Strich bleibt ein Gewinn von 1419,50 Euro. An Kapital hätte ein Anleger nur die von sino für Dax–Werte verlangten 25 Prozent Sicherheitsleistung einsetzen müssen, also 1575 Euro (25 Prozent von 6300 Euro).

Martin Gerth (Düsseldorf)

18.07.2011 Börse Express

Österreichische Heavy Trader denken über Konten im Ausland nach

Hakan Özal ist mit dem deutschen Broker sino seit drei Monaten auch in Österreich präsent: "Profitieren von unklarer steuerlicher Situation"

BE: Herr Özal, vor etwas mehr als drei Monaten startete die sino AG mit einer Eröffnungsveranstaltung im Sky Restaurant Ihre Österreich–Aktivitäten. Zwischenzeitlich plauderten wir mal im Cafe BE, da waren Sie recht zufrieden. Wie sieht die Zwischenbilanz nach 3 Monaten aus?

Hakan Özal: Wir sind auf sehr positive Resonanz gestossen. Einige Interessenten kannten die sino AG bereits. Insbesondere mit Hilfe von persönlichen Empfehlungen ist unsere Bekanntheit dann schnell gewachsen. Auf unserer letzten Kundenveranstaltung im Juli konnten wir mehr als 25 Teilnehmer begrüssen, von denen wir nahezu ausschliesslich positives Feedback erhalten haben. Das ist natürlich eine grossartige Basis, um auch weiterhin neue Kunden zu gewinnen.

BE: Hand aufs Herz: Haben Sie durch die Präsenz in Österreich und die steuerliche Situation in Österreich plötzlich mehr Eröffnungen durch Österreicher in Deutschland?

Özal: Die unklare steuerliche Situation hat viele Heavy Trader dazu bewogen, über Konten im Ausland nachzudenken, um so unterjährige Steuerzahlungen zu vermeiden – davon profitieren wir natürlich.

BE: Was plant die sino AG im 2. Halbjahr?

Özal: Wir wollen die Vorteile unseres Angebots nachhaltig kommunizieren. Einige Komponenten sind ja im österreichischen Markt weitgehend unbekannt: Die Performance unserer Handelsoberfläche ist den Angeboten Dritter in mancher Hinsicht deutlich überlegen und Short Sales sind unter den Privatanlegern in Österreich ebenfalls ein kaum genutztes Instrument. Ausserdem werden wir unsere aktuellen Kontakte weiter pflegen, da unser Neukundengeschäft massgeblich von persönlichen Empfehlungen abhängt. Neben einigen neuen Produkt–Features wird es monatlich eine sino Akademie geben, auf der wir sowohl für unsere Kunden als auch für Interessenten persönlich zur Verfügung stehen, um unser Heavy Trader Package näher zu erläutern.

BE: Wann wird es die nächsten Akademien geben?

Özal: Unsere nächste Akademie findet am 18.08.11 um 18:30 Uhr in Wien statt. Hier wird es hauptsächlich um die Funktionen unseres Trading Tools, des sino MX–PRO gehen. Dabei halten wir diese Veranstaltung ganz bewusst im kleinen Rahmen ab, um auch auf einzelne Fragen individuell eingehen zu können. Anmeldungen erfolgen wie immer über unserer Webseite www.sino.at

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18.06.2011 Euro am Sonntag

Beste Ordermöglichkeiten bei Onlinebanken

Rang 1 | sino AG | Note: hervorragend

...

Noch günstiger ist sino. Hier sind Teilausführungen immer kostenlos. Jedoch hat sich dieser Anbieter auf Heavy– und Daytrader spezialisiert. So kann dort nur Kunde sein, wer je Quartal mindestens 30 mal handelt. ...

...

Noch besser ist auch hier sino: Der Spezialist weist als maximale Laufzeit »good til canceled« aus. Heißt, die Order bleibt aktiv, bis sie ausgeführt oder aktiv gestrichen wurde.

...

Mit 1885 Punkten erzielte sino das mit weitem Abstand beste Ergebnis. Was auch nicht verwundert, hat der Testsieger sich doch ... auf anspruchsvolle Day– und Heavy Trader spezialisiert, die auf möglichst viele Handelsoptionen Wert legen.

sino erhielt von uns für das Angebot mit den besten Ordermöglichkeiten die Note »hervorragend«.

€uro am Sonntag, 18.–24.06.2011, S. 66 ff

23.05.2011 derBoersianer.com

sino AG CEO Hillen im Interview über Österreichs 1. High End Broker für Heavy Trader

Generell benötigen erfolgreiche Trader ein Höchstmaß an Disziplin.

Onlinebroker sind eindeutig kostengünstiger als traditionelle Wertpapierhändler am Bankschalter. Mit der deutschen sino AG gibt es nun erstmalig einen speziellen Broker für Heavy Trader in Österreich. DerBörsianer.com spricht im Zuge des Markteintrittes mit sino AG Gründer und CEO Ingo Hillen über Heavy Trader, Disziplin beim Trading und drei Flaschen Chateau Lafite Rothschild.

DerBörsianer.com: Herr Hillen, die sino AG ist nun auch in Österreich an den Start gegangen, wie kommt es?

Ingo Hillen: Wir sind davon überzeugt, dass wir viele Heavy Trader in Österreich gewinnen können, Kunde bei der sino AG und HSBC Trinkaus zu werden. Wir bieten eine kompetente und persönliche Betreuung, attraktive Konditionen kombiniert mit einem sehr einfachen Preismodell, ein mehrfach ausgezeichnetes Frontend und last but not least Konto– und Depotführung bei HSBC Trinkaus in Düsseldorf. Das nennen wir unser »Heavy Trader Paket«.

DerBörsianer.com: Gibt es hier einen Zusammenhang mit der in Österreich eingeführten und wenig beliebten Wertpapier–Steuer?

Ingo Hillen: Die sino AG hat bereits vor dem Start in Wien Anfragen einiger österreichischer Privatanleger erhalten. Ein so genannter unterjähriger Steuerabzug, wie er auch diskutiert wurde, kann Heavy Trader natürlich extrem benachteiligen. Diese Diskussion schadet uns daher sicherlich nicht.

DerBörsianer.com: Müssen unsere heimische Top–Player brokerjet und direktanlage.at jetzt um ihre Top–Kunden fürchten?

Ingo Hillen: Ich hoffe es (lacht). Im Ernst, die sino AG ist der Anbieter für Heavy Trader in Deutschland. Viele der aktivsten Trader in Deutschland handeln über uns, ich wüsste keinen Grund, warum das in Österreich anders sein sollte, zumal wir für den österreichischen Markt besonders interessante Features zu bieten haben, wie zum Beispiel eine automatisierte Wertpapierleihe für Short–Sales. Diesen Service haben wir gemeinsam mit HSBC Trinkaus entwickelt.

DerBörsianer.com: Sie bezeichnen sich selbst als High End Broker, was bedeutet dies?

Ingo Hillen: Dass wir nichts anderes machen, als uns um die Anliegen der aktivsten Trader zu kümmern – Versicherungen, Baufinanzierungen oder Sparverträge finden Sie vielleicht bei den anderen. Wir konzentrieren uns darauf, engagierten und aktiven Tradern das beste Paket anzubieten.

DerBörsianer.com: Auf was kommt es bei einem guten Onlinebroker an?

Ingo Hillen: Als Heavy Trader müssen Sie sich auf Ihren Broker verlassen können – ein Ausfall des Handelssystems von ein paar Minuten kann schnell viele Hundert Euro oder mehr kosten und einem auch richtig die Stimmung vermiesen, da nützen extrem niedrige Ordergebühren wenig. Wir bieten dagegen eine Systemverfügbarkeit von über 99,99 %. Dazu gibt's bei uns ein hochperformantes Frontend, attraktive Konditionen, kompetente Ansprechpartner und mit HSBC Trinkaus eine äußerst kompetente Abwicklungsstelle.

DerBörsianer.com: Man hört Ihre Handelsplattform soll technologisch vom Feinsten sein, was hat es damit auf sich?

Ingo Hillen: Sie hören richtig. Die von unserer Beteiligungsgesellschaft tick–TS in Eigenregie entwickelte Handelsplattform ist unserer Ansicht nach die stabilste und leistungsfähigste im Online–Brokerage–Markt. In Vergleichstest gewinnt Sie ausnahmslos absolute Spitzenbewertungen.

DerBörsianer.com: Jetzt sind Sie nicht nur Gründer und Vorstand sondern auch leidenschaftlicher Börsianer, wo sehen Sie persönlich aktuell Investmentchancen?

Ingo Hillen: Ich habe 1987 meine ersten Aktien gekauft und bin seitdem sehr am Börsengeschehen interessiert. Persönlich interessieren mich Situationen am meisten, in denen die große Masse entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt ist. Dann ergeben sich oft interessante Trades auf der Gegenseite. Anlageberatung macht die sino AG allerdings nicht, deshalb möchte ich mich auch hier nicht konkreter äußern.

DerBörsianer.com: Welche Fehler begehen Anleger Ihrer Meinung nach am häufigsten?

Ingo Hillen: Man lässt Verluste laufen und stellt Gewinne zu früh glatt – obwohl jeder schon gehört und gelesen hat, dass es besser umgekehrt wäre. Generell benötigen erfolgreiche Trader ein Höchstmaß an Disziplin.

DerBörsianer.com: Stichwort Fehler, bei welchem Trade sind Sie zuletzt so richtig daneben gelegen?

Ingo Hillen: Ich habe drei Flaschen Chateau Lafite Rothschild zu früh verkauft!

DerBörsianer.com: Was macht aus Ihrer Sicht einen guten Trader aus? Ingo Hillen: Disziplin und dass er nicht zu hohe Risiken eingeht. Außerdem muss er den richtigen Broker finden.

DerBörsianer.com: Sino ist selbst an der Börse notiert, welche Bedeutung hat solch ein Listing?

Ingo Hillen: Wir sind seit 2004 börsennotiert und haben deutlich an Bekanntheit dadurch gewonnen. Natürlich wird man auch an den Zahlen gemessen und das spornt zusätzlich an.

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15.04.2011 Wirtschaftsblatt

Panik-Knopf gegen die Wertpapier-KESt

Aus der Not anderer einen Wettbewerbsvorteil machen will der deutsche Online–Broker sino. Mit einer eigenen Niederlassung in Wien zielt das Düsseldorfer Unternehmen nun auf österreichische Privatanleger ab, die der Finanz ein Schnippchen schlagen wollen. Denn im Gegensatz zu heimischen Anbietern müssen ausländische Online–Broker die Wertpapier–KESt nicht unterjährig abführen. Österreichische Banken haben bereits mit einer Verfassungsklage gegen die neue Kursgewinnsteuer reagiert, die sie ab Oktober automatisch an die Finanz abliefern müssen.

Neben diesem »Steuerstundungsmodell« will sino mit zahlreichen Funktionen bei der Zielgruppe von aktiven Tradern punkten. Diese können auf insgesamt 43 Handelsplätze zugreifen, darunter auch Emerging–Markets–Börsen wie Mumbai oder Bangkok. Neben Aktien können auch Fonds, Anleihen, Währungen sowie Termin– und Hebelprodukte gehandelt werden.

Zu den interessantesten Funktionen zählt die sogenannte Realtime–Wertpapierleihe, die auch für Privatkunden Leerverkäufe ermöglicht. Kursinformationen werden via Push–Technologie geliefert, für manche Handelsplätze wie Wien inklusive Orderbuch. Dazu kommen spezielle Orderformen für Vieltrader. Etwas kurios mutet dabei die Funktion »Panikbutton« an: Auf Knopfdruck werden alle aktiven Orders augenblicklich gelöscht.

Die sino AG wurde 1998 als Broker für aktive Privatkunden gegründet und beschäftigt derzeit 24 Mitarbeiter. Das Unternehmen betreut insgesamt 610 Kunden mit einem durchschnittlichen Volumen von 400.000 € je Depot.

14.04.2011 boerse-express.com

Interview

Dirk Piethe (Director New Business) und Hakan Özal (Niederlassungsleiter Österreich) von der sino AG sprechen über den Start des High End Brokers in Österreich.

Börse Express: sino bietet ab sofort allen österreichischen Privatanlegern »High End Brokerage« an. Was kann man sich darunter vorstellen?

Dirk Piethe: Sowohl technisch als auch von der Betreuung ist unser Angebot genau auf unsere Kunden zugeschnitten. Diese agieren sehr professionell – deshalb besteht auch ein anderer Bedarf als bei herkömmlichen Online–Brokern.

Was kann man unter dem Technischen Angebot und der Betreuung verstehen?

Piethe: Beim Technischen Angebot handelt es sich unter anderem um unsere Plattform MX–PRO. Bei der Betreuung streben wir Face–To–Face Kontakt an. Jeder unserer Kunden hat einen eigenen Betreuer, der sich um seine Anliegen kümmert.

Die Rahmenbedingungen waren für Trader in Österreich niemals schlechter – Stichwort: Wertpapier– KESt. Wie sieht das für zukünftige österreichische sino Kunden aus? Was halten Sie von der österreichischen Regelung?

Piethe: Wir kennen die Steuersituation in Österreich. Ich möchte mich als Deutscher aber nicht zur österreichischen Regelung äussern. Ich kann aber sagen, was Österreicher bei sino erwartet. Das Konto liegt in Deutschland bei HSBC Trinkaus, der Depotbank. Unsere österreichischen Kunden gelten deshalb als Devisenausländer. Aus diesem Grund unterliegen sie auch nicht der deutschen Abgeltungssteuer. Am Ende des Jahres stellt HSBC Trinkaus den Kunden eine »Erträgnisaufstellung« aus. Mit dieser gehen unsere Kunden zu ihrem Steuerberater oder Finanzamt. Selbstverständlich weisen wir jeden unserer Kunden darauf hin, dass etwaige Gewinne in der Steuererklärung deklariert werden müssen.

sino ist mit 620 Kunden im Bereich »High End Brokerage« Marktführer in Deutschland. Was verstehen Sie unter einem Heavy–Trader?

Piethe: Grundsätzlich ist unsere Klientel sehr fokussiert und professionell. Das Pricing ist ihnen sehr wichtig. Unsere Bestandskunden wickeln durchschnittlich 180 Trades pro Monat ab. Natürlich gibt es aber auch Trader, die diese Zahl deutlich überschreiten. Für neue Kunden streben wir eine Zahl von mindestens 150 Trades pro Quartal an. Als weiteres Kriterium gilt das Handelsvolumen. Dieses sollte in Summe bei etwa 500.000 Euro pro Monat liegen. Ist ein Kriterium erfüllt, entspricht der Trader unserem Wunschprofil.

Der Markt der Heavy–Trader ist offensichtlich sehr umkämpft?

Piethe: Uns geht es nicht um »Kundenwachstum um jeden Preis«. Das ist zwar eine beliebte Strategie bei anderen Online– Brokern, aber nicht bei uns. Uns geht es um Qualität. Qualität beim Angebot aber auch Qualität bei der Nachfrage.

Wie gross ist das Potenzial in Österreich? Welche Kundenzahl streben Sie an?

Piethe: Wir planen innerhalb von 12 Monaten 100 Kunden in Österreich für sino zu begeistern. Das ist ein ambitioniertes Ziel. Der Grund nach Österreich zu gehen, ist aber ganz klar der Tatsache geschuldet, dass wir eine enorme Nachfrage aus Österreich wahrgenommen haben. Es gab auch schon einige Bestandskunden, die wir jetzt noch intensiver betreuen können. Darüber hinaus gibt es Österreicher, die bei anderen Spezialanbietern handeln. Für diese könnte sino eine attraktive Alternative sein. Wenn wir diese Zahl nicht erreichen, aber die Neu–Kunden unseren Anforderungen entsprechen, sind wir ebenfalls zufrieden. Uns geht es, wie erwähnt, nicht um das reine Kundenwachstum. Ein Beispiel: Wir haben letztes Jahr 100 Konten nach Rücksprache mit den Kunden wegen Inaktivität geschlossen. Das macht kein anderer Online–Broker, diese zielen in der Regel nur auf Wachstum bei der Konten–Anzahl ab.

Viele Broker setzen auf die Ausbildung ihrer Kunden. Bei Ihnen gibt es die sino–Akademie – suchen Sie also nicht ausschliesslich nach erfahrenen Tradern?

Piethe: Doch, unser Service richtet sich ausschließlich an erfahrene Trader. Unsere Akademie dient primär dazu, dass unsere Kunden mit den technischen Möglichkeiten vertraut gemacht werden. Wir wollen den Kunden keine Strategien näher bringen. Diese haben sie in der Regel ohnehin schon selbst entwickelt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass hier ein reger Austausch innerhalb der Community stattfindet – und genau das unterstützen wir. Bei unseren Veranstaltungen kommen in der Regel 20 bis 30 Personen, die untereinander Erfahrungen austauschen.

Hakan Özal: Am 5. Mai werden wir die erste Akademie in Wien abhalten. Dieser Event wird ausnahmsweise in einem etwas grösserem Rahmen stattfinden, da es unsere erste Veranstaltung sein wird. Alle Interessierten sind natürlich herzlich eingeladen an diesem Termin teilzunehmen. Aber normalerweise halten wir die sino Akademie in einem kleineren Rahmen ab, um auch persönliche Gespräche über Produkte und Preise führen zu können und einander kennenzulernen.

Sind Produkte und Preise in Stein gemeisselt?

Piethe: Nein, bei sino ist eigentlich alles individuell. Deshalb gehen wir auch auf die entsprechenden Bedürfnisse unsere Kunden ein.

Sie bieten Ihren Kunden »alle handelbaren Wertpapiere«. Fallen CFDs auch in diese Kategorie? Wie bewerten Sie Contracts for Difference allgemein?

Piethe: CFDs fallen nicht in diese Kategorie. Sie werden von unseren Kunden nicht nachgefragt, weshalb in absehbarer Zeit auch kein Bedarf bestehen wird, sie ins Angebot aufzunehmen. Unseren Kunden ist der Spread äußerst wichtig, deshalb sind CFDs keine Alternative.

Özal: Jedoch bieten wir unseren Kunden in Kooperation mit der HSBC Trinkaus einen Überziehungsrahmen bis zum Fünffachen des Eigenkapitals, was einem Hebel von fünf gleichkommt.

Das Thema Short–Selling wird besonders hervorgehoben. Welche Möglichkeiten haben Trader hier?

Piethe: Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen sind Short Sales bei der sino AG möglich. Was die österreichischen Aktien betrifft, greifen natürlich die geltenden Short–Verbote.

Wo kommen die Aktien her, die verkauft werden?

Piethe: Unser Partner HSBC Trinkaus und andere Banken bieten uns einen Pool an, auf den wir zurückgreifen können. Zum Thema Aktien: Die beliehenen Aktien sind »anonym« und stammen eben aus dem uns zur Verfügung stehenden Pool.

Interview: Michael J. Plos

14.04.2011 DerStandard

Print-Ausgabe 15.04.2011

sino AG sucht in Österreich hochaktive Online-Trader

Anleger können mit der deutschen sino AG auf einen neuen Anbieter setzen. Vor allem die Leerverkäufe per Mausklick könnten Trader locken Wien

Die Broker–Szene in Österreich hat mit der sino AG Zuwachs bekommen. Der auf High–End–Brokerage spezialisierte Anbieter ist seit 13. April mit einer eigenen Niederlassung in Wien vertreten. Die große Masse will sino mit seinem Angebot für den Wertpapierhandel im Internet aber nicht ansprechen. »Wir sind auf hoch aktive Anleger spezialisiert, die mindestens 50 Trades pro Monat durchführen«, sagt Dirk Piethe, Director New Business der sino AG. Im Schnitt würden Kunden 180 Orders pro Monat aufgeben.

Dass die Anwender bei sino fleißig handeln, spiegelt sich in der Jahresstatistik wider. Im letzten Jahr (von 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010) wurden 1,4 Millionen Orders abgewickelt. Im Schnitt nehmen sino Kunden pro Order 10.000 Euro in die Hand.

Für den Handel über die sino Plattform müssen Kunden eine Grundgebühr (69 Euro pro Monat) zahlen, die aber von der Anzahl der Trades abhängig ist. Ab rund 50 Aktivitäten im Monat könne diese Gebühr auch entfallen, heißt es. Jede Order wird extra bezahlt. Für den Xetra–Handel etwa fallen fünf Euro plus 0,10 Prozent des eingesetzten Volumens an. Neu für den österreichischen Markt ist das Angebot, Aktien per Mausklick leerzuverkaufen (short–selling) oder Cross–Border–Geschäfte über die USA abzuwickeln. Die Möglichkeit der Leerverkäufe bezieht sich freilich nur auf Papiere, die nicht unter das Leerverkaufsverbot der Aufsicht fallen.

Steuervorteil

Da das Depot eines österreichischen sino Kunden in Deutschland liegt, fallen unterjährig keine Steuern auf Handelsgewinne an. Darin besteht natürlich ein Vorteil, wenn in Österreich ab September die Wertpapier–KESt fällig wird. Am Jahresende bekommen Kunden von sino eine genaue Übersicht über ihre Gewinne/Verluste, damit diese im Steuerbescheid angegeben werden können.

Bis auf Sparpläne und Differenzkontrakte (CFDs, Contract for Difference) können sino Kunden alle Arten von Wertpapieren über die Computerplattform handeln.

Derzeit werden 610 Kunden in Deutschland von 24 Mitarbeitern betreut. In Österreich handeln bereits 20 Kunden über den Online–Broker. Bis zum Jahresende will man 100 heimische Trader unter Vertrag haben. »Wir wollen lieber wenige Kunden, die viele Trades durchführen, als viele Kunden, die wenig handeln«, sagt Piethe.

Gegründet wurde die Sino AG im Jahr 1998. 26 Prozent hält die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Eine weitere Expansion wird überlegt. Vor allem in Westeuropa aber auch in Ungarn gebe es bereits erste Kunden.

(Bettina Pfluger)

09.02.2011 finanzen.net

Institute mit Klick

Kaufen, verkaufen – günstig und per Mausklick. Direktbanken machen’s möglich. €uro am Sonntag hat getestet, wo die besten Konditionen locken und wer guten Service bietet.

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sino, Postbank und Onvista Bank verlangen ... acht bis 8,29 Euro.

[...]

Ein verschärftes Rabattmodell fährt sino, einer der Spezialisten für sogenannte Heavy Trader, in der Umfrage. Selbst Kunden, die dort zu normalen Konditionen (0,15 Prozent des Ordervolumens, mindestens aber acht Euro) handeln, müssen ein Handelsvolumen von mindestens 500.000 Euro vorweisen – im Monat. Und für 0,1 Prozent darf nur handeln, wer es auf ein Volumen von mindestens zehn Millionen Euro im Monat bringt. Wenn das nicht heavy ist.

[...]

Fans der US–Börsen müssten eigentlich zu sino gehen, wenn da diese Beschränkung mit dem Transaktionsvolumen nicht wäre. Denn sino verlangt für den ersten US–Trade je Wertpapiergattung und Tag zwar eine Zusatzgebühr von 30 Euro. Bei jedem weiteren Trade kostet aber das einzelne gehandelte Wertpapier maximal noch eine Gebühr von einem Cent. Wer also in zehn Trades am Tag insgesamt 1000 US–Aktien dealt, zahlt bei sino insgesamt höchstens 40 Euro. Macht im Schnitt vier Euro je Deal. Allen anderen, die keine Heavy Trader sind, bleiben leider nur andere Onlinebroker.

[...]

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05.11.2010 Brokertest

Interview mit Ingo Hillen und Dirk Piethe über die Zukunft bei sino

Berlin – Dirk Piethe verstärkt seit neuestem die Geschäftsleitung der sino AG. Er bringt eine Menge Know–How aus seiner Zeit bei E*TRADE (jetzt ViTrade) und brokerjet mit. David Ernsting, Herausgeber von Broker–Test.de, sprach mit ihm und Vorstand Ingo Hillen über die guten Leistungen der Gegenwart und die Herausforderungen der Zukunft.

Herr Hillen, Sie werden mit Dirk Piethe ab sofort das Management von sino verstärken. Spricht die Personalie auch ein wenig für Ihre strategische Ausrichtung?

Ingo Hillen: "Die Personalie spricht für die sino AG (lacht). Im Ernst – wir freuen uns sehr, Dirk mit seinen ausgezeichneten Marktkenntnissen und auch der internationalen Erfahrung für uns gewonnen zu haben. Mit ihm zusammen wollen wir Möglichkeiten, die sich vielleicht gerade jetzt in dem anspruchsvollen Marktumfeld ergeben, nutzen. Wir haben eine Menge vor."

sino genießt den Ruf, vor allem für Heavy Trader die erste Anlaufstelle zu sein. Wie haben Sie es dahin gebracht?

Ingo Hillen: "Wir haben immerhin zwölf Jahre alles dafür tun können, dass sino heute der Broker für Heavy Trader in Deutschland ist. In den letzten Jahren haben wir an sechs Vergleichstest teilgenommen und in allen sechs, teilweise mit Abstand, die besten Noten erhalten. Unser Anspruch ist es, diese Position zu behalten, auch mit kontinuierlichen Verbesserungen, wie gerade erst mit der automatisierten Wertpapierleihe in Kooperation mit HSBC Trinkaus."

Herr Piethe, Was macht sino so besonders für diese Zielgruppe?

Dirk Piethe: "sino ist auf den Bereich der aktiven und professionellen Trader erfolgreich fokussiert. Die nachhaltigen Erfahrungen der Kunden sind immer wieder in die Entwicklung unserer Produkt– und Servicequalität eingeflossen. Faire und stabile Preise, immer neue Produktinnovationen und ein exzellenter Kooperationspartner wie die HSBC Trinkaus schaffen ein erstklassiges Angebot für jeden aktiven Trader. Das kann ich auch aus meiner bisherigen Berufserfahrung bestätigen."

Ist das Erschließen neuer Märkte in anderen Sprachräumen für Sie ein Thema?

Dirk Piethe: "Wir prüfen derzeit die unterschiedlichen Möglichkeiten unser Angebot auch den potentiellen Kunden im europäischen Ausland zur Verfügung zu stellen. Aber auch eine mögliche Geschäftserweiterung in Deutschland kann ein Thema sein."

Der Brokerage–Markt ist derzeit in Bewegung. Es gibt immer wieder neue Technologien, mal eine Übernahme, überhaupt engen Wettbewerb. Wie schlägt sich sino darin?

Ingo Hillen: "Wir sind technologisch führend – bei einem Vergleichstest erzielte unser Frontend eine Bewertung von 1,06 (im Durchschnitt). Wir wollen nicht übernommen werden und Wettbewerb gibt es ebenfalls schon seit zwölf Jahren. Allerdings ist es richtig, dass gerade im heutigen Umfeld sehr niedrigerer Börsenumsätze der Wettbewerb intensiv ist. Gleichzeitig arbeiten wir auch unter den aktuellen Marktbedingungen profitabel, deshalb dürfen sich unsere Kunden darauf verlassen, dass wir auch zukünftig in Verbesserungen und Technologie investieren können und alles tun werden, um unsere Position zu behaupten."

Und wie geht es weiter?

Dirk Piethe: "Es bleibt spannend... (Beide lachen) Ich freue mich darauf, meinen Beitrag zu leisten, dass sino die Nummer 1 für Heavy Trader bleibt."

Wird es diesen Herbst bei Ihnen wieder ein Kilo Gold zu gewinnen geben? Oder haben Sie etwas Vergleichbares geplant?

Ingo Hillen: "Das Ziel dieser Aktion war es, die im sino MX–PRO integrierte speziell für den Futures–Handel optimierte Oberfläche 'The GRID' bekannt zu machen, dies ist uns gut gelungen. Welche Aktion als nächstes kommt, überlegen wir derzeit."

Vielen Dank für das Gespräch!

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08.09.2010 wiwo.de

Der Teufel im Detail:

Handelbarkeit exostischer Aktien

Stefan Hajek (Düsseldorf) – Viele Aktien aus Schwellenländern sind an der deutschen Börse zweitgelistet. Diese können problemlos gehandelt werden. Kompliziert und teuer kann es an den Heimatbörsen werden.

Immer öfter fördert die empirische Ermittlung der ertragsreichsten Aktien der Welt von Boston Consulting Papiere aus Schwellenländern wie China, Indien, Südkorea Chile, Brasilien oder Indonesien zutage. Dort gibt es zwar teils große Börsen, wie Mumbai oder Shanghai, an denen das tägliche Handelsvolumen das vieler westlicher Börsenplätze übersteigt. Für deutsche Privatanleger sind die Aktien an solchen Börsen aber oft nur über langwierige und teure Umwege zu bekommen.

Günstige Alternative: Freiverkehr

Am einfachsten und günstigsten ist der Handel, wenn die Aktie des Schwellenländer–Konzerns zusätzlich zur jeweiligen Heimatbörse im Freiverkehr einer deutschen Börse gelistet ist; Broker an den Börsen Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin stellen dann problemlos und zeitnah relativ günstige Kurse, der Handel ist bei vielen Aktien zudem liquide, die Differenz zwischen Kauf– und Verkaufskursen nicht unbotmäßig hoch. Die Aktien sind in den Tabellen mit einem * markiert.

Andere Schwellenländeraktien, wie Orascom aus Ägypten, Mahindra & Mahindra aus Indien und vor allem viele lateinamerikanische Werte sind an der New Yorker Nasdaq, der NYSE oder in London zweitgelistet, so zum Beispiel Antofangasta (Chile), Cresud (Argentinien) oder Brasil Foods (Brasilien); auch in New York oder London ist der Handel von Deutschland aus liquide und relativ kostengünstig. Das selbe gilt für US–Papiere, die es nicht im deutschen Freiverkehr gibt.

Teure Heimatbörsen

Schwieriger wird es, wenn Privatanleger an die Heimatbörsen der Schwellenländer–Aktien selbst gehen müssen. Das geht theoretisch bei fast allen Ländern, ist aber sehr aufwändig und vor allem teuer. »Grundsätzlich ermöglichen wir zwar den Handel an jeder freien Börse, an der es keine Kapitalverkehrs– oder Devisen–Restriktionen seitens der lokalen Behörden gibt«, sagt Ingo Hillen, Vorstand des auf Daytrader spezialisierten Onlinebrokers sino.

Hat die deutsche Filialbank oder der Onlinebroker des Anlegers keine eigenen Händler an der Börse des gewünschten Landes, so wickelt sie den Handel über eine große internationale Investmentbank ab, wie Goldman Sachs oder HSBC. Deren Gebühren kommen also schon mal oben drauf. »Da solche Geschäfte nicht mehr rein Internet–basiert ablaufen, sondern auf jeden Fall Telefonhandel im Spiel ist, kommen da dreistellige Beträge zusammen«, sagt Florian Kurz vom Münchner Broker DAB. »Die Gebühren des Partners teilen wir dem Kunden aber vor dem Handel mit; die meisten treten dann von exotischen Länderbörsen ohnehin zurück«, sagt Kurz. Grundsätzlich gilt: je mehr Banken dazwischen geschaltet werden müssen, desto teurer der Handel.

In vielen Schwellenländern sind zudem die lokalen Restriktionen und Gebühren so ungünstig, dass sich ein Handel vor Ort für Privatanleger kaum mehr lohnt. »Relativ unkompliziert sind Chile, Brasilien, Mexiko, Indonesien, Japan und Südkorea«, sagt Handelsprofi Hillen von sino, »die Gebühren sind zwar hoch – in Chile etwa verlangt die dortige Kontrahenten–Bank 240 Euro Liefergebühr je Aktienhandel –, aber es gibt keine generellen Restriktionen seitens der Behörden.«

Anders in den beiden größten Schwellenländern Indien und China: Viele chinesische Konzerne sind an der Börse Hongkong gelistet, wo der Handel von Europa aus problemlos ist. Entgegen der landläufigen Meinung sind sogar an den Festlandsbörsen Shanghai, Peking und Shenzen grundsätzlich Aktienkäufe und –verkäufe durch westliche Ausländer möglich; allerdings kann die Investmentbank als Zwischenhändler nicht einfach auf eigene Rechnung dort kaufen und die Aktien an ihre deutsche Partnerbank durchleiten, die sie schließlich ihrem Privatkunden ins Depot bucht – so, wie das eben an exotischen oder kleineren westlichen Börsen liefe. »In China muss jeder Endkunde namentlich registriert werden und ein eigenes Konto beim chinesischen Broker eröffnen«, erklärt Hillen, »und sei es nur für einen Kauf einer einzigen Aktie.«

Tagelang warten

Das Prozedere kostet mehrfach zwei– bis dreistellige Gebühren und dauert mehrere Tage, ist also nur geeignet für China–Fans, die regelmäßig größere Beträge in Aktien in Shanghai oder Shenzen anlegen wollen. Mindestens ebenso schlimm sind die Restriktionen in Indien: »Die behördlichen Hürden in Mumbai sind extrem hoch«, sagt Hillen, »jeder Endkunde muss namentlich registriert werden, braucht einen indischen Broker, ein indisches Depot, ein indisches Verrechnungskonto und sogar eigenen Legal Tax Consultant – einen indischen Steuerberater. Jeder Schritt kostet natürlich Gebühren. »Das«, sagt Hillen, »muss man schon als Abwehr–Konditionen bezeichnen.«

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22.08.2010 EuramS

Spezial

Großer Online-Broker-Test

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Diese spezialisierten Broker für sehr aktive Börsianer haben hinsichtlich ihrer Handelssysteme in aller Regel auch für den Profi–Trader viel zu bieten. Besonders sticht hier der diesjährige Testsieger Sino he­raus. Der Düsseldorfer Broker ist auf sehr aktive – semi– oder gar vollprofessionelle – Börentrader fokussiert. Was »Heavy Trader« bedeutet, veranschaulicht die Zahl der abgewickelten Orders. Im Jahr sind das bei jedem der etwa 600 Sino–Kunden im Durchschnitt etwa 2100 Trades.

Das Handelssystem der Rheinländer bietet alles, wovon Händler träumen: Neben einer langen Reihe an Börsenplätzen, wo zu Realtime–Kursen gehandelt werden kann, sind das Profiwerkzeuge beim Ordern wie Iceberg–Orders, diverse Limit–Zusätze oder One–Click–Trading, das die sekundenschnelle Ausführung vieler Orders zu unterschiedlichen Preisen ermöglicht.

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02.08.2010 rumas.de

Interview mit Herrn Ingo Hillen

Vorstand der sino AG, Düsseldorf

Guten Tag Herr Hillen, die RuMaS–Redaktion freut sich sehr, dass Sie sich für ein Interview zur Verfügung gestellt haben. Wir bitten Sie, sich zunächst den Lesern kurz vorzustellen.

Ingo Hillen: Guten Tag. Mein Name ist Ingo Hillen, ich bin zusammen mit Matthias Hocke Gründer und Vorstand der sino AG und verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Handel.

Herr Hillen, Sie haben in einem offenen Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages die Finanztransaktionssteuer kritisiert und den Umgang mit der Krise in Griechenland. Welche Reaktionen haben Sie auf diesen Brief bekommen?

Ingo Hillen: Die sino AG hat am 19. Mai 2010 den offenen Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages verschickt. Den Brief finden Sie auch als Download auf unserer Homepage. In den Wochen danach habe ich viele Briefe und E–Mails von Mitgliedern des Bundestages bekommen. Diese setzten sich zum Teil konstruktiv mit meinen Argumenten auseinander. Es gab auch direkten Kontakt mit Abgeordneten, der sehr konstruktiv war.

Viele mittelständische Unternehmen haben u.a. wegen der Basel–II–Kriterien Probleme bei der Kreditaufnahme. Wie würden Sie in diesem Zusammenhang die Kredite an Griechenland beurteilen?

Ingo Hillen: Die beiden angesprochenen Fälle sind meiner Meinung nach nicht vergleichbar. Griechenland hat sich den Beitritt zum Euroraum mit geschönten, evtl. manipulierten Zahlen verschafft. Die Vorteile, die sich durch den Beitritt ergeben haben, wurden aber auch nicht genutzt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken – im Gegenteil, das staatliche Defizit wurde weiter deutlich erhöht. Vor diesem Hintergrund war das Rettungspaket für Griechenland nicht richtig – deutlich besser wäre eine Umschuldung gewesen.

Wie groß wäre der wirtschaftliche Schaden nach Ihrer Meinung, wenn Deutschland die Finanztransaktionssteuer im Alleingang einführen würde?

Ingo Hillen: Ich denke, dass der wirtschaftliche Schaden erheblich wäre. Abgesehen davon, dass eine Finanztransaktionssteuer genau die Falschen, nämlich rund 10 Millionen Privatanleger, träfe, würde sie den Wirtschaftsstandort und Finanzplatz Deutschland schwächen und die Finanzierung des Mittelstandes indirekt verteuern.

Ein interessanter Ansatz ist eine internationale Finanzaktivitätssteuer für alle Finanzakteure, die Gewinne durch staatliche Unterstützung machen. Ist dieser Ansatz nach Ihrer Meinung durchsetzbar und in welcher Höhe halten Sie eine solche Besteuerung für angemessen?

Ingo Hillen: Eine Finanzaktivitätssteuer ist einer Finantransaktionssteuer vorzuziehen. Dennoch sollte auch ein solches Instrument nur zeitlich befristet zum Tragen kommen. Die Höhe sollte zum einen dem Ausmaß der Unterstützungsmaßnahmen angemessen sein, gleichzeitig jedoch auch die Kreditwirtschaft nicht über Gebühr belasten.

Herr Hillen, vielen Dank für das Interview.

Link zum offenen Brief:

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27.07.2010 Brokertest.de

Interview mit Ingo Hillen zu geplanten Neuerungen im Trading bei sino

Vorstand der sino AG, Düsseldorf

Berlin – David Ernsting, Herausgeber von Broker–Test.de, sprach mit Ingo Hillen, Vorstand beim Daytrade Broker sino, über das im dritten Quartal gesteigerte Ergebnis sowie die zukünftige Entwicklung des Brokerage Geschäftes und geplante Neuerungen im Trading Bereich.

Herr Hillen, Glückwunsch zur Gewinnsteigerung. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Ingo Hillen: »Danke. Mit dem operativen Ergebnis von rund 420.000 Euro können wir leben, es ist allerdings kein Grund zu feiern. Wichtig ist zu wissen, dass wir uns in einem schwierigen Marktumfeld bewegen, das zeigt z.B. auch die zeitgleich zu unseren Quartalszahlen veröffentlichte zurückgenommene Gewinnprognose eines anderen Online–Brokers.«

Während die Zahl der abgewickelten Trades im Vorjahr um knapp 40 Prozent gestiegen ist, konnten die Nettoerlöse mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Wie erklären Sie sich das? Ist der Markt härter geworden?

Ingo Hillen: »Der Markt war schon immer hart (lacht). Die Zunahme unserer Tradezahlen beruht ganz wesentlich auf einer deutlichen Steigerung der Futures–Orders, diese weisen allerdings – im Vergleich zu Wertpapierorders – eine deutlich niedrigere Marge auf. Deshalb sinkt der Erlös pro Trade.«

Inwiefern kommt die EDW, also die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, erschwerend hinzu, die immerhin 140.000 Euro beansprucht hat? Ist es nicht ein wenig ärgerlich, dass hierfür so hohe Kosten anfallen – oder haben Sie dafür vollstes Verständnis?

Ingo Hillen: »Die hohen Kosten für den EDW sind sehr ärgerlich und ich habe dafür überhaupt kein Verständnis. Die sino AG ist Anlage–Abschlussvermittler, wir betreiben weder Anlageberatung noch Portfolioverwaltung. Unsere Kunden haben ein Konto und Depot auf ihren Namen bei HSBC Trinkaus, einer Bank die etwa 700 Millionen Euro Eigenkapital hat und dem Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken angehört. Unsere Kunden brauchen die EDW Mitgliedschaft der sino AG nicht und unsere Aktionäre wollen sie nicht.«

Sie verfügen mit lediglich 619 Daytrade–Kunden über eine scheinbar sehr »elitäre« Kundschaft. Was schätzen diese Heavy Trader an Ihrem Angebot?

Ingo Hillen: »Die sino AG ist seit ihrer Gründung vor 12 Jahren spezialisiert auf Heavy Trader. In allen Broker Vergleichen erzielte die sino Bestnoten. Zuletzt haben wir zum dritten Mal in Folge bei der Wahl zum »Online–Broker des Jahres« das beste Gesamtresultat erzielt und in fünf von sechs Kategorien die beste Einzelnote erhalten – auch wenn wir aufgrund der geringen Kundenzahl leider nicht ins offizielle Ranking kamen. Wir sind davon überzeugt: Die sino AG ist der Daytrade Broker für Heavy Trader in Deutschland und ich lade jeden Leser herzlich ein, uns zu testen!«

Wie sieht Ihre Vision für die Zukunft aus? Wird es Neuerungen geben und gar weitere Gewinnsteigerungen?

Ingo Hillen: »Unser Ziel für die Zukunft ist es, dass die sino AG der Anbieter für Heavy Trader bleibt – nicht nur in Deutschland. Wir werden in den nächsten Wochen die Version 3.4. unserer Handelsplattform sino MX–PRO mit zahlreichen kleineren und größeren Verbesserungen veröffentlichen. Außerdem werden wir bereits im September unseren Kunden eine automatisierte Wertpapierleihe anbieten und sie damit in die Lage versetzen, auch mit der neuen Gesetzgebung eine sehr große Anzahl von Aktien über mehrere Tage hinaus »short« bleiben zu können. Eine ganz wesentliche Komponente für die Entwicklung unserer Gewinne sind und bleiben die Börsenumsätze – ich bin nicht pessimistisch für die sino AG und unsere Aktie.«

Vielen Dank für das Gespräch!

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29.04.2010 Börse-Online

Programmierte Gewinner

Den Computer selbstständig an der Börse handeln lassen – was bei großen Investmenthäusern bereits Realität ist, interessiert auch zunehmend Privatanleger. Doch die Hürden auf dem Weg zum Handelssystem sind hoch.

[...] Weitaus häufiger dürfte es dagegen bei Christian Kliegel zur Sache gehen. Der Berliner Unternehmer verwaltet sein eigenes Vermögen und benötigt dafür eine zweistellige Zahl an Mitarbeitern sowie drei Rechenzentren. Bei sino, einem seiner Broker, der ohnehin auf Heavy Trader spezialisiert ist, gehört er zu den aktivsten Kunden. Dies gelingt ihm nur durch weitgehend automatisierten Handel: Nicht nur die Ein– und Ausstiegssignale berechnen die Computer, auch die Orderaufgabe erfolgt überwiegend ohne menschliches Eingreifen. [...] Bei der Düsseldorfer sino, die rund 620 hochaktive Kunden betreut, dauert das nach eigenen Angaben im Schnitt 120 Millisekunden. [...] Nur bei den vier genannten namhaften Brokern in Deutschland können Kunden über eine spezielle Schnittstelle, genannt Trading–API, automatisierte Orders aufgeben. [...] »Schnelligkeit, eine stabile Handelsplattform, günstige Konditionen und kompetente Ansprechpartner sind das, was unsere Kunden wollen«, meint sino Vorstand Hillen. Die Bedeutung eines Callcenters, in dem ausgebildete Börsenhändler sitzen, ist nicht zu unterschätzen. Denn Daytrader, die oftmals den lieben langen Tag vorm Rechner sitzen, schätzen es, sich zwischendurch mit einem Menschen vom Fach auszutauschen – und auch von unterwegs nochmals nachfragen zu können, ob ein Stoppkurs schon ausgelöst wurde. Denn Daytrader ist zwar ein spannender, aber auch ein einsamer Beruf.

Händlerporträts

Sascha Cordes: der transatlantische Vollzeit–Trader
[...] Auf US– und kanadische Werte ist HSV–Fan Cordes spezialisiert. Bei seinen Brokern Cortal Consors und sino betreibt er auch Crossing. [...]

Brokervergleich

Drei Musterkunden im harten Preiskampf
Die Kosten allein sind nicht entscheidend: Für Trader sind Handelsmöglichkeiten und Service fast noch wichtiger. [...]

Kunde 1 – Der Trading–Einsteiger

Der Anleger ordert insgesamt 100–mal im Jahr, davon 50–mal für 2000 Euro und 50–mal für 5000 Euro. Das Gros der Aufträge, 60 Prozent, entfällt auf Aktien, 30 Prozent auf Zertifikate/Optionsscheine und zehn Prozent auf ETFs. 25 000 Euro sind auf dem Verrechnungskonto. Die Hälfte der Aufträge wird, sofern möglich, außerbörslich abgewickelt, die andere via Xetra. Bei Xetra–Orders kommt es in 20 Prozent der Fälle zu zwei taggleichen Teilausführungen, die nicht zum selben Kurs abgerechnet werden.

Kunde 2 – der Fortgeschrittene

Der Anleger ordert 500–mal im Jahr, davon die Hälfte für 5000 Euro, die andere Hälfte für 10 000 Euro. Auf dem Verrechnungskonto hat er stets 50 000 Euro. Die anderen Annahmen bleiben gleich.

Kunde 3 – der Profi

Dieser Typ tradet 1000–mal im Jahr, davon 500–mal à 10 000 Euro, 100–mal à 20 000 Euro und 400–mal à 5000 Euro. 100 000 Euro sind auf dem Verrechnungskonto. Übrige Annahmen gelten fort.

sino ORDERKONDITIONEN & ANGEBOTE FÜR VIELTRADER

Kosten Kunde 1 in Euro 880,00
Kosten Kunde 2 in Euro 5500,00
Kosten Kunde 3 in Euro 13 000,00

Name Tradingtool sino MX–PRO, sino X–GO!
Kosten des Tools p.a. inkl. Xetra–Level–II–Kurse in Euro 684,00 (1) 1332,00 (2)

Extrakosten Chartprogramm – kostenlos
Mobile Trading / iPhone–App – ja/ja
Charttrading – ja (MX–PRO)
Ordern per Trading–APIs (3) – ja (MX–PRO)
Einheitliche Plattform inkl. Futures–/Forex–Geschäfte – ja
Spezielles Betreuerteam – ja

__________________________________________ 1) X–GO!: 25 Euro pro Monat; entfällt bei zehn Trades pro Monat, somit nur Kosten für Kurse: 384 Euro jährlich
2) MX–PRO: 49 Euro pro Monat; entfällt bei 50 Trades pro Monat, somit nur Kosten für Kurse: 744 Euro jährlich
3) eine spezielle EDV–Schnittstelle, damit Vieltrader von ihren eigenen Programmen erzeugte Wertpapierorders automatisch an ihren Broker weitergeben können.

Börse Online 18I2010; Andy Ridder

18.03.2010 Börse-Online

Programmierte Gewinner

[...]

Bei der Wahl zum »Onlinebroker des Jahres« werden die Unternehmen in den sechs Einzelkategorien sowie bei der Gesamtzufriedenheit nach dem Schulnoten–System bewertet. Zum »Online–Broker des Jahres« wird der Anbieter mit dem besten Wert bei der Frage nach der Gesamtzufriedenheit gewählt. In die finale Auswertung werden nur Anbieter mit mindestens 200 Kundenbewertungen aufgenommen. Diese Hürde schafften bei der aktuellen Umfrage inklusive der österreichischen Häuser insgesamt 14 Anbieter. Zwar schaffte der auf Heavytrader spezialisierte Broker Sino nicht das erforderliche Quorum, erzielte aber sehr gute Noten. Hohe Bewertungen gab es auch für Interactive Brokers, die ebenfalls die nötige Stimmenanzahl verpassen.

[...]

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04.02.2010 Börse-Online

ORDERTYPEN:

Xetra Best ärgert Trader

Aufträge von Privatanlegern für den Börsenplatz Xetra landen zum Teil über einen Umweg im Xetra–Orderbuch. Sie werden über einen Dritten abgewickelt.

Privatanleger Ulrich L. ärgert sich seit Längerem immer wieder darüber, dass an der Börse knapp vor seinem Limit andere Aufträge ausgeführt werden, er aber nicht zum Zuge kommt. Besonders schmerzlich ist es, wenn vor seinen Augen ein Auftrag abgerechnet wird, bei dem der Kurs lediglich ein Zehntel Cent besser als sein Limit ist.

Ein Beispiel: Am 12. Januar will L. 700 Celesio–Aktien zum Kurs von 18,465 Euro verkaufen. Kurz darauf kommt ein Umsatz zu 18,464 Euro zustande. Was den Trader verblüfft: Die Order tauchte vorher nicht im Xetra–Orderbuch auf, in das er als aktiver Trader Einblick hat. »Das darf einfach nicht sein«, klagt L. »Es muss Chancengleichheit her. Deshalb sollten wir Privatkunden auch die Möglichkeit haben, unsichtbare Orders ständig um einen Zehntel Cent vor anderen sicht baren Orders zu platzieren.«

Als Ursache des Übels vermutet L. Hidden Orders. Dabei handelt es sich um verdeckte Aufträge, die im Orderbuch nicht sichtbar sind. Die Deutsche Börse hat diese Ordervariante im Sommer vergangenen Jahres erlaubt. Sie ist umstritten, da sie dem Grundgedanken von Xetra, der absoluten Transparenz des Orderbuchs, zuwiderläuft.

Aber: Die Vermutung von L., dass ihm Hidden Orders zuvorgekommen seien, bestätigt sich bei der Überprüfung der Kurse nicht. Dem Anleger kamen Xetra–Best–Aufträge in die Quere, die vor seiner Nase im Orderbuch als abgerechnet erschienen. »Eine Xetra–Best–Order wird außerhalb des Xetra–Orderbuchs von einem Best Executor ausgeführt«, erklärt Torsten Baar von der Deutschen Börse. Best Executors sind quasi Mittelsmänner, die gewährleisten, dass sie Kundenaufträge mindestens um einen Zehntel Cent besser ausführen als zum in dem Moment gültigen Xetra–Preis. Auf den Seiten der Deutschen Börse sind Best Executors Maklerhäuser wie die Baader Bank oder ICF, aber auch die Commerzbank. »Die Order wird im Xetra–System als abgerechnet angezeigt, um Transparenz zu schaffen«, erklärt Baar.

Soll heißen: Die ursprüngliche Kundenorder landet erst gar nicht im Xetra–Handelssystem, sondern wird von der Bank oder dem Onlinebroker direkt an den Best Executor geleitet. Auf die Aufträge in Xetra Best können daher andere Marktteilnehmer nicht reagieren. So auch bei den Celesio–Aktien. Anleger wie Ulrich L. können dann lediglich erstaunt feststellen, dass ein Auftrag besser abgerechnet wurde.

Auf Xetra Best können alle Aktien und Exchange–Traded Funds (ETFs), die zum Xetra–Handel zugelassen sind, ausgeführt werden. Die Banken überprüfen zum Teil bei den Aufträgen ihrer Kunden automatisch, ob sie Xetra–Best–fähig sind. »Generell arbeiten wir mit Xetra Best«, erklärt Christiane Krämer von der Comdirect Bank. Und auch Cortal Consors, der Online broker unseres Traders Ulrich L., checkt jede Order, ob sie Xetra–Best–fähig ist. Etwa die Hälfte der Onlinebanken routen Kundenaufträge direkt an einen Best Executor und lassen den Auftrag als Xetra–Best–Order abrechnen. »Hintergrund der Einführung von Xetra Best war, Anlegern eine Vollausführung zum garantiert besten Preis zu bieten«, erklärt Baar. Das Problem: Die Order von L. konnte nicht in Xetra Best eingegeben werden, da sie mit dem Zusatz 'Iceberg' versehen war. Das bedeutet: Aufträge laufen nur dann über Xetra Best, wenn sie keinen Zusatz wie Market–to–Limit, Iceberg oder Stop–Order tragen. Daher sollten Anleger gut abwägen, ob sie diese Zusätze tatsächlich einsetzen möchten — oder ob sie lieber die Chance auf eine Xetra–Best–Ausführung wählen. Insgesamt ist der Anteil an Xetra–Best–Ausführungen aber noch gering. Laut Börse beträgt er am gesamten Xetra–Handelsvolumen derzeit nur rund 1,5 Prozent. Die Umleitung der Aufträge an einen dritten Marktteilnehmer ärgert nicht nur Ulrich L. Beschwerden gab es gegenüber BÖRSE ONLINE auch von anderen Tradern, das Problem ist den Onlinebanken bekannt. »Was für kleine Anleger ein Vorteil ist, kann aktiven Tradern ein Dorn im Auge sein«, meint Dirk Althoff von Cortal Consors. Anleger könnten durch limitierte Orders auf Xetra oft bessere Ausführungen erzielen als durch Xetra Best, sagt sino Vorstand Ingo Hillen. Er meint: »Sinn einer Handelsplattform ist es, Liquidität zu bündeln. Durch Xetra Best wird de facto die Liquidität auf Xetra verringert.« So ist der vermeintliche Vorteil eines Zehntel Cent nur bedingt ein Pluspunkt.

Von Antonie Klotz und Brigitte Watermann

05.01.2010 Börse-Online

NEUREGELUNG BEI DER ABGELTUNGSSTEUER

Short-Selling wird interessanter

Von Brigitte Watermann

Bereits seit einem Jahr gibt es die Abgeltungssteuer nun, dennoch kommen immer wieder Unklarheiten in manchen Detailfragen sowie Regelungen auf. Ein neues, umfassendes Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) soll jetzt Abhilfe schaffen. Onlinebroker wie Cortalconsors und sino versprechen die rasche Umsetzung.

Aktive Anleger etwa, die auch Leerverkäufe von Aktien tätigen, profitieren von einer Neuregelung. Dank einer Änderung bei der steuerlichen Behandlung von Übernacht–Leerverkäufen erhöht sich deren Attraktivität für aktive Trader deutlich. Überarbeitet wurde eine Abgeltungssteuer–Regelung, die sich bislang liquiditätsmindernd auswirkte. Das geht aus Randziffer 172 eines BMF–Schreibens vom 22. Dezember 2009 hervor (GZ: IV C 1 – S 2252/08/10004, DOK 2009/0860687).

Beim Leerverkauf oder Short–Selling verkauft der Anleger Aktien, die er nicht besitzt. Er setzt darauf, dass er die Papiere später zu einem günstigeren Preis zurückkaufen und daher einen Gewinn erzielen kann. Geht seine Rechnung auf, ist der Unterschiedsbetrag zwischen höherem Verkaufspreis und niedrigerem Rückkaufspreis der Gewinn aus seiner Transaktion. So ist es möglich, von fallenden Kursnotierungen zu profitieren.

Bisherige Steuerregeln führten zu Liquiditätsnachteilen

Liegen zwischen Leerverkauf und Eindeckungskauf mehrere Tage, so kann der mögliche Gewinn zum Verkaufszeitpunkt nicht berechnet werden, da der Rückkaufpreis ja noch gar nicht bekannt ist. Bei Short–Geschäften und Eindeckung binnen desselben Tages gab es das Problem wegen taggleicher Buchungsläufe nicht. Deshalb wurde mit Einführung der Abgeltungssteuer eine Ersatzbemessungsgrundlage festgelegt. Das Finanzamt betrachtete bis dato 30 Prozent des Veräußerungserlöses aus dem Leerverkauf als Gewinn und berechnete auf diesen Teil die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent. Lag der tatsächliche Gewinn nach dem Eindeckungskauf unter diesen 30 Prozent, so hatte der Trader zu viel Abgeltungssteuer bezahlt. Das Problem bestand nun darin, dass er diese zuviel bezahlte Steuer erst im Folgejahr im Rahmen seiner jährlichen Steuererklärung zurückfordern konnte. Auf diese Weise stand ihm während des Jahres weniger Liquidität zur Verfügung.

Die nun beschlossene und mit dem BMF–Schreiben verkündete Änderung löst diese steuerliche Benachteiligung von Short–Geschäften. Genau wie bei herkömmlichen Wertpapiergeschäften, bei denen zunächst Papiere gekauft und dann verkauft werden, können nun auch bei Leerverkäufen Gewinne und Verluste aus dem Geschäft jetzt ebenfalls bereits unterjährig miteinander verrechnet werden.

Broker versprechen rasche Umsetzung

Relevant sind diese Regelungen insbesondere für Onlinebroker, die ihren aktiven und erfahrenen Kunden Overnight–Shortgeschäfte ermöglichen, wie etwa die Nürnberger Cortal Consors oder die Düsseldorfer sino. Cortal Consors startet daher ab sofort die genaue Steuerberechnung unmittelbar nach dem Eindeckungskauf. Ergibt diese Berechnung, dass der Ansatz der Ersatzbemessungsgrundlage zu einer zu hohen Abgeltungssteuerzahlung geführt hat, wird die zuviel gezahlte Steuer dem Kunden bereits am Tag nach dem Eindeckungskauf wieder auf seinem Konto gutgeschrieben. Die so gewonnene Liquidität kann anschließend für neue Transaktionen genutzt werden. Sogar rückwirkend für das Jahr 2009 rechnet der Nürnberger Broker alle Shortgeschäfte nochmals steuerlich durch, so dass Anleger sich die aufwendige Erklärung ihrer Gewinne aus Shortgeschäften in der Steuererklärung ersparen können. Die Düsseldorfer sino wird noch im Januar 2010 die steuerlichen Regelungen von Overnight–Shortgeschäften umsetzen und auf alle Fälle rückwirkend ab 1. Januar 2010 anwenden.

Folgende Beispielrechnung des Onlinebrokers Cortal Consors verdeutlicht die Änderung. Aus Gründen der besseren Verständlichkeit werden Solidaritätszuschlag und etwaige Kirchensteuer nicht berücksichtigt: Ein Leerverkauf führt zu einem Erlös von 10.000 Euro. Auf den fiktiven Gewinn von 3000 Euro (30 Prozent von 10.000 Euro) werden 25 Prozent – also 750 Euro – Abgeltungssteuer abgeführt. Für den Eindeckungskauf einige Tage später werden 9000 Euro bezahlt. Der tatsächlich zu versteuernde Gewinn beträgt also nur 1000 Euro, die Abgeltungssteuer entsprechend 250 Euro. Am Tag nach dem Eindeckungskauf erhält der Cortal Consors–Kunde eine Steuerrückerstattung von 500 Euro. Nach alter Gesetzeslage wären diese 500 Euro erst deutlich später, nämlich bei der jährlichen Steuererklärung erstattet worden.

01.12.2009 TRADERS'

TRADERS' TOOLS

Neue Produkte

Die sino AG startet ab sofort mit dem Handel über die paneuropäische Handelsplattform CHI–X Europe. Die neue Handelsplattform für den europaweiten Aktienhandel erreicht täglich regelmäßig Marktanteile von beispielsweise 25 Prozent im FTSE 100 und 16 Prozent im DAX30. Mehr als 1000 Wertpapiere aus insgesamt 14 Ländern werden zu günstigen Konditionen über die Handelsplattform sino MX_PRO handelbar. Die Provisionen starten bei 0,04 Prozent. Eine 10 000–Euro–Order kostet damit zum Beispiel inklusive aller Nebenkosten lediglich 7,50 Euro. Somit wird bestehenden und neuen Kunden eine attraktive Erweiterung ihrer Handelsmöglichkeiten und eine neue Dimension im Handel mit Europas Standardwerten bereitgestellt.

Mehr dazu finden Sie auf der Homepage www.sino.de.

18.11.2009 Der Aktionär

SPECIAL: ONLINEBROKER

Keine Bad Banks

Während zahlreiche Kunden über die Leistungen ihrer Hausbanken klagen, können sich die Kunden der Onlinebroker wahrlich glücklich schätzen. Das Produktangebot wächst ständig und die Konditionen sind nach wie vor traumhaft günstig.

[...] sino setzt hingegen auf die »CFD–Konkurrenz« SFDs (Straight–Forward–Dealings). [...] Der auf sogenannte Heavy Trader spezialisierte Broker sino geht auch auf anderen Feldern neue Wege. So ermöglicht die Düsseldorfer Firma – wie auch die italienische Directa – ihren Kunden seit Kurzem den Handel an der außerbörslichen paneuropäischen Handelsplattform Chi–X an. Zudem erklärte Konzernchef Ingo Hillen: »Wir beobachten zunehmend, dass Social–Media–Aktivitäten in der Branche Einzug halten. Wir beschäftigen uns ebenfalls intensiv mit dem Thema und überlegen, wie wir das Web 2.0 zum Vorteil unserer Kunden einsetzen werden.« [...]

Selbständige Anleger, die nicht Beratung, sondern in erster Linie besonders günstige Konditionen wünschen, liegen dagegen bei Anbietern wie Flatex, LYNX, WH Self Invest oder sino genau richtig. Flatex und sino stechen dabei aufgrund ihrer breiten und ständig wachsenden Angebotspalette heraus.

© Der Aktionär 48/2009 | 18. November 2009.

05.11.2009 Börsen-Zeitung

sino hält an Dividende fest

Keine Bad Banks

Trotz eines Gewinneinbruchs um ein Fünftel will der auf Heavy Trader spezialisierte Online–Broker sino für das Geschäftsjahr 2008/09 (zum 30. September) eine unveränderte Dividende ausschütten. Der Vorstand strebe an, wieder 0,80 Euro je Aktie auszukehren, heißt es. Der Gewinn je Aktie belief sich nach den Angaben im abgelaufenen Turnus auf 0,95 Euro, entsprechend einem Überschuss von 2,2 Mill. Euro (– 20,8 %). Das Ergebnis vor Steuern lag mit 3,1 Mill. Euro um 17 % unter dem Vorjahr. Die Erlöse gaben um 11 % auf 11,7 Mill. Euro nach, der Verwaltungsaufwand inklusive Abschreibungen verringerte sich demgegenüber nur um 8,7 %. Das Leistungsangebot sei 2009 konsequent verbessert worden. Für den neuen Turnus sind die Düsseldorfer »vorsichtig optimistisch«. Zuversicht schöpft der Vorstand aus dem Zugang »einiger sehr guter Neukunden« sowie den gestiegenen Trade–Zahlen der vergangenen Wochen.

© Börsen–Zeitung | 05. November 2009.

04.11.2009 Brokertest.de

Broker-Interview mit Ingo Hillen, sino AG

Keine Bad Banks

Münster – Broker–Test.de sprach mit Ingo Hillen, Vorstand beim Daytrade Broker sino, über den kürzlich eingerichteten Zugang zum europäischen Blue Chips Markt CHI–X sowie den Leistungsumfang der Handelsplattformen sino MX–PRO und sino X–GO! Außerdem verriet uns Ingo Hillen einige Details zum Tradingverhalten der sino Kunden und den monatlichen Handelsvolumina.

sino wurde im März 1998 gegründet und 2000 in eine AG umgewandelt. Welche Meilensteine hat die sino AG seitdem erzielt?

Ingo Hillen: »Die sino AG hat immer wieder neue Märkte und Handelsmöglichkeiten für ihre Kunden erschlossen. So waren unsere Heavy Trader die ersten in Deutschland, die bereits 1999 Leerverkäufe tätigen konnten. 2001 haben wir die damals führende Handelssoftware unseren besten Kunden zugängig gemacht und mit One–Click–Trading, Best Taste und vielem Anderen Maßstäbe gesetzt. Unsere heutige Handelsplattform sino MX–PRO ist, laut Aussagen unserer Kunden, die mit Abstand schnellste und beste Plattform im Markt. Sie wurde von unserem Beteiligungsunternehmen tick–TS – zu einem nicht unerheblichen Teil nach Wünschen unserer Kunden – entwickelt. Dies zeigt auch die Traumnote 1,06 (für Orderabwicklung), die wir für unsere Plattform innerhalb der Wahl zum Broker des Jahres durch Börse–Online erreicht haben. Die sino AG erhielt außerdem zum zweiten Mal in Folge auch die beste Gesamtnote. Ganz aktuell haben wir den Handel an der pan–europäischen Handelsplattform CHI–X Europe gestartet, übrigens als einziger deutscher Online–Broker.«

Der Markt für Online–Brokerage ist hart umkämpft – auch im Segment der Daytrader bzw. Heavy Trader. Warum sollten Trader mit sino handeln?

Ingo Hillen: »Die aktivsten Trader in Deutschland handeln über uns – und manche von ihnen schon seit vielen Jahren. Dies ist sicherlich die beste Referenz, die wir vorweisen können. Wir sind absolut überzeugt, dass wir dieser Kundengruppe mit unserem Heavy Trader Package einfach das beste Komplettangebot machen: erstklassige Betreuung durch erfahrene Händler und Techniker, die im Schnitt seit sieben Jahren bei uns sind. Auch diese lange Zugehörigkeit ist wohl ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche. ein hochleistungsfähiges Frontend, das bei Stabilität, Schnelligkeit und Bedienungskomfort Maßstäbe setzt. Faire und attraktive Gebühren – über CHI–X Europe z.B. schon ab 0,04% Provision. Konto– und Depotführung unserer Kunden bei dem Bankhaus HSBC Trinkaus, das mit der Tradition seit 1785 und dem Verbund mit einer der weltgrößten Bankengruppen Individualität und Größe vereint.»

Ein stabiler Handel in turbulenten Börsenzeiten und schnelle Ausführungsgeschwindigkeiten sind wichtige Details für Heavy Trader. Was wird unternommen, um dies zu gewähren?

Ingo Hillen: »Wie wohl kaum ein anderer Broker hat sich die sino AG mit dem Thema Hochverfügbarkeit und maximale Ausführungsgeschwindigkeit beschäftigt. Hochleistungs–Serversysteme, vielfach parallel vorhandene Verbindungen und Hot–Stand–By der Kernsysteme in zwei örtlich getrennten Rechenzentren in Kombination mit einer maximal fehlertoleranten Software sind die wesentlichen Ergebnisse unserer Bemühungen. Das Resultat ist eine außerordentlich hohe Verfügbarkeit und extrem niedrige Latenzen. Eine Limitprüfung dauert bei uns unter einer Millisekunde. Die Routingzeit einer Xetra–Order von unserem Tradeserver bis zur Börse inklusive Bestätigung der Börse an unseren Tradeserver beträgt lediglich 113 Millisekunden – das verschafft unseren Kunden, besonders an turbulenten Tagen einen echten Wettbewerbsvorteil.«

Mit stetiger Entwicklung der Angebotspalette im Online–Brokerage steigen auch die Ansprüche der Kunden. Welche Tools, Marktzugänge, Plattformen und Features kann sino hier punkten?

Ingo Hillen: »Bereits die Ansprüche unser allerersten Kunden waren außerordentlich hoch. Das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert. Die sino würde nicht über 11 Jahre – hochprofitabel – bestehen, wenn wir nicht kontinuierlich diese allerhöchsten Ansprüche erfüllt und manchmal sogar übertroffen hätten. Das gelang auch unter tatkräftiger Mitwirkung eben dieser Kunden. Innerhalb unserer Handelssoftware punkten wir zum Beispiel neben einfacher Bedienbarkeit und vielfachen Automatisierungsfunktionen auch mit einer einfach anzusprechenden hochleistungsfähigen offenen Schnittstelle (API) für individuelle Handelssysteme und Skripte der Kunden. Außerdem haben wir ein außerordentlich stabiles Marktdatensystem. Wir verfügen über ein Handelssystem, das nach unvermeidbaren Störungen regelmäßig innerhalb weniger Minuten wieder verfügbar ist – industrieüblich ist eher eine Stunde oder mehr.«

Mit der Produkterweiterung »The GRID» im sino MX–PRO bietet die sino AG Heavy Tradern verbesserten Handel von hochliquiden Instrumenten wie DAX– oder BUND–Futures. Was sind die besonderen Produkt–Highlights der MX–PRO Plattform?

Ingo Hillen: »'The GRID' ist ein Modul des sino MX–PRO und ermöglicht intuitives Handeln von hochliquiden Instrumenten direkt aus der Chart–Oberfläche: Orders lassen sich mit einem Mausklick einstellen, ändern oder löschen. Eine innovative Charakterisierung der Marktsituationen hilft einer besseren Orientierung auch und gerade in sehr hektischen Marktsituationen. Schneller kann man kaum handeln ? höchstens denken. Aber sogar »Gedankenblitze« werden in der technischen Umsetzung langsam ? wie wir inzwischen recherchiert haben. Insgesamt handeln sino Kunden alles über eine einzige Plattform, die durch höchste Stabilität und Geschwindigkeit gekennzeichnet ist. Dazu kommen maximale Konfigurierbarkeit und der Zugang zu weit mehr als 30 Börsen und mehr als 10 Direkthandelspartnern. «

Über die Handelsplattform MX–PRO gibt es z.B. auch ein spezielles Optionsfenster mit integriertem Analysetool mit verschiedenen Optionsmodellen. Welche speziellen Zusatzfunktionen gibt es für Kunden im Bereich Aktien, aber auch Forex?

Ingo Hillen: »Im sino MX–PRO finden Sie praktisch alle klassischen Orderformen von Iceberg–Orders über FOK bis hin zu Join–, Beat– und Best–Button. Darüber hinaus gibt es aber auch Trailing Stops und Discretionary Orders. Durch die zahlreichen Funktionstasten des sino MX–PRO können Sie mit diesen Features wie auf den Tasten eines Klaviers agieren. Außerdem: Als einer der ersten Broker haben wir Limitorders im Direkthandel angeboten. Am besten machen Sie sich selbst einen Eindruck mit der Demoversion auf unserer Homepage, die jeder Heavy Trader ganz unverbindlich testen kann. Unser FOREX Trading–Fenster hat eine ähnliche Anmutung wie der legendäre Reuters FX–Trader. Aber auch das werden Sie in der Demoversion sehen.«

Der sino MX–PRO ist eine 2008 und 2009 von Fachpresse und Lesern hoch gelobte Handelsplattform. Wo liegen die Besonderheiten und Vorzüge dieser Handelsplattform?

Ingo Hillen: »In der Tat wird der sino MX–PRO von vielen Heavy TRADERN als Benchmark in Sachen Handelsplattform angesehen. Ich habe Ihnen ja bereits weiter oben zahlreiche Features erläutert, aber lassen Sie mich noch eine Besonderheit hervorheben: Wir sind in ständigem Kontakt mit unseren Kunden, um weitere Verbesserungen des Trading–Tools vorzubereiten. Erst kürzlich haben wir uns mit den Entwicklern der tick–TS AG, den Verantwortlichen von HSBC Trinkaus und vielen Kunden gemeinsam in Berlin getroffen. Es ging darum, Erfahrungen auszutauschen und neue Projekte zu definieren. So bringen wir systematisch Anwendererfahrung mit Experten–Know–how zum Wohle unserer Kunden zusammen.«

Der sino X–GO!, die HTML–Version des sino MX–PRO, ermöglicht auch das Trading von unterwegs. Wie wird dieser Service von Ihren Kunden angenommen?

Ingo Hillen: »Service ist ein gutes Stichwort. Viele Kunden nutzen den sino X–GO! als Alternative, wenn sie nicht am eigenen Schreibtisch sitzen. Da alle Funktionen auf unseren Servern ausgeführt werden, lässt sich hinterher nichts mehr auf dem jeweiligen Computer nachvollziehen, der die Webseiten angezeigt hat. Das funktioniert auch hinter Firewalls in Hotels oder großen Unternehmen. Natürlich gibt es darüber hinaus auch Kunden, denen der sino X–GO! genügt, da auch diese Version individuelle Tradingstrategien mit Aktien, im Direkthandel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten ermöglicht.«

Welche Innovationen wird der Markt zukünftig von sino erwarten können?

Ingo Hillen: »Vor ein paar Tagen haben wir als erster deutscher Broker den Handel über CHI–X Europe eingeführt. Über diese Plattform können Sie mehr als 1.000 Gattungen, über 20 Indizes und 14 europäische Aktienmärkte handeln – mit besten Routingzeiten und schnellsten Orderausführungen. Attraktiv ist CHI–X Europe durch günstigere Provisionen für Blue–Chips im Vergleich zu bekannten Börsen. Ein Thema für die nähere Zukunft ist wie Heavy Trader von der Interaktivität im Web profitieren können.«

Der sino Kunde tätigt im Schnitt über 160 Orders im Monat. Wie hoch ist das durchschnittliche Depotvolumen eines sino Kunden und das gesamte monatliche Handelsvolumen?

Ingo Hillen: »Unsere 24 Mitarbeiter betreuen zurzeit rund 620 Depots mit einem durchschnittlichen Volumen von deutlich über 400.000 Euro. Das Handelsvolumen schwankt natürlich mit den Umsätzen der Märkte. Gerade Heavy Trader sind natürlich aktiver, wenn die Liquidität an den Börsen hoch ist. Aber Sie können bei unseren Heavy Tradern von einem monatlichen Handelsvolumen zwischen drei und acht Millionen ausgehen.«

Welche Produkte handeln die sino Kunden vornehmlich?

Ingo Hillen: »Wie Sie wissen bieten wir eine breite Palette von Produkten an. Bei uns finden Sie risikobewusste, professionell agierende Börsenteilnehmer, die vornehmlich auf Aktien konzentrieren. Das spiegelt sich natürlich auch in unseren Umsätzen wider. Allerdings hat zum Beispiel das Futures Geschäft in der letzten Zeit deutlich angezogen.«

Vielen Dank für das Gespräch.

© Brokertest.de | 04. November 2009.

24.08.2009 Euro am Sonntag

Sekundenschnell war gestern

Der neue Trend bei Heavy Tradern heißt »automatische Order«. Welche Online–Broker das bereits bieten und wer das beste Angebot für Daytrader hat.

[...]

Diese Heavy Trader (mit zum Teil 100 Orders und mehr am Tag, sino AG) sind wohl am besten beim diesjährigen Testsieger unter den Online–Brokern für Daytrader, sino, aufgehoben. Tatsächlich können sich die 25 Mitarbeiter des Düsseldorfer Brokers intensiv mit den Anforderungen ihrer rund 600 Kunden auseinandersetzen. So spielt bei sino zum Beispiel weniger die Zahl der gebotenen handelbaren Börsenplätze eine Rolle als vielmehr eine hohe Liquidität am jeweiligen Marktplatz, um den Heavy Tradern für ihr Treiben ausreichend Bewegungsspielraum bieten zu können.

Das grundlegende Rüstzeug für diese speziellen Trader – etwa Leerverkäufe, Cross–Border–Trading oder eine Handelssoftware mit zahlreichen Profiwerkzeugen – gehört dabei ohnehin zum Angebot, an dem es nichts zu mäkeln gibt.

[...]

© Euro am Sonntag | 24. August 2009

30.06.2009 Börse-Online

Hurrikan-Futures

Für große Stürme gesichert

Der neue Trend bei Heavy Tradern heißt »automatische Order«. Welche Online–Broker das bereits bieten und wer das beste Angebot für Daytrader hat.

[...]

Spekulieren kann nur, wer ausreichend Kleingeld mitbringt. Privatanleger, die hier (Hurrikan–Futures, sino) mitmischen wollen, müssen sich an spezialisierte Broker wie beispielsweise sino wenden. Dort heißt es, Kunden könnten alle Eurex–Produkte handeln, wenn sie ausreichend Sicherheitsleistungen (Margin) hinterlegen.

[...]

© Börse–Online (http://www.boerse–online.de) | 30. Juni 2009.

01.03.2009 Bankmagazin

Zielgruppe Heavy Trader

Ihr Kunde der Profi

Download PDF

12.02.2009 Börse-Online

Broker des Jahres 2008

(...)

An der zehnten Umfrage zur Wahl des Onlinebroker des Jahres haben fast 52.000 Anleger teilgenommen (...)

Ein Jubiläum mit neuem Rekord: Zum zehnten Male schon fragte BÖRSE ONLINE Leser und Brokerkunden nach dem besten Onlinebroker des Jahres – und noch nie war die Teilnahmeresonanz so groß: (…)

Unsere nicht repräsentative Online–Befragung fand von Mitte Dezember 2008 bis Mitte Januar 2009 auf der Website von BÖRSE ONLINE sowie fast aller wichtigen Onlinebroker und weiterer Verlinkungspartner statt. Sie hat sich im Laufe der Jahre als der wohl wichtigste Qualitäts–TÜV der hiesigen Brokerbranche etabliert. In das Final–Ranking wurden nur die Anbieter aufgenommen, die mindestens 200 Kundenbewertungen erhalten haben. (…)

Insgesamt qualifizierten sich elf Anbieter für unser Ranking. Hätte das Umfrage–Quorum indes nur bei 100 Stimmen gelegen, hätte ein anderer Spezialanbieter, nämlich der ausschließlich auf Heavy Trader spezialisierte Broker sino mit genau 620 handverlesenen Kunden, den Sieger E*Trade auf Rang zwei verdrängt.

25.01.2009 WamS

Aktienkultur

Die Börse ist zum Casino verkommen

[...]

Im Abschwung obenauf

Ingo Hillen ist ... Chef von sino, einem börsennotierten Online–Broker. Noch nie gehört? Das mag sein. Denn Otto Normalanleger handelt eher bei Comdirect, Cortal Consors oder der DAB–Bank. sino hat sich dagegen auf »heavy trader« spezialisiert, also besonders aktive Privatanleger, die auf sinkende oder steigende Kurse setzen, auf Aktien oder Rohstoffe, in Deutschland oder am anderen Ende der Welt. Gerade mal 620 Kunden hat sino, doch diese handeln im Schnitt 250–mal pro Monat, setzen fünf bis zehn Millionen Euro um.

»Die Stimmung unter unseren Kunden war sicher schon mal besser«, sagt Hillen mit Blick auf das vergangene Jahr. »Aber viele haben durchaus Geld verdient.« Das gelte zumindest für jene, die Positionen nicht über Nacht halten, also spätestens kurz vor Ende der Handelszeiten alles glatt stellen.

Aber verdient hat vor allem auch sino. Das vergangene Geschäftsquartal gehört zu den besten der Firmengeschichte. Im Oktober wurde so viel gehandelt wie selten zuvor, allein am 8. Oktober waren es über 16.000 Trades – etwa doppelt so viel wie an normalen Tagen. Und damit nicht genug: »Wir haben in den letzten drei Monaten 34 neue Kunden gewonnen«, sagt Hillen. Das sind 34 neue Zocker.

© Welt am Sonntag (http://www.welt.de/finanzen)
VON MICHAEL HÖFLING UND FRANK STOCKER
25. Januar 2009

09.11.2008 EuramS

Value-Wert der Woche: Bei Heavy Tradern mitverdienen

Beim Broker sino sind trotz Börsenkrise rund 13 Prozent Dividende drin

Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und nach ein paar Jahren mit Gewinn verkaufen – am Spruch von André Kostolany ist einiges dran. Nur: Er hat nicht immer Gültigkeit. Denn wenn Firmen teuer sind – sprich die Bewertungsrelationen hoch –, dürften die Kurse eher gefallen sein, wenn Anleger nach einiger Zeit wieder aufwachen. Sind die Kennziffern aber im Keller, dann sind Schlaftabletten sinnvoll. Bei der sino AG könnte jetzt ein guter Zeitpunkt sein, um nach einem Schlafmittel à la Kostolany zu greifen. Konkret wegen der nachhaltig hohen Ausschüttung des Brokers. Die Zahlen überzeugen: Anleger, die nach dem Börsengang im September 2004 zum Kurs von rund sechs Euro eingestiegen sind, erhielten seitdem bereits die Hälfte ihre Einsatzes in Form von Dividenden zurück. Nach der Hauptversammlung im März 2009 dürfte der Anteil deutlich höher liegen.

Als Broker ist sino auf Heavy Trader spezialisiert und bietet seinen Kunden ein Handelssystem, das auf die Anforderungen von Day– und Vieltradern eingerichtet ist. Durch den stetigen Ausbau der Handelsmöglichkeiten und die Steigerung der Depotzahlen – 1998 waren es 75, inzwischen sind es über 600 – ist sino trotz Finanzkrise gut im Geschäft. in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007/2008 lag der Gewinn pro Aktie bereits bei 0,80 Euro. Da der September exzellent lief und sino ein Plus bei den Trade–Zahlen von 64% auf 135 000 brachte, dürfte der Gewinn deutlich gestiegen sein. Ich halte ein Ergebnis vor Steuern von 3,7 Millionen Euro und einen Gewinn je Aktie von 1,10 Euro für möglich. »Wenn wir keine bessere Verwendungsmöglichkeit finden, werden wir wieder den gesamten Gewinn ausschütten«, sagt sino Vorstand Ingo Hillen. Damit sind 12,9% Dividendenrendite drin.

Ähnlich dürfte die Zahlung für das laufende Jahr 2008/2009 ausfallen. »Der Oktober lief sehr gut«, sagt der Manager. Am Freitag wurde das untermauert: Die Trade–Zahlen betrugen über 189 000 – ein neuer Rekord. Damit dürfte sino bereits nach einem Monat rund 0,20 Euro Gewinn je Aktie in der Tasche haben. Eine hohe Dividende um zehn Prozent ist damit auch für 2008/09 denkbar.

Wer jetzt auf dem vergleichsweise niedrigen Kursniveau einsteigt, hat dann möglicherweise in ein paar Jahren erneut die Hälfte des Einsatzes via Dividende in der Tasche. Orders limitieren.

© Euro am Sonntag von Peorg Pröbstl | 09. November 2008

29.10.2008 Der Aktionär

Geiz ist geil - und wird zur Pflicht

Die Einführung der Abgeltungssteuer rückt die Gebühren der Online–Broker und Banken wieder in den Fokus. Wer ist der Günstigste, wer hat das beste Angebot?

[...]

Profis ... finden bei sino das beste Angebot.

[...]

© Der Aktionär, Seite 84 | 29. Oktober 2008

20.10.2008 FTD

Gewinner der Finanzkrise

Der Onlinebroker sino profitiert vom Crash an den Börsen: Kunden handeln wie nie zuvor

Direktbanken brüsten sich gern damit, wie viele neue Kunden sie jüngst gewonnen haben. Beim Düsseldorfer Onlinebroker sino spielt diese Zahl keine Rolle. Die Zahl der Kunden ist mit 620 sehr übersichtlich. Daran soll sich auch nichts ändern. Denn sino hat sich auf sogenannte Heavy Trader spezialisiert.

Im Durchschnitt kaufen und verkaufen sie zweihundertmal pro Monat Wertpapiere. Und so berichtet sino Vorstand Ingo Hillen statt über das Kundenwachstum über eine andere Zahl: »Als die Aktienkurse Anfang Oktober weltweit fielen, haben unsere Kunden an einem einzigen Tag 541Mio. € am Aktienmarkt umgesetzt.«

Mit der Konzentration auf Heavy Trader ist sino so stark spezilisiert wie kaum ein anderer Finanzdienstleister. Entsprechend außergewöhnlich ist die Zielgruppe. Im Durchschnitt verfügen die Kunden über ein Eigenkapital von rund 400.000 Euro, das sie mit sinos Hilfe in Aktien, Renten und Derivate investieren. »Viele unserer Kunden leben vom Handel am Kapitalmarkt«, erklärt Vorstand Hillen.

Unter den Kunden finden sich mehrere ehemalige Börsenmakler, aber auch Studenten und Hausfrauen, die in ihrer Freizeit beim Onlinebroker handeln. »Die meisten Kunden bleiben uns lange treu. Viele sind schon seit Jahren dabei«, sagt Hillen. Schon bei der Gründung im Jahr 1998 hatte sich sino speziell auf Heavy Trader konzentriert.

Die Strategie ist aufgegangen: Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen das beste Ergebnis seiner Geschichte. Der Umsatz kletterte um 12% auf 14,3 Mio. €. Der operative Gewinn vor Steuern betrug 5 Mio. €. Das ist ein Plus von 24% im Vergleich zum Vorjahr.

Von dem guten Ergebnis profitierten die Aktionäre mit einer Dividende von 1,28 € pro Aktie. Das Papier ist bereits seit dem Jahr 2004 am Geregelten Markt der Börse Düsseldorf notiert.

Im laufenden Jahr entwickelte sich das Geschäft weiter positiv. So führten die Kunden allein im September 135.000 Geschäfte über die sino Plattform aus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Anstieg von 64 Prozent. »Die Ordertätigkeit hat Anfang Oktober exorbitant zugenommen«, sagt Vorstand Hillen.

Die meisten Geschäfte machen sino Kunden am Aktienmarkt. »Das ist unser Brot–und–Butter–Geschäft«, sagt Hillen. Die Kunden haben jedoch sehr unterschiedliche Spezialitäten: Manche handeln nur mit SAP–Aktien, andere spekulieren ausschließlich mit japanischen Titeln. dabei können die Heavy Trader nicht nur auf steigenden Kurse setzen: sino ermöglicht seinem kleinen Kern von Kunden auch Leerverkäufe, mit denen Anleger auf fallende Börsennotierungen wetten können.

Viele sino Kunden setzen darauf, mit der speziellen Handelssoftware der Düsseldorfer Orders besonders schnell platzieren zu können. »Als Bayer per Ad–hoc–Meldung verkündet hat, das Übernahmeangebot für Schering zu verbessern, ist der Aktienkurs nach vier Sekunden in die Höhe geschossen«, berichtet Hillen. »Einer unserer Kunden hat es geschafft, in diesem kleinen Zeitfenster rechtzeitig zu kaufen.«

Die anspruchsvolle Kundschaft bedeutet für sino aber auch eine große Herausforderung. Die Heavy Trader verlangen nach einem immer größeren Angebot und rundum verbesserten Servicetools.

So arbeitet Hillen gerade daran, die Systeme so aufzurüsten, dass Kunden ihre Orders nicht nur mit der sino Software und Standardprogrammen wie Microsoft Excel auslösen können, sondern auch mit anderer Software. Ein weiteres Schmankerl: Schon bald sollen Kunden erstmals die Möglichkeit haben, an den US–amerikanischen Future–Börsen zu handeln.

von Christoph Hus

© FTD | 20. Oktober 2008

22.09.2008 FAZ.net

Spekulatives Handeln unterbinden - Bafin verbietet Leerverkäufe / Auslegung jedoch unklar / Zertifikate im Blick

dmoh. FRANKFURT, 22. September. Das Verbot von Leerverkäufen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin sorgt für Verwirrung unter zahlreichen Marktteilnehmern. Am Montagmorgen wusste kaum jemand unter den Anbietern von Zertifikaten und Hebelprodukten, welche Papiere er noch anbieten darf und welche nicht. Auch die Bafin selbst konnte darüber keine klare Auskunft geben.

Am Freitagabend hatte die Bafin ein Verbot für Leerverkäufe von 11 Aktien deutscher Finanzunternehmen erlassen, das zunächst bis Ende des Jahres gelten soll. Leerverkäufer verkaufen Aktien, die sie gar nicht haben. Um das Geschäft tätigen zu können, leihen sie sich die Papiere oft. In der Erwartung fallender Kurse hoffen sie, die Aktien später günstiger kaufen und zurückgeben zu können. Steigen die Kurse hingegen entgegen der ursprünglichen Erwartung, müssen die Leerverkäufer irgendwann die Aktien teurer kaufen, um ihrer Lieferpflicht nachzukommen. Die Bafin möchte durch das Verbot »spekulatives Handeln unterbinden«, wie eine Sprecherin mit Blick auf die Marktturbulenzen der vergangenen Woche sagte. »Es soll nicht bewusst jemand zu Fall gebracht werden.«

Die Finanzbranche reagiert wenig begeistert auf die Maßnahme der Behörde. »Kurzfristige Spekulation ist ein wichtiger Bestandteil der Finanzmärkte«, sagt Ingo Hillen, Vorstand des Brokers Sino AG. »Unternehmen gehen nicht durch Leerverkäufe unter, sondern durch schlechtes Management. Hier werden Ursache und Wirkung verwechselt.« Der Erlass der Bafin sei in Teilen willkürlich, unpräzise und wirke wenig durchdacht. Seit dem Jahr 1999 bietet Sino auch Privatanlegern Leerverkäufe an. Nun ist dies in Teilbereichen nur noch eingeschränkt möglich. »Die Anleger müssen nun für elf Aktien aus dem Finanzbereich nachweisen, dass sie diese vor einem Leerverkauf geliehen haben«, sagt Hillen.

Auch bei Anbietern von Zertifikaten sorgt der kurzfristige Erlass vom Freitagabend mit Wirkung von Montag an für Verwirrung und unterschiedliche Reaktionen. Einige Anbieter sehen sich in ihrem Geschäft überhaupt nicht tangiert und bieten weiter die komplette Bandbreite an Produkten an, mit denen die Anleger auch weiter auf fallende Aktienkurse von Finanzunternehmen setzen können. »Es liegt noch keine eindeutige Leitlinie von der Bafin vor«, heißt es zur Begründung von einem größeren Emittenten.

Andere Anbieter schränkten den Handel so weit ein, dass Hebelprodukte auf fallende Kurse der Finanztitel nur noch verkauft, nicht aber mehr gekauft werden konnten. Auch sollten zunächst keine neuen Produkte auf fallende Kurse mehr aufgelegt werden.

Christopher Maaß vom Bankhaus Sal. Oppenheim lässt die Zertifikate des Bankhauses hingegen normal weiter handeln. »Bestehende Produkte sind ja von der Regel ausgenommen, sie können weiterhin ge– und verkauft werden«, sagt Maaß. »Wir benutzen die Leerverkäufe ja nur, um auch Kurse für unsere Produkte stellen zu können und nicht aus spekulativen Gründen, um bestimmte Werte in den Keller zu treiben.«

Leerverkäufe zur Absicherung bestehender Positionen hat die Bafin ausdrücklich weiterhin erlaubt. Gleiches gilt für Geschäfte von »Personen, die sich verpflichtet haben, verbindliche Kauf– oder Verkaufgebote zu stellen«. Am Markt wurde erheblich bezweifelt, dass eine Kontrolle der neuen Regelung möglich sei. Bei der Bafin hieß es, dass man davon ausgehe, dass die Anordnung befolgt wird. Ein Bußgeld für Verstöße werde es nicht geben, wohl aber aufsichtsrechtliche Mittel wie Sonderprüfungen. Eine Kontrolle sei schwierig, da es keine Meldepflicht für Leerverkäufe gebe; im Nachhinein könnten Verstöße gleichwohl festgestellt werden.

Eindeutig wurde die Regelung bei den Anbietern von Contracts for Difference (CFDs) bewertet. Mit diesen Produkten können Anleger ebenfalls auf fallende Kurse von Aktien setzen. »Wir sehen die Verfügung der Bafin als direkte Aufforderung an uns, keine Produkte mehr auf fallende Aktienkurse der genannten Finanzunternehmen anzubieten«, sagt Stefan Riße, Leiter des Deutschlandgeschäfts von CMC Markets. »Die Anleger können solche Positionen daher nicht mehr eingehen und bestehende Positionen auch nicht mehr vergrößern.«

© FAZ.net | 22. September 2008

22.09.2008 FTD

Leerverkäufe: Verkaufsverbot erzürnt Hedge-Fonds

Sündenböcke für Kursstürze: Die Aufseher etwa in den USA und Deutschland haben Leerverkäufe von Finanzaktien verboten. Vor allem Hedge–Fonds trifft der Eingriff – einige von ihnen wollen dagegen klagen.

Der Hedge–Fonds–Branchenverband Alternative Investment Management Association (Aima) akzeptiert die aktuelle Sperre von Leerverkäufen zwar, ist aber verärgert. Die Vereinigung dringt darauf, dass das Verbot so rasch wie möglich aufgehoben wird. Man unterstütze Eingriffe, die die Finanzmärkte wieder ins Gleichgewicht brächten, sagte Aima–Chefin Florence Lombard. Aber das Leerverkaufsverbot werde kein Vertrauen in das Banksystem zurückbringen.

»Aima zweifelt nicht nur daran, ob das aktuelle Verbot von Leerverkäufen durch die Aufseher sein Ziel erreichen wird«, so der Verband. Die Maßnahmen könnten auch bedauerliche Folgen haben, unter anderem die falsche Preisstellung für Anlageprodukte, die an einen Index gebunden seien. Ähnlich äußerte sich der deutsche Branchenverband Bundesverband Alternative Investments.

Ende vergangener Wochen hatten die Aufsichtsbehörden in den USA, Großbritannien und Deutschland Leerverkäufe bestimmter Finanzaktien vorübergehend verboten. Bei deutschen Aktien gilt die Sperre bis Jahresende für Aareal Bank, Allianz, AMB Generali, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Postbank, Hannover Rück, Hypo Real Estate, MLP und Münchener Rück. Die Aufseher wollen so heftige Kurseinbußen der Bank– und Versicherertitel verhindern. Für die betroffenen Institute kann der Kursverfall Existenz bedrohend werden, weil er die Aufnahme von Fremdkapital erschwert.

»Wir halten die Verfügung der BaFin für unpräzise und die Aktienauswahl für willkürlich. Das ganze wirkt ein wenig hektisch und nicht gut durchdacht«, sagte der Vorstand des Brokerhauses sino, Ingo Hillen, FTD.de. Beispielsweise seien sowohl die Rechtsgrundlagen als auch die –folgen unklar. Zudem gebe es auch andere Möglichkeiten, auf fallende Kurse zu spekulieren – etwa über Puts. »Ich habe noch nie erlebt, dass ein Unternehmen durch Leerverkäufe untergegangen ist, wohl aber durch schlechtes Management.« Sein Haus werde sich an die Verfügung halten, den Kunden aber weiterhin Leerverkäufe der Rechtslage entsprechend ermöglichen.

Für einen Leerverkauf leiht man sich Aktien von jemandem, der die Papiere tatsächlich hält, und verkauft diese dann – in der Annahme, dass der Kurs sinkt. Tritt das tatsächlich ein, kauft man die Aktie später billiger zurück und gibt sie an den Entleiher weiter. Die Differenz aus Verkaufs– und Kaufpreis streicht man als Gewinn ein – abzüglich allerdings der Leihgebühr. Häufig verleihen ganz normale Fondsgesellschaften Aktien aus ihrem Bestand, weil sie so einen kleinen Nebenverdienst haben.

Die typischen Leerverkäufer sind in erster Linie Hedge–Fonds und Eigenhandelsabteilungen von Banken. Ob der anhaltenden Finanzkrise dürften viele Eigenhändler aber die teils riskanten Wetten auf fallende Kurse über Leerverkäufe weitgehend eingestellt haben. Vor allem US–Investmentbanken haben dieses Instrument stark genutzt – von den Instituten sind mit Goldman Sachs und Morgan Stanley aber nur zwei übrig geblieben.

Daher entfiel in den vergangenen Wochen der größte Anteil der Leerverkäufe wahrscheinlich auf Hedge–Fonds. Für viele dieser Fonds ist das ein integraler Bestandteil ihrer Strategie. Etwa ein Drittel der weltweit rund 9000 Hedge–Fonds – die Branche managt rund 1900 Mrd. $ (1305 Mrd. Euro) agieren in erster Linie am Aktienmarkt. Sie verdienen ihr Geld damit, dass sie sowohl auf steigende als auch auf fallende Aktienkurse setzen. Jüngstes Beispiel: Der New Yorker Hedge–Fonds–Manager David Einhorn spekulierte erfolgreich und öffentlichkeitswirksam gegen die Aktie der inzwischen insolventen Bank Lehman Brothers.

Für einige Hedge–Fonds könnte der Verzicht auf Leerverkäufe unangenehm werden: Gerade Aktien–Hedge– Fonds leiden unter der schwierigen Lage an den Aktienmärkte und haben im laufenden Jahr teils hohe Verluste eingefahren. In der Regel wetten sie in weit größerem Umfang auf steigende Kurse, auch weil das weniger riskant und einfacher als Wetten auf fallende Kurse ist.

Einige Hedge–Fonds lassen sich den Eingriff der Aufseher daher nicht gefallen. Einige Gruppen, darunter auch einige der weltgrößten Hedge–Fonds, würden eine Klage gegen die Sperre planen, berichtete die britische Zeitung »The Daily Telegraph« in der Onlineausgabe. Die Fonds wehren sich demnach, als Südenböcke für die Probleme vieler Banken herhalten zu müssen.

von Elisabeth Atzler (Frankfurt) und Gregor Haake (Hamburg) © FTD | 22. September 2008

24.08.2008 EuramS

Blitzschnelle Gewinne - sino hat wieder die Nase vorn

Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Daytrader benötigen dafür leistungsfähige Handelssysteme. Nur wirklich gute Tools versprechen profitable Geschäfte. Welche Broker das beste Angebot haben.

Den 25. Juli werden die Aktionäre der Münchener Rück so schnell nicht vergessen. An diesem Tag, um 10.34 Uhr und fünf Sekunden, servierte der DAX–Konzern ihnen via Ad–hoc–Meldung schwache Quartalszahlen. Der Gewinn hatte sich halbiert, gleichzeitig schoben die Münchner eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr hinterher. Anleger waren entsetzt, die Aktie rauschte in wenigen Minuten in den Keller.

Doch wer blitzschnell reagierte, konnte daran verdienen. »Bereits zwölf Sekunden nach Veröffentlichung der Ad–hoc ging der erste unserer Kunden mit 10 000 Stück bei Münchener Rück short«, berichtet Ingo Hillen, Vorstand beim Broker sino AG. Beim Shortselling verkaufen Anleger Aktien, die sie nicht haben, in der Hoffnung auf fallende Kurse. Für den Shortseller lief das Münchener–Rück–Geschäft glänzend. »Bereits um 10.37 Uhr fing er an, die Positionen glattzustellen«, sagt Hillen. Mit schönem Gewinn. Denn die Münchener Rück fiel in diesen drei Minuten von 113,10 auf 108,10 Euro – mit der Spekulation waren also 4,5 Prozent Gewinn drin.

Wer als Anleger solche Deals machen will, muss besonders fix sein. Da zählt oft jede Sekunde. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Handelssysteme der Broker. Ständige Realtime–Kurse, Einblick ins Orderbuch und Times & Sales, sind dabei ebenso Standard wie Informationssysteme über Nachrichten und Ad–hoc–Meldungen. Basis für das Geschäft der Daytrader sind volatile Märkte. Denn nur wo's stark schwankt, sind schnelle Schnäppchen drin. Daher bieten die meisten Broker ihren Kunden 30 verschiedene Börsenplätze und mehr. Lediglich bei Daytradeaustria, BrokerJet und Onvista Bank ist der Aktienhandel auf wenige Börsen beschränkt. Bei Futures oder CFDs dagegen sind die Handelsplätze auch hier deutlich umfangreicher. Shortselling – also die Möglichkeit von Leerverkäufen – bieten sieben der zehn getesteten Broker. Bei BrokerJet ist das aber auf Aktien des österreichischen ATX beschränkt. Besonderer Service: Auf der Homepage von Interactive Brokers finden Anleger eine Liste mit Aktien, bei denen Leerverkäufe möglich sind. Danach geht das in Deutschland derzeit bei 668 gelisteten Titeln.

Daytrader setzen aber nicht nur auf Shortselling. Gutes und vor allem schnelles Geld lässt sich immer wieder mit Cross Border Trading verdienen. »Cross–Border–Geschäfte sind für Anleger interessant, die Kursdifferenzen zwischen verschiedenen Börsen nutzen wollen«, erklärt Hillen. So kaufen clevere Trader eine US–Aktie je nach Marktlage billig an einer US–Börse und verkaufen sie fast zeitgleich einige Prozent teurer in Deutschland. In Kombination mit Shortselling bietet das schöne Gewinnmöglichkeiten.

Um wirklich schnell handeln und ihre Markterwartung exakt spielen zu können, nutzen Daytrader zahlreiche Orderzusätze. Besonders wichtig für sie ist dabei die Möglichkeit von Orderzusätzen wie Stops mit Limit, die Begrenzung der Gültigkeit von Auktionen und Immediate or Cancel, also die Vermeidung von Teilausführungen. Im Test erhalten Broker die Note »befriedigend«, wenn sie die grundlegenden Zusätze wie Stops und Limit bieten. Sehr gut sind Angebote, die dem Trader gleich eine Vielzahl von Orderzusätzen ermöglichen. Besonders umfangreich ist die Palette bei Interactive Brokers. Dort haben Anleger die Wahl unter rund 40 Zusätzen. Ähnlich umfangreich ist das Angebot bei sino. Neben vielen Grundeinstellungen können Anleger dort ihre Orderzusätze je nach Bedarf sogar einfach mit Excel selbst programmieren.

Mit Click–Trading bieten etwa CortalConsors und sino ein Werkzeug, mit dem Anleger einfach per Mausklick eine Order ins System einstellen können. Bei all diesen schnellen Handelsmöglichkeiten ist das eigene Kapital der Trader aber oft in kürzester Zeit auf verschiedene Positionen verteilt und ausgeschöpft. Um den Spielraum zu erweitern, bieten alle Broker im Test daher Wertpapierkredite an. Einige Anbieter räumen ihren Kunden für Intraday–Geschäfte sogar hohe Handelslinien bis zum Fünffachen des jeweiligen Eigenkapitals ein.

Daytrader sollten zudem darauf achten, dass ihre Order schnell an die Börse geleitet wird. In aller Regel dauert das ein bis zwei Sekunden. Beim Traden auf Ad–hoc–Meldungen à la Münchener Rück hat man damit dann fast immer die Nase vorn. Apropos Nase vorn: In unserem speziellen Test für Daytrader belegt sino mit 30 Punkten den 1. Platz. Dicht gefolgt von Interactive Brokers mit 29 Punkten, die nur beim außerbörslichen Handel leicht schwächeln. sino hat ein maßgeschneidertes Angebot für absolute Heavy Trader mit mindestens 25 000 Euro an eigenen Mitteln. Weniger aktive Kunden sind aber auch bei Etrade, die 27 von 30 möglichen Punkten erreichten, oder CortalConsors (25 Punkte) auf den Plätzen 3 und 4 gut aufgehoben.

Der komplette Artikel als PDF.

Georg Pröbstl, © €uro am Sonntag | 24. August 2008

31.07.2008 Börse-Online

Das ist nur etwas für Erwachsene

[...] »Unerfahrene Kunden haben mit CFDs das Risiko, sich sehr schnell zu ruinieren«, warnt Ingo Hillen vom auf Heavy Trader spezialisierten Onlinebroker sino. Das beleget auch eine Antwort der Bundesregierung auf kleine Anfrage der Grünen–Bundestagsfraktion. »Bei Kunden, die bis zu 3000 bis 5000 Euro auf das CFD–Konto einzahlen, ist zu beobachten, dass das Konto nach einem halben bis einem Jahr einen inaktiven Status aufweist. Bei größeren Einzahlungen ist das eher nach etwa drei Jahren der Fall.« Dass Konten inaktiv sind, kann »auch auf den beinahe vollständigen Verlust des Anlagekapitals zurückzuführen sein«, heißt es darin weiter. [...]

© Börse–Online | 31. Juli 2008

18.04.2008 boerse.ARD

Verunsicherung tut sino weh

Mit der Panik an den Aktienmärkten hat der Online–Broker sino im vergangenen Jahr gut verdient. Inzwischen ist aus der Panik aber Unsicherheit geworden. Und unsichere Anleger handeln weniger. Das verhagelt sino das Quartal.

»Die Börsenteilnehmer halten sich zurzeit extrem zurück«, sagte sino Finanzvorstand Ingo Hillen zu boerse.ARD.de. Im Vergleich zum »extrem guten« Vorjahresquartal seien die Börsenumsätze im abgelaufenen insgesamt »scharf rückläufig«. Das ist einer der Gründe für sinos enttäuschende Quartalsbilanz: In den drei Monaten von Januar bis März brach das Vorsteuerergebnis um die Hälfte ein. Nach 1,8 Millionen Euro im Vorjahr verdiente sino nur noch 900.000 Euro. Die Erlöse sanken im gleichen Zeitraum um neun Prozent auf 3,64 Millionen Euro.

Teures Firmenjubiläum

Zugleich stiegen die Verwaltungsaufwendungen und die Abschreibungen um 14 Prozent oder knapp 320.000 Euro auf 2,6 Millionen Euro. Mit fast 160.000 Euro schlugen Abschreibungen auf Wertpapiere zu Buche, in denen die Gesellschaft einen Teil ihrer liquiden Mittel anlegt. Die restlichen Ausgaben hingen im wesentlichen mit einmaligen Aufwendungen zusammen, darunter spezielle Marketingausgaben zum zehnjährigen Firmenjubiläum und Kosten für ein neues Logo, sagte Finanzvorstand Hillen. Die laufenden operativen Kosten seien jedoch gleich geblieben.

Schwächeres Wachstumstempo

Hillen bestätigte gegenüber boerse.ARD.de, dass die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2007/08, das am 30. September endet, unverändert ist. Nach einem Vorsteuerergebnis im Jahr zuvor von 5,0 Millionen Euro soll es in einem Korridor von 4,5 bis 5,5 Millionen Euro liegen. sino habe sein Ergebnis in den vergangenen sechs Jahren verfünffacht, sagte der Finanzvorstand zu der wenig ehrgeizigen Prognose. Diese Wachstumsgeschwindigkeit beizubehalten sei schwierig. sino sei jedoch überzeugt, auch in den nächsten Jahren stärker zu wachsen als die Wettbewerber.

An der Börse beeindruckte die Quartalsbilanz von sino nicht. Anfängliche Kursverluste von rund anderthalb Prozent lösten sich im Laufe des Vormittags wieder auf.

© boerse.ARD | 18. April 2008

14.02.2008 Die Zeit

Der Kick hat seinen Preis

Über Internetplattformen spekulieren viele Anleger an der Börse auf Gedeih und Verderb. In der Krise klagen sich die Kursjongleure gegenseitig ihr Leid – und die Plattformen steigern den Gewinn

Diesem Profil entsprechen auch die rund 600 Kunden des Onlinebrokers sino. Ingo Hillen, Vorstand des Düsseldorfer Unternehmens, zählt ausschließlich so genannte Heavy Trader zu seinen Kunden – Anleger, die im Durchschnitt rund 400 000 Euro schwere Depots unterhalten und mit der Börse ihren Lebensunterhalt zu bestreiten versuchen. Im vorigen Monat führte jeder der Extremhändler rund 270 Käufe und Verkäufe durch – 40 Prozent mehr als im Januar 2007.

Schön für die Brokerhäuser: Sie verdienen ihr Geld vor allem mit den Provisionen, die angesichts zunehmenden Handels auch und gerade in Zeiten fallender Aktienkurse zulegen. Der Gewinn steigt mit jedem zusätzlichem Kauf oder Verkauf überproportional, denn die Fixkosten sind überschaubar. Für sino bedeutete dies im Januar ein 50 bis 60 Prozent höheres Ergebnis.

von Oliver Ristau

© Die Zeit | 14. Feb. 2008

14.02.2008 Börse-Online

Börse-Online kürt den Broker des Jahres

Von den 618 sino Kunden haben 149 bei unserer Umfrage mitgemacht. Damit fehlen zwar 51 Stimmen, um in unsere Wertung einzugehen, aber die Beteiligungsquote von fast einem Viertel der Depotinhaber lässt alle anderen Wettbewerber blass aussehen.

Heimlicher Gewinner
Börse–Online kürt den Broker des Jahres

sino ist in verschiedener Hinsicht etwas Besonderes: Der ausschließlich auf Heavy Trader spezialisierte Broker betreut derzeit ganze 618 handverlesene Kunden. Da fällt es natürlich schwer, bei unserer Umfrage die Hürde von mindestens 200 Bewertungen zu schaffen. Umso bemerkenswerter, dass 149 sino Kunden für ihr Haus abstimmten – und Bestnoten verteilten.

Der Broker hätte sich demnach den Top–Rang im Gesamtklassement mit ING DiBA geteilt. Auch in Einzelkategorien gibt es stets gute bis sehr gute Bewertungen, lediglich bei Kosten und Zinsen wünschen sich die sino Kunden offenbar eine Verbesserung.

© Börse–Online | 14. Feb. 2008

11.02.2008 Das Parlament

Keine Angst, keine Gier, keine Panik, keine Euphorie

DAYTRADER: Sekunden entscheiden beim täglichen Handel an der Börse über Gewinn oder Verlust. Den Druck halten nicht viele aus

Wenn ein einziger falscher Tastendruck eine halbe Million Verlust bedeutet, dann muss jemand gute Nerven haben, um seinen Job auszuhalten. Kevin Sternkopf ist gerade mal 28 Jahre alt, und er verdient sein Geld damit, sich jeden Tag aufs Neue diesem Druck auszusetzen. Kevin Sternkopf ist Daytrader.

Wer sich für diesen Beruf entscheidet, den lässt die Börse nicht mehr in Ruhe. Denn als Daytrader kauft und verkauft man seine Werte innerhalb eines einzigen Tages. Zwei Tastenanschläge, und der Trade ist schon wieder vorbei. Spitzentrader kommen auf mehrere Hundert Trades pro Tag.

Pokerface reicht nicht

Das Büro in München, von dem aus Kevin Sternkopf tradet, gleicht ein bisschen einer Schaltzentrale aus einem Star–Trek–Film. Vier Flachbildschirme nebeneinander, auf jedem sind Börsenkurse zu sehen, zeichnen sich Kurven ab wie bei einem EKG. »Als Daytrader musst du eine Strategie haben. Die Börse ist verführerisch, sie kann gierig machen, unvernünftig, maßlos. Und das sind Eigenschaften, die du dir auf gar keinen Fall erlauben darfst«, sagt Sternkopf. Keine Angst, keine Gier, keine Panik, keine Euphorie, das sind die Regeln.

Neben Kevin Sternkopf auf dem Tisch liegt auch beim Abendessen sein Blackberry–Endgerät. Kann ja sein, dass etwas passiert. Seinen Job erklärt er mit einem Poker–Vergleich: »Ein guter Daytrader ist, wer sein Geld klug einsetzt, wer nicht nur ein Pokerface macht und überlegt, ob die anderen bluffen, sondern seine Karten anschaut, im Kopf durchspielt, welche Karten die anderen haben könnten, und sich Gewinnchancen und Verlustrisiko ausrechnet.« Mitte der 90er–Jahre war Sternkopf im Alter von 17 Jahren durch unglückliche Umstände zu etwas Geld gekommen: Nach einem schweren Autounfall hatte er Schmerzensgeld bekommen, das er nun anlegen wollte – und ging an die Börse, machte zunächst 40 Prozent Buchgewinn. Nach 2001, als die New Economy–Blase gerade dabei war zu platzen, waren aus 40 Prozent Gewinn plötzlich 20 Prozent Verlust geworden. »Das war eine krasse Zeit. Ich hatte große Selbstzweifel, war frustriert. Und ich fand auf einmal die Vorstellung furchtbar, dass ich womöglich jahrelang warten muss, bis ein Kurs wieder den gleichen Stand erreicht hat wie zum Kaufzeitpunkt.«

Er verkaufte alles und überlegte sich ein System. So begann er neben seinem Studium mit dem Daytraden. Und verhielt sich erst mal wie ein schlechterer Pokerspieler. Er zockte. »Ich habe einfach losgelegt, ohne den Markt wirklich zu kennen, ohne zu wissen, wie er manchmal ticken kann. Das ist wie beim Marathon: Man darf am Anfang nicht zu viel wollen, sonst verliert man. Oder wie im Casino: Nach einer Glückssträhne darf man nicht übermütig werden und denken, man sei unbesiegbar, sonst geht man zugrunde.«

Extreme Gefühlslagen

Bei ziemlich vielen Dingen im Leben gelten die gleichen Regeln wie beim Daytraden. An diese Regeln hält sich Sternkopf nun schon lange. Er arbeitet mit einem so genannten Money– und Stop–Management. Mit einem Programm legt der Daytrader fest, wann ein Trade automatisch beendet wird. »Stop–Management im Kopf funktioniert nämlich nicht«, sagt Sternkopf. Verführbarkeit ist menschlich. »Man ist sich zum Beispiel total sicher, dass die Siemens–Aktie heute hochgeht. Vorher sagt man sich noch, wenn sie wider Erwarten unter 50 rutscht, verkaufe ich Und dann rutscht sie auf 49,5, auf 49, und man war sich aber doch so sicher, dass die Aktie heute steigt. Ohne Stopp stürzt man sich womöglich ins Verderben, weil man den Absprung mental nicht schafft und nicht früh genug verkauft.«

Als Daytrader muss man lernen, mit extremen Gefühlslagen umzugehen. »Es kann vorkommen, dass ich mehrere Trades pro Tag vergeige, mehrere Tage hintereinander. Dann muss es die Tage darauf wieder laufen«, sagt Sternkopf. Er ist emotionsloser geworden. »Ich habe gelernt, dass es nichts hilft, so viele Nerven zu lassen. Ich weiß mittlerweile, wenn es nicht läuft, liegt es am Markt und nicht an mir.« Früher ist er viele Kilometer an der Isar entlang gelaufen, um den Druck loszuwerden. Heute meditiert er regelmäßig. Den Druck halten nicht viele aus.

Dirk Althoff, Sprecher von Cortal Consors, einer der größten Direktbanken, schätzt, dass es in Deutschland nur um die 3.000 bis 5.000 Daytrader gibt. »Während der New Economy wurde jede Hausfrau zum Daytrader.« Nach dem Einbruch sind die übrig geblieben, die die psychologischen Voraussetzungen mitbringen, als Daytrader zu bestehen. Wie wenig Daytraden mit normalem Aktienhandel zu tun hat, zeigen folgende Zahlen: Bei sino, einer Spezialplattform für Daytrader, traden knapp über 600 Kunden. Ingo Hillen vom sino Vorstand erklärt: »Jeder unserer Kunden macht im Schnitt 230 Trades im Monat. Die 615 Depots unserer Kunden brachten zwischen Januar und September 2007 ein Ordervolumen von 38,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 600.000 Comdirect–Kunden schafften in der Zeit 41,8 Milliarden.«

Die Zahlen zeigen, dass Daytrader sich zu Freiräumen und Pausen zwingen müssen. »Ereignisreiche Zeiten sind die spannendsten an der Börse. Und wenn Kurse in den Himmel steigen oder in den Abgrund stürzen, während man selbst gerade in einem Strandkorb sitzt, dann geht sofort die rote Lampe an und man denkt, dass in diesen Sekunden andere das große Geld verdienen«, sagt Kevin Sternkopf. Er musste lernen, sich Freiräume zu verordnen. Er richtet gerade eine neue Wohnung ein, auf dem Land, mit Blick auf die Alpen und – ohne Computer.

Die Autorin, Lisa Zimmermann, ist freie Journalistin. Sie lebt in Berlin und München.

© Das Parlament | 11. Feb. 2008

11.02.2008 boerse.ARD.de

Broker machen (Panik-)Kasse

Die jüngste Panikstimmung an den Aktienmärkten zahlt sich für die Direktbroker erneut aus: Im Januar legten die Orderzahlen bei Comdirect und sino kräftig zu.

Bei Comdirect kletterte die Zahl der Wertpapieraufträge im Januar im Vergleich zum Dezember um 72 Prozent auf 1,03 Millionen. Noch deutlicher fiel das Wachstum beim kleineren Wettbewerber sino aus: Die Zahl der Trades stieg bei dem Brokerhaus um 120 Prozent auf 167.486. Insgesamt legten die Umsätze an den deutschen Börsen im Januar laut Sino um rund 100 Prozent zu.

Besonders umsatzstark fiel der als Schwarzer Montag bekannt gewordene 21. Januar aus, als Panikstimmung für einen weltweiten Ausverkauf sorgte, und der darauffolgende Dienstag, als die Märkte auf die massive Zinssenkung der US–amerikanischen Notenbank reagierten. Für sino markierte dieser 22. Januar einen Rekordtag: Mit knapp 17.000 Trades wickelte der Broker die dreifache Orderzahl eine durchschnittlichen Handelstags ab.

Kursabschläge trotz Kundezuwachs

Neue Kunden gewannen beide Häuser im Januar ebenfalls hinzu. Die Comdirect Bank zählt jetzt 1,02 Millionen nach 1,00 Millionen im Dezember. sino meldet nach der Schließung inaktiver Depots für den Januar 15 neue Kunden und insgesamt nun 618 Depots.

An der Börse verbuchten Comdirect–Papiere am Donnerstag nach Bekanntgabe der Zahlen zunächst kleine Gewinne, notierten dann aber rund zwei Prozent im Minus. sino Aktien verloren gut ein halbes Prozent.

© boerse.ARD | 07. Feb. 2008

28.01.2008 Platow-Börse

Zählen Online-Banken zu den Gewinnern der Krise?

Einen Rekord gab es auch beim auf Heavy Trader fokussierten Nischenplayer sino (17,48 €; DE0005765507). Die Düsseldorfer feierten den umsatzstärksten Tag der Firmengeschichte. Die Aktie bildet einen Boden und kann jetzt und bei Rücksetzern auf 17 (Stopp 16,20) € beigemischt werden.

© Platow–Börse vom 28. Jan. 2008

27.01.2008 EuramS

Kursmassaker - Bei der DAB nimmt keiner ab

Am Montag erlebte der DAX den größten Kursverlust seit dem 11. September 2001. Die Panikverkäufe institutioneller Investoren übertrugen sich auf Privatanleger. Wer seine Aktien bei der DAB telefonisch oder via Web loswerden wollte, wurde nach übereinstimmenden Aussagen mehrerer Anleger allein gelassen. »Derzeit sind alle Kundenberater im Gespräch«, bekamen Anrufer am Montag bei der DAB zu hören. nach DAB–Angaben war das Volumen fünfmal höher als an normalen Tagen. Der Onlinebroker scheint in den Chaostagen an der Börse indes eher die Ausnahme gewesen zu sein. Bei Cortal Consors, ING DiBa oder comdirect lief es, abgesehen von kleineren Verzerrungen, gut. Die sino AG, die sich auf besonders aktive Trader spezialisiert hat, schaffte am Dienstag einen neuen Rekord.

Blitz–Info
Der Spezialist für Daytrader hat sein Image in der letzten Woche gestärkt. Bessere Werbung gibt's kaum.

© €uro am Sonntag vom 27. Jan. 2008

24.01.2008 Börsenzeitung

sino meldet Rekordtag

ak Düsseldorf – Der auf Heavy Trader spezialisierte Online–Broker sino meldet den umsatzstärksten Tag der Unternehmensgeschichte. Am Dienstag seien fast 17 000 Orders und damit mehr als das Dreifache eines normalen Handelstages abgewickelt worden, teilte das Unternehmen mit.

Bemerkenswert ist dabei, dass sino nur 620 Depots hat. sino betonte, dass die Software die Orderflut mühelos bewältigt habe. Am Vortag hatte die Konkurrentin DAB Bank von Kapazitätsproblemen berichtet.

Ansonsten jubeln die Online–Broker angesichts des florierenden Geschäfts. Der Chef der BNP–Paribas–Tochter Cortal Consors, Martin Daut, sagte Reuters, am Montag habe sein Unternehmen nach Anzahl der Wertpapieraufträge den drittbesten Tag der Geschichte verzeichnet. Er gehe davon aus, dass die Bank im ganzen ersten Quartal über den geplanten Trading–Zahlen liegen werde. Bei comdirect wurde teilweise das Doppelte gehandelt wie an normalen Tagen.

Längerfristig jedoch könnte Katerstimmung angesagt sein: »Wenn sich die Börse längerfristig schlecht entwickelt, wird das Handelsvolumen der Kleinanleger zurückgehen, und dann ist auch das Geschäft der Online–Broker negativ davon betroffen«, merkte Bankenanalyst Konrad Becker von Merck Finck an.

© Börsenzeitung vom 24. Jan. 2008

17.01.2008 boerse.ARD.de

sino auf gutem Weg

Die Aktie des Online–Brokers sino macht einen Sprung nach oben. Das Unternehmen hat im ersten Quartal Geschäftsjahres den Gewinn je Aktie um 56 Prozent auf 0,39 Euro verbessert. Im Gesamtjahr soll dieser Wert sogar bei 1,30 bis 1,60 Euro je Aktie liegen.

© boerse.ARD.de, vom 17. Jan. 2008

10.01.2008 Börse-Online

Zwei Renditeperlen ragen heraus

Groß ist die Ausbeute nicht gerade bei den kleinen Unternehmen, die zum 30. September bilanzieren: Nur sechs der 19 Zahlen eine Dividende. Darunter sind aber zwei Gesellschaften, die ihre Aktionäre mit außergewöhnlich hohen Renditen verwöhnen: Der Discountbroker sino schüttet wie gewohnt das gesamte Jahresergebnis aus – 1,28 Euro je Aktie nach 1,11 Euro. Daraus errechnen sich 7,3 Prozent Rendite. Das Druckunternehmen schlott gruppe zahlt vermutlich einen Euro je Aktie – das ergibt 5,7 Prozent. Mit attraktiven Renditen warten Dr. Hönle (4,4 Prozent) und Bertrandt (2,9 Prozent) auf.

© Börse Online, 3/2008, vom 10. Jan. 2008

07.12.2007 boerse.ARD

Nervösität treibt sino und Comdirect

Nervosität am Markt steigert die Orderzahlen. Davon profitierten im November neben den Börsen auch die Direktbroker Comdirect und sino. Beide verbuchten regen Zuwachs im Wertpapiergeschäft.

Der rege Handel im Zuge der Kreditkrise beflügelt die Direktbroker

sino sprach am Freitag morgen bei der Vorlage der Zahlen für November von einem der profitabelsten Monate in der Firmengeschichte überhaupt. Der kleine, auf eher professionelle Anleger ausgerichtete Broker zählte im November 140.854 Orders. Das sind 26,7 Prozent mehr als im Oktober und 31,7 Prozent mehr als im November 2006. Die Umsätze aller deutschen Börsen kletterten gegenüber dem Vormonat laut sino dagegen nur um 11,7 Prozent.

Die im SDax gelistete Comdirect meldete am Freitag ebenfalls höhere Orderzahlen. Das Wachstum war allerdings etwas verhaltener als bei sino. Die Zahl der ausgeführten Wertpapierorders kletterte im Vergleich zum Oktober um knapp zehn Prozent auf 912.168.

Mehr Neukunden Beide Unternehmen steigerten im November im Monatsvergleich zudem ihre Kundenzahl. Sino gewann elf hinzu und betreut nun 621 Depotkunden. Comdirect zählte Ende November 978.944 Kunden, nach 950.015 Ende Oktober.

© boerse.ARD.de — Von wf

02.12.2007 EuramS

sino Kundschaft: 615 Heavy Trader schaffen beinahe das gleiche Ordervolumen wie 600 000 Kunden bei Comdirect - Broker im Handelsrausch

sino wächst rasant. Anleger bekommen bei dem kleinen, feinen Handelshaus hohe Dividenden und IPO–Fantasie.

»Der Oktober brachte uns schon ein deutliches Plus bei den Erlösen. Noch besser lief es im November.« (Ingo Hillen, Vorstand der sino AG)

Mit Insiderinformationen lässt sich gut Geld verdienen. Das wissen viele Anleger und achten deshalb auf die täglich gemeldeten Insidertransaktionen von Managern. Bei Conergy zum Beispiel lagen sie damit goldrichtig. Zwei Wochen lang stand Dieter Ammer, der Aufsichtsratschef des Solarkonzerns, ganz oben auf der Liste der Insiderkäufe. Und prompt sorgte vergangene Woche eine Meldung für Wirbel: Der französische Investor Jean–François Descaves erhöhte seinen Anteil am Sonnenspezialisten auf rund 3,3 Prozent. Der Kurs der Conergy–Aktie ging durch die Decke. Das Wochenplus lag bei 50 Prozent.

Mit von der Partie waren viele Kunden des Onlinebrokers sino. So lag ihr Anteil am gesamten Handel von Conergy–Aktien an manchen Tagen bei 15 Prozent. Das Bemerkenswerte dabei: Bei sino haben nur gut 600 Anleger ein Depot. »Unsere Kunden brauchen liquide Märkte mit hohen Handelsvolumina und starken Kursausschlägen«, erklärt sino Vorstand Ingo Hillen.

Anders als die großen Onlinebanken wie Comdirect oder Cortal Consors mit ihrem Massengeschäft hat sich sino in seiner Nische auf die Bedürfnisse einer kleinen Elite von Anlegern, die Heavy und Day Trader, spezialisiert. Bei diesen machte sich sino schon kurz nach der Gründung im Jahr 1998 mit dem Angebot von Short Selling, also von Leerverkäufen, einen Namen. Mit seinem professionellen Handelssystem für die Kunden konnte der Onlinebroker seither kräftig wachsen. So stieg die Zahl der Depotkunden von einigen Dutzend Ende der 90er–Jahre auf inzwischen 615. Das Depotvolumen beträgt dabei im Durchschnitt rund eine Million Euro.

Exklusivität und große Volumina garantieren den Erfolg bei sino. Es gibt keine Karteileichen. »Im vergangenen Jahr haben wir 150 inaktive Depots aussortiert«, sagt Manager Hillen. Und die aktiven Kunden bringen schöne Umsätze. So macht jeder sino Kunde im Durchschnitt 230 Trades im Monat. Die 615 Depots brachten zwischen Januar und September ein Ordervolumen von 38,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 600 000 Comdirect–Kunden schafften in der Zeit 41,8 Milliarden.

Grund für die regen Geschäfte bei sino sind die umfangreichen Handelsmöglichkeiten über eine spezielle Plattform. So können die Trader dort über ein einziges System derzeit an 35 Börsenplätzen weltweit ordern. »Wir wollen, dass alle liquiden Märkte über unsere Plattform handelbar sind«, sagt Hillen. Deshalb werden ständig neue Märkte angeschlossen. Anfang 2007 kam der Forex–Handel mit Währungen dazu, in den nächsten Monaten sollen US–Futures folgen.

Das Handelssystem entwickelte die sino Tochter tick TS. Inzwischen nutzen es auch rund 50 andere institutionelle Kunden, etwa Banken und Makler, und bringen der Tochter Lizenzeinnahmen von 1,6 Millionen Euro im Jahr. tick TS ist aber nicht nur im Handel begehrt. »Wenn der Preis stimmt oder das Börsenumfeld passt, ist ein Verkauf oder Börsengang möglich«, sagt Hillen. Bei einem geschätzten Gewinn des Softwareentwicklers von einer Million Euro 2008 könnte der Verkauf zehn bis 15 Millionen Euro beziehungsweise drei Euro je sino Aktie bringen.

Anleger sollten sich deshalb Insiderkäufe ansehen. Taucht der sino Vorstand nämlich auf den Rankings ganz oben auf, könnte ein Verkauf der Tochter kurz bevorstehen. Und dann dürfte die sino Aktie durch die Decke gehen.

Investor Info

sino AG: Konkurrent sorgt für Fantasie
Möglicherweise erhält der Düsseldorfer Broker schon bald Rückenwind von der US–Finanzkrise. Denn der größte sino Konkurrent E*Trade hat wegen seines Kreditportfolios kräftig Schieflage. So drohen dem US–Broker nach Schätzungen der Analysten der Citigroup Verluste aus dem Kreditportfolio von bis zu fünf Milliarden Dollar. Auch eine Pleite des Brokers wird nicht ausgeschlossen. Die Citibanker sehen die Wahrscheinlichkeit dafür bei 15 Prozent. In diesem Fall könnte sino einen Teil der aktivsten deutschen E*Trade–Kunden abwerben.

Die Aktie: Viel Handel, viel Gewinn
sino wächst rasant, und zwar nicht nur beim Kundenstamm, sondern auch bei Umsatz und Gewinn. Die Zahl der Depots verdoppelte sich seit dem Börsengang im September 2004. Gleichzeitig stieg im letzten Geschäftsjahr (bis Ende September) der Umsatz von 6,6 auf 14,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern legte sogar von 1,5 auf fünf Millionen Euro zu.

Auch das laufende Geschäftsjahr beginnt vielversprechend. »Ergebnismäßig könnte der November der beste Monat in der Firmengeschichte werden«, so Vorstand Ingo Hillen. Die Börsenumsätze in den für sino wichtigen Segmenten DAX, TecDAX und Auslandswerte überstiegen im November den Oktoberwert um 34 Prozent. Zudem waren die Provisionseinnahmen je Trade wegen zum Teil überdurchschnittlich großer Orders höher als normal. Da bereits der Oktober ein deutliches Plus bei den Provisionen brachte, ist sino auf dem besten Weg zu einem exzellenten Quartalsergebnis. Aufgrund der geringen Ausgangsbasis bei der Kundenzahl bietet sino hohes Wachstumspotenzial. Bei einer angekündigten Dividende von 1,28 € je Aktie – 7,5 Prozent Dividendenrendite ? ist sino schon jetzt ein Kauf. Nur mit Limit ordern.

© Euro am Sonntag — Von Georg Pröbstl

28.11.2007 Der Aktionär

Online ist in

Die Plattform für Wertpapierabwicklungen sino hat für das abgelaufene Geschäftsjahr (30.09.) erneut ein Rekordergebnis gemeldet. Zusammen mit der Gesellschaft tick Trading Software, an der sino zu 43,2 Prozent beteiligt ist, stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 14,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 24 Prozent auf 5,4 Millionen Euro, der Gewinn pro Aktie sank hingegen um 12,3 Prozent auf 1,28 €.

Die Kundenanzahl erhöhte sich um neun Prozent. Dazu kommt eine um sechs Prozent auf 1,41 Millionen erhöhte Anzahl an Transaktionen. Auch im nächsten Geschäftsjahr soll der gesamte Bilanzgewinn an die Aktionäre ausgeschüttet werden, so der Konzern.

© Der Aktionär

28.10.2007 EuramS

Unter der Finanzkrise haben die Kurse der Direktbanken besonders gelitten. Dabei zählen sie zu den größten Profiteuren.

28. Okt. 2007 – Euro am Sonntag

...

sino ist auf Heavy Trader spezialisiert, das Transaktionsvolumen stieg hier von Juli bis September um 44 Prozent, erläutert Vorstand Ingo Hillen. Unter den rund 600 sino Kunden sind viele ehemalige Börsenmakler, aber auch Veteranen des Neuen Markts. »Etwa 50 unserer Kunden kenne ich persönlich, die meisten davon duze ich«, plaudert Hillen aus dem Nähkästchen.

sino AG: Lukrative Nische

sino hat sich auf sogenannte Heavy Trader spezialisiert, also Kunden, die im Schnitt über 200 Transaktionen pro Monat abwickeln, darunter viele ehemalige Börsenhändler. Der Reiz an diesem Geschäftsmodell: Die Klientel arbeitet grundsätzlich unabhängig von einer freundlichen Börse und ist bei einer Baisse eher noch stärker engagiert. Während der aktuellen Finanzkrise ist das Transaktionsvolumen um 45 Prozent gestiegen. Das prognostizierte Jahresergebnis von 4,5 Millionen Euro wird wohl deutlich übertroffen. Eine hohe Dividendenrendite rundet das positive Gesamtbild ab.

ISIN Aktueller Kurs KGV 08 Stopp Ziel

DE 0005765507 16,74 13,4 16,00 20,00

www.finanzen.net/aktien/sino

© Euro am Sonntag

11.10.2007 Börsen-Zeitung

Die irrationalen Investoren der Onlinebroker

Aktionäre von comdirect und DAB Bank laufen in der Finanzmarktkrise trotz hoher Umsätze davon

...

sino tröstet mit Dividende

Auch die deutlich kleinere sino AG aus Düsseldorf, die das kleine Segment der Heavy Trader bearbeitet, kämpft derzeit mit schleichend schwindender Beliebtheit ihrer Aktie. Bei ihr fiel der Orderrückgang im September mit 46% sogar noch heftiger aus als bei den großen Wettbewerbern. Bereits seit mehreren Monaten verliert der 2004 furios an der Börse gestartete kleine Liebhaberwert ziemlich stetig leicht an Höhe. Vorstand Ingo Hillen bliebt jedoch gelassen: »Da die Umsätze in sino Papieren zuletzt sehr gering waren, darf man das nicht überbewerten.« Mit dem gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 (30.9.) zeigt er sich jedenfalls sehr zufrieden. Bereits nach drei Quartalen hatte sino das Ziel für den Vorsteuergewinn – ein Wert zwischen vier und fünf Millionen Euro – praktisch erreicht.

Die sino Aktionäre können sich zudem mit der hohen Dividenden–Rendite trösten: Der Onlinebroker schüttet traditionell praktisch den gesamten Jahresüberschuss aus. Selbst bei einer Gewinnstagnation läge die Ausschüttungsrendite auf dem derzeitigen Kursniveau bei mehr als 6%.

Von Antje Kullrich

© Börse–Online

28.09.2007 Börse-Online

Ein Kilo Gold gewonnen

Mit einem Tagesgewinn von 8.075 € auf sein virtuelles Startkapital von 50.000 € sicherte sich sino Kunde Lothar Schwarz den Preis von einem Kilo Gold und den Titel »Mr. Future«.

Schwarz und rund 400 andere Trader hatten am 27. September in der Zeit von acht bis 22 Uhr beim Börsenspiel des Onlinebrokers sino mitgemacht. Anlass des Spiels war das dritte Börsenjubiläum von sino. Der Onlinebroker ist auf Heavy Trader spezialisiert. 430 Kunden und Interessierte stellten in einer Simulationsumgebung der neuen Handelsoberfläche »The GRID« mehr als 37 000 Orders ein und handelten insgesamt mehr als 53 000 DAX– und BUND–Futures – alles mit Realtime–Kursen. Zum Vergleich: An der Eurex wurden an dem Tag insgesamt rund 150.000 DAX–Futures gehandelt.

Gewinner des Spiels ist Lothar Schwarz, erst seit Mai Kunde der sino AG. Er hat mit seinen 50.000 € virtuellem Startkapital bei Handelsschluss den höchsten Profit von allen Teilnehmern erzielt: 8.075 €. Das Spiel blieb bis zur Schlussauktion spannend: Die ersten drei Plätze lagen lediglich 525 € auseinander. Zweitplazierter ist Gerold Pesek mit 7.750 € Profit. Er gewinnt fünf Kilo Silber.

Weitere acht Teilnehmer freuen sich über je eine Magnumflasche Champagner. Lange Zeit führend und am Ende knapp geschlagen landete Gerlinde Tremmel als beste Frau auf dem vierten Platz. BÖRSE ONLINE war Medienpartner des Börsenspiels.

Von Brigitte Watermann

© Börse–Online

18.09.2007 Focus Money

Die besten Online-Broker

Schnell, günstig, verfügbar – so wünschen sich Börsianer einen Online–Broker. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind enorm, wie ein Vergleich zeigt.

Was bei Börsengeschäften unterm Strich übrig bleibt, hängt letztlich auch von den Kosten für die Abwicklung von Orders ab – je höher die Gebühren sind, desto magerer fällt der Gewinn aus. Wie groß die Unterschiede sind, veranschaulichen ... Beispiele [...]

07.09.2007 boerse.ARD.de

Angst beschert sino regen Hande

Die Nervosität der Anleger im Zuge der US–Hypothekenkrise hat den Direktbrokern DAB Bank und sino im August überdurchschnittlich gute Geschäfte beschert. Der Konkurrent Comdirect schnitt schlechter ab.

Folge der US–Hypothekenkrise: Hektischer Aktienhandel

Beim Onlinebroker Comdirect kletterte die Zahl der ausgeführten Wertpapieraufträge im August im Vergleich zum Juli um drei Prozent auf 957.160. Im elekronischen Handelsystem Xetra der Deutschen Börse legte das Handelsvolumen allerdings deutlich stärker zu: Dort wuchs die Zahl der Transaktionen im gleichen Zeitraum um gut elf Prozent.

Bei Comdirect ging auch das verwaltete Kundenvermögen leicht zurück. Es sank von 19,64 Milliarden Euro im Juli auf 19,61 Milliarden Euro im August. Bei den Kunden legte die Commerzbank–Tochter dagegen zu: Ihre Zahl stieg um 15.000 auf 924.799.

Hypothekenkrise treibt Transaktionen

Stärker als Comdirect profitierten die beiden Wettbewerber vom außergewöhnlich regen Handel im August: Die Angst vor drohenden Kursverlusten angesichts der Pleiten am US–Hypothekenmarkt und etlicher Schieflagen bei Hedge–Fonds sowie Banken hatten Investoren zuletzt weltweit zu hektischen Transaktionen veranlasst.

Finanzkreisen zufolge führte der Münchener Comdirect–Konkurrent DAB Bank allein im Juli und im August 1,1 Millionen Orders aus. Im kompletten dritten Quartal des Vorjahres waren es lediglich rund 990.000. Die DAB Bank veröffentlicht keine monatlichen Orderzahlen.

Fast–Rekord für sino

Der vergleichsweise kleine Wettbewerber sino verbuchte im August mit 153.179 Orders gut 15 Prozent mehr als im Juli. sino sprach von der zweithöchsten Orderzahl in der Firmengeschichte. Der Broker konzentriert sich auf die Abwicklung von Wertpapiergeschäften für sehr wohlhabende Kunden und betreut rund 600 Depots mit einem durchschnittlichen Volumen von knapp 500.000 Euro.

© boerse.ARD.de

23.07.2007 WiWo

Der letzte Short-Seller

Privatanleger können jetzt mit Leerverkäufen von Aktien auf fallende Kurse setzen. Im Boom ist das schwierig, zeigt die Chronik eines Selbstversuchs.

Was für Zeiten, was für Männer. Auf einem Medizinkongress begrüßt ein Investor den Chef eines Pharmaunternehmens mit den Worten: »Ich bin Manuel Asensio. Und Sie gehören ins Gefängnis.« Das war 1998. Asensio galt als König der Short–Seller. Er hatte sich Aktien des Pharmaunternehmens Hemispherx von Banken geliehen und sie sofort an der Börse verkauft. Sein Kalkül: Wenn der Kurs fällt, kann er die Aktien später billig an der Börse zurückkaufen und den Verleihern zurückgeben.

Die Rechnung ging auf: Hemispherx–Aktien kosteten damals acht Dollar und fielen bis 2003 auf 30 Cent. Asensio war mit seiner Wette auf fallende Kurse im Börsen–Slang »short«, im Gegensatz zu Käufern, die »long« sind. Als Short–Seller verdiente Asensio Millionen.

Was der kahlköpfige Exilkubaner Asensio und viele seiner professionellen Nachahmer seither schafften, müsste ich doch auch hinbekommen. Privatanleger, die Aktien shorten wollten, konnten dies in Deutschland bisher nur bei Spezialanbietern wie dem Düsseldorfer Broker sino. »Mehr als die Hälfte unserer Kunden hat es schon gemacht«, sagt sino Vorstand Ingo Hillen. »Aber leicht ist das nicht.«

Eine Aktie kann wertlos werden — wer long ist, verliert also im schlimmsten Fall seinen kompletten Einsatz. Ein Short–Seller hingegen kann unendlich viel Geld verlieren — denn eine Aktie kann um mehr als 100 Prozent steigen. Das Szenario: Ich leihe mir zehn Aktien zum Kurs von 20 Euro (200 Euro Einsatz) und verkaufe sie sofort. Die Aktie steigt danach auf 100. Wenn ich sie jetzt an der Börse zurückkaufen muss, um sie zurückzugeben, zahle ich 1000 Euro — Verlust 800, also das Vierfache des Einsatzes. Da hilft nur abzubrechen und die Aktien zurückzukaufen, ehe die Kurse zu weit gestiegen sind. Eine Position schließen, nennen das die Profis.

Der Dax ist seit 2003 von 2200 auf 8000 Punkte durchmarschiert, schon richtig. Aber Aktien werden auch mal fallen. Man muss nur die richtigen Luschen finden.

sino hat 600 Kunden, alles Halbprofis (Heavy Trader), die Millionen umsetzen. Eine Außenseiterveranstaltung, nichts für normale Anleger. Jetzt aber bietet auch der Discountbroker CortalConsors (630 000 Kunden) echtes Short Selling für Privatanleger an. Positionen können über Wochen offen bleiben. In aller Ruhe können Short–Seller abwarten, bis die Aktien endlich fallen. Dann wird zurückgekauft und der Gewinn eingefahren.

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© wirtschaftswoche.de

22.06.2007 FTD

Dick im Geschäft - Der Onlinebroker sino hat nur 600 Kunden - aber große

Während die meisten Direktbanken gerne betonen, wie breit die Produktpalette ist, geht die Direktbank Sino einen anderen Weg: »Wir konzentrieren uns ausschließlich auf so genannte Heavy Trader«, sagt Ingo Hillen, Vorstand für Finanzen und Handel bei sino. Heavy Trader führen oftmals Hunderte Transaktionen im Monat durch, etliche der Trader bestreiten mit dem Börsenhandel den Lebensunterhalt.

sino verzichtet bewusst auf das Massengeschäft. Angebote für Gehaltskonten, Kreditkarten oder Konsumentenkredite sucht man vergebens. Das Unternehmen hat nur rund 600 Kunden. Diese haben es dafür in sich: »Das durchschnittliche Depotvolumen liegt weit über 400.000 €, und ein typischer Heavy Trader bringt es auf über 200 Transaktionen im Monat. Im ersten Quartal 2007 erzielten die 600 Kunden einen höheren Wertpapierumsatz als zum Beispiel die rund 600000 Depotkunden von comdirect«, sagt Hillen.

Dass der kleine Kundenstamm Vorteile mit sich bringt, zeigte sich zuletzt Anfang März, als die Systeme der größeren Konkurrenten während des abrupten China–Crashs unter der Last der überdurchschnittlichen Kundenorders zusammenbrachen.

Während viele Kunden zum Teil stundenlang handlungsunfähig waren, konnten die sino Trader problemlos kaufen und verkaufen. »Heavy Trader finden bei uns faire und attraktive Provisionen sowie das nach dem Stand der Technik vielleicht professionellste Trading–Tool mit wegweisender Funktionalität und hoher Stabilität.« Eine Softwaretochter schneiderte die Handelsplattform sino MXpro.

Aktienkurs verdreifacht

Ingo Hillen und Matthias Hocke gründeten die Firma 1998, um einen leistungsfähigen und preiswerten Zugang zu internationalen Handelsplätzen bieten – zunächst per Telefon. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 2000 und seit der Einführung des Onlinehandels im folgenden Jahr wachsen Kunden– und Tradezahlen beständig. 2006 lag der Gewinn bei 4,4 Mio. €, ein Zuwachs von 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im September 2004 ging sino an den geregelten Markt der Düsseldorfer Börse; der Kurs hat sich seitdem mehr als verdreifacht.

»Trotz anfänglicher Branchenskepsis und gegen starken Wettbewerb konnten wir uns vor allem aufgrund unserer guten Service– und Abwicklungsqualität gegen die Konkurrenz etablieren«, sagt Hillen. Den höchsten Umsatz erzielten die Düsseldorfer im abgelaufenen Quartal, als die Kunden in der Spitze für mehr als 7 Mrd. € Wertpapiervolumen im März sorgten.

Auf dem Erfolg ausruhen wollen sich Hillen und Hocke nicht: »Wir haben uns in den letzten Jahren als der Broker für Heavy Trader in Deutschland etabliert. Diese Position wollen wir festigen und unseren Kunden sukzessive neue Handelsmöglichkeiten erschließen.« So wurden kürzlich asiatische Börsen für den Realtime–Handel freigeschaltet. »Als nächstes werden Handelsmöglichkeiten an amerikanischen Terminbörsen geschaffen, gleichzeitig soll die Handelsplattform um neue Features erweitert werden«, sagt Hillen.

Martin Diekmann
© ftd.de

20.06.2007 FTD

Preislimits für entspanntes Handeln

Orderzusätze erhöhen den Spielraum für Investoren — Außerbörsliche Geschäfte sind meist kostengünstiger

Beim Kauf und Verkauf börsennotierter Derivate greifen Privatanleger im Wesentlichen auf zwei Ausführungswege zurück: Den ganz normalen Börsenhandel und den Direkthandel mit dem Emittenten. Letzterer hat den Nachteil, dass die Erteilung limitierter Aufträge nur in sehr begrenztem Umfang möglich ist. Der Service wird nur von wenigen Discountbrokern angeboten ? dann aber mitunter ausschließlich für die Papiere ausgewählter Emittenten.

Vorreiter in diesem Bereich ist sino, ein Onlinebroker für die besonders aktiven Börsianer. Kunden können dort über die hauseigene Software bereits seit knapp drei Jahren Limits im Direkthandel mit derzeit 13 Zertifikate– und Optionsscheinanbietern aufgeben. Dabei kann es sich sowohl um herkömmliche Grenzen für Ankaufspreise und Verkaufserlöse als auch um Stop–Loss–Orders handeln. Die Absicherung einzelner Positionen lässt sich damit in Abhängigkeit der Handelszeiten des jeweiligen Emittenten auch nach Börsenschluss um 20 Uhr aufrechterhalten.

Hinzu kommen verschiedene andere Limitierungsmöglichkeiten, wie etwa ?One Cancel the Other?–Orders. Bei dieser Variante setzt der Anleger ein Verkaufslimit über dem aktuellen Marktkurs (Limitorder) und sichert seine Position gleichzeitig durch einen Stop Loss ab. Wird ein Limit ausgelöst, erfolgt automatisch die Löschung des jeweils anderen.

Martin Ahlers
© ftd.de

07.06.2007 boerse.ARD.de

Broker-Aktien im Blick

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Die Online–Bank Comdirect hat die Zahl der ausgeführten Wertpapier–Aufträge im Vergleich zum April um knapp neun Prozent auf 824.000 im Mai gesteigert. Deutlich dynamischer verliefen die Geschäfte beim kleineren Discount–Broker Sino. Die Düsseldorfer konnte 125.000 Aufträge ausführen und damit 22,5 Prozent mehr als im April.

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© boerse.ARD.de

11.04.2007 Handelsblatt

Die Optimisten-Aktien

Der Deutsche Aktienindex (Dax) scheint nach der heftigen Korrektur in den vergangenen Wochen wieder nur eine Richtung zu kennen: nach oben. Die offene Frage ist: Was soll man jetzt kaufen?

FRANKFURT. Einige Optimisten rufen bereits die 10 000–Punkte–Marke aus, das ist gemessen am Stand von rund 7100 Zählern ein Potenzial von satten 40 Prozent. Die offene Frage ist: Was soll man jetzt kaufen? Eine mögliche Antwort lautet: Aktien von Unternehmen, die vom Aufwärtstrend an den Märkten profitieren. Denn hier dürfte der Aufwärtstrend des Gesamtmarktes den der Einzelaktie verstärken. Zu diesen ?Optimisten–Aktien? gehören die Papiere der Onlinebroker und der Deutschen Börse.

Die Investmentidee Onlinebroker sieht so aus: Je stärker die Aktienmärkte steigen, desto mehr Anleger kaufen und verkaufen Wertpapiere. Da Onlinebanken wie Comdirect, DAB Bank oder Sino an jeder einzelnen Order verdienen, dürften ihre Gewinne steigen. Die Comdirect hat im März gut 900 000 Order ausgeführt ? nach 850 000 im Februar ? und hat damit am Verkauf von Wertpapieren und dem Wiedereinstieg der Zocker nach dem Ende der Korrektur blendend verdient. Wer also weiterhin an steigende Aktienmärkte glaubt, könnte mit den genannten Aktien gut fahren. Übernahmephantasie dürfte aber vorerst weder bei der Commerzbank–Tochter Comdirect, noch bei der zur Hypo–Vereinsbank gehörenden DAB Bank aufkommen. Beide Mutterkonzerne haben entsprechende Gerüchte zuletzt eher heruntergespielt.

Erfolg versprechender könnte die Aktie der Deutschen Börse sein, auch wenn die sich seit Dezember 2004 mehr als verdreifacht hat. Der Konzern profitiert ähnlich wie die Broker von jedem einzelnen Geschäft an der Börse. Anders als die Banken machen hier allerdings nicht die Privatkunden, sondern die Profis den Löwenanteil der Umsätze. Dass Profis auch bei fallenden Märkten agieren, haben die Umsatzrekorde der Börse an den turbulenten Tagen im Februar und März gezeigt. Ein exzellentes erstes Quartal ist bei der Börse also kaum noch zu vermeiden. Auch langfristig dürften die Handelsumsätze an der Börse weiter steigen, weil immer mehr Hedge–Fonds kleinste Ungleichgewichte im Markt mit computergesteuertem Handel auszunutzen versuchen.

Während bei den genannten Brokern ein zusätzlicher Schub für den Kurs durch eine Übernahme eher unwahrscheinlich ist, muss man bei der Börse im Grunde ständig mit einer Übernahme, einem Zukauf oder der endgültigen Aufspaltung des Konzerns rechnen. Schließlich sitzen dem Vorstand seit langem HegdeFonds im Nacken, die auf die eine oder andere Weise neues Kurspotenzial erschließen müssen. Wer sich an die Hedge–Fonds gehalten hat, hat bei der Börse in den vergangenen Jahren immense Kursgewinne eingestrichen. Da diese aggressiven Aktionäre jedoch wohl kaum die Profite von Privatanlegern im Blick haben, sollte man sich mit einer Stopp–Loss–Order absichern. Denn auch Optimisten kommen ohne Vorsicht nicht aus.

Von Rolf Benders

© handelsblatt.com

10.04.2007 pressetext.de

sino AG: DAX-Handel pusht Wertpapiervolumen - Tradezahlen bleiben weiterhin auf sehr hohem Niveau

Düsseldorf – Der deutsche Finanzspezialist für die Abwicklung von Heavy–Trader–Wertpapiergeschäften, die sino AG, steigerte ihr bearbeitetes Wertpapiervolumen im Vergleich zum Mai 2006 um 20 Prozent auf 7,3 Mrd. Euro. Somit übertrumpft das Unternehmen selbst den Februar dieses Jahres mit einer nahezu unveränderten Orderzahl um fast 30 Prozent. Im Vergleich dazu stieg der Aktienumsatz gegenüber dem Vormonat an allen deutschen Börsen lediglich um 22 Prozent. »Dieses Ergebnis kommt vor dem Hintergrund eines regen Handels mit Aktien aus dem DAX–Handel zustande«, erläutert Ingo Hillen, Vorstand Finanzen und Handel der sino AG, im Gespräch mit pressetext.

So verweist der Finanzexperte auf die meisten Transaktionen im DAX–Handel bei großen Automobil– und IT–Konzernen, wie etwa DaimlerChrysler, Volkswagen oder SAP. Diese sind dafür ausschlaggebend, dass die sino High End Brokerage im März dieses Jahres 131.539 Orders abwickelte. »Wir freuen uns daher, ein erfolgreiches Quartal vorzuweisen, wobei wir unsere Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 4,0 bis 5,0 Mio. Euro erweitern konnten«, so Hillen. Die seit 2002 bestehende, über 25–prozentige Beteiligung von HSBC Trinkhaus & Burkhardt an sino hat laut dem Finanzvorstand »keine Auswirkungen auf den operativen Gewinn des Unternehmens«.

Im März gewann die sino AG 24 Neukunden und betreut per 31. März dieses Jahres 592 Depotkunden. Für die Zukunft sieht sich Hillen in seiner Zuversicht auch weiterhin bestätigt und betont die konsequente Forcierung des Konzerns als führender Broker für Heavy Trader in Deutschland.

© pressetext.de

09.03.2007 Süddeutsche

Direktbanken in den Chaostagen: Total überfordert

Nach den großen Börsencrashs hatten die Direktbanken geschworen, dass Anleger nie wieder unter Kapazitätsproblemen leiden sollten. Jetzt gab es einen Mini–Crash – und wieder saßen viele auf dem Trockenen.

Von Johannes Fritz

Direktbanken wollen mehr in die Stabilität ihrer Handelssysteme investieren, nachdem ihre Systeme beim Mini–Crash in der vergangenen Woche abgestürzt waren und viele Anleger nicht mehr handeln konnten. So sollen bei der DAB Bank der Internet– und Telefonhandel in Zukunft besser aufeinander abgestimmt werden.

Cortal Consors will zusätzliche Großrechner einsetzen und hat bereits die Internetseite »entschlackt«, sagte ein Sprecher. Die Comdirect Bank sieht hingegen keinen Anlass für kurzfristige Reaktionen. Sie will, wie geplant, in den kommenden Jahren 150 Millionen Euro in Computer, Werbung und zusätzliche Mitarbeiter investieren.

Schlecht vorbereitet

Als der Dax am Dienstag vergangener Woche um fast drei Prozent abstürzte, versuchten gleichzeitig sehr viele Anleger, ihre Wertpapiere zu verkaufen. Bis zum Mittwoch Nachmittag blieb das Handelsvolumen hoch. Darauf waren mehrere Internetbroker nicht vorbereitet – ihre Handelssysteme brachen zusammen. Auch die Börsen in Frankfurt und Stuttgart hatten Probleme: Ihre Systeme lieferten zeitweise falsche Kursangaben.

Jochen Steffens, Chefredakteur des Investor?s Daily, eines im Internet erscheinenden Ratgebers für Anleger, bat um Reaktionen auf die technischen Probleme der Internetbroker und bekam hunderte Zuschriften.

Ergebnis: Fast alle wichtigen Internetbroker hatten mit Störungen zu kämpfen. Vor allem die Kunden der großen Direktbanken berichteten von Problemen. Sie handelten eher selten, deshalb seien die Handelssysteme auf einen solchen Ansturm schlecht vorbereitet gewesen, sagte Steffens. Die Kunden kleinerer Internetbroker seien hingegen meist aktivere Händler. Deren Handelsvolumen habe an jenem Dienstag prozentual weniger zugenommen, und die Anbieter hätten weniger Probleme gehabt.

Die großen Anbieter verwiesen auf das unerwartet hohe Handelsvolumen. Ein Sprecher der DAB Bank gestand auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung Kapazitätsprobleme ein. Die nach eigenen Angaben mit rund einer Million Kunden größte deutsche Direktbank habe an jedem Mittwoch das Vierfache der normalen Handelsaufträge erhalten.

Manche Emittenten von Wertpapieren hätten keine Kurse mehr genannt. Die entstandenen Wartezeiten seien zwar »negativ«, man sei im Vergleich zu manchen Konkurrenten aber »noch relativ gut weggekommen«. Genaue Angaben zu den Wartezeiten machte der Sprecher nicht. Inzwischen habe man die Kapazitäten für den Internet– und Telefonhandel vergrößert.

Bei Cortal Consors hätten beide Tage zu den fünf mit dem größten Handelsaufkommen der Unternehmensgeschichte gehört, sagte ein Sprecher. Zwischen Dienstag und Mittwoch habe man die Zahl der Server von 22 auf 30 erhöht. Weitere sechs Großrechner seien in Reserve gehalten worden.

Mit Ausnahme des Online–Broking habe man in der Nacht alle Funktionen der Internetseite abgeschaltet. Zusätzlich hätten die Kunden über ein von der Internetseite unabhängiges Programm handeln können. So habe man den kompletten Systemabsturz verhindert. Die Internetseite sei nie länger als fünf Minuten ausgefallen.

Auch bei der Comdirect Bank gab es technische Probleme. Nach dem Ausfall des Internethandels habe man die Zahl der Mitarbeiter im Call–Center verdoppelt sagte ein Sprecher. Ab Mittwoch Mittag hätten die Kunden wieder ohne Verzögerungen handeln können. Eine Teilschuld treffe die Emittenten, die zeitweise keine Kurse mehr übermittelt hätten.

Aus Sicht der betroffenen Anleger verlief der Dienstag weit weniger harmlos. »Mir wird die Möglichkeit genommen, zu reagieren, mich auf den Markt einzustellen« schrieb ein Anleger an Steffens. »Ob das alles mit rechten Dingen zugeht, ich bin da sehr skeptisch geworden«, ergänzte ein anderer. Mehrere Anleger wollten ihren Internetbroker wechseln.

Aufsicht sammelt Hinweise

Ingo Hillen, Vorstand des kleinen Internetbrokers sino, sieht gerade in den Problemen der großen Konkurrenten eine Chance für sein Unternehmen. »Wer sich am meisten ärgert, soll zu sino kommen«, sagte er. Das stärkere Handelsvolumen habe bei sino zu keinen Störungen geführt. Steffens rät dennoch davon ab, zu einem kleinen Anbieter zu wechseln. Würden das alle tun, gäbe es dort bald die gleichen Probleme.

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kritisierte die technischen Ausfälle. Die betroffenen Internetbroker seien Beweise, die sie entlasten könnten, bisher schuldig geblieben, sagte Reinhild Keitel von der SdK. Die Comdirect Bank habe behauptet, am Dienstag »zufällig« technische Probleme gehabt zu haben. Ein Sprecher der Comdirect Bank dementierte, dass es solch eine Aussage gegeben habe. Bis zum Mittwoch Vormittag sei das System stabil gelaufen.

Die SdK hat sich bereits an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gewandt. Dort seien mehrere Hinweise von Anlegern eingegangen, sagte eine Sprecherin des Amtes.

Sie verwies auf die Gesetzeslage, wonach Wertpapierdienstleister verpflichtet sind, die für ihr Angebot notwendigen Mittel und Verfahren zu garantieren. Eine Verordnung der Aufsicht schreibt vor, dass Systemausfälle und –störungen sowie die verzögerte Ausführung und Weiterleitung von Aufträgen Ausnahmen bleiben müssen. Auf dieser Grundlage seien Sanktionen möglich, sagte die Sprecherin.

© sueddeutsche.de

07.03.2007 boerse.ARD.de

sino triumphiert gegenüber comdirect

Der Kurssturz an den Börsen hat den Brokern große Zuwächse beschert. Zwar waren im Februar davon gerade einmal die letzten beiden Handelstag betroffen. Sino und Comdirect können sich dennoch freuen.

Beide geben deutlich gestiegene Handelsaktivitäten bekannt. Bei Sino gaben Börsianer 134.028 Orders ab. Dies ist ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat. Gegenüber Januar liegt die Steigerung sogar bei 11 Prozent – und das obwohl der Februar zwei Handelstage weniger hatte als der Januar.

Nicht ganz so deutlich waren die Zuwächse bei der größeren Comdirect. Der Online–Broker führte im Februar 852.812 Wertpapierorders aus. Das ist im Monat–zu–Monat–Vergleich ein Plus von fünf Prozent.

Während viele Online–Broker wegen des hohen Handelsvolumen bei dem Kursrutsch am 27./28. Februar technische Probleme hatten, konnte die kleine Sino von seinem Nischendasein profitieren. "Unsere Systeme waren trotz rund 100.000 aufgegebener Orders zu 100 Prozent stabil", freut sich das auf Heavy Trader spezialisierte Unternehmen. Die Webseite der Comdirect war zwischenzeitlich nicht zu erreichen, so dass viele Kunden ihre Orders nicht abwickeln konnten.

© boerse.ARD.de

04.03.2007 tradecentre.de

Wenn der gewöhnliche Aktionär...

Wenn der gewöhnliche Aktionär über das Marktumfeld flucht, kommen die Kunden von sino erst so richtig in Bewegung

Der auf Heavy Trader spezialisierte Broker konnte sich letzten Mittwoch eine kleine Harke gegenüber der Konkurrenz nicht verkneifen. Die Internetforen waren voll mit schlecht gelaunten Usern, die sich darüber beschwerten bei Ihren Direktbanken keine Orders mehr aufgeben zu können. Die panikartigen Verkaufwünsche tausender Kunden hatten die Ordersysteme vielfach überlastet.

sino Verwies stolz darauf, dass die eigenen Kunden am Dienstag mehr als 15.000 Orders mit einem Volumen von über 600 Millionen Euro aufgegeben hatte. Das Handelssystem blieb dem Ansturm ohne Ausfälle gewachsen. Dem Vorstand zu Folge handelte es sich um den profitabelsten Tag in der sino Geschichte. Es gibt wenige Unternehmen, die von einem Börsencrash profitieren. Die Fokussierung von sino auf professionelle Heavy Trader, für die der volatile Aktienhandel mit Panik im Markt natürlich ein Traum ist, scheint aber genau das zu bewirken.

Der große Pluspunkt von sino ist die Dividendenpolitik. Nahezu der gesamte Bilanzgewinn wird regelmäßig an die Aktionäre ausgeschüttet. Damit senden die Vorstände ein klares Signal, dass sie ihren Laden im Griff haben und keine überflüssigen Geldmittel benötigen.

Die Dividendenrendite für das laufende Geschäftsjahr dürfte beim aktuellen Kurs knapp über 5% liegen. Das KGV 06/07 schätze ich auf 16. Ich mag die Aktie, weil das Geschäftsmodell viel Cash generiert und Wachstumschancen mit der Ausweitung des Kundenstamms von derzeit nur knapp 600 Kunden gegeben sind.

© tradecentre.de

01.03.2007 Börse-Online

Sand im Getriebe

»Das doppelte Trade–Aufkommen können wir bewältigen, darauf sind unsere Systeme eingerichtet. Gestern Vormittag zwischen acht und neun Uhr war es aber mehr als das Fünffache«, erklärt eine Sprecherin von comdirect. Es kam für viele Kunden zu erheblichen Wartezeiten: Einige konnten noch online traden, einige gar nicht mehr, wieder dritte mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Telefonisch und per Fax war das Ordern dagegen weiter möglich; der Broker hatte über Nacht die Zahl der Mitarbeiter in der telefonischen Kundenbetreuung verdoppelt. »Die Zusatzkosten, die normalerweise für die telefonische Orderaufgabe anfallen, werden den Kunden selbstverständlich erlassen«, hieß es in der Pressestelle des Brokers. Mittlerweile habe sich die Lage normalisiert. Nun gehe man daran, über Konsequenzen nachzudenken.

Bei Cortal Consors war über Stunden nur das so genannte Trading Light möglich ? eine Art Ordernotfallsystem. Das heißt, Ordern war nach Angaben der Pressestelle weiterhin möglich, der Zugriff auf das Informationssystem oder auch der Depoteinblick dagegen nicht. Außerdem dauerte es deutlich länger, um auf die Systeme zugreifen zu können. Auch beim Handelssystem Active Trader kam es zu Problemen und teilweise zu Ausfällen. Der Broker entschuldigte sich gestern Nachmittag auf seiner Internetseite bei den betroffenen Kunden. »Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter, unser Vorstand wird sich in der nächsten Woche mit den IT–Zuständigen zusammensetzen und neben den bereits umgesetzten Sofortmaßnahmen weitere mögliche Konsequenzen besprechen«, sagte ein Sprecher gegenüber BÖRSE ONLINE.

Auch bei ING–DiBa lag die Kapazitätsauslastung der Online–Brokerage–Systeme am Morgen des 28. Februars bei mehr als 95 Prozent. Kunden klagten gegenüber BÖRSE ONLINE über lange Wartezeiten. Der Handel sei allerdings weiter möglich gewesen, erklärte die Pressestelle. Kaum Probleme hatten dagegen kleinere Anbieter wie Fimatex oder sino. sino Vorstandschef Ingo Hillen: »Bei uns wurden gestern zwar mehr als 60 000 Orders aufgegeben, es kam aber zu keinerlei Verzögerungen.«

Zuletzt hatte es im Börsenboom und nachfolgenden ?crash ähnlich große Probleme mit der Erreichbarkeit der Onlinebroker gegeben. In Umfragen wie zuletzt der großen BÖRSE ONLINE–Leserwahl zum »Broker des Jahres 2006« hatten die allermeisten Onlinebroker noch gute Noten in punkto Erreichbarkeit und Orderabwicklung erhalten.

Die Kunden sind nun enttäuscht. Ein Leser schreibt: »Da gehe ich lieber wieder zu meiner Hausbank.«

Von Brigitte Watermann und Hannah Wilhelm–Fischer
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07.02.2007 boerse.ARD.de

Orderflut bei Comdirect und sino

Aufbruchsstimmung und ein paar Börsentage mehr als im Dezember machen den Januar meist zu einem Fest für Online–Broker. Deutschlands Größter, die Comdirect Bank, steigerte die Orderzahl um mehr als ein Drittel.

Die Commerzbank–Tochter führte im Januar 812.635 Wertpapierorders durch, das waren 36 Prozent mehr als im Dezember, teilte Comdirect am Mittwochmorgen mit.

Das betreute Kundenvermögen stieg auf 17,1 Milliarden Euro, nach 16,4 Milliarden im Dezember. Insgesamt betreute das im SDax notierte Unternehmen im Januar 819.147 Kunden – fast 15.000 mehr als im Dezember. Die Zahl der Wertpapierdepots erreichte 608.194, etwa 2.000 mehr als im Vormonat.

Spezial–Broker Sino: 44 Prozent mehr Orders

Noch dynamischer legte die Orderzahl bei dem wesentlich kleineren Online–Brokers sino zu. Mit 120.782 Orders wickelte das auf »Heavy Trader«, also besonders aktive Privatkunden, spezialisierte Unternehmen 43,9 Prozent mehr Orders als im Dezember ab. Die derzeit 25 sino Mitarbeiter betreuen derzeit gerade einmal 560 Depots. Diese kommen allerdings durchschnittlich auf ein Volumen von deutlich über 400.000 Euro.

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16.01.2007 boerse.ARD.de

sino startet gut ins neue Jahr

Der Online–Broker Sino ist mit Zuwächsen ins Geschäftsjahr 2006/07 gestartet. Im Zeitraum Oktober bis Dezember seien die Erlöse um 10,4 Prozent auf 2,9 Millionen Euro geklettert. Der operative Gewinn stieg um 2,4 Prozent auf 955.000 Euro, teilte das im Geregelten Markt geführte Düsseldorfer Unternehmen am Dienstag mit.

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08.01.2007 boerse.ARD.de

Kopf an Kopf: sino und Comdirect

Im Dezember gab es an der Börse zwei Handelstage weniger als ein Jahr zuvor. Schlecht für Wertpapierbroker, die durch Handelsprovisionen ihr Geld verdienen. Der Broker sino konnte der Entwicklung jedoch trotzen.

Der auf so genannte Heavy–Trader spezialisierte Broker steigerte seine Orderzahlen nämlich. Die Wertpapieraufträge weiteten sich gegenüber Dezember 2005 um 3,5 Prozent auf 83.923 aus.

Bei dem deutlich größeren Konkurrenten Comdirect schlugen sich die zwei Handelstage weniger dagegen in den Orderzahlen nieder. Die Wertpapieraufträge gingen bei Deutschlands größtem Onlinebroker im Dezember auf Jahresfrist nämlich um 1,7 Prozent auf 597.632 zurück.

Comdirect im Monatsvergleich vorn

Im Vergleich von Monat zu Monat schneidet dagegen die Comdirect besser ab. Das Unternehmen aus Quickborn bei Hamburg verlor gegenüber November rund 15 Prozent ihrer Orders. Die kleinere sino rutschte fast 22 Prozent ab.

Immerhin schlugen sich beide besser als der Gesamtmarkt: Insgesamt ging der Aktienumsatz an den deutschen Wertpapierbörsen im Vergleich zum Vormonat um 27 Prozent zurück.

Heavy Trader – 150 Orders im Monat

Bei sino handeln Heavy–Trader, die im Schnitt 150 Orders jeden Monat durchführen. Der Broker hatte per 31.12. gerade einmal 561 Depotkunden. Bei der Comdirect–Bank kam im Dezember auf jeden Kunden mit Wertpapierdepot nicht einmal eine Wertpapierorder.

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14.11.2006 Der Aktionär

Die Zocker-Aktie

Das Interesse an Aktien ist groß wie lange nicht mehr. Klar, dass die Brokerhäuser von dieser Entwicklung ganz besonders profitieren. Mutige Anleger riskieren jetzt den Einstieg bei diesem Online–Broker.

Der Broker sino hat für das Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr 2005/06 seinen Vorsteuergewinn um 83 Prozent auf 4,4 Millionen Euro gesteigert und somit einen neuen Firmenrekord aufgestellt. Auch der Überschuss hat sich auf 2,66 Millionen Euro annähernd verdoppelt und übertraf somit die erst im September gesenkte Prognose leicht. Zur Freude der Anteilseigner soll der Bilanzgewinn komplett ausgeschüttet werden (die Dividende liegt dann bei 1,11 Euro). Der Frankfurter Tagesdienst empfiehlt mutigen Anlegern den Einstieg (Stopp bei 14,40 Euro) auch weil sich der Kurs seit September wieder stabilisiert hat.

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14.11.2006 Börsen-Zeitung

sino winkt mit hoher Dividende

Der Onlinebroker sino will seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2005/06 (30.9.) eine Dividende von 1,11 € zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 87 %, wenn die im Frühjahr ausgegebenen Berichtigungsaktien mitberechnet werden. Die Dividendenrendite der auf Heavy Trader fokussierten Gesellschaft, die traditionell ihren gesamten Überschuss ausschüttet, liegt bei aktuell 6,5 %. sino hat nach eigenen Angaben das Anfang September revidierte Ergebnisziel im Gesamtjahr erreicht. Der Gewinn vor Steuern lag bei 4,4 (i.V. 2,4) Mill. Euro, der Jahresüberschuss kletterte um 92 % auf 2,7 Mill. Euro. Seit der Abschwächung des Handelsvolumens im Sommer haben sich die Tradezahlen bei sino im Herbst nach Angaben von Vorstandsmitglied Ingo Hillen wieder erholt. Nach dem rasanten Ergebniswachstum in den vergangenen Jahren ist im aktuellen Turnus bei sino jedoch mit einer Stagnation der Erträge zu rechnen. Beim Wachstum sieht sich sino allerdings weiterhin als stärkster deutscher Onlinebroker.

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13.11.2006 boerse.ARD.de

sino mit satter Dividende

Der Online–Broker sino hat im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Davon werden auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll deutlich steigen.

Das Düsseldorfer Unternehmens will 1,11 € je Aktie ausschütten und damit rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit würde der Bilanzgewinn vollständig an die Anteilseigner ausgekehrt. Die Dividendenrendite läge bei mehr als sechs Prozent.

sino hatte im Geschäftsjahr 2005/06 (Ende September) vor Steuern 4,4 Millionen Euro verdient, nach 2,4 Millionen Euro im Geschäftsjahr zuvor. Der Überschuss wurde von einer leicht gesunkenen Steuerquote angetrieben und legte um 92 Prozent auf 2,66 Millionen Euro zu.

Strammes Wachstum

Das Unternehmen profitierte von mehr Kunden, die außerdem noch Aufträge erteilten. Ende September hatte sino 554 Depotkunden (plus 26 Prozent), die insgesamt 1,33 Millionen Aufträge (plus 55 Prozent) handelten. Die Gesamterlöse stiegen um 46 Prozent auf 12,8 Millionen Euro.

Anfang September hatte der Vorstand seine Gesamtjahresprognose wegen eines Buchungsfehlers und einer schwächer als erwarteten Entwicklung in den Sommermonaten zurück genommmen. Statt ursprünglich 5,2 Millionen Euro lautete das neue Ziel nur noch auf 4,2 Millionen Euro.

Die sino Aktie stieg zeitweise um mehr als fünf Prozent auf 17,20 €.

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17.08.2006 Börsen-Zeitung

sino liebäugelt mit Listing ihrer IT-Tochter - Onlinebroker für Heavy Trader spürt sinkende Börsenumsätze deutlich

Börsen–Zeitung, 17.08.2006 — Der Onlinebroker sino erwägt ein Listing seiner Tochter tick–IT. Das Geschäft des Düsseldorfer Softwareentwicklers wächst und ist profitabel. »Ich bin überzeugt: Die tick–IT kann eine zweite sino werden«, sagte sino Finanzvorstand Ingo Hillen im Gespräch mit der Börsen–Zeitung. Das IT–Unternehmen sei gerade in eine AG umgewandelt worden. »Der Börsengang durch einfaches Listing oder mit einer kleinen Kapitalerhöhung ist eine Option.«

Die tick–IT hat die Software für den Handel bei sino entwickelt und vertreibt ihre Produkte seit einiger Zeit auch in Lizenz. Gut 20 externe Kunden – darunter Lang & Schwarz, M.M. Warburg und HSBC Trinkaus & Burkhardt – zählt die Gesellschaft mittlerweile: Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen etwa 0,5 Mill. Euro verdienen, in der kommenden Rechnungsperiode sollen es 0,75 Mill. Euro werden.

sino hält an der tick–IT 43 %, weitere 24,8 % befinden sich über einen Treuhänder im Besitz der beiden sino Vorstandsmitgliedern Ingo Hillen und Matthias Hocke. HSBC Trinkaus & Burkhardt ist mit 18 % beteiligt, Geschäftsführer Oliver Wagner gehören 14 %.

sino selbst ist seit Herbst 2004 im Freiverkehr gelistet – der Kurs der rasant wachsenden Gesellschaft hat sich seitdem in etwa vervierfacht. Dass der stetige Aufwärtstrend am Aktienmarkt jedoch stockt und sich der Markt seit Mai seitwärts bewegt, bekommt auch sino deutlich zu spüren. Bei dem ausschließlich auf Heavy Trader spezialisierten Broker sind die Tradezahlen seit zwei Monaten rückläufig. Waren es im Mai noch 175 000 Orders, so wickelte sino im Juli nur noch 80 000 Aufträge ab. Zum Vergleich: Bei Marktführerin Comdirect sank die Zahl der ausgeführten Trades von 980 000 auf 540 000. Während die Commerzbank–Tochter jedoch 590 000 Depots verwaltet, kommt die sino nur auf 540 Kunden. Immerhin wachse die Zahl der Depots bei sino jährlich um 30 bis 35 %, sagt Hillen. Die Kundschaft bringt mindestens 10 000 Euro Eigenkapital mit und gibt monatlich mehr als zehn Orders auf.

Mit dem äußerst dynamischen Wachstum – für das laufende Geschäftjahr 2005/06 (30.09.) rechnet Hillen mit einem auf 5,2 (i.V. 2,4) Mill. Euro mehr als verdoppelten Jahresüberschuss – dürfte aber vorerst einmal Schluss sein. Hillen geht von einer leichten Abschwächung aus, gibt aber die Parole aus: »Wir wollen stärker wachsen als der Markt.« Eine Prognose für das kommende Geschäftsjahr wagt Hillen angesichts der derzeit stark schwankenden Börsenumsätze jedoch nicht. Anders ist es mit der Dividendenpolitik: Hier will sino mittelfristig daran festhalten, den gesamten Gewinn auszukehren: »Wir wollen auch in den nächsten Jahren voll ausschütten.« sino habe mit aktuell rund 6,5 Mill. Euro genügend Liquidität in petto und außerdem praktisch keine Verbindlichkeiten. Größere Investitionen stünden auch nicht an.

Der Onlinebroker konzentriert sich derzeit darauf, das Angebot für seine Kunden weiter auszubauen. Bis Ende des Jahres, so hofft Hillen, sollen die US–Futures–Börsen wie CMI und CBOT angeschlossen sein. Auch an den pazifisch–asiatischen Börsen in Hongkong, Tokio und Sydney soll die anspruchsvolle sino Kundschaft in einigen Monaten handeln können.

Forex–Handel läuft nur zäh

Der seit Jahresbeginn angebotene Devisenhandel über Forex dagegen ist noch nicht richtig in Schwung gekommen. Die Umsätze hier sind laut Hillen bislang nur gering. Ganz anders sieht es beim außerbörslichen Handel aus, den sino seit vergangenem Jahr anbietet und der mittlerweile knapp 20 % des Ordervolumens ausmacht.

Die Aktionärsstruktur von sino bewertet Hillen als stabil. Avancen von Konkurrenten oder anderen Investoren gebe es derzeit nicht. Im April ist Daniel Hopp, der Sohn des SAP–Gründers, mit 4,9 % bei sino eingestiegen und hat mittlerweile auf gut 5% aufgestockt. Hopp ist selbst sino Kunde seit dem vergangenen Jahr. Hillen, Hocke sowie HSBC Trinkaus & Burkhardt halten zusammen 37 %. Der Rest ist Streubesitz. An weiteren neuen Großaktionären hat Hillen derzeit wenig Interesse.

© Börsenzeitung, 17. August 2006

07.08.2006 4investors

sino: Nimmt tick-IT den Börsengang ins Visier?

Mit 81.000 Trades hat der Düsseldorfer Broker sino im Juli rund ein Prozent mehr Trades als im entsprechenden Monat des vergangenen Jahres durchgeführt. Insbesondere die große Hitzewelle dürfte die Entwicklung beeinträchtigt haben.
Fortschritte gibt es bei der Beteiligung tick–IT: Hier steht die Umwandlung in eine AG an (wir berichteten bereits), die einhergehen wird mit einer größeren Kapitalerhöhung – eine Vorbereitung zum Börsengang? »Wir sind überzeugt: Die tick–IT kann eine zweite sino werden«, kommentiert sino–Chef Ingo Hillen.

© 4investors, 07. August 2006

25.06.2006 Sunday Market

sino - Gut und günstig!

Die Geschäfte des Düsseldorfer Online–Brokers laufen wie am Schnürchen. Im 2. Quartal (Januar bis April) des Geschäftsjahres 2005/06 per Ende September erzielte die Gesellschaft neue Rekorde. In dieser Periode wurden 380.000 Trades ausgeführt und ein Gewinn vor Steuern von 1,8 Millionen Euro eingefahren. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einer Steigerung um satte 73% und gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um sage und schreibe 271%. Das 3. Quartal ist ebenfalls bombig angelaufen. »Die Geschäfte laufen sehr. Im Mai haben wir mit rund 175.000 Orders einen neuen Höchstwert in der Geschichte des Unternehmens markiert«, sagt uns Vorstandsmitglied Ingo Hillen im Hintergrundgespräch. Offensichtlich orderten die über 500 Kunden der Düsseldorfer im Mai, dem Monat als es an der Börse richtig zur Sache ging, wie verrückt. Die Volatilität im Mai war riesig und auch die Börsenumsätze waren außerordentlich gut. Im April lag die Zahl der ausgeführten Orders bei 112.000. Insgesamt liegt sino nach 2 Monaten addiert bei rund 287.000 Orders. Laut Hillen läuft der Juni natürlich nicht so gut wie der Mai. »Der Juni ist eher wieder mit dem April vergleichbar. Die Börsenumsätze sind auch nicht mehr so hoch wie im Vormonat«, so der Vorstand. Unterstellen wir nunmehr für den Juni rund 100.000 Orders, errechnet sich für das 3. Quartal eine Anzahl von Orders, die bei gut 390.000 liegen dürfte. Das ist mehr als im bisherigen Rekordquartal zuvor. Wir gehen daher fest davon aus, dass die Gesellschaft in Q3 einen ähnlichen Gewinn wie in der 2. Periode erwirtschaften wird. Das würde erneut einem Profit vor Steuern von ca. 1,8 Millionen Euro entsprechen.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung hat sino bereits Anfang April die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben revidiert. Bisher hat der Vorstand ein EBT von 3,7 bis 4 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nunmehr erwartet Hillen einen Gewinn vor dem Zugriff des Fiskus von 46 bis 4,9 Millionen Euro. Unter Strich soll sich das Ergebnis je Aktie zwischen 1,56 bis 1,66 € belaufen oder auf 2,7 bis 2,9 Millionen Euro. Wir halten aber auch dies Prognose für deutlich zu konservativ. Im 1. Halbjahr hat der Spezialist für High End Brokerage ein EBT von 2,84 Millionen Euro erzielt und ein EPS von 97 Cent. Addieren wir nun den geschätzten Gewinn aus Q3 hinzu, errechnet sich bereits ein EBT von über 4,6 Millionen Euro. Und im Schlussquartal dürfte sino sicherlich keine Verluste einfahren. Hillen wollte die Planung auf Nachfrage allerdings noch nicht nach oben setzen. »Der Monat ist noch nicht vorbei. Wir wollen die Zahlen für Q3 abwarten, die wir voraussichtlich gegen Ende Juli veröffentlichen. Das 4. Quartal können wir nur schwer abschätzen. Wir schauen uns aber nach jedem Quartal unsere Planung an und prüfen, ob wir eventuell unsere Planung anpassen müssen«, erklärt Hillen. Wir gehen jedenfalls davon aus, dass sino in Q4 vermutlich knapp 1 Million vor Steuern verdienen wird. Das entspricht somit im Gesamtjahr einem Gewinn vor Steuern von ca. 5,6 Millionen Euro. Netto ergibt sich ein Überschuss von 3,3 Millionen Euro oder ein EPS von ca. 1,90 €. Laut Hillen soll der Gewinn komplett an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Mit einem KGV von 15 und einer Dividendenrendite von fast 7% ist die Aktie kaufenswert. Selbst Daniel Hopp, Sohn von SAPs Dietmar Hopp, scheint auf sino zu stehen. Er meldete jüngst, dass er die Meldeschwelle von 5% überschritten hat.

© Sunday Market vom 25. Juni 2006

21.06.2006 Platow-Börse

So geht's weiter!

Daniel Hopp hat seine Beteiligung am Online–Broker Sino (27,80 Euro; DE0005765507) auf über 5% erhöht, wie aus einer Finanzanzeige hervorgeht. Da bei den Düsseldorfern das Geschäft dank der volatilen Kurse weiter brummt, ist der Dividendentitel mit engem Stopp 24 Euro für Neuleser kaufenswert.

© Platow Börse

08.05.2006 boerse.ARD.de

sino sticht Comdirect erneut aus

Sowohl die Comdirect AG als auch die sino AG hatten im April die durchschnittliche Handelsaktivität pro Tag steigern können. Die Orderzahlen der beiden Direktbroker gingen gegenüber dem Vormonat dennoch zurück – der April hatte weniger Handelstage.

Die sino AG wickelte im April 112.978 Orders ab. Damit hat der auf so genannte Heavy Trader spezialisierte Broker gegenüber dem Vorjahresmonat um 58,5 Prozent zugelegt. Noch erfreulicher entwickelten sich die Wertpapierumsätze, die um 76,5 Prozent gesteigert werken konnten. Mit 3,92 Milliarden Euro erreichten sie im April den zweithöchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Die 24 Mitarbeitern des Brokers betreuen 510 Wertpapierdepots mit einem durchschnittlichen Volumen von mehr als 400.000 Euro, teilte das Unternehmen mit.

»Unsere Geschäftsentwicklung war auch im April sehr gut. Im außerbörslichen Handel haben wir durch die Anbindung der Commerzbank als neuem Emittenten weiteres Wachstum generieren können. Darüber hinaus bieten wir in einer exklusiven Kooperation mit BörseGo den Premium–Abonnenten dieses Newsdienstes einen vollen Kalendermonat provisionsfreien Handel als Test an«, kommentierte Sino–Vorstand Matthias Hocke.

Kundenvermögen der Comdirect höher

Auch die Comdirect AG sah eine Steigerung der durchschnittliche Handelsaktivität ihrer Kunden. Im April verzeichnete Comdirect 40.362 Trades pro Tag. Dies vergleicht sich mit im Schnitt 36.142 Trades je Handelstag im März. Dennoch verzeichnete der Direktbroker im April insgesamt weniger Orders. In absoluten Zahlen fiel die Zahl der Geschäfte jedoch von 831.262 auf 726.507. Insgesamt gelang es der Commerzbank–Tochter, das betreute Kundenvermögen gegenüber dem Vormonat um fast zwei Prozent auf 15,25 Milliarden Euro zu steigern. Die Zahl der Wertpapierdepots stieg auf 582.605.

April war kürzer

Die von den beiden Brokern vorgelegten Zahlen müssen vor dem Hintergrund gesehen werden, dass der April gegenüber dem März fünf Handelstage weniger aufwies. Rechnet man diesen Effekt heraus, hat die sino AG ein Wachstum der Orderzahlen von 10,1 Prozent gegenüber dem März vorgelegt. Comdirect käme auf rund 6,4 Prozent Orderzuwächse.

Beide Broker schnitten somit besser als der Gesamtmarkt ab, da an allen deutschen Börsen im April knapp ein Fünftel weniger Wertpapieraufträge als noch im März ausgeführt wurden.

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03.05.2006 boerse.ARD.de

Prima Klima auf Nebenwerte-Mekka

Mehr als 40 Unternehmen präsentieren sich heute und morgen im Frankfurter Hilton auf der zweiten General Standard–Konferenz. Die Laune könnte kaum besser sein. Nebenwerte gehören zu den größten Börsengewinnern 2006.

(...)

Über 40 Unternehmen buhlen in diesem Jahr um die Gunst der Investoren, dabei auch Gesellschaften aus dem Entry Standard und dem Open Market (ehemaliger Freiverkehr). Die waren 2005 noch ausgeschlossen. Einen Qualitätsschwund sieht der Veranstalter, die Deutsche Börse, dadurch jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: Nur Firmen, die mit einem Prospekt an die Börse gekommen sind, seien präsent, sagt ein Sprecher. Ein Expose habe da nicht als Eintrittskarte gereicht.

(...)

»Wir sind wie Porsche!«

Inzwischen sind die Präsentationen in vollem Gange. Ein Highlight ist der Auftritt von Sino–Chef Ingo Hillen, der es versteht, teilweise sogar recht kurzweilig und amüsant zu formulieren. »Wir sind der Porsche unter den Onlinebrokern«, flötet Hillen in die Runde. Und legt dann nocch einmal nach: »Comdirect haben wir locker abgehängt. Da führen wir mit 18 zu 8. Das reicht zum Sieg in jeder Sportart, oder?«

Wer wollte ihm da widersprechen? Die anwesende Expertenschar jedenfalls nicht. Ein paar Nachfragen zu den vorgestellten Zahlenwerk gibt es noch, aber nichts von Bedeutung. Der Kursverlauf bei sino, wie bei vielen anderen Nebenwerten, spricht Bände. Hillen ist zufrieden: »Gut gelaufen hier!«

(...)

Rechnung aufgegangen

Eine rundum positive Geschichte also. Dabei sah es danach nicht unbedingt aus, als sich die Deutsche Börse für die Einführung von General Standard und zuletzt Entry Standard durchrang. Mit geringeren Berichtspflichten wollte der Börsenbetreiber mehr Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt verschaffen.

Nun scheint die Rechnung aufzugehen: Während der etwas stärker regulierte General Standard mit 399 Unternehmen besetzt ist, kommt auch die jüngere Tochter Entry Standard schon auf 32 Gesellschaften. Wer ganz nach oben, in den Prime Standard will, muss allerdings noch viel transparenter werden. Die Mitgliedschaft erfordert Quartalsberichte, Analystenkonferenzen und einen Firmenkalender. Nicht alle Unternehmensbosse halten das für erstrebenswert.

Ingo Hillen von Sino: »Wir sind zufrieden, wie es ist, veröffentlichen auch so regelmäßig. Bei uns weiß jeder Anleger und Investor woran er ist: Beim günstigsten Broker weit und breit!«

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30.04.2006 FAS

AKTIE IM BLICK: sino - Im Rausch der Börse.

Die Sino AG ist klein, aber sehr fein. Der Broker arbeitet nach dem Prinzip: Baue das beste Handswerkszeug für die Kunden, biete gute Preise und Service, halte die Kosten niedrig und warte auf die Erträge. Zwar ist die Zahl der professionellen Börsenhändler außerhalb der Banken nicht besonders groß. Doch selbst mit 500 davon läßt sich gut Geld verdienen. Zudem spricht sich in dieser Klientel schnell herum, wer der Beste ist. Daß dies so bleiben könnte, darauf deutet auch der Verkaufserfolg der Sino–Software hin. Sie wird in immer mehr Banken eingesetzt.

Die Sino–Aktie ist trotz des starken Kursanstiegs immer noch relativ günstig. Das gilt selbst dann, wenn man nicht an die Wachstumsträume des Vorstandes glauben mag. Denn das Unternehmen braucht kein Geld, kann also seinen gesamten Gewinn ausschütten, was eine attraktive Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent ergibt. Außerdem wird Sino in absehbarer Zeit weiter wachsen, bei gutem Börsenklima sowieso, was Kurschancen eröffnet. Schließlich ist weitere Wachstumsphantasie durch die 43prozentige Beteiligung an der Software–Tochter Tick IT vorhanden. Analysten setzen Kursziele zwischen 32 und 41 Euro. Das ist nicht übermäßig optimistisch. Vorsicht: Der Markt ist eng. Korrekturen können schon negative Kommentare oder ein geringfügiges Verfehlen der Gewinnziele auslösen.

Thomas Schmitt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30.04.2006, Nr. 17, S. 54


»Wir verdoppeln in diesem Jahr den Gewinn«

Ingo Hillen wickelt Börsengeschäfte für Profi–Anleger ab und hat Daniel Hopp als Aktionär gewonnen.

Herr Hillen, Sie wickeln Börsengeschäfte für professionelle Anleger ab. Warum läuft das so gut?

Weil wir uns von Anfang an auf hochqualitatives Brokerage für Heavy Trader konzentriert haben.

Sie haben aber nur 500 Kunden.

Die Zahl unserer Kunden ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren von 248 auf 503 gestiegen, obwohl wir 160 inaktive Depots geschlossen haben. sino Kunden handeln außerordentlich aktiv – zur Zeit an 27 Börsen weltweit. Neue Börsenplätze kommen laufend dazu. Wir verdienen sehr gut, zuletzt netto eine Million Euro im Quartal, weil unsere Kunden in der Regel Profis sind, die davon leben – meistens sehr gut.

Wie viele extrem aktive Händler gibt es denn noch?

Mehr als Sie denken. In den letzten Jahren sind einige hunderttausend Privatanleger in den Markt zurückgekehrt. Ein paar tausend davon sind sicher aktivere Händler. Zusätzlich wechseln Kunden von anderen Online–Brokern zu uns, die unseren persönlichen Service, eine Depotbank wie HSBC Trinkaus & Burkhardt und günstige Provisionen schätzen.

Das sieht auch Daniel Hopp so, der Sohn des SAP–Gründers Dietmar Hopp?

Daniel Hopp hat sich über die DAH Beteiligungsgesellschaft mit 4,9 Prozent an der sino AG beteiligt. Er ist seit 2005 unser Kunde und nach eigener Aussage wirklich sehr zufrieden.

Ist sino ein Übernahmekandidat?

Matthias Hocke und ich wollen zusammen mit HSBC Trinkaus & Burkhardt maßgeblich und langfristig an sino beteiligt bleiben – und zwar mit mindestens 35 Prozent.

Verdoppeln Sie den Gewinn?

Ja, wir haben unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2005/06 angehoben und rechnen mit 4,6 bis 4,9 Millionen Euro vor Steuern. Das entspräche einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Pro Aktie sind das 1,56 bis 1,66 € Gewinn, den wir vollständig ausschütten wollen. Die Dividendenrendite beträgt damit etwa fünf Prozent.

Wie sieht es ab 2007 aus?

Wir gehen davon aus, daß Sino deutlich stärker als der Markt der Online–Broker wachsen wird – wie auch in den letzten Jahren.

Woraus leiten Sie das ab?

Unsere Kunden sind sehr aktive Börsenhändler, sie suchen und finden in allen Marktphasen Handelsgelegenheiten. Außerdem erwarten wir, daß sich unser Tochterunternehmen, die tick–IT, zum Wachstumstreiber entwickelt. Die tick–IT vertreibt ihre Handels–Software nicht nur an uns, sondern auch an 24 Drittkunden. Im letzten Jahr verdiente tick–IT 370 000 €, im Geschäftsjahr 2006/2007 rechnen wir mit 750 000 €. Im Laufe dieses Jahres werden wir die GmbH in eine AG umwandeln. Ich bin überzeugt, daraus kann eine zweite sino werden.

Und wenn die Börse einknickt?

Verlieren wir nicht so stark wie andere, weil aktive Händler auch in fallenden Märkten gewinnbringende Geschäfte machen können.

Ihr Top–Argument für Ihre Aktie?

Wir sind seit sieben Jahren klar positioniert, profitabel und wachsen stärker als der Markt.

stt.

© Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

06.04.2006 BetaFaktor

sino vor Prognoseanhebung?

Das erste Fiskalquartal (31. Dezember) lief bereits sehr gut für die sino AG. Aber auch das soeben beendete zweite Fiskalquartal (31. März) scheint eingeschlagen zu haben. »Wir haben im Januar und Februar rund 100.000 Trades mehr gemacht als im ersten Quartal«, bestätigte sino Vorstandssprecher Ingo Hillen gegenüber BetaFaktor.de. Noch wird an den März–Zahlen gerechnet. Aber da die Börse weiter boomt, ist klar: Q2 dürfte bombig werden. 0,95 Mio. EUR vor Steuern wies der Online–Broker im ersten Fiskalquartal aus. Da die Kosten nur unterdurchschnittlich steigen, sollten die zusätzlichen Handelsaktivitäten kräftig auf den Gewinn durchschlagen.

Wir schätzen mal, dass rund 1,75 Mio. EUR im Quartal hängen blieben. Macht im Halbjahr 2,7 Mio. EUR vor Steuern. Die offizielle sino Prognose liegt bei 3,3 bis 4,0 Mio. EUR fürs Gesamtgeschäftsjahr 2005/06. Damit erkennen Sie sofort: Sollte der Trend an den Börsen auch nur einigermaßen so anhalten, kommt Hillen um eine Prognoseanhebung eigentlich nicht umhin.

Parallel gibt es eine IPO–Fantasie bei Sino. Die Tochter tick–IT GmbH (43,2%) bommt ebenfalls. Und hier verriet uns Hillen, dass man derzeit »eine AG–Umwandlung« prüfe. Einen späteren Börsengang will er dann »grundsätzlich nicht ausschließen«.

sino ist freilich schon gut gelaufen, der Wert ist nicht mehr richtig billig: 2006er KGV 15 ? versüßt allerdings mit einer Dividendenrendite von beachtlichen 7%. Selbst nach der diesjährigen Dividendenausschüttung verfügt Sino über ca. 5,5 Mio. EUR Cash ? sprich rund 3 EUR/Aktie. &raqu;Wir streben für das laufende Geschäftsjahr und die nächsten Jahre eine Vollausschüttung des Gewinns an«, betont in diesem Zusammenhang Hillen. Das heißt für Sie: Mit dieser Dividendenrenditeaussicht ist der Wert zumindest nach unten sehr gut abgesichert. Mit den Quartalszahlen könnte wieder etwas Fantasie in die Aktie hereinkommen. Die IPO–Spekulation ist freilich erst mittelfristiger Natur. Kursziel 33 EUR.

© BetaFaktor, Ausgabe 14/06b

05.04.2006 4investors

sino bleibt hoch attraktiv - Bei der Beteiligung tick-IT besteht IPO-Phantasie - gute Zahlen zu erwarten

Hoch interessante Nachrichten zur sino Aktie sind am Rande der Investorenmesse »Invest« in Stuttgart zu hören. Die Geschäfte des Düsseldorfer Brokers, der sich auf die lukrative Marktnische der »Heavy Trader« spezialisiert hat, sollen sehr gut laufen. Die Gesellschaft findet sich in sehr gutem Börsenumfeld weiterhin auf Rekordkurs, was sich auch in den in Kürze anstehenden Halbjahreszahlen niederschlagen dürfte.

Vorstellbar ist, dass im Zuge der Zahlen auch die ein oder andere Analysteneinschätzung für das laufende Jahr angehoben wird. Derzeit besteht hier noch eine recht große Spanne bei den Schätzungen zwischen 1,35 € und 1,71 € Gewinn je Aktie. Das obere Ende sei ambitioniert, aber machbar, sagt Unternehmensvorstand Hillen im Gespräch mit 4investors. Insbesondere im Vergleich mit anderen Direktbrokern erscheint die Aktie deutlich unterbewertet.

Ein Grund zur Freude ist für den Unternehmenslenker die Entwicklung bei der Beteiligung tick–IT, bei der man mit 43% im Boot ist. Partner bei tick–IT ist die Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt, die ihre Kernkompetenz in der Abwicklung von getätigten Wertpapiergeschäften sieht – und die nun den Vertrieb der tick–IT Plattform komplett übernommen hat. Die Großbank dürfte als Türöffner wertvoll sein. Das sollte sich sehr positiv auf Umsatz und Ertrag bei tick–IT auswirken. Erste Neukunden sind gewonnen, mit weiteren wird verhandelt. Zudem laufen mit einem weltweit agierenden Kursprovider seit einigen Monaten Gespräche über eine Zusammenarbeit.

tick–IT wird derzeit in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ein Börsengang dürfte eine sehr wahrscheinliche Option sein. Die beteiligung an der tick–IT bringt sino sehr hohe stille Reserven. In den Büchern stehen die Anteile laut Mitteilung vom 7. Dezember 2005 gerade einmal mit 48.000 €! Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die tick–IT allerdings mehr als 234.000 € Gewinn erwirtschaftet.

im Musterdepot des 4investors weekly steht die Position mit einem Einstand (Mischkurs) bei 9,35 €, erste Empfehlungen wurden um 8 € ausgesprochen. Am Montagmorgen wird das Papier von sino mit 26,35 € notiert. Im Vergleich zu anderen Direktbrokern bleibt die Aktie massiv unterbewertet und bietet auf dem konsolidierten Niveau eine hoch interessante Chance. Dies auch vor dem Hintergrund, dass weiter fast der komplette Gewinn an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollte und damit sehr hohe Dividendenrenditen zu erzielen sind. (mic)

© 4investors weekly vom 05. April 2006

05.04.2006 TadeCenter

sino feiert Rekord-Quartal

Die Börse läuft seit Beginn diesen Jahres wie verrückt. Klarer Profiteur der Hausse sind die Online–Broker. Am besten gefällt uns unter diesen unser Altfavorit SINO AG (DE0005765507). Die Düsseldorfer erobern eine Rekordmarke nach der anderen. Trotz zweier Handelstage weniger konnte im Februar mit 126.860 ein neuer Rekordwert bei der Zahl der ausgeführten Orders erreicht werden. Dies entspricht einem Anstieg von knapp drei Prozent gegenüber dem Januar 2006 und einer Steigerung von satten 75,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

In Kürze wird die Gesellschaft die Tradezahlen für den Monat März vermelden. Wir rechnen in jedem Fall mit neuen Rekordwerten, da der März außerordentlich gut gelaufen ist. Vorstandsmitglied Ingo Hillen wollte bei unserem Treffen auf der Invest in Stuttgart diesbezüglich keine Angaben machen. Er sah allerdings recht zufrieden aus und verwies auf den allgemein guten Börsenmonat März.

Aber SINO fährt nicht nur bei Tradezahlen stets neue Bestmarken ein. Das Unternehmen wird auch exzellente Zahlen für das zweite Quartal verkünden und sicherlich das beste Quartal in der Firmengeschichte feiern können. »Mit dem Verlauf des zweiten Quartals sind wir sehr zufrieden. Das lassen die sehr guten Tradezahlen vermuten«, so Hillen. In der Zeit von Oktober bis Dezember erzielte die Gesellschaft ein operatives Ergebnis von 955.000 €. Für das Gesamtjahr 2005/06 per Ende September bekräftigt Hillen sodann die erhöhte Prognose, vor Steuern zwischen 3,7 und vier Millionen Euro zu verdienen.

Uns erscheint die Planung zu konservativ und gehen fest davon aus, dass der Konzern seine Prognose erneut nach oben setzt. Wir rechnen für das Gesamtjahr nunmehr mit einem Überschuss vor dem Zugriff des Fiskus von rund fünf Millionen Euro. Die Steuerquote schätzen wir auf 41 Prozent. Netto dürften sodann drei Millionen Euro in der Kasse hängen bleiben. Pro Aktie würde dies einem Gewinn von circa 1,71 Euro entsprechen. Laut Hillen soll der Profit stets komplett an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Auf aktuellem Kursniveau liegt die Dividendenrendite sodann bei fast sieben Prozent!

Besonders erfreut zeigt sich Hillen über die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaft tick–it. SINO hält an der Gesellschaft 43,2 Prozent. In diesem Geschäftsjahr dürfte das Unternehmen einen Gewinn von gut einer halben Million Euro erzielen. Im Folgejahr, 2006/07, dürfte dieser Gewinn sich nochmals um 50 Prozent verbessern. Gut denkbar, dass das Unternehmen in der Zukunft auch an der Bo?rse gelistet wird. »Ein Börsengang ist zumindest nicht auszuschließen«, sagt Hillen auf Nachfrage.

Die in 1998 gegründete SINO AG wird an der Börse mit rund 44 Millionen Euro bewertet. Das KGV für dieses Geschäftsjahr liegt bei 15. Die Dividendenrendite kommt wie bereits geschildert auf fast sieben Prozent. Seit unserer Kaufempfehlung im September 2004 beträgt der Kursgewinn rund 340 Prozent. Unsere Empfehlung im November bei Kursen um 16 Euro auch mal Teilgewinne mitzunehmen, war aus heutiger Sicht verfrüht. Allerdings ist von Gewinnmitnahmen noch keiner Arm geworden. Wir empfehlen die Aktie nunmehr erneut zum Kauf. Das Kursziel setzen wir zunächst auf 35 Euro!

© TradeCenter

30.03.2006 Börse-Online

Spezialisierte Broker mit günstigen Konditionen

Angesichts des Börsenklimas macht Ihnen das Traden wieder richtig Spaß? Wer viel handelt, den locken Online–Broker mit jeweils ganz eigenen Rabattmodellen. Vergleichen macht sich daher bezahlt.

Der Dax kratzt an der Marke von 6000 Punkten – und das motiviert Sie, täglich mehrmals Wertpapiere zu kaufen und zu verkaufen? Dann dürfen Sie sich guten Gewissens als Heavy Trader einstufen. Damit zäählen Sie zu einer Klientel, die von den Online–Brokern besonders heiß umworben wird – und Sonderkonditionen eingeräumt bekommt.

Für Vieltrader gilt noch mehr als für Gelegenheitskäufer: Den besten Broker schlechthin gibt es nicht. Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man daher sein eigenes Anlageverhalten, Informationsbedürfnis und seine typischen Ordergrößen analysieren. Im zweiten Schritt empfiehlt es sich dann, seine Vorstellungen abzugleichen mit den Konditionen und dem Leistungsspektrum der Broker – keineswegs eine triviale Aufgabe.

Um Ihnen bei der Auswahl zu helfen, präsentieren wir Ihnen Vieltraderkonditionen ausgewählter großer Häuser. Sie alle offerieren nicht nur den Kauf und Verkauf an deutschen Börsen, sondern auch den außerbörslichen Handel – ein breites Angebot also, auf das Vieltrader ungern verzichten. Für unseren Konditionenvergleich haben wir drei Modelltypen unterstellt (siehe Erläuterungen neben der Tabelle auf Seite 81).

Wie immer bergen solche Beispielrechnungen aber das Problem, dass sich schon bei leichten Abweichungen von den Annahmen wiederum ein anderes Preistableau ergeben wird. Modellrechnungen können daher nur ein Indikator für die Kosten bei den Brokern sein. Vieltrader sind daher gut beraten, sich vor Auswahl eines Anbieters in die Feinheiten der Rabattstaffeln und Spezialpreise zu vertiefen.

Die Top–Drei–Anbieter in unserem Preisvergleich sind fast ausschließlich kleinere Spezialanbieter: Gleich dreimal die günstigsten Konditionen bietet die börsennotierte sino AG, die sich ganz auf Heavy Trader spezialisiert hat und daher nur handverlesene Kunden betreut. »Unsere 500 Kunden kommen im Monat auf durchschnittlich 125 000 Trades. Ihnen steht ein Team von zwölf Händlern und Technikern als Betreuer zur Verfügung«, so sino – Vorstand Ingo Hillen.

Gleich dreimal unter den günstigsten Drei ist auch E*Trade zu finden. »Zum 1. April gibt es bei uns ein neues Release unseres SmartTrader realtime. Er umfasst künftig deutsche und US–Realtime–Pushkurse«, so Matthias Hach von E*Trade. Der Preis für diese Handelsplattform sinkt ab April von 169,90 auf 115 €. Wie manch anderer Wettbewerber auch räumt E*Trade unter Umständen interessanten Kunden auch Sonderkonditionen ein: »Wir sind Freunde von Revenue Deals«, erläutert Hach. »Wenn uns ein Kunde glaubhaft ein bestimmtes Ordervolumen zusichert, dann können wir ihm auch individuelle Konditionen bieten.« Zweimal unter den Top–Anbietern ist Fimatex zu finden. Ende März wurde die für Kunden in der Grundversion kostenlose Tradingsoftware GTS 4.0 eingeführt.

»GTS ist ein sehr schnelles und zuverlässiges System, das eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Kundenrechner und dem Fimatex–Rechner herstellt und daher hoch performend ist«, sagt Thomas Lattenmayer von Fimatex.

Cortal Consers – unter Deutschlands Brokern seit jeher eine Größe in der Heavy–Trader–Szene – landet mit seinen Konditionen in dieser Modellrechnung nur im Mittelfeld. Wer mehr als 100 Mal im Jahr Papiere kauft und verkauft, wird als StarTrader eingestuft – und darf mit Sonderbehandlung rechnen: »Für unsere knapp 18 000 StarTrader ist ein eigenes Team von knapp 30 Betreuern zuständig. Da sind viele Kunden namentlich bekannt«, so Kai Friedrich von Cortal Consors. Die 300 besten Kunden eines Jahres heißen PlatinumStars und ordern zu eigenen, nochmals vergünstigten Preisen.

Neben den Gebühren sind die optimale Kursversorgung mit Realtime–Pushkursen und gute Charttools wichtig für Heavy Trader. Auch hierin unterscheiden sich die verglichenen Anbieter stark: So haben Sbroker und DAB bank gar keine Realtime–Pushkurse im Angebot – für sehr aktive Kunden wenig akzeptabel.

Während bei E*Trade und bei sino im Ordertool X_pro Pushkurse schon inklusive sind, kommen bei comdirect, Cortal Consors und Fimatex noch Gebühren dafür hinzu. In puncto Charts hält Cortal Consors ein eigenes ausgefeiltes Angebot für seine Stratrader kostenlos bereit, E*Trade und Fimatex gegen Gebühr. Bei den anderen Anbietern muss man sich mit kostenlosen Basischarttools zufrieden geben – oder separat Profi–Chartsoftware kaufen.

Attraktive Konditionen bieten aber auch Broker, die wir in den Vergleich nicht mit aufgenommen haben, da sie wie Interactive Brokers (IB) oder Nordnet keinen außerbörslichen Handel oder wie die Citibank keine eigenen Vieltraderpreise aufweisen. Bei IB kostet eine 2000–Euro–Order via Xetra 4 Euro, bei Nordnet 5,99 (Infos unter www.boerse–online.de). Anders als IB bietet Nordnet noch Rabatte für Vieltrader an. Wer vor allem große Volumina handelt, für den könnte die Citibank–Flat–Fee von 9,99 € interessant sein. Ein Zweitdepot für besondere Trading – Gelegenheiten kann ja nicht schaden.

© Böse Online

08.03.2006 FAZ

Die Privatanleger kehren an die Börse zurück

08. März 2006 Die deutschen Privatanleger sind an den Aktienmarkt zurückgekehrt. Vor allem Online–Broker verzeichnen steigende Orderzahlen. So meldete der Online–Broker sino am Dienstag ein stark gestiegenes Volumen: Dort sei die Zahl der Transaktionen im Februar gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent auf knapp 127.000 gestiegen. Im Februar habe sich auch die Zahl der Wertpapierdepots gegenüber dem Vorjahr um 66 Prozent auf rund 574.500 erhöht, berichtete darüber hinaus die Comdirect Bank. Nach dem großen Kurseinbruch zur Jahrtausendwende verlockt das zuletzt wieder freundliche Börsenklima nun die Privatanleger, bei Aktien einzusteigen. Allein in den vergangenen zwölf Monaten ist der Deutsche Aktienindex Dax um mehr als 30 Prozent gestiegen.

(...)

»Optimistisch für das Gesamtjahr«

In ihrer Not während der Börsenbaisse haben sich viele Online–Broker den Direktbanken angenähert. So bewirbt die Comdirect–Bank auf ihrer Internetseite ihr Girokonto derzeit prominenter als den Wertpapierhandel. Dennoch wird dieser wieder stärker nachgefragt: »Die Anzahl der Kunden, die in den letzten Monaten an der Börse aktiv waren, hat sich im Vergleich zu vor einem Jahr deutlich erhöht«, sagt Comdirect–Sprecher Tim Seifert.

Andere Online–Broker registrieren stärker den neuen Drang an den Aktienmarkt: »Wir haben im vergangenen Jahr fast eine Million Trades abgewickelt«, sagt Ingo Hillen, Vorstand der sino AG. &rauo;Das ist gut die Hälfte mehr als im Jahr 2004.« Der Trend hält bei sino auch im laufenden Jahr an: »Der Januar war wirklich phantastisch, und im Februar ging es nahtlos weiter«, sagt Hillen. »Wir sind sehr optimistisch für das Gesamtjahr.« sino ist jedoch auf eine eng umrissene Klientel spezialisiert: Der Broker betreut zwar nur wenige Kunden, aber dafür sogenannte Daytrader, die besonders aktiv an der Börse agieren. Im Januar führte Sino für 475 Kunden rund 123.000 Transaktionen durch. Das sind pro Kunde durchschnittlich mehr als zehn Kauf– oder Verkaufsorders am Tag.

(...)

© F.A.Z., Nr. 57, Seite 25

07.03.2006 boerse.ARD.de

sino übertrumpft Comdirect

Das rasante Wachstum bei den Orderzahlen hat sich im Februar nicht fortgesetzt. Die Zahl der Transaktionen sank. Das bekam Deutschlands größter Online–Broker Comdirect zu spüren. Besser machte es sino.

Der auf Heavy Trader spezialisierte Online–Broker trotzte dem schwachen Trend und verbuchte im Februar 2,8 Prozent mehr Orders als im Januar. Und das obwohl es im Februar zwei Handelstage weniger gab. Mit 126.860 Orders erreichte sino nach eigenen Angaben einen neuen Rekordwert. Zum Ende des Monats betreute das Unternehmen 490 Depots.

Weniger Orders bei der Comdirect...

Dagegen verzeichnete Comdirect weniger Orders. Die Commerzbank–Tochter führte im Februar zwei Prozent weniger Wertpapieraufträge für seine Kunden aus als im Januar. Damals hatte Deutschlands größter Online–Broker noch einen Zuwachs von satten 40 Prozent vermeldet.

Immerhin schnitt Comdirect besser ab als der Gesamt–Markt. Die Zahl der Transaktionen an allen deutschen Börsen sank im Vergleich zum Vormonat um 4,5 Prozent.

...aber mehr Kunden

Gleichzeitig konnte Comdirect neue Kunden gewinnen. Die Kundenzahl stieg um 0,7 Prozent auf 716.743. Das betreute Kundenvermögen kletterte auf 14,66 Milliarden Euro. Die Zahl der Girokonten erhöhte sich um fast fünf Prozent auf 180.131. Auch die Zahl der Wertpapierdepots nahm um über 3000 auf 574.537 zu.

sino senkt Gebühren

Mit niedrigeren Gebühren will sino künftig weiter angreifen. sino teilte mit, dass ab dem 1. März die Minimimgebühr um 12,5 Prozent von acht auf sieben Euro gesenkt worden sei. Laut sino sei dies die niedrigste Mindestgebühr aller deutschen Online–Broker.

Die sino Zahlen stoßen an der Börse auf Beifall. Die sino Aktie klettert am Dienstagmorgen um rund drei Prozent auf 26,75 Euro. Dagegen kann die Aktie von Comdirect nur leicht um rund 0,3 Prozent zulegen.

© 2006 Börse ARD

28.02.2006 ZertifikateAnl.

Interview mit Ingo Hillen vom Online-Broker sino AG: Den Kunden etwas Besonderes bieten

Über den Nutzen außerbörslicher Limitorders sprach ZertifikateAnleger mit Ingo Hillen, Vorstand des Onlinebrokers sino AG.

Als bisher einziger Onlinebroker bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, für Zertifikate und Optionsscheine diverser Emittenten im außerbörslichen Handel limitierte Orders zu erteilen. Wie wichtig ist dieser Service für aktive Anleger?

Ingo Hillen: Heavy Trader wollen natürlich auch im vor– und nachbörslichen Handel Limitorders platzieren, ohne die entsprechenden Quotes der Emittenten einzeln von Hand überwachen zu müssen. Darum begreifen sie es geradezu als strategischen Vorteil, Limit– oder Stopp–Orders auch im außerbörslichen Handel direkt über unser Tradingtool sino x_pro eingeben zu können — ganz gleich, ob es um Aktien, Optionsscheine oder Zertifikate geht.

Welche Limittypen werden dabei abgedeckt?

Ingo Hillen: sino–Kunden können sowohl mit herkömmlichen Kauf– und Verkaufslimits handeln — so wie sie es vom Börsenhandel gewohnt sind — als auch Stopp–Orders einstellen: sei es, um bestehende Positionen abzusichern oder um sich bei bestimmten Marktbewegungen »einstoppen« zu lassen. Natürlich können sie den Preis jedes Emittenten auch direkt nach einer Quote–Request akzeptieren und sofort handeln.

Während ein Onlinebroker nun ebenfalls sukzessive damit beginnen, ihren Kunden die Aufgabe außerbörslicher Limitorders zu ermöglichen, wird dieser Service bei Ihnen bereits seit knapp zwei Jahren angeboten. Woraus resultiert der Technologievorsprung?

Ingo Hillen: Tatsächlich ist sino nach wie vor der einzige Broker in Deutschland, dessen Kunden Limits für alle angeschlossenen Emittenten direkt über das Handelsfrontend einstellen können — übrigens zu deutschlandweit niedrigsten Gebühren im außerbörslichen Handel. Wir wollen unseren Kunden immer etwas Besonderes bieten: Wir waren der ersten Broker in Deutschland, der Leerverkäufe abwickeln konnte — 1999. Cross–Border–Arbitrage konnte ebenfalls als erstes bei sino realisiert werden. Heute bieten wir ein Frontend mit 27 Börsen und 14 Direkthandelspartnern an — seit neuestem zusätzlich den Devisenhandel. Wir glauben, der sino x_pro ist mittlerweile das beste Trading–Tool für Heavy Trader. Das liegt sicher auch daran, dass wir immer so eng mit unseren Kunden zusammen gearbeitet haben. Eine schönere Bestätigung als stetig steigende Depot– und Tradezahlen können wir uns nicht vorstellen.

© ZertifikateAnleger 05/2006, Seite 6

28.02.2006 ZertifikateAnl.

Außerbörsliche Limitorders auf dem Vormarsch

Beim Kauf und Verkauf börsennotierter Derivate greifen Privatanleger im Wesentlichen auf zwei Ausführungswege zurück. Den ganz normalen Börsenhandel und den Direkthandel mit dem Emittenten. Dabei weist letzterer insbesondere den Nachteil auf, dass keine limitierten Aufträge erteilt werden können. Diese Aussage lässt sich in ihrer Absolutheit inzwischen allerdings nicht mehr aufrechterhalten.

Für Aktienanleger, die sich bisher kaum mit dem Erwerb von Zertifikaten und Optionsscheinen auseinandergesetzt haben, stellt der Börsenhandel ? also die Orderaufgabe an der Euwax in Stuttgart oder über das Handelssystem Smart Trading in Frankfurt ? wohl den Normalfall dar. Eher neu und ungewohnt wird Derivate–Einsteigern bei den ersten Transaktionen dagegen der Direkthandel mit dem jeweiligen Emittenten sein, bei dem die Börse gänzlich außen vor bleibt. Stattdessen fordern Investoren bei der außerbörslichen Variante ? in der Regel über die Ordermaske des Online– oder Discountbrokers ? direkt bei der ausgebenden Bank einen Preis an, zu dem diese bereit ist, ein bestimmtes Wertpapier zu verkaufen beziehungsweise es wieder zurückzunehmen.

Wie so oft im Leben, haben zweifellos beide Abwicklungswege ihre Vorzüge. Während die umgehende Ausführungsbestätigung (?hit and take?) beispielsweise für den Direkthandel spricht, ist die Möglichkeit, limitierte Aufträge zu erteilen, einer der großen Vorteile des Börsenhandels. Sukzessive wird diese Funktion nun allerdings auch in die außerbörslichen Orderwege integriert. Vorreiter ist hier die sino AG, ein Online–Broker für so genannte ?Heavy Trader?, also die besonders aktiven Börsianer. So können sino Kunden über die hauseigene Software bereits seit rund eineinhalb Jahren außerbörsliche Limits für die Produkte von inzwischen 14 Zertifikate– und Optionsscheinanbietern aufgeben.

Noch recht eingeschränkt ist dagegen das Angebot für Otto Normalanleger. Lediglich Cortal Consors bot bisher die Möglichkeit zur Aufgabe außerbörslicher Limitaufträge ? und das auch nur für Produkte der Muttergesellschaft BNP Paribas. Über das neue außerbörsliche Handelssystem TradeLink–LOM der vwd TransactionSolutions AG können die Kunden des Nürnberger Discount–Brokers diesen Service seit Mitte Dezember allerdings auch für derivative Wertpapiere von HSBC Trinkaus & Burkhardt nutzen. Gleiches gilt inzwischen für den Kunden des österreichischen Online–Brokers brokerjet.

Dabei werden die Orders ? analog zum Handel an den öffentlichen Börsen ? in ein zentrales Orderbuch eingestellt. Statt die eingestellten Aufträge auch mit der bestehenden Orderbuchlage abzugleichen, beschränkt sich das System jedoch auf die permanente Überprüfung der Geld– und Briefkurse des jeweiligen Emittenten. Stimmt das gesetzte Limit mit dem vom Anbieter des Derivats gestellten Kurs überein, löst das System automatisch eine verbindliche Quoteanfrage aus, um anschließend den Kauf oder Verkauf des entsprechenden Wertpapiers einzuleiten.

Dabei sind die Möglichkeiten von TradeLink–LOM keineswegs auf einfache Limit–Orders beschränkt. Möglich sind vielmehr auch die Aufgabe von Stopp–Loss– sowie die so genannter OCO–Aufträge (One–Cancel–The–Other–Order). Bei diesem Ordertyp kann der Anleger ein Verkaufslimit über dem aktuellen Marktkurs setzen (Limit Order) und seine Position gleichzeitig durch einen Stopp–Loss absichern. Wird ein Limit ausgelöst, erfolgt automatisch die Löschung des jeweils anderen.

In den kommenden Tagen werden voraussichtlich auch die Zertifikate und Optionsscheine der Société Générale in den Handel über TradeLink–LOM mit einbezogen werden. In vier bis fünf Wochen sollen die derivativen Produkte der HypoVereinsbank folgen. Mit weiteren Emittenten würden Gespräche geführt, berichtet Albrecht Martens, Vorstand der TransactionSolutions. Auch mit weiteren Online–Brokern und Banken stünde man in Kontakt.

Aus Anlegersicht spricht insbesondere der Kostenaspekt für die Verwendung des neuen Systems. Zum einen entfällt die Maklercourtage, und zum anderen verlangen viele Discount–Broker ? wie auch Consors ? für den außerbörslichen Handel geringere Gebühren. Den börslichen Handel wird TradeLink–LOM aber künftig keineswegs verdrängen können. So garantiert eine Ausführung über die EUWAX oder Smart Trading immer noch ein deutlich höheres Maß an Transparenz. Im Nachhinein lassen sich die tatsächlich gestellten Preise im außerbörslichen Handel nicht immer recherchieren. Sollte einmal etwas schief gehen, fehlt dem Anleger zudem die Möglichkeit, sich an eine Handelsaufsicht zu wenden. Stattdessen ist er in stärkerem Maße auf den Goodwill des Emittenten oder des Betreibers der Handelsplattform angewiesen. Und last but not least besteht beim Direkthandel auch nie die Möglichkeit, ein Papier zu besseren Preisen als die vom Emittenten gestellten An– und Verkaufskurse zu bekommen.

© ZertifikateAnleger 05/2006, Seite 5

28.02.2006 Platow-Börse

sino startet erneut durch

Mit sehr guten Orderzahlen für den Januar sorgt das Brokerhaus sino für strahlende Gesichter in der Anlegerschaft. Die Düsseldorfer haben im abgelaufenen Monat 123.408 Orders abgewickelt. Ein Jahr zuvor waren es nur etwas mehr als halb so viele.

Auch wenn der überaus starke Start ins Kalenderjahr nicht ohne Weiteres fortgeschrieben werden kann und soll: sino bleibt auch in den kommenden Monaten für positive Überraschungen gut. Schließlich startet das aussichtsreiche Geschäft mit Devisen gerade erst, zum anderen ist die Ergebnisplanung von sino konservativ. Für 2005/06 wird ein EBT von 3 Mio. bis 3,3 Mio. Euro erwartet. Analysten schätzen 3,7 Mio. Euro.

All unsere ausgesprochenen Empfehlungen für die im Geregelten Markt gelistete Aktie (24,20 €; DE0005765507) liegen deutlich im Plus. Bleiben Sie in vollem Umfang investiert, doch ziehen Sie den Stopp von zuletzt 15,50 Euro auf 18,50 Euro nach. Mit dieser Absicherung langen Neuleser bei 22 Euro zu.

© 2006 Platow Börse

07.02.2006 boerse.ARD.de

Trading-Boom bei Comdirect und sino

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Börse macht wieder Spaß. Kein Wunder, dass die Online–Broker beeindruckende Monatszahlen vorlegen können – mit kleinen, aber bemerkenswerten Unterschieden.

Die im Kleinwertesegment SDax notierte Commerzbank–Tochter meldete für Januar rund 856.000 ausgeführte Wertpapierorders, das waren 40 Prozent mehr als im Dezember und etwa 75 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Gesamtkundenzahl erhöhte sich um gut 50.000 auf 711.500, auch durch die Übernahme der Kunden der American Express Bank GmbH zum 1. Januar. Zuwächse gab es sowohl bei den Girokonten als auch bei den Wertpapierdepots. Insgesamt betreut die Comdirect jetzt ein Kundenvermögen von 14,16 Mrd. Euro nach 12,88 Mrd. Euro im Dezember.

Die Monatszahlen waren keine große Überraschung mehr. Erstens hatte die Deutsche Börse schon eine Umsatzsteigerung für Januar verkündet, die je nach Berechnungsgrundlage zwischen 37 und 47 Prozent im Jahresvergleich lag. Zweitens hatte die »Financial Times Deutschland« unter Berufung auf Insider bereits vor Tagen detailliert über die Orderentwicklung bei Comdirect berichtet. Die Aktie war daraufhin um etwa 10 Prozent gestiegen. Heute kann sie abermals leicht zulegen.

sino weiter fulminant

Fast schon traditionell macht der kleinere, auf »Heavy Trader« spezialisierte Onlinebroker sino mit seinen Monatszahlen noch mehr Eindruck. Obwohl sino gerade einmal 475 Kundendepots führt, wickelte der Broker im Januar 123.400 Orders ab. Im Vergleich zum Dezember stieg diese Zahl um gut 52 Prozent, im Jahresvergleich um 96,5 Prozent. Die sino Aktie kletterte mit einem Tagesplus von bisher 2,5 Prozent auf das neue Allzeithoch von rund 24 Euro.

© 2006 Börse ARD

16.01.2006 boerse.ARD.de

Kleine sino AG ganz groß

Der Discount–Broker sino ist auch im vergangenen Quartal rasant gewachsen und hat das Ergebnis mehr als verdoppelt. Das Unternehmen entwickelte sich erneut stärker als der Markt.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 (31. Dezember) lag das operative Ergebnis bei 0,955 Millionen Euro und damit 161 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen profitierte von den um 55 Prozent gestiegenen Nettoerlösen.

"Trotz der saisonal schwachen Börsenumsätze im Dezember konnte die sino AG die bisherige Rekordzahl aus dem vorigen Quartal leicht übertreffen", teilte das Unternehmen mit. Insgesamt wurden im vierten Quartal für die Kunden 282.010 Wertpapieraufträge ausgeführt. Im Dezember lag die Orderanzahl bei 81.051. Das entsprachen einem Anstieg von 55 Prozent gegenüber Dezember 2004. Die Börsenumsätze stiegen im Jahresvergleich allerdings nur um 43 Prozent.

Gewinn mehr als verdoppelt

Das stramme Wachstum machte sich auch beim Gewinn bemerkbar. Inklusive einer Ausschüttung der Tochtergesellschaft tick–IT für das letzte Geschäftsjahr von 88.000 Euro lag das Vorsteuerergebnis im Zeitraum von Oktober bis Dezember bei 1,04 Millionen Euro oder 0,35 Euro. "Ohne Berücksichtigung der Ausschüttung stieg das Ergebnis pro Aktie auf 0,30 Euro nach 0,12 Euro im Vorjahresquartal", hieß es. Für das gesamte Geschäftsjahr 2005/06 rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn vor Steuern zwischen 3,0 und 3,3 Millionen Euro.

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30.11.2005 Börsen-Zeitung

sino profitiert vom freundlichen Börsenklima

Broker für Heavy Trader verdient mehr als erwartet

ak Düsseldorf – Die Sino AG ist im Umfeld steigender Aktienkurse im Geschäftsjahr 2004/2005 (30.9.) stärker gewachsen als erwartet. Der im Freiverkehr notierte Broker will den Gewinn mit einer Dividende von 0,79 (i.V. 0,38) Euro voll ausschütten.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kletterte auf 2,4 (1,1) Mill. Euro. Angepeilt hatte Sino 1,6 bis 1,9 Mill. Euro. Die Gesamterlöse nahmen um 33% auf 8,8 Mill. Euro zu. Mit aktuell 460 Depots kam Sino im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 859 000 ausgeführte Orders. Das durchschnittliche Volumen pro Depot liegt bei Sino, die sich ausschließlich auf Heavy Trader spezialisiert hat, bei 200 000 Euro.

Die Gesellschaft registriert auch im laufenden Jahr Rückenwind. Der Vorsteuergewinn soll auf 3,0 bis 3,3 Mill. Euro steigen. Wachstumsmotor ist laut Sino der außerbörsliche Handel, der im vergangenen Jahr 15% des Geschäfts ausmachte – Tendenz stark steigend. In den kommenden Monaten will Sino nach Angaben von Vorstand Ingo Hillen mit Goldman Sachs und der Commerzbank hier zwei weitere Partner ins Boot holen. Ab Januar 2006 sollen die Kunden zudem Zugang zum Forex Devisenhandel bekommen. Sino wolle im laufenden Jahr die Marke von 1 Million Trades knacken, sagte Hillen der Börsen–Zeitung. Ziel sei, immer mehr Börsen auch international anzubinden, um den Kunden noch mehr Märkte zugänglich zu machen. Jüngstes Beispiel ist die kanadische Börse.

Nach gut einem Jahr Börsennotierung – Sino hatte Ende September 2004 erklärtermaßen als Marketing– Maßnahme ihre Aktien listen lassen – hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Am Dienstag erhöhte sich der Preis der Aktien um 2% auf 17,25 Euro.

29.11.2005 Börse-Online

sino: Kleine Aktie, ganz groß

Erfreuliche Nachrichten vom Juli–Favoriten von BÖRSE ONLINE: Der Online–Broker sino hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Gewinn kräftig gesteigert und will den Überschuss komplett an die Aktionäre ausschütten. Die Perspektiven der Aktie sind weiterhin positiv.

Zwar gehört sino, was die Kundenanzahl betrifft, zu Deutschlands kleinsten Online–Brokern. Weil es sich hierbei aber fast ausnahmslos um Heavy Trader handelt, fallen die Geschäftszahlen des Düsseldorfer Unternehmens erfreulich gut aus.

In dem am 30. September 2005 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr stieg die Zahl der ausgeführten Order um 38 Prozent auf 859.000 Stück. Die Nettoerlöse kletterten um 33 Prozent auf 8,8 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn verdoppelte sich auf 2,4 Millionen Euro.

Viele sino–Trader haben auch Aktien der Gesellschaft im Depot. Damit belohnen sie sich selbst für ihren Fleiß, denn wie sino–Vorstandschef Ingo Hillen heute angekündigt hat, soll das komplette Ergebnis je Aktie von 0,79 Euro ausgeschüttet werden.

Aber nicht nur die sich daraus ergebende Dividendenrendite von 4,6 Prozent spricht für den Titel. Wie BÖRSE ONLINE erfahren hat, konnte die Gesellschaft in den ersten zwei Monaten des neuen Geschäftsjahres das Ergebnis des Vorjahresquartals bereits verdoppeln. Für das Gesamtjahr erwartet das Management deshalb eine Gewinnsteigerung von "mindestens" 25 Prozent.

Obwohl die Aktie seit der ersten Empfehlung von BÖRSE ONLINE im Juli 2005 in der Spitze bereits um 40 Prozent hinzugewonnen hat, sehen wir für den Titel noch Potenzial nach oben. Wir erhöhen unsere Gewinnschätzung für das kommenden von 0,80 auf 1,10 Euro je Aktie. Damit ergibt sich ein 2006er KGV von 14,5 – was der Aktie angesichts der hohen Wachstumsraten noch Spielraum bis mindestens 20 Euro geben sollten.

Empfehlung: KAUFEN
Kurs am 29. November 2005: 17,20 Euro
Stoppkurs: 15,90 Euro

http://www.boerse–online.de | Von Willi Weber

31.10.2005 TradeCentre

sino AG auf Rekordkurs

Der Düsseldorfer Online–Broker mit Fokus für Heavy–Trader knackt einen Rekord nach dem anderen. Im Herbst letzten Jahres wurde die Aktie an der Börse emittiert. Der erste Kurs lag bei 7,40 Euro. Seit dem Tag der Emission empfehlen wir das Papier zum Kauf. Aktuell notiert die Aktie bei über 17 Euro. Ebenfalls ein Rekordhoch.

Aber nicht nur beim Aktienkurs erklimmt das Papier täglich neue Bestmarken. Auch operativ befindet sich die Firma auf Rekordkurs. So hat das Unternehmen jüngst für den Monat September zum vierten Mal in Folge einen neuen Rekord bei der Zahl der ausgeführten Orders vermeldet. Die Anzahl der Trades stieg in dem genannten Monat auf 105.000. Das entspricht einem Anstieg von rund 120 Prozent zum Vergleich zum September 2004 und einem Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem bisherigen Höchstwert vom August 2005.

Für den Monat Oktober wollte Vorstandsmitglied Ingo Hillen auf unsere Nachfrage eine neue Bestmarke nicht gänzlich ausschließen. »Der Oktober ist sehr, sehr gut angelaufen. Wir haben die Chance den Rekord aus dem September zu knacken. Allerdings haben wir im Oktober einen Handelstag weniger als im September. Es wird sicher nicht einfach werden, aber wir bemühen uns«, bremst Hillen die Euphorie.

Das Geschäftsjahr 2004/05 des Unternehmens endete zum 30. September. Auch an dieser Stelle verwöhnt die sino AG (DE0005765507) ihre Anteileigner mit neuen Rekorden. Die ursprüngliche Schätzung eines Gewinns vor Steuern von 1,9 Millionen Euro wird nach eigenen Angaben deutlich übertroffen. »Wir werden signifikant über diesem Niveau liegen«, sagt Hillen. Wir erwarten ein EBT zwischen 2,2 und 2,4 Millionen Euro. Pro Aktie ist von einem Gewinn von circa 80 Cent auszugehen. Die Dividende wird ebenfalls üppig ausfallen. »Wir streben eine Vollausschüttung des Gewinns an«, kündigt der Vorstand an. Ende November wird das Unternehmen die Prognose für das neue Geschäftsjahr verkünden. Hillen verspricht bereits heute ein deutlich zweistelliges Wachstum beim Gewinn. Mit einer Erwartung des Marktes von 3,2 Millionen Euro vor Steuern kann Hillen nach eigenen Angaben »sehr gut leben«.

Laut Hillen wird das Unternehmen in diesem Wirtschaftsjahr vor allem von erheblichen Basiseffekten profitieren. Im vergangenen Geschäftsjahr hat sino den Handel im außerbörslichen Geschäft mit Zertifikaten und Optionen massiv ausgebaut. »Das Geschäft ist zunächst verhalten angelaufen. Inzwischen erzielen wir aber schon erheblich Trade– Zahlen in diesem Bereich. Wir haben deshalb bereits einen substanziellen Basiseffekt im Geschäftsjahr 2005/06«, sagt Hillen.

Die Steigerung der Neukundendepots von 300 auf inzwischen 440 Kunden wirkt sich ebenfalls sehr positiv auf die Zahlen des Unternehmens aus. Ziele hinsichtlich der Gewinnung neuer Kunden wollte Hillen nicht nennen. »Das ist für uns nicht kriegsentscheidend. Drei sehr aktive Trader sind mir lieber als 50 Depotinhaber, die nur ab und zu handeln«.

Strategisch ist SINO voll auf Deutschland ausgerichtet. Dem Vernehmen könnte der Einstieg in Österreich interessant sein. »Wir schauen uns den Markt an und prüfen, wie wir den Einstieg am besten gestalten könnten«, erklärt Hillen. Mittelfristig könnte auch die Schweiz für die Düsseldorfer interessant sein. Seit Ihrem Kauf im September 2004 sitzen Sie auf einem Gewinn von über 120 Prozent. Steuerfrei!

Trotz einer immer noch beachtlichen Dividendenrendite von rund fünf Prozent für das Geschäftsjahr 2004/05 sollten Sie so langsam auch mal an Gewinnmitnahmen denken. Wir empfehlen zumindest einmal die Hälfte der enormen Gewinne mitzunehmen und eventuell bei stärkeren Rücksetzern Rückkäufe zu tätigen.

© 2005 TradeCentre Nr. 205

12.10.2005 Platow-Börse

sino läuft und läuft und

Einen abermals sehr starken Monat brachte das schwunghafte Börsenumfeld für den Broker sino im September mit sich. Bei der Summe der ausgeführten Orders schafften die Düsseldorfer den vierten Rekord in Folge. Über 105 000 Trades bedeuteten 119% mehr als im Vorjahr und 9% mehr als im August, dem bisherigen Rekordmonat der Westdeutschen.

2004/05 (per 30.9.) rechnet Sino mit »deutlich mehr« als 1,9 Mio. Euro EBT. 2005/06 ist weiteres Wachstum angesagt. Konfrontiert mit unserer Erwartung von 3,2 Mio. EBT, bleibt sino Vorstand Ingo Hillen bullish. »Durchaus möglich!«, so der Vorstand im Telefonat mit Platow unter Verweis auf den boomenden außerbörslichen Handel. Die Aktie (16,45 Euro; DE0005765507), die wir Ihnen vor rd. einem halben Jahr (PB v. 27.4.) zu einstelligen Kursen ans Herz gelegt haben, läuft wie am Schnürchen. Bleiben Sie nach erfolgtem Teilverkauf mit neuem Stopp bei 12,80 (zuletzt 10,50) Euro dabei!

© 2005 Platow Börse Nr. 118

10.10.2005 boerse.ARD.de

Anleger machen Brokern Freude

Steigende Kurse, mehr Neuemissionen: Die gehobene Börsenstimmung schlägt sich auch im Orderaufkommen der Direktbanken und Online–Broker nieder. Die Comdirect und der Broker sino frohlocken angesichts steigender Orderzahlen.

Bei sino ist man an rekordverdächtige Steigerungen bereits gewöhnt. Der Monat August macht da keine Ausnahme. Ein Zuwachs von 9,3 Prozent von August auf September bei den Trades hebt die Gesamtzahl der Transaktionen erstmals auf Monatssicht in den sechsstelligen Bereich. 105.328 Wertpapier–Geschäfte sind gleichzeitig eine imposante Steigerung um 119,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

sino, auf Dienstleistungen für Privatanleger mit hohem Handelsumsätzen spezialisiert, wächst bereits seit Monaten deutlich schneller als der Markt. An allen deutschen Börsen legten die Wertpapiertransaktionen im September lediglich um drei Prozent zu. Das Wachstum erreicht sino mit einer relativ überschaubaren Zahl von Depotkunden. Sie lag Ende September bei nur 439. Allerdings sind das 138 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die sino Aktie startete am Montag deutlich im Plus in den Handel.

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07.09.2005 boerse.ARD.de

Aktie des Tages boerse.ARD.de - sino hängt Comdirect ab

Im Markt der Online–Broker zeigt der David dem Goliath, wo's lang geht. Das kleine Handelshaus sino hat im August die Zahl der Wertpapierorder kräftig gesteigert. Marktführer Comdirect verbuchte dagegen weniger Orders.

Die Spezialisierung auf Heavy Trader zahlt sich bei der sino AG zunehmend aus: Im August stieg die Anzahl der Orders im Vergleich zum Juli um 20 Prozent auf 96.340. Damit schnitten die Düsseldorfer deutlich besser als der Gesamtmarkt ab. Die Zahl der Transaktionen stieg im August an allen deutschen Börsen um rund 3,5 Prozent.

Deutlich mehr Kunden

Auch bei der Kundenzahl konnte sino wachsen. Ende August zählte der online–Broker 426 Depotkunden – 125 mehr als Ende September 2004.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte die Zahl der Orders mehr als verdoppelt werden. Die Wertpapierumsätze verbesserten sich gar um 174 Prozent auf 3,25 Milliarden Euro. »Die aktivsten Trader in Deutschland handeln über die sino AG, und sie wissen warum«, freute sich Ingo Hillen, Gründer und Vorstand der sino AG.

sino Aktie legt zu

Die Börsianer honorieren die guten August–Zahlen von sino: Die Aktie klettert um rund zwei Prozent auf 14 Euro. Zeitweise betrug das plus drei Prozent. Damit befindet sich der Titel nicht weit von seinem Allzeithoch von 14,33 Euro, das Mitte Juli erreicht wurde.

Order–Rückgang bei der Comdirect

Nicht so gut lief der August dagegen für Deutschlands größten Online–Broker Comdirect. Die Commerzbank–Tochter verbuchte im August etwas weniger Wertpapieraufträge als im Juli. Die Zahl der ausgeführten Orders sank um 0,3 Prozent von 590.803 auf 589.043.

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nb

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10.08.2005 boerse-go.de

Erfolgreicher Nischenanbieter

Ein kleiner, aber sehr erfolgreicher Börsengang war im vergangenen Jahr das IPO des Discountbrokers sino. Das Unternehmen konzentriert sich auf die lukrative Nische der Heavy–Trader. Die Aktie, die seit dem Börsengang Ende September letzten Jahres um über 70 Prozent zulegen konnte, ist noch nicht ausgereizt.

Lukrative Nische

Keiner profitiert so stark von der verbesserten Börsenstimmung wie die Discount–Broker. Eine ganz besondere Erfolgsstory ist sino. Die Firma hat sich auf die so genannten Heavy–Trader, also die besonders aktiven Börsianer, spezialisiert. Mit gerade einmal 22 Mitarbeitern betreut das 1998 gegründete Unternehmen derzeit mehr als 400 Wertpapierdepots mit einem durchschnittlichen Volumen von rund 200.000 Euro. Gemessen an der Zahl der Kunden ist man damit von den Branchengrößen wie DAB oder Comdirect zwar meilenweit entfernt. Dafür entwickelt sich das Geschäft kontinuierlicher. Während die Konkurrenz in der Regel nur bei stabilen Märkten gut verdient, ist die besondere Klientel von sino auch in schlechteren Börsenzeiten aktiv.

Rekordmonat Juli

Nichts desto trotz profitiert auch sino von der guten Börsenentwicklung in den letzten Monaten. Die Orderzahlen des abgelaufenen Monats belegen dies eindrucksvoll. Zum zweiten Mal in Folge erzielte man ein Rekordergebnis. Im Juli stieg die Zahl der ausgeführten Aufträge auf 80.150 – ein Plus von gut sieben Prozent gegenüber Juni und sogar von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt stieg die Zahl abgewickelten Aufträge an den deutschen Börsen gegenüber dem Vorjahr nur um rund 40 Prozent. Auch das gehandelte Wertpapiervolumen der sino Kunden stieg deutlich an und erreichte mit nahezu drei Milliarden Euro ebenfalls einen neuen Rekordwert.

Weiter auf Wachstumskurs

Die sehr aktiven sino Kunden – im Juli kamen auf jeden Kunden im Schnitt etwa 200 Transaktionen – sollten es dem Düsseldorfer Unternehmen ermöglichen, auch weiterhin dynamischer zu wachsen als der Gesamtmarkt. In den ersten neun Monaten des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres 2004/2005 steigerte man die Nettoerlöse um 23 Prozent auf 5,9 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn erreichte mit 1,44 Millionen Euro bereits fast das Ergebnis des gesamten Vorjahres. Mit dem »sino x–trader_GO!«, einer rein webbasierten Handelsplattform, gelang es zudem, neue Kundengruppen zu erschließen. So wuchs die Zahl der Kunden gegenüber dem Vorjahr um gut 46 Prozent.

Trotz des Kursanstiegs nicht zu teuer

Trotz des Kursanstiegs von über 70 Prozent seit dem Börsengang im vergangenen Herbst ist die Aktie noch nicht zu hoch bewertet. Mit einem KGV von 17 ist der Titel deutlich günstiger als beispielsweise die Aktie der Comdirect Bank. Und dies bei weit besseren Wachstumsaussichten. Seit dem Erreichen des Allzeithochs Mitte Juli bei 14,45 Euro gönnt sich der Nebenwert derzeit eine kleine Verschnaufpause, die risikobereite Anleger zum Einstieg nutzen können.

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05.08.2005 Börse-Online

Kaufempfehlung von Börse-Online - Online-Broker auf dem Vormarsch

Die Online–Broker profitieren nun endlich auch von der positiven Entwicklung des DAX. Für den Monat Juli werden von den Unternehmen neue Jahreshochs bei den Orders gemeldet.

Wertpapiergeschäfte per Laptop: Die Online–Broker blicken auf einen guten Monat zurück.Mit steigenden Kursen an den Börsen legen in der Regel auch die Ordereingänge bei den Online–Brokern zu. Bisher konnten die Institute aus der positiven Entwicklung an den Aktienmärkten jedoch noch keinen Profit schlagen. Bis jetzt: Für den abgelaufenen Monat melden die Commerzbank–Tochter comdirect und die sino AG neue Höchstwerte bei den eingegangenen Orders.

Deutschlands größter Online–Broker comdirect verzeichnete im Juli ein Jahreshoch von 590.803 eingegangenen Orders und liegt damit sechs Prozent über dem Wert des Vormonats. Auch die sino AG meldet einen Anstieg der Orders im Vergleich zum Juni. Das Unternehmen führte, bei steigendem Wertpapiervolumen, 80.150 Orders aus und markiert damit einen absoluten Höchstwert in seiner Geschichte. Ähnliches lässt sich auch für die DAB bank erwarten, für die bisher aber noch keine Daten über die Orderzahlen vorliegen.

Sollte der DAX wirklich, wie von vielen Analysten erwartet, über die 5000–Punkte–Marke klettern, ist mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrend zu rechnen. Das Überwinden dieser psychologischen Marke sollte vor allem Privatanleger wieder auf den Markt aufmerksam machen und zusätzliche Orderaktivitäten generieren. Die Branche wird wieder interessant und sollte im Auge behalten werden.

Unsere Empfehlungen derzeit:
comdirect:
Empfehlung: HALTEN
Kurs am 5. August: 6,80 €

DAB bank:
Empfehlung: HALTEN
Kurs am 5. August: 6,68 €

sino: Empfehlung: KAUFEN
Kurs am 5. August: 13,70 €

Von Christian Reindl, © 2005 Börse–Online

18.07.2005 Performaxx

Anlegerbrief Nummer 2 - sino mit strammer Performance

Wer unserer Musterdepotaufnahme Mitte März gefolgt ist, konnte bis heute schon über 35 % Kursgewinn erzielen. Kein Wunder, denn bei dem Discount–Broker für Heavy–Trader laufen die Geschäfte wie geschmiert. Mit 74.721 Orders im Juni wurden 15,8 % mehr als im Mai und 68,2 % mehr als im Vorjahresmonat ausgeführt. Damit gewinnt das Düsseldorfer Unternehmen signifikant Marktanteile und wird dank seiner weiterhin moderaten Bewertung (KGV 06/07 um 10) als begehrter Übernahmekandidat im konsolidierenden Discount–Brokerage–Markt gehandelt.

© 2005 www.Performaxx–Anlegerbrief.de

14.07.2005 Börse-Online

Kaufempfehlung

Was die Kundenzahl betrifft, ist sino eher ein Zwerg. Gerade einmal 404 Depots führte der Discount–Broker zum 30. Juni 2005. Was jedoch die Rentabilität betrifft, kann kein Großer der Branche mit dem Börsen–David aus Düsseldorf mithalten.

sino hat sich auf die Nische der Heavy Trader spezialisiert – und die ordern im Schnitt 15 mal häufiger als Normaltrader. Dementsprechend erfreulich fällt die Gewinn– und Verlustrechnung aus: Vor allem für das abgelaufene Quartal ist einiges zu erwarten, denn sowohl die Kunden– als auch die Orderzahlen haben sich in diesem Zeitraum um mehr als 30 Prozent erhöht.

Vor diesem Hintergrund sollte sich die Erfolgsgeschichte der seit September 2004 an der Börse gelisteten sino Aktie fortsetzen. Aber Vorsicht: Der Titel ist relativ markteng. Limit und Stoppkurs sind ein Muss.

ISIN DE 000 576 550 7
WKN 576 550
Kurs 12. Juli 13,30 Euro
Hoch / Tief (1 Jahr) 13,30 / 7,25 Euro
Kursziel 16,00 Euro
Stoppkurs 10,20 Euro
KGV 2006e 17,7
Empfohlener Börsenplatz Düsseldorf
Maximaler Depotanteil 3 Prozent

© 2005 Börse Online vom 14.07.2005, alle Rechte vorbehalten

07.07.2005 Aktionärsbrief

Achten Sie auf die Onlinebroker!

Die Umsätze an den deutschen Börsen sind in den letzten Wochen stark angestiegen. Davon profitieren natürlich unmittelbar die Onlinebroker. Gehen Sie also davon aus, daß die Halbjahresberichte durchweg positiv sein werden. Vor diesem Hintergrund sind DAB und COMDIRECT einen Blick wert. Noch spannender geht es aber in der dritten Reihe zu:

Der am niedrigsten bewertete Onlinebroker ist jedoch die SINO AG (WKN: 576 550, 12,50 €) aus Düsseldorf. Während COMDIRECT und DAB mit KGV´s um die 20 bewertet werden, wird SINO nur mit dem 13–fachen Gewinn bezahlt. Dieser Sicherheitsabschlag ist in keinster Weise nachvollziehbar – eigentlich müßte es genau umgekehrt sein. Denn während DAB und COMDIRECT nur in Zeiten stabiler Märkte gutes Geld verdienen, läuft das Geschäft bei SINO auch in schlechten Zeiten. Die Kunden des auf sogenannte Heavy–Trader spezialisierten Unternehmens nutzen die Kursausschläge in alle Richtungen. Auch die Markttechnik gibt grünes Licht. Mit dem Sprung über 12 E gibt es nach oben keinerlei Widerstände mehr. Fazit: Wir empfehlen wärmstens neue Käufe mit Zielrichtung 16 €.

© 2005 Aktionärsbrief Nr. 27

04.07.2005 Platow-Börse

Bringt sino gute Zahlen?

Wenn der Onlinebroker sino am Donnerstag seine Tradezahlen für den Monat Juni vorlegen wird, dürfen Aktionäre sich freuen. Läuft die Börse, läuft es auch bei sino. Wir rechnen alleine deshalb mit sehr guten Ergebnissen. Zudem konnte das Unternehmen zuletzt die Kundenzahl deutlich steigern, wie auf dem Parkett kolportiert wird. Damit steuern die Westdeutschen auch auf ein starkes Gj. 2004/05 (per 30.9.) zu. Richtig prickelnd wird es im kommenden Geschäftsjahr 2005/06. Da sino bei mehreren Geschäftsfeldern (Derivatehandel außerbörslich; Devisen) im laufenden Jahr noch sehr dankbare (weil niedrige) Vergleichswerte hat, wird es zu starken Basiseffekten kommen. Wenn sino im Herbst seine Bilanz für das laufende Gj. vorlegen wird, könnten die Zahlen also von einem durchaus bullishen Ausblick begleitet werden. Fazit: Die Aktie (11,90 Euro; DE0005765507) entwickelt sich seit Ihrem Kauf zu 9,94 Euro (PB v. 27.4.) sehr ordentlich. Da wir die Düsseldorfer Company auch weiter auf Wachstumskurs sehen und mit anhaltend gutem Newsflow rechnen, bleibt der Wert auf aktuellem Niveau ein Kauf (Stopp 9,30 Euro).

© 2005 Platow Börse

04.07.2005 Der Aktionär

Bei Ausbruch kaufen!

Die sino Aktie testete in den letzten Wochen mehrfach erfolgreich den seit Januar dieses Jahres gültigen Aufwärtstrend. Im Zuge der letzten Aufwärtsbewegung überwand die Notierung schließlich das bis dato bestehende All–Time–High bei 11,87 Euro und markierte ein neues Hoch bei 12,00 Euro. Anschließend erfolgte ein Rücksetzer auf die Ausbruchslinie. Verläuft dieser Test erfolgreich, so kann das als Bestätigung des Ausbruchs aus einer seit mehreren Monaten ausgebildeten Dreiecksformation gewertet werden. In diesem Fall hätte die sino Aktie ein rechnerisches Kurspotenzial bis 16 Euro. Anleger sollten über 11,87 Euro Positionen eingehen und diese unterhalb des Aufwärtstrends per Stop–Loss absichern.

Usere Einschätzung:

— Die sino Aktie ist aus einer großen Dreiecksformation ausgebrochen und hat ein neues All–Time–High markiert. — Wird dieser Ausbruch bestätigt, besteht Kurspotenzial von rund Prozent.

— Anleger sollten einsteigen, wenn Rahmen des aktuellen Rücksetzers die Ausbruchslinie erfolgreich getestet wird.

— Das Kursziel liegt in diesem Fall 16 Euro, der Stopp sollte bei Euro platziert werden.

Die sino AG ist ein auf Heavy–Trader spezialisierter Onlinebroker und in diesem Markt einer der führenden Anbieter in Deutschland. Die Aktie des Unternehmens wurde am 27. September 2004 im Geregelten Markt der Börse Düsseldorf gelistet. Im Geschäftsjahr 2003/2004 wickelte die Gesellschaft 623.000 Trades ab – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

© 2005 www.deraktionaer.de | #28.05

07.06.2005 FAZ.net

sino Aktie dürfte Anlegern weiter Freude bereiten

Mit den Aktien der beiden großen deutschen Online–Banken Comdirect und DAB ist in der jüngeren Vergangenheit nichts zu verdienen gewesen. Vielmehr sind mehr oder weniger hohe Verluste bei diesen im SDax gelisteten Titeln aufgelaufen. Comdirect haben binnen Jahresfrist 13 Prozent und in den jüngsten drei Monaten 8,15 Prozent eingebüßt, bei DAB belaufen sich die Abgaben auf zwei und 3,6 Prozent. In diesem Abwärtstrend spiegelt sich die Erwartung eines eher mauen Börsengeschäfts wider. Und im Mai ist die Zahl der entsprechenden Transaktionen gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 13,5 Prozent gefallen, wobei Comdirect mit einem Minus von gut einem Zehntel sich noch ganz gut gehalten hat.

Vor diesem Hintergrund dürfen sich Aktionäre der Düsseldorfer sino AG besonders freuen. Denn der kleine, auf professionelle und oft handelnde Anleger ausgerichtete Online–Broker, der im Geregelten Markt gelistet ist, hat bisher nicht nur mit einem seit dem Börsengang im September 2004 erheblich gestiegenen Aktienkurs erfreut: Anders als Konkurrenten legt er auch bei den Orders zu, und zwar deutlich. Zudem will das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr den Vorsteuergewinn deutlich steigern.

Das sind gute Voraussetzungen für einen weiter kletternden Aktienkurs. Nicht zuletzt ist der Titel zumindest im Branchenvergleich ziemlich günstig bewertet und hat auch den Trend für sich. Im frühen Handel legt die Aktie um 1,2 Prozent auf 11,19 Euro zu.

Gegen den Trend gewachsen

Die sino AG hat im Mai 64.548 Orders ausgeführt. Dies ist ein erfreulicher Anstieg von 27,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat sich das Unternehmen abermals besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Bedingt durch drei deutsche und einen amerikanischen Feiertag sank die Zahl der ausgeführten Orders im Vergleich zum April 2005 um 9,5 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Gestiegen sei die Zahl der von sino betreuten sogenannten Heavy Trader, die mehrere Orders am Tag abgeben. Allein im abgelaufenen Monat habe die Firma 24 neue Konten eröffnet. Zum 31. Mai betreute das Unternehmen demnach 387 Kunden. »Dies ist ein Plus von 28,6 Prozent in nur acht Monaten seit dem Beginn des Geschäftsjahres am 1. Oktober 2004.« Unter Analysten sind die Angaben von sino, hinter der HSBC Trinkaus & Burkhardt als Großaktionär steht, mit Beifall aufgenommen worden. »Die Zahlen sind gut«, sagte Henner Rüschmeier von SES Research zu FAZ.NET. Der Order–Rückgang im April sei zu vernachlässigen. Erfreulich sei außer dem Zuwachs im Vergleich zum Mai vergangenen Jahres die gestiegene Neukundenzahl.

Ein Vergleich mit Comdirect ist laut Rüschmeier nur bedingt möglich. Denn während Comdirect als ungleich größeres Institut auf normale Privatanleger ziele, setzte sino auf Leute, die vom Wertpapierhandel im Zweifelsfall lebten. sino erledige für einen Kunden mitunter am Tag soviele Aufträge wie bei Comdirect im Jahr für eine Adresse angewickelt würden. Wenn Comdirect weniger Aufträge abwickele, müsse dies also nicht auch für sino gelten.

Schöne Dividendenrendite

Dessenungeachtet zählt der Düsseldorfer Online–Broker zur selben Branche wie Comdirect und die DAB Bank. Und sieht nicht nur gemessen am Kursverlauf, sondern auch mit Blick auf die Bewertung besser aus. sino kommt laut SES auf ein Kurs–Gewinn–Verhältnis von 13,2, während Comdirect mit 37,5 und die DAB mit 32,9 bewertet ist. Und die erwartete Dividendenrendite von 5,8 Prozent nach 3,4 Prozent für 2004 kann sich ebenfalls sehr gut sehen lassen; bei der DAB beträgt diese Kennziffer 2,4 Prozent, Comdirect bietet 3,8 Prozent, und zehnjährige Bundesanleihen bringen derzeit 3,17 Prozent. So erwartet Rüschmeier bei sino für 2005 einen Anstieg der Dividende von 38 Cent auf 64 Cent und für 2006 auf 77 Cent. Dies entspräche einer satten Dividendenrendite von fast 6,9 Prozent.

Unter dem Strich wirkt das Papier der Düsseldorfer also weiter ziemlich attraktiv. Aus charttechnischer Sicht wäre der Sprung über das bisherige, auf Schlußkursbasis gesetzte Hoch bei 11,30 Euro ein Kaufsignal.

© 2005 FAZ.net

07.06.2005 boerse.ARD.de

sino zeigt Comdirect, wie man wächst

Der Markt der Online–Broker ist heiß umkämpft. Derzeit hängen die Davids der Branche die Goliaths ab. sino zum Beispiel kann deutlich mehr Wertpapierorders im Mai verbuchen. Die Comdirect dagegen schrumpft.

Bei der Tochter der Commerzbank sanken die Wertpapieraufträge im Mai auf rund 435.000 Orders. Das sind rund 16 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Dabei konnte der Gesamtmarkt im entsprechenden Zeitabschnitt um rund vier Prozent zulegen. Für Analysten war das eine Enttäuschung. Die Experten der WestLB stuften gar die Titel auf "Sell" von "Underperform" herab. "Wir sehen derzeit keinen Grund, die Aktie zu haben oder sogar zu kaufen", schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie. Problematisch sei, dass die Handelsaktivität der Comdirect–Kunden in guten Monaten unterdurchschnittlich steige, in schlechten Monaten aber durchschnittlich zurückgehe.

Der kleinere Konkurrent sino ist dagegen auf einem steilen Wachstumspfad. Das Handelshaus hat seine Orders im Mai um fast 28 Prozent gesteigert. Allerdings ist die Basis bei dem Online–Broker auch noch sehr klein. Die Zahl der abgewickelten Trades erreicht nicht ganz 65.000 — gut ein Sechstel der Comdiret–Orders.

Comdirect–Aktie erleidet Schlappe

Noch dazu hat sich das kleine Handelshaus eine lukrative Nische ausgesucht: Es zählt vor allem die besonders aktiven "Heavy Trader" zu seinen Kunden. Verschwindend klein ist entsprechend der Kundenstamm: Gerade einmal 387 Kunden zählt sino, beim Börsengang im September 2004 waren es 300. Dagegen bringt Comdirect auf 530.000 Depots, mit rückläufiger Tendenz in den letzen zwölf Monaten.

Die Nachrichten tun der im Kleinwerte–Index SDax gelisteten Comdirect–Aktie gar nicht gut. Der Wert verlor am Dienstag in der Spitze fast 3,5 Prozent auf 6,12 €. Dagegen konnte sino bis zu 1,3 Prozent hinzugewinnen: auf 11,20 €.

© 2005 boerse.ARD.de

06.04.2005 Die Welt

Gewinnen Sie Nick Leeson

Zur Anlegermesse Invest in Stuttgart präsentiert die sino AG eine neue Handelsplattform: x–trader_GO! für "Heavy Trader" – mit einem ganz besonderen Schmankerl. Als Anreiz für die neue Zockerinnovation hält sino Vorstand Ingo Hillen für seine Kunden "Traderlegende" Nick Leeson als Hauptgewinn einer Verlosung bereit. Wir erinnern uns: Leeson war es, der Mitte der neunziger Jahre mit riskanten Derivategeschäften, gewürzt mit einer gehörigen Prise krimineller Energie, das traditionsreiche britische Investmenthaus Barings in wenigen Monaten zum Zusammenbruch brachte. Nun wird Leeson als Attraktion am 30. April zum Zweisterne–Dinner im Düsseldorfer "Hümmerstübchen" mit dem glücklichen Gewinner der sino Verlosung sitzen.

©2005 Die Welt

09.03.2005 Der Aktionär

Kaufe nicht verkaufe!

In den letzten Monaten haben die Anleger die Lust am Zocken neu entdeckt. Können die lange Zeit gebeutelten Onlinebroker von dieser Entwicklung profitieren?

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Die Heimat der Heavy–Trader

Eine völlig andere Strategie fährt das Brokerhaus sino, das sich ausschließlich auf Heavy–Trader konzentriert. sino hat nur 340 Kunden, deren Handelsaktivität die von »normalen« Anlegern jedoch bei weitem übertrifft: Einem Ordervolumen von durchschnittlich 185 Trades pro Monat und Kunde stehen im Rest der Branche Werte von unter eins gegenüber.

Vorstand Hillen kann zufrieden sein: »Im Januar haben wir für unsere 340 Kunden knapp ein Siebtel des Ordervolumens der 620.000 Comdirect–Kunden abgewickelt.« Insgesamt wurden bei Sino im Januar 63.000 Orders durchgeführt, das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent gegenüber dem Dezember. Der Wachstumskurs dürfte sich fortsetzen. Hintergrund: Bis dato musste ein Anleger mindestens 25.000 Euro mitbringen, um über sino handeln zu dürfen, demnächst soll die Grenze auf 10.000 Euro gesenkt werden. Aktuell rechnet sino für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 mit einem Gewinn vor Steuern zwischen 1,6 und 1,9 Millionen Euro. Die Dividende soll zwischen 0,50 und 0,60 Euro liegen. Solche Perspektiven machen attraktiv: Mehrere Analysten sehen sino mittlerweile bereits als interessanten Übernahmekandidaten.

Der erleichterte Zugang zu einem Account wird bei sino für steigende Kundenzahlen sorgen. Angesichts des kleinen Kundenstamms sollte dies einen massiven Effekt auf die Unternehmenszahlen haben. Eine mögliche Dividendenrendite von rund sechs Prozent und die Möglichkeit einer Übernahme sind weitere Kaufargumente.

(...)

Chance: IIIII
Risiko: IIII
Akt. Kurs 9,06 € (02.03.05)
Ziel 16,00 €
Stop 7,20 €

©2005 Der Aktionär, No 11

03.03.2005 Nebenwerte

Alleinstellungsmerkmal unter den Brokeraktien - Spezialist für »Heavy Trader«

Ob sich unter den Lesern des Nebenwerte–Journals Anleger befinden, für die sino als Onlinebroker interessant ist, darf aber bezweifelt werden; denn sino ist ein ausgewiesener Spezialist für die so genannten »Heavy Trader« – eine verschärfte Version des Daytraders, der »intraday« mit Aktien und Derivaten handelt und schon von kleinsten Kursschwankungen profitieren will. Der Heavy Trader macht dasselbe mit verstärkter Frequenz und erhöhtem Mitteleinsatz: Im Schnitt kommen die zurzeit rund 320 sino Kunden auf über 160 Wertpapiergeschäfte im Monat und haben für ihre Trading–Geschäfte durchschnittlich € 200 000 in ihrem Depot liegen. Darüber hinaus sind die Düsseldorfer der erste und bislang immer noch einzige Onlinebroker, bei dem die Kunden Aktien leerverkaufen und damit auch gezielt auf fallende Kurse spekulieren können. Die sino Aktie selbst passt aber hervorragend ins Nebenwerte–Journal: Das Papier lockt mit einer hohen Dividendenrendite, die in den kommenden Jahren bei geplanter Vollausschüttung sogar noch weiter steigen soll, und eignet sich daher hervorragend als Langfristanlage.

Vorzugsbehandlung für besonders aktive Kunden

sino hat sich seit der Gründung 1998 auf vier Handelssegmente spezialisiert, bei denen man den Tradern nicht nur einen möglichst schnellen Zugang und rasche Abwicklung, sondern auch konkurrenzlos günstige Gebühren bieten will. Diese vier Handelssegmente, in denen sich die sino Kunden bevorzugt tummeln, sind der Handel mit DAX–30–Werten über XETRA, der Handel von US–Aktien direkt an der Wallstreet, der Handel mit Futures an der Terminbörse EUREX und der außerbörsliche Derivatehandel direkt mit den Emittenten. Der DAX–Handel spricht dabei Trader an, die mit hohen Volumina an kleinsten Kursbewegungen bei DAX–Werten verdienen wollen.

(...)

©2005 Nebenwerte Journal, G 9038 – Nr. 3

24.02.2005 Börsen-Zeitung

Heavy Trader bringen sino voran - Onlinebroker plant zweistelliges Gewinnplus

ak Düsseldorf – Die sino AG hat ihren Börsengang vor fünf Monaten als Erfolg bezeichnet. Die Aktie des auf Heavy Trader spezialisierten Onlinebrokers hat seit der Erstnotiz gut 20 % an Wert gewonnen. Für das laufende Geschäftsjahr (30.9.) plant die Düsseldorfer Gesellschaft ein zweistelliges Ergebnisplus. In den kommenden Jahren will sino den kompletten Gewinn an die Aktionäre ausschütten.

Gründer und Vorstandsmitglied Ingo Hillen kündigte bei der Bilanzvorlage für 2004/2005 eine Ausschüttung zwischen 0,50 und 0,60 Euro je Aktie an. Das entspräche auf dem aktuellen Kursniveau einer Dividendenrendite von gut 6 %. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte sino bereits eine Zahlung von 0,38 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Hillen sagte, seine Gesellschaft werde in den nächsten zwei bis drei Jahren ihr angestrebtes Wachstum ohne größere Investitionen realisieren können und schütte deshalb voll aus. Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Vorsteuergewinn zwischen 1,6 und 1,9 Mill. Euro geplant. Im Vorjahr waren es knapp 1,5 Mill. Euro vor den Kosten des Listings.

sino hatte den Börsengang Ende September 2004 als Marketingmaßnahme inszeniert und war ohne richtiges IPO in den Geregelten Markt in Düsseldorf gestartet. Die rund 1,75 Millionen Aktien waren ohne Kapitalerhöhung zum Handel zugelassen worden. Trotz des Listingaufwands von 0,4 Mill. Euro sowie laufender Kosten von 60 000 bis 80 000 Euro im Jahr habe sich der Schritt bereits ausgezahlt, erläuterte Hillen. In den vergangenen acht Monaten habe sino seine Kundenzahl bis heute um ein Viertel auf 340 gesteigert.

Kunden des Brokers sind ausschließlich höchst aktive Marktteilnehmer, die im Geschäftsjahr 2003/04 auf 623 000 (i.V. 486 000) Orders kamen. Das waren durchschnittlich rund 2 000 Transaktionen je Kunde. Zum Vergleich: Mit ihrer äußerst geringen Kundenzahl kommt sino immerhin auf 13 % des Tradevolumens bei Deutschlands größtem Onlinebroker Comdirect, der zuletzt mit 620 000 Kunden knapp 6 Millionen Transaktionen verzeichnete.

Im vergangenen Jahr erreichte sino ein Erlösplus von 17,5 % auf 6,6 Mill. Euro. Der Jahresüberschuss ging durch die Kosten für das Listing um 10 % auf 0,6 Mill. Euro zurück. Im ersten Quartal der neuen Rechnungsperiode ist die mit knapp 16 Mill. Euro an der Börse bewertete sino weiter zweistellig gewachsen. Die Erlöse legten um 19 % auf 1,7 Mill. Euro zu, der Quartalsüberschuss erhöhte sich um 60 % auf 0,2 Mill. Euro.

Außerbörsliches im Trend

Weitere Zuwächse verspricht sich der Vorstand durch die Ausweitung der Handelsmöglichkeiten. Seit Sommer 2004 können die sino Kunden auch außerbörslich handeln. In diesem stark gefragten Segment sollen in zwei bis drei Jahren 25 % aller Trades abgewickelt werden, sagte Hillen. Im laufenden Jahr rechnet der Vorstand mit einer Orderzahl von rund 720 000. Noch in diesem Jahr will sino auch Devisenhandel über ihre Plattform ermöglichen.

©2005 Börsen–Zeitiung

08.02.2005 FTD

Auszug

Im Gegensatz zu Comdirect schlug Online Broker sino den Markt im Januar im Vergleich zum Dezember mit einem Zuwachs der ausgeführten Orders um 19,9 Prozent auf 62.797. Anders als Comidrect ist sino ein reiner Online–Broker, auf dessen Plattform etwa 330 hoch professionelle Trader handeln. Im Vergleich zum Januar 2004 stieg das Transaktionsvolumen um neun Prozent.

©2005 ftd.de

02.02.2005 4investors

sino: Musterdepot-Neuling

Bereits vor nicht allzu langer Zeit haben wir uns an dieser Stelle ausführlicher mit dem Düsseldorfer Broker Sino beschäftigt.

Das Unternehmen ist klein, aber fein und Heimat der sogenannten Heavy–Trader. Trader, die jede große Direktbank gerne hätte. Während bei Comdirect zum Beispiel der Kunde im Schnitt zehn Trades im Jahr macht, machen dies Sino– Kunden beinahe an einem Tag.

Die Folge: Sino verdient hohe Beträge pro Kunde, allerdings ist die Kundenzahl mit rund 320 auch alles andere als groß. Eine deutlichere Abhängigkeit von Einzelkunden ist zu sehen, was Sino zwar in Zugzwang bringt, technisch möglichst »up–to–date« zu sein.

Tatsächlich kann man diesen Zugzwang aber in eine exzellente Marktposition umsetzen. Das Wachstum der Kundenzahlen erreichten die Düsseldorfer weitgehend durch Mund–zu–Mund–Propaganda. Die bestehenden technischen Möglichkeiten sollten dem Unternehmen darüber hinaus noch genügend Möglichkeiten geben, höhere Umsätze zu tätigen.

Bereits jetzt wächst Sino allerdings mit einer guten Rate. Der Umsatz des Brokers dürfte im laufenden Jahr – das Geschäftsjahr endet am 30. September eines jeden Jahres – um rund 10 Prozent auf 7,1 Mio. Euro steigen. Für das kommende Geschäftsjahr dürfte eine ähnliche Wachstumsrate auf dem Programm stehen. Neue Angebote wie der außerbörsliche Handel mit Optionsscheinen und Aktien werden dabei die Umsatztreiber sein.

Der Gewinn dürfte sich überproportional entwickeln. Das laufende Geschäftsjahr soll Expertenschätzungen zufolge eine Gewinnverdoppelung auf 66 Cent je Aktie bringen, in absoluten Zahlen rund 1,16 Mio. Euro. Das kommende Jahr soll ein Gewinnwachstum von mehr als 13 Prozent zeigen, Ziel ist dann ein Profit von 75 Cent je Anteilsschein bzw. 1,31 Mio. Euro insgesamt.

Das sich hieraus errechnende PEG zeigt mit einem Wert von 0,78 Bewertungsreserven nach oben. Faustregel: Ein Wert mit einem PEG von 1 gilt als fair bewertet, wobei man zusätzliche Aspekte wie solide Bilanzen oder Wachstumsstärke ins Kalkül ziehen muss. Für 2007 sollten die Gewinne Richtung 90 Cent steigen können.

Bei erstgenanntem Punkt schneidet Sino übrigens sehr gut ab, die Bilanz des Unternehmens erscheint absolut solide. Das Jahr 2004 schloss man mit einem Gewinn je Aktie von 35 Cent ab, wobei das Ergebnis durch die Kosten des Börsengangs mit rund 0,4 Mio. Euro belastet war. Das Unternehmen kommt auf Basis der Bilanz zum 30. September auf eine Eigenkapitalquote von 74,6 Prozent. Dazu kommt ein relativ hoher Bestand an liquiden Mitteln.

Da große Akquisitionen für die Düsseldorfer nicht interessant sein dürften, kommen die Anleger in den Genuss einer sehr aktionärsfreundlichen Dividenden– Politik des Unternehmens. Die Ausschüttungsquote ist hoch. Für das vergangene Geschäftsjahr hat der Sino–Vorstand, Ingo Hillen und Matthias Hocke, eine Ausschüttung von 38 Cent je Aktie vorgeschlagen – eine sehr hohe Dividendenrendite von 4,7 Prozent ist die Folge. Zukünftig dürften zwischen 80 und 90 Prozent der Gewinne an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Basierend auf den Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr ergäbe dies eine Dividende zwischen 52 und 59 Cent je Aktie bzw. eine Dividendenrendite, bezogen auf dem aktuellen Kurs, zwischen 6,5 und 7 Prozent.

Grotesk hoch, was letztlich zu steigenden Kursen führen sollte. Auch fundamental ergibt sich Phantasie, nicht nur aus dem bereits genannten PEG und der Dividende. Auf Basis der Gewinnschätzung für das kommende Geschäftsjahr ist das Unternehmen mit einem KGV von 10,7 bewertet. Angesichts der sehr soliden Bilanz und des kontinuierlichen Wachstums, was in den kommenden Monaten und Jahren anstehen sollte, sind hier Reserven nach oben gegeben. Ein Anstieg auf ein KGV von 14 erscheint möglich, was letztlich ein Kursziel von 10,50 Euro ergäbe. Mithin ein Kurs–Potenzial von mehr als 30 Prozent vom aktuellen Niveau, was sich auch charttechnisch ableiten lässt. Hinzu gerechnet werden müssten die hohen Dividendenzahlungen, sodass sich auf Jahressicht durchaus ein Potenzial von mehr als 35 Prozent ergibt.

Da die Risiken relativ moderat einzuschätzen sind – Stichwort solide Bilanz – weist die Aktie ein hervorragendes Chance–Risiko–Verhältnis auf. Ein kleines Manko ist dann doch zu nennen: Der enge Markt, was uns zunächst bewogen hatte, die Aktie »nur« in die Watchlist zu nehmen. Es sind lediglich 1,753 Mio. Aktien ausgegeben, von denen noch große Teile in festen Händen liegen, zum Beispiel beim Vorstand, den Mitarbeitern und Kunden sowie dem Kooperationspartner der Düsseldorfer, der Großbank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Entsprechend vorsichtig sollte die Aktie bei der Aufnahme ins eigene Depot geordert werden. Unsere Musterdepotposition, die wir aufbauen, fällt daher mit 1.500 Aktien auch etwas kleiner als üblich aus. (mic)

Chart Check: Große charttechnische Bewertungen sind bei Sino noch nicht möglich. Der einfache Grund: Das Unternehmen notiert erst seit Oktober 2004 an der Börse, die Kurshistorie ist daher nur kurz. Allerdings zeigt sich schon ein Doppeltief bei 7,25 Euro, wo die Aktie Tiefs im Oktober und Dezember ausgeprägt hat. Das Zwischenhoch wurde im November bei 8,69 Euro verzeichnet. Aktuell notiert der Wert mit 8,04 Euro etwas jenseits von Gut und Börse, allerdings mit einem Aufwärtstrend im tertiären »Unterton«. Sollte es der Aktie gelingen, das Widerstandsniveau zwischen 8,40 und 8,69 Euro zu überwinden, wo die bisherigen Kursspitzen ausgebildet wurden, ergibt sich rechnerisch ein Kursziel von knapp 10 Euro – vom jetzigen Niveau aus also ein Aufwärtspotenzial von knapp 25 Prozent. Nicht nur charttechnisch, auch fundamental wäre das Niveau untermauert – siehe Haupttext.

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23.01.2005 EuramS

Favoriten 2005 - sino: Großzügiger Broker

Der Broker setzt seit August 2004 auf außerbörslichen Handel. Vorstand Ingo Hillen rechnet in zwei bis drei Jahren mit zusätzlichen Umsätzen von etwas zwei Millionen Euro. Der Jahresüberschuß soll sich bis dahin verdoppeln, der Gewinn je Aktie auf 0,9 Euro steigen. Bei einer Ausschüttungsquote von 80 bis 90 Prozent könnte die Dividende von derzeit 38 Cent auf 80 Cent je Aktie steigen.

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20.01.2005 Nebenwerte

sino AG: Der Porsche unter den Discountbrokern

Mit bestem Service und sehr günstigen Konditionen zielt sino vor allem auf die »Heavy Trader«, weshalb man trotz nur wenigen hundert Kunden enorme Handelsvolumina und entsprechend hohe Erträge erzielt. Diese will sino künftig zu 80 bis 90 Prozent an die Aktionäre ausschütten. Nachdem im letzten Jahr eine hohe Ausschüttung aus Gewinnrücklagen erfolgte, schüttet sino in diesem Jahr »nur« 38 Cent je Aktie aus. Dies hängt aber vor allem mit den Einmalkosten des Börsengangs zusammen. »Ohne den Börsengang hätten wir 12 Cent Dividende mehr gezahlt«, erklärte mir sino–Vorstand Ingo Hillen und ergänzte: »Wir gehen davon aus, dass wir künftig deutlich höhere Dividenden zahlen können.« Mit einer Rendite von 4,8 Prozent auf Basis der aktuellen Dividende ist sino selbst ohne Anhebung attraktiv bewertet.

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19.01.2005 Focus Money

sino AG: Zukunft mit Futures

Der Online–Broker will auch in den außerbörslichen Handel vorstoßen. Eine Gewinnverdoppelung ist 2005 drin

"Der Wendepunkt ist erreicht", gibt sich eine Sprecherin der Deutschen Börse zuversichtlich. Nach dreijähriger Talfahrt ziehen die Wertpapierumsätze an den hiesigen Handelsplätzen wieder an. 2004 kamen die acht Börsen auf einen Erlös von 3,3 Billionen Euro. Ein Stimmungsbild nach dem Geschmack des Düsseldorfer Online–Brokers sino: Allein im Dezember orderten seine 320 Kunden über 52 000–mal–fast 42 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

21600 Euro Ordergebühr. Eine Schlagzahl, von der die Konkurrenz nur träumen kann. Insgesamt bringt es ein so genannter Heavy Trader bei sino im Schnitt auf 2000 Kauf– und Verkaufsaufträge pro Jahr. 2003 reichte das für ein Provisionsergebnis von durchschnittlich 21 588 Euro pro Kunden. Zum Vergleich: Beim Wettbewerber Comdirect tätigt jeder der gut 600 000 Kunden durchschnittlich zehn Trades pro Geschäftsjahr, macht 130 Euro Provision.

Nachdem der Umsatz 2004 um 17,5 Prozent auf 6,6 Millionen Euro wuchs, erwarten Experten für sino im Jahr 2005 eine Verdoppelung des Nettogewinns auf 1,1 Millionen Euro. Auslöser ist der Vorstoß in den außerbörslichen Handel mit Aktien und Optionsscheinen. "Das Geschäftsmodell von sino ist in hohem Maße auf weitere Handelssegmente übertragbar", erklärt Henner Rüschmeier, Analyst bei SES Research.

Größere Investitionen erwartet der Experte dazu nicht. "Mit der bestehenden Infrastruktur dürfte sich ein deutlich größeres Geschäftsvolumen als bisher bewegen lassen", sagt der Beobachter. Schon jetzt handeln die Kunden etwa mit der Möglichkeit von Leerverkäufen – also dem Verkauf geliehener Wertpapiere – sowie dem Kauf und Verkauf an unterschiedlichen internationalen Börsenplätzen (Crossen) quasi unter Profi–Bedingungen. Daneben erhalten Privatkunden unter anderem Zugang zum Nachrichtendienst Reuters.

Die Erfahrungen aus dem Aktienhandel sollen sich in neuen Geschäftsbereichen auszahlen. "Statt wie die großen Discountbroker eine wachsende Palette von Bankdienstleistungen anzubieten, beschränkt sich sino auf seine Händlerkompetenz und überträgt sie auf neue Instrumente wie Optionsscheine, Futurs oder Devisen", sagt der Analyst.

Banktypische Leistungen wie Konten– und Depotführung, Orderausführungen und Serviceleistungen legt der Handelsspezialist dagegen in bewährte Hände. So kooperiert sino seit sechs Jahren mit dem Düsseldorfer Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt. Ein lukratives Bündnis: "sino erspart sich den riesigen Fixkostenblock für die Abwicklung", sagt Branchenkenner Rüschmeier.

Solide Bilanz. Die Bilanz der Rheinländer ist solide. Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Eigenkapitalquote bei knapp 75 Prozent. Die liquiden Mittel machen fast 60 Prozent der Bilanzsumme aus. Zur Freude der Aktionäre: Der Vorstand kündigte eine Dividende von 38 Cent je Anteil an, was einer Dividendenrendite von 4,8 Prozent entspricht.

Wermutstropfen: Die Liquidität der sino–Aktien ist an der Börse vergleichsweise gering. Anleger sollten ihre Aufträge stets limitieren. Das geht auch ohne Profisystem.

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16.01.2005 EuramS

Trade it easy

Die Kunden von Online–Brokern werden immer anspruchsvoller. Für sie zählen nicht mehr nur die günstigen Konditionen, sondern zunehmend auch die Qualität der Information und Handelssysteme. Was die einzelnen Broker bieten.

Für Börsianer endet das alte Jahr mit einem Knaller. Die russische Wettbewerbsbehörde genehmigte die Übernahme von Jugansneftegaz durch den Energiekonzern Rosneft. [....]

Anleger witterten ein Riesengeschäft und stürzten sich auf Aktien von Rosneftegaz. Allein am 27. Dezember gingen im deutschen Parketthandel 11,2 Millionen Aktien um. Folge: der Kurs explodierte von 0,25 auf 2,15 Euro. Doch die wilde Spekulation entpuppte sich als heiße Luft. [....]

Als die Anleger den Irrtum bemerkten, ging der Rosneftegaz–Kurs ebenso schnell in den Keller, wie er vorher in den Himmel gestiegen war. Gute Information und blitzschnelles Handeln waren hier Gold wert. Die Kunden von Online–Brokern mischten – gut mir News versorgt – kräftig mit. Allein die 320 Heavy Trader des kleinen Spezialbrokers sino handelten 2,7 Millionen Rosneftgaz–Aktien. Viele von ihnen hatten ihre gerade erst erworbenen Aktien schon längst wieder mit Gewinn verkauft, bevor andere Anleger überhaupt Wind von dem Irrtum bekommen hatten. [....]

Bei Online–Brokerage ebenfalls groß im Kommen: der außerbörsliche Handel. [....]

Der außerbörsliche Handel mit Optionsscheinen und Zertifikaten ist für Trader aus einem weiteren Grund attraktiv. Der Markt ist sehr liquide. Und es gibt keine Teilausführungs– oder Börsengebühren. [....]

Weiterer Vorteil des außerbörslichen Handels: die Handelszeiten. Bei Derivaten geht der Handel mit dem Emittenten oft schon um acht Uhr morgens los. Schluss ist meist erst um 22Uhr. [....]

Noch längere Handelszeiten gibt es bei Lang & Schwarz. Hier können Anleger unter der Woche Aktien zwischen acht und 23 Uhr, am samstags von zehn bis 13 Uhr und sonntags von 17 bis 19 Uhr handeln. Einziger Nachteil beim Handel über den Emittenten: Limitorders sind dabei normalerweise nicht möglich. Derzeit können Anleger lediglich bei dem Spezialbroker sino länger geltende Kurslimits auch außerbörslich setzen. [....]

©2005 http://www.eurams.de

20.12.2004 Platow-Börse

Neu an der Börse

Die Düsseldorfer, noch recht neu an der Börse (PB v. 8.9.), haben sich auf »Heavy Trader«, also sehr stark handelnde Privatanleger fokussiert und verdienen damit gutes Geld: 2003/04 (per 30.9.) betrug das bereinigte EBT 1,5 Mio. Euro bei 6,6 Mio. Euro Umsatz. Allerdings dürfte sino stark von den Top–Kunden abhängen.

Trotz eines guten Newsflows und einer moderaten Bewertung kommt die Aktie (7,90 Euro; DE0005765507) bislang nicht in Fahrt. Dabei macht alleine die generöse Dividende (0,38 Euro/Aktie) Appetit, zumal Vorstand Ingo Hillen am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz für die Zukunft eine noch höhere Ausschüttung in Aussicht stellte.

Wir halten es für sehr gut vorstellbar, dass Kunden, die kurz vor dem Listing (kein echtes IPO) eingestiegen sind, Kasse machen und bislang den Wert deckeln. Dieser Zustand könnte noch eine Zeit lang andauern. Wir raten Ihnen deshalb, den marktengen Wert mit einem Abstauber bei 7,40 (Stopp 5) Euro beizumischen.

© 2004 Platow Börse, Nr. 147, S. 2

28.10.2004 Börse-Online

Online Broker - Ordern abseits der Börse billiger

Der November entwickelt sich zum Preissenkungsmonat im Brokerage. Nach der DAB bank kündigt nun auch der auf Heavy Trader spezialisierte Broker sino bessere Konditionen an. Orders im außerbörslichen Direkthandel kosten ab 1. November einheitlich nur noch 0,1% des Ordervolumens. Die Minimumgebühr beträgt 8 Euro, maximal fallen 25 Euro an. Damit zählt sino zu den günstigsten Anbietern beim außerbörslichen Handel. Kunden mit mindestens 50 Trades pro Monat können alle Papiere der drei sino »Blue Partner« (HSBC Trinkaus & Burkhardt, Sal. Oppenheim und Lang & Schwarz) für eine Flat Fee von 7,50 Euro handeln. »Wir wollen einfach das beste Angebot machen«, so sino Vorstand Ingo Hillen. Daher werde erwogen auch bei der Courtage im außerbörslichen Aktienhandel mit Lang & Schwarz noch etwas zu tun.

Brigitte Watermann

© 2004 Börse–Online, No. 45 / 2004

14.10.2004 Börse-Online

Kampf um kleine Orders - Preisbewusste Anleger weichen zunehmend auf den außerbörslichen Handel aus.

Die Broker–Gebühren sind wieder in Bewegung gekommen. Preisbewusste Anleger weichen zunehmend auf den außerbörslichen Handel aus. BÖRSE ONLINE vergleicht die wichtigsten Konditionen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Vor einem halben Jahr kostete eine Online–Aktienorder im Wert von 5.000 € bei comdirect noch 9,90 €, bei Cortal Consors 17,45 € und bei der DAB bank gar 20,45 €. Ein ganz schöner Unterschied also. Jetzt treffen sich die großen Drei in der Mitte: comdirect verlangt nach der Preismodellreform 17,40 €; die DAB senkt auf 17,45 € – und damit auf das Niveau von Cortal Consors.
Um ganze fünf Cent liegen die drei führenden deutschen Brokerage–Anbieter in dem Bereich also noch auseinander. »Das ist fast ein Nichtangriffspakt«, unkt ein Marktkenner.
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Doch so ähnlich die Preismodelle der großen Drei auf den ersten Blick wirken – im Detail gibt es deutliche Unterschiede.
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Bis 1.200 € Auftragswert sieht sich die DAB als Preisführer: Sie verlangt 7,95 € – plus Xetra–Kosten von 1,50 €.
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Auch der High–End–Broker sino ist preiswerter. Der Börsenneuling richtet sich aber nur an ausgewiesene Heavy Trader mit höchsten Ansprüchen.
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Außerdem sollte man bei den Preisen unbedingt neben den reinen Ordergebühren auf die zusätzlich verlangten Parketthandels– und Xetra–Gebühren achten. Viele Häuser geben fremde Spesen zumeist in dieser pauschalierten Form weiter. Diese Kosten fallen gerade bei kleineren Aufträgen prozentual deutlich ins Gewicht. Ganz schön ins Geld gehen auch die Gebühren für Limits und Teilausführungen, die immer noch viele Broker verlangen.
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Ein kostenloses Konto ganz ohne Nebenbedingungen bieten derzeit von den großen Häusern nur DAB bank und ING–DiBa an, bei den Spezialanbietern sind es Interactive Brokers, Stocknet und sino.
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Einen Weg, die lästigen Ordernebenkosten zu umgehen, bietet der außerbörsliche Handel, der sowohl zu den Börsenöffnungszeiten als auch vor und nach Börsenschluss stattfindet.
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Dennoch bescheinigen auch Anlegerschützer dem außerbörslichen Handel im Großen und Ganzen eine sehr faire Preisfeststellung. »Dafür hat der Wettbewerb gesorgt«, so Christoph Oefele von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Einen Haken gibt es auch bei der Limitierung von Aufträgen. Länger laufende Limits (»Kaufe die Aktie der Toll AG bis maximal fünf Euro gültig bis Monatsende Oktober«) bietet derzeit nur sino. Auch das Setzen von Stop–Loss–Kursen im außerbörslichen Handel hat derzeit nur sino im Angebot.
[...]

Wieder eine Wette wert

Trotz meist rückläufiger Orderzahlen erzielen comdirect, DAB & sino Gewinne. Handeln Privatanleger wieder mehr, dürften ihre Aktien anziehen. [...] Da das Kursniveau noch recht moderat ist, stufen wir beide Aktien auf Kaufen herauf. Mit der viel kleineren sino ist jetzt ein dritter Broker gelistet, wobei beim Börsengang keine neuen Aktien emittiert, sondern nur bestehende notiert wurden. Die Aktie des Nischenanbieters (knapp 300 sehr aktive Kunden) mit steigenden Orderzahlen, aber dünnem Börsenumsatz, ist eine verschärfte Wette auf mehr Lust am Handeln.

Für Viel– und Heavy Trader

Heavy Trader ist ein schillernder Begriff, ab wann man dazugehört, ist schwer einzuschätzen. Wichtig für ganz aktive Trader sind günstige Order– und Limitgebühren sowie ausgefeilte Info– und Tradingtools. Sehr günstig sind gewiss Interactive Brokers und Stocknet. Allerdings haben beide keinen außerbörslichen Handel im Angebot – für Derivate–Trader inakzeptabel. Wer aber nur Aktien kauft, kann die beiden in Betracht ziehen. Bei Börsenneuling sino finden Heavy Trader dagegen professionelle Tools und guten Service zu sehr günstigen Preisen. [...]

von Nicole Rappl / Brigitte Watermann / Hannah Wilhelm

© 2004 Börse Online, o. 43 / 2004

11.10.2004 FTD

sino steigert Ordervolumen gegen den Trend - Online-Broker legt im September um 8,2 Prozent zu

Die Broker–Gebühren sind wieder in Bewegung gekommen. Preisbewusste Anleger weichen zunehmend auf den außerbörslichen Handel aus. BÖRSE ONLINE vergleicht die wichtigsten Konditionen.

Während andere Online–Broker, allen voran der Marktführer Comdirect, mit sinkenden Orderzahlen zu kämpfen haben, brummt bei dem Börsenneuling sino das Geschäft. Der Düsseldorfer Online–Broker teilte am Freitag mit, in einem stagnierenden Markt habe die Zahl der ausgeführten Orders im September verglichen mit dem Vormonat um 8,2 Prozent auf 47 978 zugenommen. Im Geschäftsjahr 2003/2004, das am 30. September endete, wurden damit Wertpapiere im Wert von 17 Mrd. Euro gehandelt.

Ein Grund für den Erfolg von Sino ist der Umstand, dass auf der Plattform des Online–Brokers nur so genannte Heavy Trader handeln. Das sind sehr aktive und mehr oder weniger professionelle Nutzer, zu einem nicht geringen Teil Händler, die der Entlassungswelle bei den Banken zum Opfer gefallen sind und jetzt auf eigene Rechnung weitermachen. Diese Klientel ist auch dann aktiv, wenn die Börsen fallen oder sich seitwärts bewegen. Rund 300 solcher Heavy Trader mit einem durchschnittlichen Depotvolumen von 220 000 Euro nutzen die Sino–Plattform.

Der Online–Broker hat einiges getan, um den Bedürfnissen dieser speziellen Klientel gerecht zu werden. Inzwischen können die Nutzer an 26 Börsenplätzen Geschäfte machen und seit Juli auch außerbörslich mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten handeln. Als einziger Broker in Deutschland bietet Sino auch Limitorders im Direkthandel an. "Das ist Handel wie an der Börse, jedoch ohne Maklercourtage", sagte Ingo Hillen, Vorstand für Finanzen und Handel.

Seit dem Marktantritt 1998 ist Sino profitabel.Die Konkurrenten hingegen, brauhten Jahre, um in die schwarzen Zahlen zu kommen. Im Geschäftsjahr 2003/2004 verdiente die Sino AG vor Steuern 1,02 Mio.Euro. Die 1,75 Millionen Sino–Aktien wurden am Stichtag 1. September zu rund 17,9 Prozent von Trinkaus und Burkhardt gehalten, zu rund 26,7 Prozent von Kunden und Mitarbeitern, zu 38,6 Prozent von Hillen und seinem Vorstandskollegen Matthias Hocke und zu 16,8 Prozent von Gründern der Firma. Am 27. September waren die Sino–Aktien zum Preis von 7,40 Euro in den Geregelten Markt der Düsseldorfer Börse eingeführt worden. Am Freitag stiegen die Papiere in einem schwächeren Gesamtmarkt um 1,50 Prozent auf 8,13 Euro.

© 2004 Financial Times Deutschland

26.09.2004 EuramS

Daytrader - Wenn der Bauch entscheidet

Mit dem Ausdruck Zocker hat Carsten Jobs kein Problem. Der 44jährige ist zufrieden mit sich und der Welt. Gerade hat er 20000 Infineon–Aktien für je 8,42 Euro verkauft. Zwei Stunden zuvor hatte er sie für 8,37 das Stück eingesammelt. 1000 Euro Gewinn – nicht schlecht für einen Vormittag, an dem eigentlich nichts los ist. Jobs ist einer von vier Geschäftsführern der Frankfurter JLMW Consulting GmbH, einer Firma, deren Geschäftszweck Daytrading heißt. Der Zusatz Consulting ziert das Klingelschild, weil die vier Firmengründer Jobs, Lemcke, Müller und Wolfgramm ursprünglich auch Wertpapierberatung anbieten wollten. Davon hat man inzwischen mangels Interesse längst Abstand genommen. Die vier Geschäftsführer und ihre zwei Angestellten hängen von Börsenbeginn bis Handelsschluss vor dem Bildschirm und versuchen, Tagesschwankungen von Aktien auszunutzen. Jobs nennt seinen Arbeitsplatz in der stilvoll sanierten Frankfurter Altbauvilla "das Zockerstübchen im Westend". [....]

Ob es an den Märkten nach oben oder nach unten geht, spielt für Daytrader kaum eine Rolle: Das JMLW–Sextett handelt alle deutschen Aktien – in beide Richtungen. Keine Optionsscheine, keine Zertifikate. "Weil unsere Kernkompetenz", so Lemcke, "einfach im Aktienhandel liegt."

In Abwärtsmärkten gehen Trader short. Das heißt: Sie spekulieren auf fallende Kurse, indem sie eine Aktie verkaufen, die sie gar nicht besitzen. Später versuchen sie, das Papier billiger wiederzubeschaffen. Mit dem Discountbroker Sino, der in der kommenden Woche den Gang aufs Börsenparkett wagt, haben Jobs, Lemcke und Co den für sie passenden Partner gefunden. Denn: "Die waren die ersten, die solche Leerverkäufe in Deutschland möglich gemacht haben. Außerdem haben wir dort unseren persönlichen Betreuer."

Auch Profis legen Wert auf einen Experten, mit dem sie sich austauschen können, bevor sie 10000 Telekom–Aktien ordern. Jobs: "Es ist wichtig, jemanden zu haben, der anruft, wenn sich an den Märkten etwas tut. Auch im Urlaub oder in der Mittagspause." [....]

SINO Ab Montag an der Börse notiert

Heavy Trader wie die Mitarbeiter von JMLW Consulting schwören auf den Discount–Broker Sino aus Düsseldorf, dessen Aktien ab morgen im Geregelten Markt gehandelt werden. Die Konzentration auf besonders aktive Trader zahlt sich aus: Sino hat zwar nur etwa 300 Kunden, doch die bringen es auf ein durchschnittliches monatliches Handelsvolumen von 1,5 Milliarden Euro. In manchen Monaten entspricht das einem Anteil von zwei Prozent am gesamten deutschen Börsenumsatz.

Der Börsengang wird ohne Kapitalerhöhung, Zeichnungsfrist und Ausgabepreis durchgezogen: Es ist vielmehr eine Handelseinführung, bei der sich der erste Kurs einfach aus Angebot und Nachfrage ergibt. Die Graumarkttaxen lassen auf einen Startkurs von acht Euro schließen.

Insgesamt platziert Sino 1,75 Millionen Aktien. Damit liegt der Börsenwert bei etwa 14 Millionen Euro. Da das Unternehmen – trotz Börsenbaisse – in den vergangenen fünf Jahren durchgängig schwarze Zahlen schrieb, sehen die Analysten von SES Research den fairen Wert der Aktie bei 9,19 Euro. Fürs laufende Geschäftsjahr erwartet SES ein Ergebnis von 33 Cent je Aktie, das sich bis Ende September 2005 verdoppeln soll. Bei einem Kurs von acht Euro läge das KGV bei zwölf.

Klingt günstig. Das Ganze hat aber einen kleinen Schönheitsfehler: Sino–Kunden hatten im Vorfeld die Möglichkeit, sich für sieben Euro je Aktie an dem Unternehmen zu beteiligen. Fazit: Anleger sollten abwarten, ob der Kurs noch einmal in Richtung sieben Euro zurückfällt, und erst dann zuschlagen.

©2004 http://www.eurams.de

24.09.2004 Süddeutsche

Börsengang als Werbeaktion - Erstnotiz des Online-Brokers sino: Verzicht auf Kapitalerhöhung

Düsseldorf – Der auf das Geschäft mit sehr aktiven Anlegern spezialisierte Online–Broker sino AG geht am kommenden Montag an die Börse. Zugelassen werden rund 1,75 Millionen Aktien zum Handel am Geregelten Markt der Düsseldorfer Börse. Ungewöhnlich ist, dass die Börseneinführung nicht von einer Kapitalerhöhung begleitet wird. Das Unternehmen strebt eine Aktiennotierung, die mit Kosten von rund 360 000 Euro verbunden ist, vielmehr aus Marketinggründen an. "Der Börsengang wird unseren Bekanntheitsgrad erhöhen und das Kundenpotenzial vergrößern", sagt Vorstand und sino Mitbegründer Ingo Hillen bei der Firmenpräsentation in Düsseldorf. Wie in der Vergangenheit sei auch künftig geplant, den größten Teil des Bilanzgewinns als Dividende auszuschütten.

Die 1998 gegründete sino AG hat sich auf die Abwicklung von Aktiengeschäften für sehr aktive Privatkunden spezialisiert, so genannte Daytrader oder Heavy Trader. Diese Anleger handeln meist mehrere Stunden am Tag und halten ihre Papiere nur für kurze Zeit, manchmal nur für Sekunden. Einer der sino Privatkunden hat rund um seinen Schreibtisch 24 Bildschirme installiert, um die Kurse an allen wichtigen Handelsplätzen zu beobachten und Aufträge zu platzieren.

sino bietet seinen rund 300 Kunden gegen entsprechende Gebühren Handelsplattformen und Zugang zu verschiedenen Börsenplätzen. Durchschnittlich tätigt jeder sino Kunde nach eigenen Angaben 200 Geschäfte im Monat, während ein "normaler" Discount–Broker nur auf etwa eine order im Monat kommt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2003/2004 (zum 30. September) kam sino damit auf Gesamterlöse von 4,83 Millionen Euro, ein plus gegenüber der gleichen Vorjahreszeit von mehr als 23 Prozent. Der Vorsteuergewinn wuchs um über 31 Prozent auf 1,02 Millionen Euro. sino schreibt seit mehr als fünf Jahren durchgängig schwarze Zahlen. Die letzte Ausschüttung von 1,15 Millionen Euro (70 Cent je Aktie) übertraf das Nettoergebnis. Wegen der hohen Liquidität würden Rücklagen aufgelöst.

Die Vorstände Hillen und Matthias Hocke halten zusammen rund 38,5 Prozent der Aktien. Weitere knapp 27 Prozent liegen bei Kunden und Mitarbeitern, fast 17 Prozent bei anderen Firmengründern. Schließlich hält das Bankhaus HSBC Trinkaus und Burkhardt rund 17,88 Prozent. Die Bank, die einen Kooperationsvertrag mit sino hat und als Depotbank für die Kunden fungiert, ist beim Börsengang Konsortialführerin. sino hatte vor einigen Monaten rund 100 000 Aktien zu je sieben Euro an Kunden ausgegeben.

Hillen und Hocke haben sich verpflichtet, ihre Aktien in den nächsten 18 Monaten nicht abzugeben. Die Vorstände gehen davon aus, dass auch Trinkaus seinen Aktienanteil hält. Trotz des vermeintlich kleinen Marktes rechnet das Researchunternehmen SES mit stark schwankenden Kursen. "Das Papier taugt nicht als Sparanlage der Großmutter", sagt SES–Analyst Henner Rüschmeier. Er sieht den fairen Wert der Aktie bei 9,19 Euro. Damit würde der Börsenwert rund 16 Millionen Euro betragen. Rüschmeier attestiert sino gute Wachstums– und Gewinnchancen. Er stützt sich auch auf die Ausweitung des Geschäfts auf den Direkthandel mit Emittenten von Optionsscheinen und Zertifikaten. Als Schwächen sieht er die Abhängigkeit von besonders aktiven Kunden und die Tatsache, dass sino nicht für gedeckte Verluste der Kunden gegenüber Trinkaus haften muss. Wegen der geringen Größe sieht er sino als potentielles Übernahmeziel weniger spezialisierter größerer Wettbewerber an.

© 2004 Süddeutsche Zeitung, von Hans–Willy Bein

08.09.2004 Platow-Börse

sino ist bald börsennotiert

Das auf "heavy trader" fokussierte Brokerhaus sino wird bald im Geregelten Markt gelistet sein. Der offiziell noch nicht bekannte 1. Handelstag ist unseren Informationen nach der 27.9. Eine Kapitalerhöhung ist nicht vorgesehen, zumal das Unternehmen seit 5 Jahren profitabel arbeitet. Der 5%ige Anteil der angeschlagenen Nols–Gruppe wurde vorbörslich umplatziert. Mit dem Börsengang soll "aktuellen und künftigen Kunden die Möglichkeit gegeben werden, sich an dem Unternehmen zu beteiligen und der Bekanntheitsgrad erhöht werden", so Vorstand Ingo Hillen im Telefonat mit Platow. Im Geschäftsjahr 2003/04 (per 30.9.) kommen die Düsseldorfer nach Schätzung von SES Research auf Nettoeinkünfte von 6,5 Mio. Euro und einen Überschuss von 0,7 Mio. Euro. Die Chancen und Risiken der Aktie (DE0005765507) sind momentan noch nicht abzusehen, weshalb wir noch kein Votum aussprechen. Aber wir nehmen den Titel auf unsere Watchlist auf. Zur groben Orientierung: SES Research sieht sino bei 9,24 Euro/ Aktie (Börsenwert 16 Mio. Euro) fair bewertet.

© 2004 Platow, Nr. 103

01.09.2004 TRADERS'

sino bietet nun den sino x-trader_pro in der Version 2.

Neben Funktionalitäten für so genannte Trailing Stopps, Discretionary und DynaBeat–Orders für den börslichen Handel bietet das neue Release 2 Limitorders für den Direkthandel, die zeitaufwändige Quote–Requests weitgehend automatisieren. Damit können – zum ersten Mal in Deutschland – Limitorders für Kauf– und Verkaufsaufträge auch im außerbörslichen Handel eingegeben werden – genau wie an der Börse, nur ohne Courtage. So entfallen manuelle Kursanfragen beim Emittenten.

Die Server–Software des sino x–trader_pro monitort zu diesem Zweck kontinuierlich entsprechende Kurse der angeschlossenen Emittenten. Sobald der Quote des Emittenten mit dem entsprechenden Limit des Kunden übereinstimmt, wird ein Quote– und Trade–Request initiiert: in Zehntelsekunden. Mit dieser Funktionalität können große Mengen von Kauf– als auch Verkaufsorders platziert und überwacht werden. Die Orders mit Trailing Stopps für den börslichen Handel bieten den Vorteil, dass sich ein einmal gesetzter Stopp Loss dynamisch dem Marktpreis anpasst, also zum Beispiel automatisch immer mit einem vorher definierten Abstand über oder unter dem Marktpreis bleibt.

Discretionary Orders des sino xtrader_ pro arbeiten mit verdeckten Limits, die dafür sorgen, dass die eigene Order für den Markt nicht transparent ist. DynaBeat Orders passen das eigene Orderlimit kontinuierlich dem besten Geld– bzw. Briefkurs innerhalb einer festgelegten Bandbreite.

© 2004 Traders

20.08.2004 Platow-Derivate

Jetzt auch außerbörsliche Limite möglich

Zu den Standardvorteilen des börslichen Optionsscheinhandels gegenüber der außerbörslichen Konkurrenz zählt seit jeher die Möglichkeit, Limite und Stopp–Loss–Marken setzen zu können (Derivate v. 9.7.). Doch auch hier verbessert sich der Kundenservice und es kommt Schwung in den Wettbewerb. So bietet der auf "Heavy Trader" fokussierte Düsseldorfer Broker sino seinen Kunden nun die Möglichkeit, Limitorders für den außerbörslichen Handel aufzugeben. Nach Angaben von sino habe bislang kein Wettbewerber etwas Vergleichbares zu bieten. Wir sind gespannt und zuversichtlich, dass über kurz oder lang auch andere Brokerhäuser diesen Service mit in ihre Produktpalette aufnehmen. Es wäre dann das zweite Mal, dass sino sich als Pionier profiliert. Auch die Möglichkeit für Privatanleger, Aktien leer zu verkaufen, wurde durch sino stark voran getrieben.

© 2004 Platow Derivate

15.08.2004 FAS

Zocken im Sekundentakt

Rald Markowitz ist Daytrader. Sein Geld verdient er mit Futures und Zertifikaten. Wer den Totalverlust nicht fürchtet, kann es ihm gleichtun.

[...] Identifizieren kann man die Aktivität von Daytradern besonders am Chart von kleinen Aktien, die relativ illiquide sind. "Da geht der Kurs schnell hoch und stürzt schnell wieder ab – die Zocker hinterlassen eine Tannenbaumformation", sagt Markowitz. "Es gibt wieder mehr Heavy–Trader, auch wenn die Zahl von 1999 nicht mehr erreicht wird", erzählt er über seinen Berufsstand. Sein Eindruck scheint richtig: "Mittlerweile haben wir 286 Kunden nach 246 im Jahr 2003 und 191 ein Jahr davor", sagt Ingo Hillen, Vorstand von sino, einer Brokerfirma aus Düsseldorf, die hartgesottenen Zockern wie Markowitz die technische Plattform zur Verfügung stellt. Die Klientel von sino macht Dampf: "Im Juli machten unsere Kunden 1,5 Milliarden Euro Umsatz – das waren 2,5 Prozent des gesamten Börsenumsatzes", sagt Hillen.

[...] Zertifikate sind im Aufwind: Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts AMR im Auftrag der HSBC Trinkaus&Burkhardt kam zu dem Ergebnis: 66 Prozent der 30– bis 40jährigen sind überzeugt, daß Zertifikate für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet seien. Mittlerweile gibt es über 10000 Produkte. Der Umsatz mit Zertifikaten erhöhte sich 2003 von 48,3 Milliarden auf 58,9 Milliarden Euro.

Fazit: Durch den Kauf von Zertifikaten kann der Anleger mit wenig Geld nahezu alle Marktlagen abbilden. Eine Warnung gibt Markowitz trotzdem mit auf den Weg: "Die Produktbeschreibungen sollten sehr genau gelesen und verstanden werden, sonst verfällt der Mini–Future, und das Geld ist weg, ohne daß der Anleger so richtig weiß, warum."

© 2004 FAS Sonntagszeitung

26.04.2004 brokertest.de

Der sino Vorstand im Gespräch

Münster, 26. April 2004 – Im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs mit der Redaktion Brokertest über Entwicklung und Stärken, Produktinnovationen und Erwartungen im Online–Brokerage–Markt kam Vorstand Ingo Hillen ausgiebig zu Wort. Hier eine auszugsweise Zusammenfassung der Unterhaltung, zu der Mirko Zuber eingeladen hatte.

Hillen wies darauf hin, dass die sino AG in den letzten 12 Monaten ein Kundenwachstum von fast 30% zu verzeichnen hatte und dass sich die Zahl der ausgeführten Orders im ersten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 191.800 nahezu verdoppelt hat. Ergebnis: Mit einem Handelsvolumen von 4,1 Mrd. Euro im ersten Quartal 2004 betreut die sino AG sehr viele der umsatzstärksten Trader Deutschlands.

Zentrale Aussage von Hillen war die kompromisslose Fokussierung der sino AG auf Heavy Trader, für die das Unternehmen ein umfassendes Package angebietet: unter anderem mit dem ständig weiter entwickelten sino x–trader_pro (Hotkeys, Dynabeat, komfortable API), über den an manchen Tagen die Hälfte aller Trades von sino Kunden abgewickelt wird – Aktien an deutschen Börsen, an NASDAQ, NYSE und EURONEXT. Optionsscheine an der EUWAX und Futures an der EUREX. Im Vordergrund steht bei sino zwar seit nunmehr knapp sechs Jahren der Aktienhandel zu fairen und attraktiven Gebühren. Seit kurzem ergänzen aber Optionsscheine, Futures und Optionen das Handelspektrum. Dieser Bereich soll laut Hillen weiter ausgebaut werden.

Zum Schluss sprach Hillen weitere exklusive Features des sino Heavy Trader Package an: z.B. Realtime Reuters News. Außerdem ging er darauf ein, dass der sino AG mit HSBC Trinkaus & Burkhardt eine renommierte und kapitalstarke Abwicklungsstelle mit mehr als 740 Millionen € Eigenmitteln als starker Partner zur Seite steht. Heavy Trader überlegen sich nach Systracom erfahrungsgemäß sehr genau, bei welcher Bank sie Konto und Depot unterhalten – sonst kann es trotz Einlagensicherungsfonds viel teurer werden, als zunächst geglaubt. UL

© 2004 Brokertest

13.04.2004 FTD

Zum Zocken in den Keller

Day Trader melden sich dank Billigcomputern und Einheitstarifen zurück – Anleger meiden Handelszentren

[...] Hinzu kommen günstigere Handelsplattformen – Day Trading von zu Hause aus ist erschwinglich. Fast alles ist möglich, was früher nur Bankprofis vorbehalten war. Beim Düsseldorfer Spezialbroker sino sind fast alle 277 Depotkunden Day Trader. Vor einem Jahr waren es knapp 200 Kunden. Die Nachrichten in Echtzeit der Agentur Reuters bekommen sie bei der sino–Plattform für 128 € monatlich gleich dazu.

Wer viel handelt, bekommt sie sogar umsonst – und das sind fast alle Kunden. Mehrere Dutzend von ihnen kommen auf mehr als 10 Mio. € Handelsvolumen im Monat und müssen so den niedrigsten Provisionssatz von 0,1% des Ordervolumens zahlen. [...]

© 2004 Financial Times Deiutschland

16.03.2004 gsc.de

HV-Bericht sino AG

Zu ihrer diesjährigen Hauptversammlung lud die Düsseldorfer sino AG ihre Aktionäre am 16. März 2004 in das Courtyard by Marriott im Düsseldorfer Medienhafen ein. Der Aufsichtsratsvorsitzende Achim Pütz begrüßte die 14 Aktionäre sowie Alexander Langhorst von GSC Research als Vertreter der Presse.

Einleitend stellte der Versammlungsleiter fest, dass die Einladung formgerecht erfolgte und keinerlei Widersprüche hierzu zu Protokoll gegeben wurden. Nach der Erledigung der üblichen einleitenden Formalien erteilte Herr Pütz den beiden Vorständen Ingo Hillen und Matthias Hocke das Wort.

Bericht des Vorstands

Vorstandsmitglied Ingo Hillen begrüßte die Erschienenen ebenfalls sehr herzlich und verwies darauf, dass die sino AG seit nunmehr fast 6 Jahren im Markt des Online–Brokerage für Heavy Trader aktiv ist und dass sich die eingeschlagene Strategie eindrucksvoll bestätigt hat. Erfreulich ist nach Verwaltungsangabe auch das seit Gründung des Unternehmens stetig zu verzeichnende Wachstum der sino AG, welches sich auch im Berichtszeitraum fortgesetzt hat.

Die Zahl der Kundendepots hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2002/2003 um rund 29 Prozent oder 45 Depots auf 246 erhöht. Laut Vorstand gehören acht der im Berichtsjahr gewonnenen Neukunden inzwischen zu den 30 aktivsten Kunden der sino AG überhaupt. Ebenfalls erfreulich und Zeichen der sehr hohen Kundentreue ist zudem, dass 25 der aktivsten Kunden des Jahres 2001 nach wie vor zu den Kunden des Unternehmens zählen.

Insgesamt hat sich die Zahl der Transaktionen um 6 Prozent auf 486.000 erhöht, während im gleichen Zeitraum die relevanten Umsätze an den Börsen um 12 Prozent zurückgegangen sind. Wesentlicher Motor dieser Entwicklung war laut Vorstand die deutliche Belebung des Handels seit den Tiefstständen der Börsen im März 2003. Dieser Trend ist bis heute ungebrochen und hat sich auch in den ersten Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres weiter fortgesetzt.

Trotz der Belebung der Börsen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres sind die Provisionserlöse im Vergleich zum Vorjahr um rund 7 Prozent auf 5,311 Mio. EUR zurückgegangen. Neben dem schwierigen Marktumfeld muss laut Verwaltung die im Geschäftsjahr vorgenommene Provisionssenkung zum Zwecke der Kundenbindung berücksichtigt werden. Durch ein striktes Kostenmanagement – die Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen sind um 11 Prozent zurückgegangen – ist es gelungen, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 21,6 Prozent auf 1,188 Mio. EUR (Vj.: 977 TEUR) zu verbessern.

Der Jahresüberschuss ist dabei um rund 9 Prozent von 748 TEUR auf 679 TEUR zurückgegangen. Die Bilanzsumme belief sich laut Vorstand auf 3,84 Mio. EUR, wovon 3,01 Mio. EUR dem Eigenkapital zuzuordnen sind. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf nahezu 80 Prozent. Zum Tage der Hauptversammlung verfügt die sino AG über liquide Mittel in einer Größenordnung von 2,4 Mio. EUR inklusive der aufgelaufenen Provisionen für den Monat März. Nennenswerte Verbindlichkeiten bestehen laut Aussage von Herrn Hillen nicht.

Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2002/2003 inklusive der Auflösung der anderen Gewinnrücklagen soll ein Betrag von 1,155 Mio. EUR oder 0,70 EUR je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Zusammen mit der letztjährigen Dividendenzahlung hat die sino AG damit mehr als 2,1 Mio. EUR an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Auch für das laufende Jahr soll den Anteilseignern eine attraktive Dividende zukommen, die jedoch durch den Wegfall der außerordentlichen Bestandteile aus dem letzten Jahresabschluss naturgemäß geringer ausfallen wird.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2003/2004 erwartet der Vorstand einen Gewinn vor Steuern zwischen 1,2 und 1,6 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss im Bereich von 720 bis 960 TEUR. Der erwirtschaftete Überschuss soll weitestgehend an die Aktionäre ausgeschüttet werden, so der Vorstand weiter.

Wichtige Weichenstellungen im Berichtsjahr waren die Einführung der von der Beteiligungsgesellschaft tick IT entwickelten Software–Lösung x–trader_pro, die zu deutlich geringeren Lizenzgebühren gegenüber Dritten führt und zum anderen deutlich kundenorientierter und flexibler ist als andere am Markt verbreitete Lösungen.

Bis zum 31. März 2004 erwartet die Verwaltung die Abwicklung von rund 330.000 Orders (Vorjahr gesamt: 486.000), die Entwicklung für das Gesamtjahr ist jedoch abhängig von der weiteren Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten. Eine Prognose fällt der Gesellschaft hier naturgemäß sehr schwer, wenngleich die meisten Analysten verhalten positiv gestimmt sind. Wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis im laufenden Jahr wird zudem die weitere Entwicklung des aktuellen Preiskampfes im Bereich der Heavy–Trader haben. In Reaktion auf die Entwicklung am Markt hat die sino AG zum 1. März 2004 die Provisionssätze um durchschnittlich 11 Prozent gesenkt, wobei die niedrigeren Erlöse durch eine Steigerung des Orderaufkommens und –volumens kompensiert werden sollen.

Im zweiten Teil des Vorstandsberichts informierte Vorstandsmitglied Matthias Hocke über die weiteren Planungen des Unternehmens. So konnte die Software x–trader_pro inzwischen erfolgreich um weitere Handelsplätze wie beispielweise die Terminbörse EUREX erweitert werden. Bis Ende April 2004 sollen weitere acht europäische Börsenplätze sowie die Märkte in Hongkong und Australien zugänglich werden.

Erhebliches Potenzial verspricht sich die Verwaltung zudem vom Einstieg in den Optionsscheinhandel. Dieser erreicht bisher nur einen Anteil am Gesamtgeschäft der sino AG von weniger als 2 Prozent und verspricht angesichts des deutlich stärkeren Anteils am Gesamtmarkt noch erhebliches Potenzial. Im Rahmen des Einstiegs in den außerbörslichen Optionsscheinhandel ist der Anschluss aller großen Häuser vorgesehen. Auf mittlere Sicht wird ein signifikanter Ergebnisbeitrag aus diesem Geschäft erwartet.

Insgesamt hat sich nach Vorstandseinschätzung die Zusammenarbeit mit der klick IT, in deren Geschäftsführung auch die beiden Vorstandsmitglieder der sino AG vertreten sind, sehr gut bewährt. So werden allein im März 2004 von den 80.000 Trades gut 40 Prozent über x–trader_pro ausgeführt, eine weitere Ausweitung dieses Anteils wird angestrebt.

Wesentliche Marketingaktivitäten im Berichtsjahr waren neben der Präsenz auf der Invest in Stuttgart die Auflegung eines Bonusprogramms für Kundenwerbung sowie die direkte Ansprache potenzieller Kunden. Nach Aussage von Herrn Hocke ist die sino AG mit diesen Aktivitäten auf sehr positive Resonanz im Markt gestoßen. Abschließend führte der Vorstand aus, dass die Spezialisierung der sino AG auf das Segment Heavy–Trader ein Garant auch für den künftigen Erfolg sein soll, wobei die Software x–trader_pro für den ausgesprochen hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens steht.

Allgemeine Aussprache

Nachdem sich kein Redner zu Wort meldete, wurde gegen 11:20 Uhr die Präsenz mit 1.443.099 Aktien oder 87,49 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen verabschiedet. Im Einzelnen beschlossen wurden die Ausschüttung einer Dividende von 0,70 EUR je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien (TOP 5) sowie die Wahl der Warth & Klein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2003/2004 (TOP 6).

Fazit

Erneut erfreut die sino AG ihre Aktionäre mit einer Ausschüttung von 0,70 EUR je Aktie. Zusammen mit der im vergangenen Jahr gezahlten Dividende wurden bereits über 2 Mio. EUR an die Anteilseigner ausgeschüttet, und das in einem Umfeld, in dem viele andere Wettbewerber im Online–Brokerage–Markt über teilweise deutliche Verluste klagen oder sich komplett aus dem Markt verabschiedet haben. Positiv zu beurteilen ist aus Sicht der Anteilseigner sicherlich auch die Aussage des Vorstands, im laufenden Jahr eine attraktive Dividende ausschütten zu wollen. Inwieweit die in den vergangenen Monate zu beobachtende deutliche Belebung der Handelsaktivitäten sich auf das Ergebnis im laufenden Jahr niederschlagen wird, ist sowohl abhängig von der weiteren Entwicklung der Aktienmärkte als auch vom weiteren Verlauf des Preiskampfes im Segment der Heavy –Trader. Positive Impulse sollten aus der Ausweitung der Handelsplätze im eigenen Handelssystem x–trader_pro sowie der Aufnahme des Optionsscheinhandels zu erwarten sein.

© 2004 GSC Research

11.04.2004 Das Wertpapier

Täglich grüßt das Börsenfieber

Es gibt sie noch – die Zocker, die mit dem täglichen Aktienhandel ihren Lebensunterhalt verdienen. Wertpapier schaute Daytradern aus Hamm und Frankfurt über die Schulter.

[...] 08.15 Uhr – Frankfurt
Die Daytrader von JLMW trudeln nach und nach im Büro des Stadtvilla–Altbaus in Westend ein. Die Abkürzung steht für die Namen der Gründer Jobs, Lemcke, Müller und Wolfgramm. Die vier ehemaligen Parketthändler im Alter zwischen 26 und 47 machten sich vor zwei Jahren selbstständig, als ihr Arbeitgeber in Schwierigkeiten geriet. Mittlerweile haben sie zwei Angestellte und einen Zweitsitz in Nürnberg.

[...] 10.30 Uhr – Frankfurt
Kay Möller nimmt einen großen Schluck Apfelschorle aus der Flasche und zündet sich eine neue Zigarette an. Der 40–jährige Ex–Parketthändler im grünen Pierre–Cardin–Sweatshirt ist zufrieden. "Mein Ziel für heute habe ich erreicht." 2300 Euro hat er mit Infineon verdient – ohne Spesen. Allerdings wird die Spekulationssteuer noch abgezogen. "Ich habe zur Eröffnung 10.000 Stück gekauft – in Erwartung eines steigenden Kurses. Das Quartalsergebnis ist zwar nicht so dolle, aber die Zahlen sind besser als die Analystenerwartungen." [...] Gegenüber ärgert sich Carsten Jobs. Die Deutsche–Bank–Aktie hat der 43–jährige nicht "geshortet", also leer verkauft – trotz seiner Vermutung, dass kurz vor dem Prozessauftakt im Mannesmann–Fall die Aktie schwächer tendiert. "Mist, der Markt ist heute 0,75 Prozent fester und das Deutsche–Bank–Papier klebt am Boden." Er beißt in einen grünen Apfel.

[...] 10.50 Uhr – Frankfurt
Alle sind im DAX und EuroStoxx aktiv, investieren aber auch mal im M–Dax, S–Dax, oder in Futures. Dafür nutzen sie zwei Trading–Systeme von sino. Zwei, falls mal eines ausfallen sollte.

[...] 18.30 Uhr – Frankfurt
Die Bürogemeinschaft der Profitrader beendet ihr Tagewerk. Es geht nach Hause zur Familie. "Jetzt ist es stressfreier, aber nicht stresslos", sagt Jobs.[...] Wenn sich eine gute Chance bietet, ordert er einfach von zu Hause aus. "Wer nicht mit Anspannung leben kann, hat im Handel nichts verloren." Und außerdem: Um ein guter Trader zu werden, glaubt er, braucht es durchaus zehn Jahre Markterfahrung. [...]

von Cora Gutiérrez

© 2004 Das Wertpapier

11.03.2004 Financial Times

Day-Trading revival sparks fears for stock market rally

Retail investors are back but their return could spell doom again, report Deborah Hargreaves, Patrick Jenkins and Christopher Brown–Humes [...] Stefan Middelhoff, trading manager at sino, a specialist day–trading broker based in Düsseldorf, says recent months have been "extraordinarily good". "If you extrapolate the March trading turnover so far, this is one of the best months for at least a year." [...]

© 2004 Financial Times

08.01.2004 Börse-Online

Daytrader: Die Szene wird reifer und professioneller

Aktien kaufen und rasch wieder mit Gewinn verkaufen – in Zeiten des Booms haben das auch Anfänger versucht. Inzwischen dominieren erfahrene Trader. Brokerhäuser bieten attraktive Angebote.
[...]
auf der Suche nach Daytradern in Deutschland scheint es, als hätten sie angesichts der Börsenflaute der vergangenen Jahre schon aufgegeben. Der erste Eindruck täuscht. Sicher, die Zahl der Daytrader hat seit 1999 stark abgenommen, darin sind sich Branchenkenner wie Mario Hipp von Fimatex einig: "Da hat es eine Auslese gegeben." Aber in der Versenkung verschwunden sind vor allem die Unbedarften und die vom Börsenboom Berauschten.
[...]
Geblieben sind die Profis, und ihre Zahl wird täglich größer.
[...]
Die Trader von heute sind gereift, professionelle Händler dominieren die Branche: ehemalige Banker, Börsenhändler und Makler, die in der Baisse wegrationalisiert wurden oder sich selbständig gemacht haben. Und mit der Zusammensetzung der Szene haben sich auch deren Ansprüche an die Anbieter geändert.
[...]
Händler mit Erfahrung steuern stattdessen meist Spezial–Broker wie sino oder Interactive Brokers an. Die bieten alles, was die Händler brauchen: spezielle Handelssysteme, fachkundigen Support und vor allem günstige Konditionen.
[...]
Ein Vergleich macht das deutlich: die comdirect bank handelte in den ersten neun Monaten 2003 Wertpapiere im Wert von 21,47 Milliarden Euro – mit rund 600.000 Kunden. sino hat nur knapp 250 Kunden, die aber generierten im gleichen Zeitraum einen Umsatz von 8,71 Milliarden Euro.
[...]
Für besonders lukrative Kunden räumt so mancher Online–Broker Sonderkonditionen nach Vereinbarung ein. Zudem wird ständig an den Angeboten gefeilt: Beim Aktienbroker sino können seit November auch Futures gehandelt werden, beim Futures–Spezialisten Tradinghouse.net neuerdings auch Aktien.
[...]
Denn das Interesse am Daytrading steigt weiter. Die Händler vermelden unisono: Umsätze und Zahl der Neukunden wachsen im Tandem. Bei Agora Direct werden derzeit drei Daytrading–Konten pro Tag eröffnet, und für sino war der September 2003 der Monat mit der höchsten Zahl von Transaktionen seit der Firmengründung im Oktober 1998.
[...]

von Tobias Kaiser

© 2004 Börse–Online, No. 3

14.12.2003 EuramS

Banken: Der Klick zum Börsenglück

Viele Anleger ordern nur noch via Internet. Das bringt ihnen mehr Vorteile als nur niedriegere Gebühren. Was die einzelnen Online–Broker bieten, wie ihre Kunden davon profitieren

[...]

Die Beliebtheit des Internet für den Aktienhandel hat mehrere Gründe. Das fängt schon bei den Gebühren an. Die sind im Vergleich zum Bankschalter konkurrenzlos günstig. Während die Banken am Schalter meist rund ein Prozent Gebühr abrechnen, verlangen Online–Broker hier oft nur 0,2 oder 0,3 Prozent vom Umsatz [...]

Egal, ob Daytrading oder Value–Strategie – beim Ordern ist Schnelligkeit wichtig. Und da haben Kunden der Online–Broker eindeutig die Nase vorn. Meist hat er schon wenige Sekunden später eine Ausführungsbestätigung auf dem PC. [...]

Immer wichtiger wird auch der Einblick ins Xetra–Orderbuch. [...] Erfahrenen Anlegern genügt oft ein Blick ins Orderbuch, um die weitere Kursentwicklung einschätzen zu können. "Bei vielen Aktien sind auf Xetra die höchsten Umsätze. Anleger müssen daher wissen, was dort vorgeht, wie die Orderstruktur aussieht", sagt Ingo Hillen, Vorstand des Broker–Hauses sino AG in Düsseldorf. [...]

Die Deutsche Börse bietet zum Beispiel Anlegern mit der so genannten Iceberg–Order die Möglichkeit, größere Positionen auf Xetra einzustellen, dabei aber die tatsächliche Ordergröße zu verbergen.[...] In den USA funktionieren solche Iceberg–Order sogar schon ab einer Stückzahl von 200. Dort müssen dann selbst bei großen Positionen nur 100 Stück im Orderbuch erscheinen.[...]

Realtime–Kurs und Orderbuch sind auch fürs News–Trading wichtig: Ist eine Meldung erst über den Ticker gelaufen, muss es mit der Order in vielen Fällen ganz schnell gehen. [...] "Auf Ad–hoc–Meldungen reagieren manche Kunden blitzschnell. In unserem Haus liegt der Rekord bei vier Sekunden nach Bekanntgabe einer Nachricht", bestätigt Sino–Vorstand Ingo Hillen. Und das kann bares Geld bringen.Beispiel FJH: Kaum wurde im November bekannt, dass die Staatsanwaltschaft wegen Bilanzmanipulation gegen den Hersteller von Versicherungssoftware ermittelt, fiel der Kurs in der ersten Viertelstunde nach Bekanntgabe der Meldung um rund 20 Prozent. Wer sofort reagierte und seine FJH–Aktien verkaufte, blieb weitgehend verschont. "Wenn Anleger eine Aktie nicht besitzen, können sie mit Leerverkäufen trotzdem von fallenden Kursen profitieren", sagt Hillen. Das Prinzip dabei ist einfach: Wer bei einer Aktie fallende Kurse erwartet, verkauft diese leer, also ohne, dass er sie in seinem Depot hat, und kassiert dafür den aktuellen Börsenpreis. Fällt die Aktie wie erwartet, kauft der Anleger die leer verkaufte Aktie zum niedrigeren Kurs wieder zurück. Die Differenz zwischen höherem Verkaufskurs und Rückkaufspreis ist sein Gewinn. Mit FJH verdienten manche Anleger so innerhalb von 15 Minuten mehr als 20 Prozent. [...]

Noch eine Strategie lässt sich Online gut umsetzen: Arbitrage. Anleger machen dabei Cross–Border–Geschäfte, sie handeln eine Aktie also in zwei verschiedenen Ländern.[...] Vor allem zu Handelsbeginn in den USA gebe es hier oft profitable Möglichkeiten.

Cross–Border–Geschäfte sind bei den meisten Online–Brokern möglich. sino [...]bieten ihren Kunden auch Realtime–Kurse von Nyse und Nasdaq, die Möglichkeit einer Iceberg–Order und den Blick ins US–Orderbuch, das so genannte Level2.

[...]

von Georg Pröbstl

© 2003 Euro am Sonntag

20.11.2003 WiWo

Rechnen können

Geldgeschäfte übers Internet – das war eine der faszinierendsten Ideen im New–Economy–Hype. Nur wer bescheiden und flexibel blieb, hat überlebt.

[...]

Ein paar Nummern kleiner arbeitet der Düsseldorfer Onlinebroker sino. Ihn als Nischenanbieter zu bezeichnen, wäre fast schon eine schamlose Übertreibung. "Der sino Vorstand kann seine Kunden jeden Morgen mit Handschlag begrüßen", lästern Konkurrenten. Zuletzt waren es 250. "Aber die Richtigen", freut sich Sino–Gründer Ingo Hillen. Denn diese zwei Hundertschaften bewegten 2002 an der Börse so viel Geld wie 300 000 Kunden von Comdirect.

"Heavy Trader" nennt sie die Branche. 20, 30 oder noch mehr Orders pro Tag sind bei sino Kunden die Regel. Damit verdienen sie auch schon mal ein paar Tausend Euro am Tag. Müssen sie auch, denn Kunde bei sino zu sein, ist Luxus pur. Zwar ist jede Wertpapierorder selbst recht günstig, aber für die Monatsgebühr von maximal 1.250 Euro, die wenig aktive Kunden zahlen müssen, wäre auch eine komfortable Altbauwohnung zu mieten. Dafür stellt sino eine Technik zur Verfügung, von der andere nur träumen.

Vier Jahre hintereinander macht sino schon Gewinn. Im Boomjahr 2000 waren es 3,5 Millionen, zuletzt noch 1,2 Millionen Euro. Der Massenmarkt hat Vorstand Hillen nie interessiert: "Man muss nur rechnen können: Das lohnt sich nicht als reiner Broker." So belustigt ihn der Spagat, den die Onlinebroker von gestern versuchen: vom Girokonto über die Baufinanzierung bis zum außerbörslichen Terminhandel alles für alle zu bieten.

[...]

© 2003 Wirtschaftswoche, Nr. 048

22.10.2003 Manager Magazin

sino AG: Die Heavytrader kommen wieder

Es geht wieder aufwärts für die Onlinebroker. Nach dem Kater der vergangenen Monate erlebt der Aktienhandel eine neue Blüte. Die Internetbroker buhlen dabei vor allem um die Heavytrader. Genau auf diese Klientel hat sich die Sino AG spezialisiert und arbeitet damit profitabel.

Düsseldorf – Aufstieg und Fall liegen dicht beieinander. Die kleinsten Schwankungen an den Börsen können über Millionengewinn oder –verlust entscheiden. Und immer mehr Daytrader finden Gefallen daran.

So hieß es in Medienberichten 1999. Der Börsenboom lockte damals zahlreiche Normalverbraucher ins hoch spekulative Geschäft. Dann kam der Crash und viele verloren weit mehr als nur die Lust am Börsenhandel. Doch mit dem Aufschwung an den Märkten kommen auch die Heavytrader wieder zurück.

Zu Boomzeiten richtete die Deutsche Bank noch Center für Daytrader in großen Städten ein. Kunden zahlten eine Gebühr und dann konnte es losgehen mit dem Handeln. Mittlerweile sind diese Handelsplätze wieder verschwunden, das Geschäft machen die Internetbroker. Der technologische Fortschritt sorgte dafür, dass der Börsenhandel ins heimische Wohnzimmer gelangte.

Platz in der Nische

Einer der Anbieter, die sich auf die neuen Heavytrader konzentrieren, ist die Düsseldorfer Sino AG. Das Unternehmen wurde 1998 von Ingo Hillen und Matthias Hocke gegründet. Rund 25 Mitarbeiter zählt die Aktiengesellschaft derzeit, 250 Kunden gehören zu ihrem Stamm.

Was sich auf den ersten Blick bescheiden anhört, sieht auf den zweiten Blick jedoch ganz anders aus. Das vorläufige Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2002/03 der Sino AG beläuft sich vor Steuern auf 1,2 Millionen Euro. Das Wertpapier–Handelsvolumen des vergangenen Geschäftsjahres beträgt etwa elf Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss liegt bei 5,3 Millionen Euro. Ein schöner Betrag, findet Hillen. Auch in diesem Jahr werde es eine sehr gute Dividende geben.

"Sino generiert etwa 40 Prozent des Handelsvolumens der Comdirect Bank", sagt Hillen. Tatsächlich verzeichnet die Comdirect im ersten Halbjahr 2003 mit 612.472 Kunden ein Handelsvolumen von 13,27 Milliarden Euro. Bei Sino seien es im ersten Halbjahr etwa 5,32 Milliarden Euro gewesen. Auch das zweite Halbjahr sei viel versprechend, sagt Hillen. Der September sei der beste Monat überhaupt gewesen.

Das Buhlen um die Daytrader

Hillen und Hocke haben das Unternehmen offenbar in der Nische gut platziert. Dabei wollten die beiden Gründer die Sino AG am Anfang gar nicht als Heavytrader–Plattform positionieren. Doch der Markt habe sich so entwickelt, sagt Hillen. Bereits nach einem halben Jahr wurde den Managern klar, dass sie sich nur um die Vielnutzer kümmern sollten. Mainstream ist nichts für Hillen. Kostenintensiv und aufwändig.

Doch das lukrative Geschäft mit den Daytradern, die tausende Euro an einem Tag hin und her schieben und dabei natürlich immer wieder Provisionen zahlen, lockt auch die andern Häuser wieder vermehrt an. Die Comdirect bietet derzeit beispielsweise eine "No–fee"–Aktion fürs Livetrading. Ein anderes Beispiel ist der Devisen–Onlinebroker Ibas, der zu einem vierwöchigen Schnupperkurs einlädt. Selbst auf dem TV–Sender n–tv wirbt die Stuttgarter Börse im Stundentakt für hoch riskante Optionsscheine.

Der 33–jährige Hillen sieht sein Unternehmen gegen die Konkurrenz indes gut gewappnet. "Unsere Kunden sind alle Profis", sagt er. Sein Wunschkunde: Mehr als 30 Trades im Monat, oder ein Umsatz von 750.000 Euro Wertpapiervolumen. Da kann nicht jedermann mithalten. Dennoch will der Manager weiter wachsen. Vorgenommen hat er sich, die Kundenzahl im kommenden Jahr auf 320 zu steigern.

Multiple Handelsplattform

Dafür will er die Handelsplattform noch deutlich ausbauen. Demnächst könne auch an der Eurex gehandelt werden, sagt er. Nächstes Thema sind die riskanten Optionsscheine. Ganz nebenbei will der Vorstand auch das B2B–Geschäft ausbauen. Die Software Sino X–Trader Pro soll anderen Bankhäusern angeboten werden. Dabei greift er auf die Mithilfe seines Gesellschafters HSBC Trinkaus & Burckhardt zurück. Deren 100–prozentige Tochter, die Gesellschaft für industrielle Beteiligungen und Finanzierungen, ist mit 19 Prozent an der Sino AG beteiligt. 44 Prozent der Anteile liegen in den Händen von Hillen und Hocke, der Rest teilt sich auf verschiedene Privatinvestoren, Kunden, Geschäftspartner und die Fritz Nols Global Equity Services auf.

Eine Multi–Exchange–Plattform wolle er anbieten, schwärmt Hillen. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollen seine Kunden über Sino an möglichst vielen Börsen handeln können. Darüber hinaus plant der gelernte Bankkaufmann die Plattform für den Devisenhandel, den Futuremarkt und gegebenenfalls auch für den Handel mit Rohstoffen wie beispielsweise Gold zu öffnen. Ob er die Sino AG selber an die Börse führen möchte? Nein, sagt Hillen. Derartige Pläne habe er für die Handelsplattform nicht.

Von Alexandra Knape

© 2003 manager–magazin.de

17.10.2003 Platowbrief

sino wird zum 5. Mal in Folge schwarze Zahlen bekannt geben

Lieber wenig gute Kunden als ein Heer von Karteileichen. Frei nach diesem Motto hat die sino AG im Geschäftsjahr 2002/03 (per 30.9.) zum 5. Mal in Folge schwarze Zahlen geschrieben. Wie auf dem Parkett gemunkelt wird, brachten es die Westdeutschen auf einen Vorsteuer– gewinn von etwa 1,2 Mio. Euro. Offizielles erst in der kommenden Woche. Der "High End Broker", bei dem die nur rd. 250 Kunden pro Jahr nicht weniger als eine halbe Mio. Transaktionen durchführen, bietet Consors oder Comdirect damit erneut die Stirn im Kampf um die aktivsten Trader. An sino sind neben den Gründern auch HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie die angeschlagene Fritz Nols Global Equity beteiligt.

© 2003 Platowbrief

07.09.2003 FAS

Nur Biedermänner sind gute Börsenzocker

Daytrader brauchen den Nervenkitzel. In Sekunden– schnelle schließen sie Wetten auf den Markt ab – und liegen oft daneben. Erfolgreich sind nur die Vernünftigen.

Was Kai Rosemeier beruflich macht, wissen nur engste Freunde und seine Familie. Den Nachbarn hat er erzählt, er sei "so was Ähnliches wie Anlageberater". Genauer wollten die es dann auch nicht wissen. Vielleicht hätten sie es auch nicht verstanden. Rosemeier ist Daytrader. Er handelt professionell mit Aktien, kauft und verkauft per Mausklick, verdient und verliert sein Geld im Sekunden– handel. Daytrader wie Rosemeier bleiben gern anonym. "Unser Image ist schon ziemlich problematisch", sagt er, "wir werden ja oft in die Nähe von Glücksspielern gerückt". Weil Daytrader Wetten darüber abschließen, wo eine Aktie in den nächsten Sekunden oder Minuten steht. Doch Rosemeier sieht das Traden als harte Arbeit an. "Ich bin überhaupt keine Spielernatur, würde nie in ein Casino gehen."

Der Siebenundreißigjährige ist ein erfahrener Daytrader. Seit 1997 ist er im Geschäft. Davor hat er Geschichte studiert und nebenher als Wirtschaftsjournalist gearbeitet. Irgendwann kam er zum Börsenhandel. Und stieg professionell ein. In seiner Doppelhaushälfte in einer westfälischen Kleinstadt hat er ein Büro eingerichtet. Auf mehreren Flachbildschirmen verfolgt er gebannt das Börsengeschehen. Rosemeier ist Arbitrageur und damit Feind eines jeden Kursmaklers: Er handelt bevorzugt amerikanische Nebenwerte, versucht Preisunterschiede der Kursmakler an verschiedenen Börsen auszunutzen. An diesem Dienstag sind es die Kurse von Calypte Biomedical, Internet Initiative Japan und ITXC. Von morgens 9.00 bis abends um 22.30 Uhr erstreckt sich meist der Arbeitstag von Kai Rosemeier. 30 Trades wird er am Ende des Dienstags gemacht haben. Mit Gewinn? Das will er nicht sagen, darüber sprechen Daytrader selbst untereinander nicht.

Es ist ein einsames Geschäft, das nur Hartgesottene lange durchhalten. Untersuchungen in Amerika haben ergeben, dass ohnehin 70 Prozent der Daytrader Verluste machen. Viele verfallen nach schnellen Gewinnen der Gier, jonglieren mit Millionenbeträgen und verspielen am Ende Haus und Hof. So geschehen vor einigen Jahren in den Vereinigten Staaten, als ein Daytrader aus Atlanta zuerst sein gesamtes Vermögen verlor und später in einem Amoklauf Frau und Kinder und neun weitere Menschen in seinem Daytrading Center erschoss.

"Täglich an der Börse handeln kostet immens viel Kraft. Das kann man nicht bis 50 machen."

Heute hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. "Unsere Kunden sind alle Profis", sagt Ingo Hillen, Vorstand der sino AG in Düsseldorf. Bei dem Online–Broker sind 248 Daytrader registriert. Ein einzelner sino Händler hat laut Hillen im vergangenen Jahr so hohe Wertpapierumsätze erzielt wie 1750 Kunden beim Online–Broker Comdirect. Wie zum Beweis deutet Hillen auf den Flachbildschirm und zeigt die Order eines Kunden: "Konto 6" hat an diesem Vormittag den Kurssprung der GPC Aktie ausgenutzt. Die Biotechfirma hatte zuvor in einer Ad–hoc–Mitteilung darüber informiert, dass ihr Krebsmedikament Satraplatin von der FTA die Genehmigung für den Beginn der klinischen Phase III erhalten habe, was die Chancen auf eine Zulassung erhöhe. "Das sind Informationen, wie Daytrader sie lieben", erklärt Hillen. Denn dann kommt Bewegung in eine Aktie. "Konto 6" hat allein 14 Trades in der GPC Aktie ausgeführt. Seinen Verdienst kann Hillen im Orderbuch leicht ablesen: 2871 Euro vor Gebühren. "Nicht schlecht für vier Stunden Arbeit", sagt Hillen. Er selbst freut sich über die rund 450 Euro Gebühren, die "Konto 6" an sino zahlt. Und auch andere sino Kunden sind an diesem Tag auf den GPC Zug aufgesprungen. Jede zehnte GPC Order der 375 000 Aktien, die insgesamt in XETRA gehandelt wurden, kamen von einem sino Kunden.

Daytrader verdienen nicht nur bei steigenden Kursen. Eine erfolgreiche Strategie in einer Baisse ist der sogenannte Leerverkauf von Aktien. Dabei verkaufen die Spekulanten ("Shortseller") zuvor geliehene Aktien in der Hoffnung, sie bei sinkenden Kursen billiger zurückzukaufen, um sie dann an den Verleiher zurückgeben zu können. Die Differenz ist der Gewinn des Shortsellers.

Der Leerverkauf von Aktien war die Gründungsidee der sino AG. Hillen und sein Vorstandskollege Matthias Hocke, beides ehemalige Bankkaufleute, haben ihre Daytrader–Firma 1998 gegründet und beschäftigen heute 26 Mitarbeiter. Für alle gilt absolutes Daytradingverbot. Sie sollen nicht für sich selbst tätig sein, sondern für den Kunden: Wenn Kai Rosemeier mal mit Mischlingshund "Alex" spazieren geht, überwacht der Betreuer in Düsseldorf seine offenen Positionen. Im sino Handelsraum sieht es aus wie daheim bei einem Daytrader. Auf jedem Arbeitsplatz stehen vier Monitore. Hinter den Schreib– tischen stapeln sich Getränkekisten, Leergut von heißen Sommertagen. Während des Börsenhandels haben die Broker wenig Zeit zum Mittagessen. Es muss schnell gehen, manchmal bleibt nur der Griff in die Chipstüte. [...]

Kai Rosemeier sieht es ganz nüchtern. "Dieser Streß, ständig neue Positionen eingehen zu müssen, immer am Markt zu sein, kostet immens viel Kraft. Das kann ich nicht bis 50 machen."

Daytrader:
Nur keine Positionen über Nacht halten

Die Zeiten, in denen an der Börse spielend ein Vermögen verdient werden konnte, sind auch für Daytrader vorbei. Aber es gibt sie unverändert, die professionellen und hyperaktiven Händler, die mehrmals täglich Aufträge erteilen. Ein paar tausend sollen in Deutschland noch aktiv sein. Oft sind es ehemalige Börsenmakler oder Bankenhändler, die von zu Hause auf eigene Rechnung spekulieren. Daytrader investieren nie langfristig, sondern halten ihre Positionen in der Regel nur einen Tag, meist nur für wenige Stunden oder Minuten. Sie kaufen und verkaufen direkt am Markt, und holen sich über Börseninformationssysteme ihrer Broker alle relevanten Daten. Gehandelt wird fast alles: Aktien, Futures und Optionen. Das Daytraden gibt es seit dem Börsencrash von 1987. Damals erleichterte die Börsenaufsicht in den Vereinigten Staaten den Zugang zum Aktienhandel.

von Henning Peitsmeier

© 2003 FAS Sonntagszeitung

14.08.2003 Börse-Online

Daytrader: Vom Vorstandsposten zum Chef der Ich-AG

Die Krise der Banken hat viele Aktienhändler ihren Arbeitsplatz gekostet. Einige handeln jetzt auf eigene Rechnung. Für spezialisierte Online Broker sind sie lukrative Kunden.

[...] Am Phänomen der Heim–Händler verdienen auch spezialisierte Online–Broker, die Profi–Ausstattung für das Wohnzimmer anbieten. Die Düsseldorfer sino AG spezialisiert sich ganz auf den Bereich der Heavy Trader: "Wir haben im Juli 50.000 Orders mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro abgewickelt, und das mit lediglich 250 Kunden", sagt Vorstand Ingo Hillen. Wie lukrativ Heavy Trader sind, zeigt folgende Rechnung: Bei sino hat laut Hillen im Kalenderjahr 2002 jeder Kunde soviel Wert– papierumsatz getätigt wie 1750 Kunden der comdirect. [...]

Arm oder reich mit nur einem Klick

"Performance, wie sie sonst nur institutionelle Anleger kennen." So bewirbt die Düsseldorfer sino AG ihr Angebot für "High End Brokerage". [...]

Die Profi–Systeme von sino [...] können deutlich mehr als die Standardanwendungen von Online–Brokern. So entfällt die zeitraubende Eingabe von Transaktionsnummern. Es lassen sich sogar die Sicherheitsabfragen ausschalten, so dass Handeln mit nur einem Mausklick möglich ist.

Zum Standard gehören der Einblick in das XETRA–Order– buch und Nachrichten der Agentur Reuters. Außerdem verleihen die Broker Aktien, die die Kunden nicht im Depot haben. So sind Leerverkäufe möglich, um an fallenden Kursen zu verdienen.

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Joachim Dreykluft

© 2003 Börse–Online

12.08.2003 FTD

Onlinebroker sino verdient kräftig dank Profihändlern - Kleine, aber feine Kundschaft beschert Milliardenumsatz

Onlinebroker sino hat im Juli 2003 mehr als 50.000 Orders im Gesamtvolumen von 1,2 Mrd. € abgewickelt. Wie Ingo Hillen, im Vorstand für Handel und Finanzen zuständig, der FTD sagte, erwirtschaftete sino in den ersten zehn Monaten des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres ein Vorsteuerergebnis von 950.000 € nach 984.000 € vor Jahresfrist. Der 1998 gegründete Onlinebroker war als einziges Unternehmen dieser Branche von Anfang an profitabel, obwohl er nur 250 Kunden hat. Diese Klientel hat es freilich in sich. Nach Hillens Worten handelt es sich ausschließlich um so genannte Heavy Trader – Kunden mit hohem professionellem Standard, die Wertpapiere aller Art an den Börsen der Welt handeln. Zu dieser Stammkundschaft gesellen sich im Zuge der Probleme der deutschen Kreditwirtschaft etwa 50 Profis aus dem Umfeld von Banken, Maklern und Wertpapierhäusern, die nun die Plattform von sino für Geschäfte auf eigene Rechnung nutzen. Im bisherigen Jahresverlauf wickelte sino rund 300.000 Orders im Volumen von rund 6,5 Mrd. € ab.

Die Mehrheit der sino–Anteile liegt bei Hillen und seinem Partner Matthias Hocke. Als Abwicklungsbank fungiert HSBC Trinkaus & Burkhardt, die über ein ausgewiesenes Eigenkapital von 737 Mio. € verfügt. Im vergangenen Jahr hatte sich Trinkaus & Burkhardt mit 19 Prozent am sino Kapital beteiligt.

Rolf Lebert, Frankfurt

© 2003 Financial Times Deutschland

04.08.2003 WiWo

Zur Kasse bitten

Die Direktbanken locken mit großzügigen Sparzinsen und kleinen Gebühren. Die Wahl des besten Brokers hängt vom Anlagestil des Kunden ab.

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Für besonders aktive Daytrader erreichen die quartalsmäßigen Kosten bei den Marktführern sogar die 10.000–Euro–Marke. Sie fahren besser bei Spezialisten wie sino, Wallstreet–Online oder Stocknet. Durch die Bank attraktive Ordergebühren bietet auch die Postbank – dafür aber so gut wie keinen Zusatzservice.

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Stefan Hajek

© 2003 Wirtschaftswoche, Nr. 32

07.06.2003 RP

Onlinebroker sino ist als Nischenanbieter positioniert und schreibt damit schwarze Zahlen - Hoch profitabel mit wenigen Kunden

Über Bildschirme rauschen Börsenkurse, Aktien wechseln sekundenschnell den Besitzer – ein typisches Szenario für die Bankenstadt Frankfurt, dort "passiert" Börse. Da überrascht es, dass der einzige deutsche Onlinebroker, der Gewinne erwirtschaftet, in Düsseldorf heimisch ist: die sino AG. Im März 1998 gründeten Matthias Hocke und Ingo Hillen das Unternehmen. Die heute 32–jährigen lernten sich während ihrer Lehre bei der Deutschen Bank kennen. Beide arbeiteten als Broker, bevor sie sich selbstständig machten. Statt in der Börsenstadt Frankfurt, siedelten sie sino in Düsseldorf an – seit langem fühlen sich die Mönchengladbacher hier wohl. "Mit nur einer Hand voll Kunden waren wir bereits nach vier Monaten profitabel", erzählt Hocke stolz.

Heute zählt sino 220 Kunden – sogar in Hongkong, Südkorea und Moskau. sino stellt ihnen die Handelssoftware zur Verfügung, mit der sie ebenso schnell reagieren können wie Profis in Banken. Da sino keine Bank ist, werden die Konten und Wertpapierdepots bei HSBC Trinkaus & Burkhardt geführt. Die Traditionsbank ist mit 19 Prozent an sino beteiligt. Die Gründer halten rund 45 Prozent. Der Rest der Anteile liegt unter anderem bei Altgesellschaftern.

sino ist als Nischenanbieter auf so genannte "Heav Trader" spezialisiert. Diese sind an der Börse extrem aktiv, handeln bis zu 2.000 Mal im Monat. Bisweilen kaufen und verkaufen sie an nur einem Tag Allianz–Aktien für 30 Millionen Euro. "Viele sind ehemalige Bankhändler und Börsenmakler, die ihren Beruf aufgegeben haben und jetzt auf eigene Rechnung arbeiten", so Hillen.

Das Geschäft geht auf. Im vergangenen Jahr verdiente der Düsseldorfer 0,75 Millionen Euro. Damit ist sino der einzige profitable deutsche Onlinebroker – mit nur 220 Kunden. Kann man mit dem Massengeschäft kein Geld verdienen? "Zumindest hat das noch keiner nachhaltig geschafft", sagt Hillen. Im Gegenteil: Nach Abzug aller Kosten, Abschreibungen und Steuern macht die Konkurrenz Verluste, teilweise in dreistelliger Millionenhöhe. Zwar schmolzen auch bei sino in der Börsenflaute die Erträge. Immerhin arbeiten die Düsseldorfer aber mit Gewinn.

Auch die Kunden sind auf Erfolgskurs. "Einige haben im vergangenen Jahr über eine Million Euro an der Börse verdient", erzählt Hillen. Und die sino Gründer? Handeln sie? Fehlanzeige. "Nur weil man den Kunden zuschaut, lernt man nicht, wie man Millionen an der Börse verdient", sagt Hocke. In ihrer Freizeit kümmern sie sich lieber um ihre Hobbies: Hillen belohnt sich schon mal mit einem Gourmet–Menü. Hocke hat ein Faible für Autos.

Stichwort Online–Broker

So genannte Onlinebroker haben keine Geschäftsstellen. Die Kunden handeln mit ihnen über das Internet oder per Telefon. Die sino AG ist ein Spezialbroker. Der Düsseldorfer Broker bietet seinen Kunden ein sehr spezielles Angebot und richtet sich ausschließlich an so genannte "Heavy Trader", die extrem oft an der Börse handeln. Zehn bis 15 Transaktionen im Monat sind das Minimum. Dazu stellt sino ihnen eine professionelle Software zu Verfügung – nicht zu vergleichen mit den Online–Anwendungen mancher anderer Broker.

Konto– und Depoteröffnung (Depotbank ist HSBC Trinkaus & Burkhardt) sind ab 50.000 Euro möglich. Herkömmliche Girokonten, etwa als Gehaltskonten, oder Sparbücher bietet jedoch sino nicht an.

Jessica Schwarzer

© 2003 Rheinische Post

21.02.2003 gsc.de

HV-Bericht sino AG

Zu der diesjährigen Hauptversammlung lud der in Düsseldorf beheimatete Online–Broker sino AG seine Aktionäre am 20. Februar 2003 in den Konferenzsaal "Peter von Cornelius" des Steigenberger Parkhotel in Düsseldorf ein. Der Aufsichtsratsvorsitzende Achim Pütz begrüßte die 12 anwesenden Aktionäre, Gäste und Alexander Langhorst von GSC Research als Vertreter der Presse. Nach Erledigung der üblichen Formalien erteilte Herr Pütz den beiden Vorständen Ingo Hillen und Matthias Hocke das Wort.

Bericht des Vorstands

Vorstandsmitglied Ingo Hillen begrüßte die Erschienenen ebenfalls sehr herzlich und wies in seinen einleitenden Worten auf den kurz bevorstehenden fünften Geburtstag der sino AG hin. Der Online–Brokerage–Markt war im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut von den deutlich rückläufigen Börsenumsätzen beeinflusst. Besonders stark betroffen waren nach Vorstandsangabe die für Online–Broker wichtigen Segmente Neuer Markt und ausländische Werte.

Um einen Eindruck von der Schärfe des Rückgangs zu vermitteln, führte Herr Hillen aus, dass das Umsatzvolumen an den deutschen Börsen während des vorvergangenen Geschäftsjahres noch rund 250 Mrd. EUR betrug. Im vergangenen Geschäftsjahr reduzierte sich dieses um rund zwei Drittel auf lediglich noch 80 Mrd. EUR. Die rückläufige Entwicklung der Börsenumsätze setzte sich in den ersten fünf Monaten des seit dem 1.10.2002 laufenden Geschäftsjahres weiter fort.

Dieser Entwicklung habe sino frühzeitig Rechnung getragen, indem nicht nur die Kostenbasis angepasst wurde, sondern auch andere Handelssegmente in den Fokus der eigenen Kunden gerückt wurden. Exemplarisch wurde die Gebührensenkung für DAX–Trades sowie die Schaffung des DAX Trader Clubs für in diesem Segment besonders aktive Trader vom Vorstand genannt.

Der Erfolg dieser Bemühungen schlägt sich nach Vorstandsangabe in der erneut verbreiterten Kundenbasis und der gestiegenen Anzahl von Kundendepots nieder. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Depots um 65 Prozent oder 75 Depots auf 191 zum Bilanzstichtag am 30. September 2002. Auch in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres setzte sich dieser positive Trend fort, und aktuell liegt die Depotanzahl bei 214.

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Provisionserlöse von 7,6 auf 5,7 Mio. EUR. Die Verwaltungskosten konnten im Zuge der kritischen Überprüfung der Kostenbasis um rund 15 Prozent von 4,76 auf 4,03 Mio. EUR verringert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit rund 997 TEUR unter dem Vorjahr (2,087 Mio. EUR). Deutlich geringer fiel der Rückgang beim Jahresüberschuss aus, der sich von 961 auf 748 TEUR verringerte.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt nach Vorstandsangabe etwa 3,3 Mio. EUR, und die Eigenkapitalquote der sino AG liegt bei komfortablen 80 Prozent. Nach Ausschüttung der zu beschließenden Dividende von 0,20 EUR sowie der Bonuszahlung in Höhe von 0,38 EUR je Aktie an die Aktionäre wird die sino AG über liquide Mittel in Höhe von rund 1 Mio. EUR verfügen.

Angesichts des sehr unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds verzichtete der Vorstand auf eine Prognose hinsichtlich der im laufenden Jahr zu erwartenden Börsenumsätze. Wenngleich dieser Faktor erheblichen Einfluss auf das Ergebnis der sino AG besitzt, rechnet die Verwaltung bei einer vorsichtigen Schätzung mit einem Gewinn vor Steuern zwischen 0,8 und 1,2 Mio. EUR. Ein derartiges Ergebnis würde nach Vorstandseinschätzung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,30 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2002/2003 ermöglichen.

Im zweiten Teil der Vorstandsrede berichtete Matthias Hocke über die Planungen für die kommenden Jahre. Zielsetzung ist es weiterhin, den Kunden eine größtmögliche Qualität verbunden mit einer höchstmöglichen Stabilität des Abwicklungssystems zur Verfügung zu stellen. Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der künftigen Softwarelösungen wird die neue Tochtergesellschaft tick–IT spielen.

Die derzeitige Aufgabenstellung der tick–IT besteht darin, eine High End Trading–Software für den Handel an US–amerikanischen Börsenplätzen zu entwickeln. Zielvorgabe des neuen Systems mit dem Namen x–trader_pro ist eine höchstmögliche Qualität im Hinblick auf die Funktionalität und Stabilität der Software. Derzeit befindet sich die Software für den US–Handel in der Abschlussphase der Betatests.

Zum Abschluss ihrer Ausführungen ließen die beiden Vorstände die wesentlichen Eckpunkte der bisherigen Unternehmensgeschichte Revue passieren, verbunden mit dem Dank an Ideengeber, Mitarbeiter, Kunden und Freunde des Hauses sino, ohne die die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen fünf Jahre nicht denkbar gewesen wäre.

Abstimmungen

Nachdem aus dem Auditorium keine Wortmeldungen zu verzeichnen waren, wurde um 11:30 Uhr die Präsenz mit 1.442.274 Aktien oder 87,41 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden von der Hauptversammlung einstimmig und ohne Enthaltungen verabschiedet.

Im Einzelnen waren dies die Zahlung einer Dividende von 0,20 EUR je Aktie zuzüglich eines Bonus von 0,38 EUR je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4) sowie die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien (TOP 5). Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2002/2003 wurde die Warth & Klein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt (TOP 6). Der Wechsel vom bisherigen Prüfer, der Ernst & Young Deutsche Allgemeine Treuhand AG, wurde vom Vorstand auf Nachfrage zum einen als turnusmäßiger Vorgang dargestellt, zum anderen als Beitrag zur Kostensenkung.

Fazit

Die sino AG kann erneut auf ein sehr gut verlaufenes Geschäftsjahr zurückblicken – und das in einem Zeitraum, in dem nahezu alle Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar mit dem Kapitalmarkt zu tun haben, ihren Aktionären wenig Erfreuliches zu berichten haben. Um so bemerkenswerter ist die Tatsache, dass die sino AG, ihren Aktionären nicht nur eine im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte Dividende von 0,20 EUR je Aktie zahlt, sondern darüber hinaus auch einen zusätzlichen Bonus von 0,38 EUR gewährt. Positiv zu werten ist auch das Engagement HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA, die über eine 100prozentige Tochtergesellschaft einen 19prozentigen Anteil an der sino AG erworben hat.

Ermöglicht wird das gute Ergebnis – die sino AG ist derzeit der einzige profitabel arbeitende Online–Broker auf dem deutschen Markt – durch eine schlanke und kostengünstige Struktur sowie die Fokussierung auf die Zielgruppe der sogenannten Heavy–Trader. Das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres belegt eindrucksvoll, dass die sino AG nicht nur im gegenwärtigen schlechten Kapitalmarktumfeld sehr gut aufgestellt ist.

Von einer möglichen Verbesserung der Stimmung an den Finanzmärkten und damit wieder steigenden Umsatzvolumina sollte die sino AG zudem überproportional profitieren können. Weitere interessante Impulse dürften sich aus dem neuen System x–trader_pro für den Handel an US–amerikanischen Börsen ergeben.

© 2003 GSC Research

17.09.2002 FAZ

Day-Trader treiben den Kurs der Mobilcom-Aktie in die Höhe - Für 7,30 Euro verkaufen und wenig später für 3,10 Euro kaufen

Geringe Rolle der Hedgefonds

ham. FRANKFURT, 16. September. Die Kurssprünge der Mobilcom–Aktie sind ein gefundenes Fressen für Privatanleger mit einem Zeithorizont von einem Tag oder nur wenigen Stunden. Mit 600 Transaktionen haben rund 50 dieser sogenannten "Daytrader" beim Düsseldorfer Broker sino am Montag nach Auskunft von sino Vorstand Ingo Hillen 100 000 Euro verdient. 1,8 Millionen Stück Aktien wickelte sino bis zum Mittag ab – rund 10 Prozent des bis dahin insgesamt erzielten Umsatzes auf Xetra und in Frankfurt. Hedgefonds hingegen sind offenbar nur in geringem Ausmaß für die Kurskapriolen verantwortlich. Für Hugh Hendry, Fondsmanager bei Odey Asset Management, einem in London ansässigen Hedgefonds, der 300 Millionen Dollar verwaltet, ist die Mobilcom–Aktie nicht mehr interessant. "Wenn eine Aktie schon 90 Prozent von ihrem Höchstkurs gefallen ist, dann suche ich mir eine andere", sagt Hendry. Derzeit hält er zum Beispiel die Erwartungen, die Anleger in SAP und Siemens setzen, für überzogen.

Eine erfolgreiche Strategie von Daytradern und Hedgefonds ist der Leerverkauf von Aktien ("wir gehen short"). Bei dieser Technik setzen sie auf sinkende Kurse, indem sie sich Aktien leihen, diese verkaufen und sie später billiger zurckkaufen, umü sie dann an den Verleiher zurückzugeben. Die große Zeit der Hedgefonds am Neuen Markt war nach dem Höchststand im März 2000. "In den dann folgenden Monaten haben wir mit der Mobilcom–Aktie das Zwanzigfache des Einsatzes verdient", erinnert sich Hendry. Vermutungen, in der vergangenen Woche hätten Hedge–Fonds den Mobilcom–Kurs bei Umsätzen, die das Normalmaß um das Zwangzigfache überstiegen, unter Druck gebracht, hält Hendry für abwegig. "In der letzten Woche hat man wieder gesehen, daß der durchschnittliche Anleger erst dann Aktien verkauft, wenn die Pleite eines Unternehmens abzusehen ist."

sino Vorstand Hillen beschreibt das ideale Umfeld für Daytrader so: mehrere unterschiedlich zu interpretierende Neuigkeiten, die auseinandergehende Einschätzungen zu einer Aktie nahelegen. "Wo hohe Kursschwankungen und hohe Umsätze zu erwarten sind, sind unsere Kunden dabei", sagt er. Am Montag erwies sich zum Beispiel die folgende Transaktion als erfolgreich: Zum Handelsauftakt wurden an der Berliner Börse für 7,30 Euro je Stück Mobilcom–Aktien verkauft (short) und dann im weiteren Verlauf für 3,10 Euro zurückgekauft. Die Hoffnung auf eine Rettung der Mobilcom durch den Staat trieb vor Börseneröffnung den Kurs nach oben. Zweifel an der Tragfähigkeit der Rettungspläne ließen dann den Kurs wieder bröckeln. Der Tiefstkurs am Montag bedeutete aber immer noch eine Verdreifachung im Vergleich zum Schlußkurs am Freitag, als die Insolvenz kaum noch abzuwenden schien.

Nur ganz wenige Privatanleger haben die Möglichkeit, Aktien leer zu verkaufen. Die sino AG, Düsseldorf, bietet lediglich sogenannten "Heavy Tradern" diesen Service an. Dies sind oft ehemalige Börsenmakler. Wer beim Kooperationspartner HSBC Trinkaus & Burkhardt mit mindestens 50 000 Euro Eigenkapital ein Depot eröffnet und viel Börsenerfahrung nachweisen kann, erhält von sino eine Handelsplattform nach Hause geliefert. Mit dieser kann er wie ein Profi handeln. Er erhält sofort die Börsenpflichtmitteilungen und kann mit einem einzigen Klick mit der Maus am heimischen Computer Aktien kaufen oder verkaufen. Im Juli bewegten die 200 Kunden von sino Wertpapiere im Wert von 1,7 Milliarden Euro. Einige Trader haben bis zu acht Bildschirme, um immer auf dem laufenden zu sein.

Gerade für Leerverkäufer ist der Umsatz in einer Aktie wichtig. Denn irgendwann muß die Position durch einen Rckkauf üausgeglichen werden. Parallel zu den eingebrochenen Umsätzen am Neuen Markt stellt Hillen eine Abwanderung seiner Kunden zu Dax–Titeln fest. Entsprechend hat er ein Gebührenmodell, das sich für Anleger lohnt, die 300mal im Monat Dax–Werte im Volumen von je 40 000 Euro ordern.

© 2002 Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 216 / Seite 25

29.08.2002 brokertest.de

Interview mit dem Vorstand der sino AG

Ingo Hillen und Matthias Hocke über die Entstehung der sino AG, das aktuelle Marktumfeld und Ihre Visionen.

Das Gespräch führte David Ernsting.

Wie kam es zur Gründung der sino AG?

Hillen: Die Idee kam zusammen mit Rainer Müller (jetzt Aufsichtsrat) beim Börsenskifahren Interbourse in Squaw Valley 1998. Wenige Monate später habe ich dann zusammen mit Matthias Hocke und der Jobs&Lemcke AG die sino gegründet.

Was läßt sich über die beiden Vorstände sagen?

Hocke (lacht): Als Vorstand der sino AG bin ich für die Ressorts IT, Marketing und Vertrieb zuständig.

Nach meiner Banklehre studierte ich ab 1992 vier Semester Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bamberg. Das Studium war aber auf die Dauer zu theoretisch.

Schließlich war ich dann ab 1994 im Privatkundengeschäft der Hypobank Bamberg tätig, wo ich bis zu meinem Einstieg bei sino aktiv war. Mein vorrangiges Ziel ist, die beste professionelle Tradingplattform für einen absolut wettbewerbsorientierten Preis zum Kunden zu bringen (Application Service Provider).

Hillen: Ich bin für die Ressorts Handel, Finanzen und Controlling zuständig, ebenfalls als Vorstand.

Schon im November 1987 kaufte ich mir mit 17 Jahren – sozusagen im "vorbörslichen Alter" – meine ersten Aktien: zwei Daimler Benz Stücke für sage und schreibe jeweils 610 DM. Dieser Trade stellte den Anfangspunkt meiner Börsenleidenschaft dar.

Meine erste Karrierestation führte mich ab 1992 direkt ins Brokerage und hieß Hornblower Fischer, wo ich als Händler aktiv war. Knapp vier Jahre später wechselte ich dann zur Privatbank Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. als "Market Maker" an der Deutschen Terminbörse – heute Eurex.

Ab 1998 begann ich mit den Vorbereitungen für sino, die dann zunächst als GmbH geführt wurde, und schon im Oktober des gleichen Jahres wurde sino operativ.

Wie sind Sie bisher am Markt zurechtgekommen?

Hillen: Wir sind der einzige deutsche Broker, der auf Heavytrader spezialisiert ist – dies und stetige Innovationen (Shorten, Crossing, x–trader, realtime Reuters News, spezielles DAX Gebührenmodell) haben uns zum einzigen profitablen Onlinebroker unter den größeren Anbietern aus Deutschland gemacht.

Im Juli 2002 haben unsere Kunden etwa 1,7 Mrd Euro umgesetzt, dies entspricht fast 2% des Handelsvolumens der DAX 30 Werte.

Wie behaupten Sie sich in der aktuellen Marktsituation?

Hocke: sino setzt auf höchste Abwicklungsqualität, optimale Tradingtools, niedrige Gebühren und kompetenten Service. Damit sind wir erfolgreich und wir gehen davon aus, dass sich unsere Philosophie auch weiterhin durchsetzen wird, und wir in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus & Burkhardt unsere führende Marktposition behaupten werden.

Wo liegen die Stärken der sino AG?

Hocke: Wir haben die erfolgreichsten und anspruchsvollsten Kunden, die uns stetig fordern und denen wir das bestmögliche Paket anbieten – oder wie es einer unserer Kunden sinngemäß formuliert hat: "sino ist der beste Broker – alles andere zweite Wahl und damit nicht akzeptabel."

Wo sehen Sie Ihre Zielgruppe?

Hillen: Die aktivsten Trader in Deutschland sind unsere Zielgruppe, in diesem Bereich sind wir wohl unangefochten Marktführer.

Wo sehen Sie Konkurenz?

Hocke: Viele versuchen das Segment der Heavytrader zu bedienen, allerdings gelingt der Spagat zwischen Riester–Produkten, Sparplänen und Easy Investoren auf der einen Seite und höchstaktiven Tradern auf der anderen Seite in der Regel nicht. Es gibt keinen anderen deutschen Anbieter, der sich ausschließlich an diese Zielgruppe wendet. Und was sagen Ihre aktuellen Zahlen?

Hillen: Unsere Juli–Zahlen lassen sich so auf den Punkt bringen:

Mitarbeiter: 21
aktive Kunden: knapp 200
abgewickeltes Wertpapiervolumen: 1,7 Mrd. Euro.
Wohin bewegt sich Ihrer Meinung nach der Brokerage Markt?
Hocke: Es wird ein paar große Anbieter geben, die den Massenmarkt abdecken und ganz wenige Spezialanbieter – wir sind und bleiben derjenige für die aktivsten Trader in Deutschland.
Was ist Ihre Vision?
Hocke: Eine Vielzahl an Börsen über eine Plattform handeln zu können, ...


Hillen: ... dazu ein integriertes High End Chart–Tool und weiter verbesserte Orderfunktionalitäten!

© 2002 Brokertest.de

06.08.2002 Börsen-Zeitung

sino AG profitiert von Day-Tradern - Düsseldorfer Broker bedient lukrative Nische

ag Düsseldorf – In das allgemeine Wehklagen der Broker in Deutschland will die vergleichsweise kleine, doch äußerst aktive sino AG, Düsseldorf, nicht einstimmen. sino Vorstand Ingo Hillen (31) sagte der Börsen–Zeitung, die erst 1998 gegründete Gesellschaft erwarte per Ende des Geschäftsjahres 2001/2002 (30.9.) ein Vorsteuerergebnis von rund 1 Mill. Euro. Das fällt zwar niedriger aus als im Vorjahr, als gut 2 Mill. Euro verdient wurden, ist aber trotz der schwierigen Marktlage nicht im roten Bereich. Hillen zufolge ist sino der günstigste Broker für die besonders aktiven Kunden. Im Monat Juli hat sino mit rund 200 Kunden, im Wesentlichen Daytrader, rund 1,7 Mrd. Euro Transaktionsvolumen umgesetzt. Das sind rund 8,5 Mill. Euro pro Kunde. Laut Hillen macht damit ein sino Kunde so viel Geschäft wie 6000 Kunden der Comdirect. Die Zahl der Kunden erhöht sich monatlich um rund fünf.

Als Depotbankpartner fungiert HSBC Trinkaus&Burkhardt. Hillen genießt das konzernunabhängige Unternehmerdasein und schätzt die Perspektiven von sino zuversichtlich ein. Zusammen mit seinem Partner Matthias Hocke hält er rund 65% der Anteile. Als erster Broker in Deutschland habe sino den Kunden die Möglichkeit zu Leerverkäufen geboten.

© 2002 Börsen–Zeitung

13.06.2002 Börse-Online

Aktionäre für einen Augenblick

"Heavy Traders" verdienen ihren Lebensunterhalt am Bildschirm. Sie machen Geld auch in schwierigen Börsenzeiten. Ein Zuckerschlecken ist der Job aber keineswegs. Hinter den Gewinnen steckt harte Arbeit.

Wenn Taxifahrer den Weg zu Olaf Rath suchen, dann kehren sie oft unverrichteter Dinge wieder um. Raths Domizil liegt versteckt in einem gediegenen Wohnviertel im Ruhrpott–Städtchen Bottrop. Wer vor dem unscheinbaren Mietshaus steht, ahnt nicht, dass im obersten Stockwerk jeden Monat etliche Millionen Euro umgesetzt werden.

Olaf Rath ist ein "Heavy Trader". Der 30–jährige sitzt täglich 12 Stunden vor dem Bildschirm, ständig online verbunden mit Deutschlands Börsen. Angestrengt hält er Ausschau nach Aktien, deren Tagescharts Gewinne versprechen. Findet er eine, macht er blitzschnell sein Geschäft – meist indem er das Papier "shortet". Dabei verkauft er in einem Abwärtstrend Aktien zu einem relativ hohen Preis, die er noch nicht besitzt. Sekunden später kauft er sie dann billiger ein, und schließt so die Position. Sein Handelsvolumen dabei: mehrere Tausend Stück.

"Mit Kanonen auf Spatzen schießen" nennt Rath diese Strategie, mit der er sich Mausklick für Mausklick den größten Teil seiner Tagesgewinne erarbeitet. "Eine Kursdifferenz von acht Cent bei zehntausend Aktien," rechnet er vor, "ist schon ein gutes Geschäft". Neben dem "Chart–Trading" setzt er auf Arbitrage, erwirbt Aktien billig an einer Börse und verkauft sie Augenblicke später etwas teurer an einem anderen Handelsplatz.

Solche Geschäfte sind selten geworden.

Kaum ein Marktteilnehmer kennt die Bedeutung des Wortes "Flaute" an der Börse besser als ein Daytrader. "Unser größtes Problem ist das geringe Handelsvolumen", klagt Rath. Gerade in der Arbitrage leben Trader davon, viele Aktien schnell zu kaufen und zu verkaufen. Wird wenig gehandelt, bleiben sie auf Positionen sitzen. "Viele Papiere fasse ich deshalb erst gar nicht an." Damit sinken jedoch auch die Chancen für gute Deals.

Um dennoch Gewinne zu machen, greift Rath auf eine Hightech–Ausrüstung zurück. Davon zeugen vier Flachbildschirme, die er am Schreibtisch sitzend in seinem kleinen Arbeitszimmer immer im Blick hat. Die zwei dazugehörigen Rechner stellt ihm der Online–Broker sino – ein Sammelbecken für Deutschlands Heavy Trader. Die Düsseldorfer betreuen kaum zweihundert Kunden.

Diese allerdings haben es in sich: Jeder von Ihnen macht im Schnitt einen monatlichen Wertpapierumsatz von 5 Millionen Euro.

sino versorgt die Trader mit Software und Nachrichtensystemen, wie sie auch professionellen Aktienhändlern zur Verfügung stehen. Dieser Luxus hat seinen Preis. Allein für Online– und Telefonkosten legt Rath im Monat rund 1200 Euro hin. Das Geld will erst einmal verdient sein – vor allem an Tagen, an denen es schlecht läuft. "Manchmal", erzählt er, "schufte ich bis abends, nur um die Verluste vom Vormittag reinzuholen."

Tage wie diese kennt auch Sascha Berndt.

Nur muss er sich darüber nicht mehr so viele Gedanken machen. Berndt gilt als einer der reichsten Trader Deutschlands. Dass er 'es geschafft hat', wie es in Traderkreisen heißt, darauf deutet vor allem sein exklusives Hobby hin. Der 26–jährige sammelt Luxussportwagen Marke Ferrari, Porsche und Maserati. Damit pendelt er von Düsseldorf in die Schweiz. Dorthin hat er seinen ersten Wohn– und Firmensitz verlegt – "aus steuerlichen Gründen".

Berndts Düsseldorfer Büro besteht aus zwei spärlich eingerichteten, kahlen Räumen. In einem davon arbeitet er an drei Schreibtischen gleichzeitig, umrahmt von sechs stattlichen Bildschirmen. Auch Berndt macht sein Geld mit Arbitrage, allerdings im internationalen Maßstab.

Täglich ab sechs Uhr früh sucht er nach Aktien, die vom US–Kurs stark abweichen. Aus der Differenz schlägt er Profit. So hat er Ende der neunziger Jahre viel Geld verdient. "Damals konnte man in Japan Aktien bis 30 Prozent unter dem Deutschen Kurs einkaufen", schwärmt er.

"Das waren Traumgewinne."

Seit der Verbesserung elektronischer Handelssysteme sind solche Träume Vergangenheit. Dennoch machte Berndt mit seiner eigens für das Trading gegründeten Firma in den Jahren 1999 und 2000 noch einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Dann nahm auch ihm die Börsenflaute den Wind aus den Segeln.

Im Jahr darauf handelte er "nur" noch für 160 Millionen Wertpapiere. "Der Markt ist extrem schwierig geworden", bestätigt er die Erfahrungen Olaf Raths. "An manchen Tagen findet man nicht eine einzige Aktie, die einen Trade lohnt."

Dennoch macht der Millionär mit dem Aussehen eines Studenten nicht den Eindruck, als lohne sich das Geschäft für ihn nicht mehr. Sonst bliebe er wohl nicht dabei. "Eigentlich", so sagt er und sieht dabei aus, als überrasche ihn das selbst ein wenig, "könnte ich mich irgendwo im Süden zur Ruhe setzen. Stattdessen gehe ich jeden Tag wie ein normaler Angestellter 10, 12 Stunden ins Büro und mache meinen Job."

Das er dabei täglich den Wertpapierumsatz einer mittelgroßen Sparkasse bewegt – darüber spricht Berndt mit Außenstehenden nicht. Seine Eltern wissen nur, dass er "irgendetwas mit Aktien" macht. "Das andere kann ich einem Normalverdiener mit 3000 Euro Brutto im Monat nicht begreiflich machen."

Olaf Raths Eltern hingegen wissen, wie ihr Sohn seine Brötchen verdient. "Die waren am Anfang nicht begeistert", erzählt er. Die Mutter hätte den Nachwuchs gern in einem "guten Job" bei einem "soliden Unternehmen" gesehen. Mittlerweile habe auch sie gemerkt, dass der Junge vom Traden gut lebt. Und der Vater sei ohnehin leicht zu überzeugen gewesen: "Dem hab ich meine Kontoauszüge gezeigt. Als er die gesehen hat – da war er richtig stolz."

© 2002 Börse–Online, von A. Jalsovec

11.04.2002 gsc.de

HV-Bericht sino AG

Zu ihrer diesjährigen Hauptversammlung lud die sino AG ihre Aktionäre am 11. April 2002 in die Räume der Gesellschaft in der Graf–Adolf–Straße in Düsseldorf. Die Gesellschaft ist ein auf transaktionsstarke Kunden, so genannte "Heavy Trader", spezialisiertes Brokerhaus. Größere Aufmerksamkeit hat der Gesellschaft die den Kunden angebotene Möglichkeit von Leerverkäufen beschert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Achim Pütz begrüßte die rund 15 erschienenen Aktionäre sowie Alexander Langhorst von GSC Research und erteilte nach Erledigung der üblichen Formalien dem Vorstand das Wort.

Bericht des Vorstands

Vorstandsmitglied Matthias Hocke begrüßte die Erschienenen ebenfalls sehr herzlich und wies zu Beginn seiner Ausführungen darauf hin, dass die Entwicklung im gesamten Online–Brokerage–Markt innerhalb des abgelaufenen Geschäftsjahres der sino AG durch einen drastischen Rückgang der Börsenumsätze geprägt war. Dieser Rückgang erfolgte in den für alle Onlinebroker wichtigen Marktsegmenten Neuer Markt und Auslandsaktien.

So erreichten die Umsätze in diesen Segmenten, gemessen jeweils an den Wertpapiervolumina im elektronischen Handelssystem Xetra sowie der Frankfurter Präsenzbörse, im vierten Quartal des Jahres 2000, also im ersten Quartal des Geschäftsjahres der Gesellschaft, noch fast 100 Mrd. Euro. Bis zum letzten Quartal des Geschäftsjahres – vom 1.7. bis 30.9.2001 – viertelte sich der Wert auf nur noch rund 26 Mrd. Euro. Diesen negativen Rahmenbedingungen konnte sich die Gesellschaft nicht völlig entziehen, und sie musste einen deutlichen Rückgang der Handelstätigkeit und der Provisionseinnahmen hinnehmen.

Herr Hocke verwies darauf, dass die börsennotierten deutschen Onlinebroker für das vergangene Geschäftsjahr allesamt erhebliche Vorsteuerverluste in dreistelliger Millionenhöhe ausweisen mussten und dass sie davon ausgehend zumeist auch gezwungen waren, drastische Veränderungen bei der verfolgten Strategie einzuleiten. Zudem mussten verschiedene Wettbewerber ihr Angebot gänzlich einstellen, neben eq–Online sei als prominentestes Beispiel die Systracom Bank AG aus Berlin zu nennen, so der Vorstand weiter.

Ferner wies Herr Hocke auf eine aus Sicht der Gesellschaft interessante Entwicklung nach dem Ende des Geschäftsjahres der sino AG im Oktober bzw. Dezember 2001 hin. So wurden entgegen den Entwicklungen in den vergangenen Monaten und Jahren von der DAB Bank bzw. von Fimatex erstmals Preiserhöhungen vorgenommen. Diese Vorgehensweise einzelner Häuser könnte nach Vorstandseinschätzung ein erstes Indiz für ein Anziehen der Preise innerhalb der gesamten Onlinebroker–Branche sein.

Der Geschäftsverlauf im Berichtszeitraum war geprägt vom sehr unterschiedlichen Umfeld an den Kapitalmärkten. Konnte die Gesellschaft die ersten vier Monate noch sehr erfolgreich abschließen, wurde die sino AG im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ebenfalls vom starken Rückgang der Handelsaktivität getroffen.

Mit einem neuen Preismodell, eingeführt im April 2001, sowie der Einführung einer Preisobergrenze pro Order – eines so genannten Cap – habe man trotz widriger Rahmenbedingungen sowohl das Kundenwachstum als auch die Kundenbindung verstetigen können. Ein wenig eingetrübt werden die insgesamt positiven Auswirkungen dieser Änderungen jedoch durch eine damit einhergehende Verringerung der prozentualen Kommission.

Ein Ergebnis dieser Maßnahme ist laut Aussage von Vorstand Hocke, dass man auch im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen einzigen aktiven Kunden an die Konkurrenz verloren hat und dass man stetig neue Kunden hinzugewinnen konnte. Per 30.9.2001 belief sich die Anzahl der von sino betreuten Depots auf 116, ein Zugewinn von 38 Depots bzw. 49 Prozent gegenüber dem Ende des vorherigen Geschäftsjahrs.

Auf der Kostenseite habe man bereits Anfang des Jahres 2001 auf die zurückgehenden Umsätze reagiert und sich einvernehmlich von einigen Mitarbeitern getrennt. Dadurch und aufgrund weiterer Anstrengungen konnten die Verwaltungskosten insbesondere auch nach Ende dieses Geschäftsjahres deutlich gesenkt werden. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds habe man ferner die Entscheidung getroffen, die Aktivitäten der Gesellschaft in der Schweiz zu beenden.

Als Ergebnis der beschriebenen Maßnahmen und der konsequenten Kostenkontrolle sei die sino AG der einzige profitable Onlinebroker in Deutschland. Gleichzeitig konnte, laut Vorstand Hocke, die anerkannt sehr gute Abwicklungsqualität uneingeschränkt beibehalten werden, da inzwischen teilweise mehr als 95 Prozent aller eingehenden Orders elektronisch aufgegeben werden.

Vorstandsmitglied Ingo Hillen erläuterte den Anwesenden im Anschluss die Finanzdaten der sino AG. Die Provisionserlöse der Gesellschaft beliefen sich im Berichtszeitraum auf rund 7,6 Mio. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen auf Beteiligungen betrug 2,25 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Ertragssteueraufwands und der Abschreibungen wurde ein Jahresüberschuss von 960.000 Euro erzielt.

Die Aktionäre sollen mit der vorgeschlagenen Dividende von 0,10 Euro pro Aktie an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung partizipieren. In Zukunft sei man bemüht, nicht nur die Dividendenfähigkeit beizubehalten, sondern diese mittelfristig auch noch weiter auszubauen.

Das Vermögen der Gesellschaft wurde zum Bilanzstichtag mit rund 3,4 Mio. Euro ausgewiesen. Das Eigenkapital betrug rund 2,7 Mio. Euro und damit 80 Prozent der Bilanzsumme. Zum Bilanzstichtag bestanden keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, so Vorstand Hillen weiter.

Im Berichtszeitraum konnten die notwendigen Investitionen für die Implementierung des x–trader und auch des x–trader_i im Wesentlichen getätigt werden, und diese sind per heute abgeschlossen. Durch die Einführung des x–trader_i werde die sino AG in die Lage versetzt, die führende Marktstellung für die "Heavy Trader" in Deutschland zu festigen und noch weiter auszubauen.

Das weitere Kunden– bzw. Tradewachstum der Gesellschaft in den kommenden 12 bis 18 Monaten sei aus heutiger Sicht ohne bedeutende Investitionen und auch ohne wesentliche Personalaufstockungen darzustellen. Daher erwartet der Vorstand bei weiterem Kundenwachstum und steigenden Börsenumsätzen einen Anstieg der Profitabilität der Gesellschaft.

Der Start in das laufende Geschäftsjahr ist nach Einschätzung von Vorstand Hillen positiv verlaufen. So konnte im November 2001 mit der Einführung des x–trader_i die potenzielle Zielgruppe der sino AG deutlich erweitert werden, und man konnte innerhalb kurzer Zeit weitere Heavy Trader als neue Kunden gewinnen.

Die Gesellschaft betreute per Anfang April 2002 183 Depots, was einem Zugewinn von 67 Depots oder 58 Prozent gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres entspricht. Die sino AG sei, gemessen an der Tradinghäufigkeit und dem umgesetzten Wertpapiervolumen pro Kunde, der mit Abstand führende Onlinebroker in Deutschland, so Vorstand Hillen weiter.

Mögliche Risiken für die weitere Entwicklung der Gesellschaft können sich laut Vorstandseinschätzung aus einem weiter andauernden schwachen Börsenumfeld ergeben. Gerade bei weiter fallenden Volatilitäten und Börsenumsätzen können demnach die Handelsaktivitäten der sino–Kunden und die daraus resultierenden Provisionserlöse der Gesellschaft sinken. Auch die sich abzeichnenden Fusionen bzw. Übernahmen von Mitbewerbern könnten die bestehende Konkurrenzsituation verschärfen, auch wenn der Vorstand dies für den Moment noch nicht erwartet.

Eine konkrete Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr wollte der Vorstand unter Hinweis auf die höchst unterschiedlichen Erwartungen hinsichtlich des Börsenumfelds sowie die Situation des größten Mitbewerbers, die weiterhin ungeklärt ist und die sich innerhalb der nächsten Tage entscheiden könnte, nicht abgeben. Eine Veränderung dieser Situation könnte sich jedoch durchaus positiv auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Die sino AG sei der führende Broker für Heavy Trader in Deutschland und gleichzeitig das einzige profitable Unternehmen in diesem Bereich. Aus der jetzigen, äußerst schwierigen Marktsituation gehe man gestärkt hervor, und man erwarte in den kommenden Jahren insbesondere bei einem besseren Marktumfeld eine deutliche Steigerung der Profitabilität, so Vorstand Hillen zum Abschluss seiner Ausführungen.

Allgemeine Diskussion und Abstimmungen

Da sich kein Aktionär zu Wort melden wollte, wurde die Präsenz gegen 11:25 Uhr mit 1.380.434 Aktien oder 83,66 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Beschlussvorschläge wurden von der Hauptversammlung einstimmig verabschiedet.

Im Einzelnen waren dies die Zahlung einer Dividende von 0,10 Euro je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), eine Satzungsänderung inklusive der Festlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (TOP 5) sowie die Wahl der Ernst & Young Deutsche Allgemeine Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2001/2002 (TOP 6).

Fazit

Die sino AG hat sich mit ihrer klaren Ausrichtung auf das Segment der "Heavy Trader" in einer sehr margenstarken und profitabel zu betreibenden Nische des insgesamt sehr hart umkämpften Online–Brokerage–Markts komfortabel eingerichtet. Wenngleich die teilweise drastischen Kursrückgänge an den Börsen sichtbare Spuren bei der Position der erzielten Provisionserträge hinterlassen haben, konnte die Gesellschaft dennoch als einziges Unternehmen der Branche einen Gewinn ausweisen.

Dieser erfreuliche Zustand ist im Wesentlichen der klaren strategischen Ausrichtung sowie der frühzeitigen Reaktion auf sich ändernde Gegebenheiten zu verdanken. Die vorgelegten Zuwächse bei den Kundendepots sprechen ebenso wie die gezahlte Dividende angesichts des sehr problematischen Marktumfelds für sich. Angesichts der führenden Stellung im Segment der "Heavy Trader", sowie der schlanken, aber leistungsfähigen Struktur des Unternehmens sollte die sino AG überproportional von einem sich verbessernden Umfeld profitieren können.

© 2002 GSC Research

11.03.2002 FTD

Onlinebroker sino: Arbeitslose Makler werden Daytrader

Das lange verpönte Daytrading soll jetzt hoffähig werden. Der Düsseldorfer Online–Broker sino umwirbt Aktienhändler und Börsenmakler, die durch die Krise an den Kapitalmärkten ihren Arbeitsplatz verloren haben, mit einem anspruchsvollen System für den persönlichen Aktienhandel.

"Das Angebot richtet sich ausschließlich an Profis. Für Amateure ist dies nicht geeignet", sagte sino Vorstand Ingo Hillen gegenüber der FTD. Daytrading stand bislang für unerfahrene, zumeist junge Zocker, die den ganzen Tag über am Computer mit Aktien handeln und sich durch Spekulationsgeschäfte oftmals in hohe Schulden stürzen, aus denen sie nie wieder herauskommen. Wer das System von sino nutzen will, sollte hingegen mehrere Jahre Berufserfahrung als selbstständiger oder angestellter Makler oder als Händler bei einer Bank aufweisen.

Für das Angebot von sino gibt es einen kleinen, aber wachsenden Markt: Die anhaltende Flaute auf den Kapitalmärkten bringt die Wertpapierhäuser arg in Bedrängnis. Kleine Firmen und selbstständige Makler haben da kaum eine Zukunft. Überdies verlegen deutsche Banken ihren Wertpapierhandel zunehmend nach London. Schließlich wird der Parketthandel in der Bundesrepublik voraussichtlich ganz eingestellt, wenn das Vierte Finanzmarktförderungsgesetz in Kraft tritt. Ob in Düsseldorf, Frankfurt oder München – allerorten bauen Wertpapierhändler derzeit kräftig Arbeitsplätze ab.

Keine Banklizenz für Online–Broker

Was die Makler bislang in fremdem Namen gemacht haben, können sie jetzt auf eigene Rechnung tun. sino bietet für die Nutzung in der Wohnung oder im Büro die gleiche Software an, die professionelle Makler am Arbeitsplatz nutzen. Geeignet ist das aufwändige System nur für Kunden, die mindestens 50–mal pro Monat Aktien kaufen oder verkaufen.

Das Depot führen die Kunden bei sinos Partner, der Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Der Online–Broker selbst hat keine Banklizenz. Mindesteinlage sind im Allgemeinen 100.000 Euro. Händlern mit nachgewiesener ausreichender Berufserfahrung gewährt Trinkaus & Burkhardt Effektenkredite bis zum Fünffachen ihrer Einlage. Mit einem Depot von 250.000 Euro kann ein einzelner Daytrader auf diese Weise pro Monat auf einen Wertpapierumsatz von bis zu 25 Mio. Euro kommen. Die rund 180 Kunden von sino erzielten im Februar einen Umsatz von rund einer Mrd. Euro. Pro Kopf sind dies mehr als fünf Mio. Euro.

Rund zehn Makler hat der Online–Broker bereits gewinnen können. "30 bis 50 weitere sollen bis Jahresende dazukommen", hofft Hillen.

Pikante Formel des Aktienhandels

Professionellen Kunden bietet sino eine pikante Form des Aktienhandels, die sie sonst nirgends in Deutschland finden können: das Short Selling oder den Leerverkauf von Aktien über eine längere Periode. Das ist ein besonders riskantes, unter Umständen aber auch sehr profitables Geschäft.

Bislang war Shorten in Deutschland nur im Verlauf eines einzigen Tages erlaubt. Spätestens um Mitternacht mussten die Konten wieder glattgestellt sein. Die Juristen von Trinkaus & Burkhardt haben nun eine rechtliche Möglichkeit gefunden, die Leerverkäufe auf maximal sieben Bankarbeitstage auszudehnen. In der Kooperation mit sino bietet die Bank Short Selling unter anderem bei den 30 umsatzstärksten Werten am Neuen Markt an.

Short Seller spekulieren darauf, dass schlechte Nachrichten den Kurs eines Unternehmens unversehens tief in den Keller drücken. So fiel die Aktie der Software AG (SAG) vorigen Dienstag um mehr als 40 Prozent, nachdem das Unternehmen eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte. Das rief unverzüglich die sino Kunden auf den Plan. Im Minutentakt handelte eine Gruppe von etwa 50 Tradern über sino mit dem SAG–Papier. "Vom gesamten Tagesumsatz der Aktie entfielen etwa 630.000 Stück oder rund zehn Prozent auf unsere Kunden", sagt Vorstand Hillen. Können die sino Trader gezielt Aktienkurse manipulieren, indem sie sich untereinander absprechen? "Dies ist bei uns noch nicht vorgekommen", versichert Hillen.

Gute Gewinne in schlechten Zeiten

Mit seinen hochaktiven Kunden macht sino auch in schlechten Zeiten gute Gewinne. Im jüngsten Geschäftsjahr, das Ende September endete, erzielte sino bei fast acht Mio. Euro Umsatz 2,25 Mio. Euro Gewinn. Das Unternehmen ist damit vermutlich der einzige deutsche Online–Broker, der 2001 ein Plus erwirtschaftet hat.

Für 2002 ist Hillen ebenfalls optimistisch. Er hofft, von der Krise um den Online–Broker Consors zu profitieren. Wenn das Unternehmen, wie geplant, in den kommenden Wochen an eine Großbank aus dem In– und Ausland verkauft wird, werden sich manche Kunden nach einer neuen Internetverbindung umsehen. Die 300 hochaktiven Consors–Kunden der "Platin"–Kategorie wären auch für sino interessant.

© 2002 Financial Times Deutschland, von Günter Heismann, Frankfurt

08.03.2002 Der Aktionär

sino AG senkt Gebühren für Heavy Trader

Durch den Hype am Neuen Markt und den ab März 2000 folgenden drastischen Börsencrash rutschten viele der deutschen Online–Broker tief in die roten Zahlen. In der Euphoriephase waren viele der Discount–Broker zu starken Kapazitätsausweitungen gezwungen und forcierten während einer überbewerteten Börsenphase die europäische Expansion – oftmals durch weit überteuerte Zukäufe.

Von der Korrektur verschont und weiterhin auf der Erfolgsstraße ist hingegen die sino AG | High End Brokerage. Die Düsseldorfer schlossen das Geschäftsjahr zum 30.09.2001 als einziger profitabler Onlinebroker in Deutschland mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,25 Millionen Euro ab (Vorjahr: 3,54 Mio. Euro).Trotz rückläufiger Börsenumsätze hat sino im Februar 2002 über eine Milliarde Euro Wertpapiervolumen für Kunden abgewickelt und damit einen neuen Umsatzrekord aufgestellt.

Das Erfolgsrezept des von den Vorständen und Mehrheitsaktionären Ingo Hillen und Matthias Hocke 1998 gegründeten Brokers ist die Fokussierung auf die Heavy Trader – aktuell etwa 182 sino Depot–Kunden mit einem durchschnittlichen Depotvolumen von ca.140.000 Euro – die keine ausführliche Beratung erwarten, sondern das bestmögliche Tradingtool sowie schnelle und effiziente Abwicklung ihrer Orders wünschen. Dabei ermöglicht die Multi–Channel–Access–Strategie über Telefon, Dial–in und Internet schnelle und professionelle Abwicklung von Aktienorders privater und institutioneller Kunden.

Zu den speziellen Services der von sino bei HSBC Trinkaus & Burkhardt betreuten Depots gehört unter anderen die Möglichkeit des Shortselling, eine größere Orderbuchtiefe auf Xetra, Reuters News sowie ein erstklassiger Telefonsupport, von der Beratung bis zur sekundenschnellen Ordereingabe, auch für den außerbörslichen Handel. Alle Kunden sind direkt an das sino Rechenzentrum angeschlossen.

Im November wurde zuletzt der sino x–trader_i, die internetoptimierte Variante des Handelstools sino x–trader (auf RTS basierend) eingeführt. Für das zweite Quartal 2002 plant sino die Einführung des Handels an der NASDAQ über den x–trader.

Ein typischer Kunde macht mit 250 Geschäften circa 4,5 Millionen Euro Umsatz im Monatsdurchschnitt. Dabei agiert sino uneingeschränkt kundenorientiert ohne Eigenhandel. Speziell für die Bedürfnisse der DAX Trader führte sino zuletzt eine nach Tradezahlen gestaffelte Gebühr ein. Ab dem 250. Trade im Monat werden nur noch 15 Euro Provision für jedes Geschäft in DAX 30 Aktien über Xetra berechnet. In diesem Provisionssatz sind Teilausführungsgebühren bereits enthalten!

© 2002 Der Aktionär

25.01.2002 FAZ

sino AG: Düsseldorf

Das Düsseldorfer Brokerhaus hat das Geschäftsjahr 2000/2001 (30. September) mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,25 (Vorjahr 3,54) Millionen abgeschlossen. Während andere Onlinebroker aufgrund der massiven Einbrüche bei den Wertpapierumsätzen Verluste ausweisen müßten, habe sich sino in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Kunden der sino AG sind ausschließlich sogenannte Daytrader, also hyperaktive Händler, die mehrmals täglich Aufträge erteilen. Ein sino Anleger generiert nach eigenen Angaben im Durchschnitt einen Wertpapierumsatz von rund 1500 Comdirect Kunden. Die Zahl der von sino betreuten Kunden beläuft sich auf 169 (plus 30%) (hpe.).

© 2002 Frankfurter Allgemeine Zeitung

24.01.2002 wallstreet:online

sino AG: Nols Beteiligungs-Perle - Viel Raum für Wachstum - Verbreiterung der Kundenbasis durch x-trader_i

Wohl kaum ein Investment dürfte dem Frankfurter Börsenmakler Fritz Nols derzeit so viel Freude bereiten wie die Beteiligung an dem Düsseldorfer Broker sino AG: Nols hält 5 Prozent an dem Unternehmen, das als einziger Direkt–Broker im Jahr 2001 (Geschäftsjahresende: 30.9.) mit schwarzen Zahlen abgeschlossen hat. 2,25 Mio. Euro war das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Unternehmens–Vorstand Ingo Hillen mit einem ähnlich hohen Jahresüberschuss wie im Vorjahr, wie er im Gespräch mit wallstreet:online verrät.

Kein Zweifel, die Geschäfte des Online–Brokers laufen trotz Börsenbaisse gut. sino hat sich auf die spezielle Zielgruppe der sogenannten "Heavy Trader" ausgerichtet. 169 Kunden hat man in der Betreuung und derzeit kommen "drei bis vier neue Konten pro Woche hinzu", sagt Hillen. Wem das wenig vorkommt, der übersieht das Tradingverhalten der Kundschaft. Der normale sino Kunde gibt etwa 220 Aufträge im Monat mit etwa 4,5 Mio. Euro Umsatzvolumen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt bei Consors liegt bei 1,1 Trades pro Kunde und Monat; bei der DAB–bank liegt das Verhältnis etwas unterhalb der Consors–Marke. Auch bewegt ein Consors–Kunde im Monat weniger als 10.000 Euro.

Insgesamt haben sino Kunden seit Einführung des x–trader mehr als 750.000 Orders online aufgegeben. Raum für Wachstum habe sino genug, man könne ohne Probleme 30 bis 40 Prozent mehr Aufträge über die bestehende Infrastruktur abwickeln, schätzt Hillen. Er rechnet damit, dass in Zeiten steigender Börsenumsätze die Tradezahl bei sino überproportional wächst. Allerdings: Mit der Einführung des Internet–basierten Tradingsystems x–trader_i bewegt man "sich etwas weg von der ausschließlichen 'ultra–heavy'–Zielgruppe". Trotzdem bleibt der Fokus bei den sehr aktiven Kunden. Die Provisionen sind laut sino speziell auf diese Zielgruppe ausgerichtet.

Bisher hat sich sino aus allzu großen Abenteuern wie zum Beispiel der Europa–Expansion heraus gehalten, was die Kosten klein gehalten hat. Hillen: "Wir haben mal überlegt, ins angrenzende europäische Ausland zu gehen, dies aber wegen der Marktschwäche zurück gestellt." Die derzeitige Expansion läuft vor allem durch Mund–zu–Mund Propaganda, teure Werbung können sich die Düsseldorfer sparen. "In der Zielgruppe der Heavy Trader sind wir sehr bekannt", sagt Hillen.

Fehlt eigentlich nur noch der Börsengang als Sahnehäubchen, doch hiermit will man sich bei sino Zeit lassen. "Wir brauchen kein Geld", sagt Hillen. Man sei aber dem Sprung auf das Parkett gegenüber "grundsätzlich offen". Ein Börsengang steht aber nur zur Diskussion, wenn Kapitalbedarf zur Expansion oder Einführung neuer Produkte entsteht. Derzeit steht keine Veränderung bei der Kapitalstruktur ins Haus. Auch Nols, die jüngst durch den Verkauf ihres Anteils an der Deutschen Börse 6 Mio. Euro steuerfreien Ertrag erzielt hat, plant derzeit keine Aufstockung der Anteile – allerdings auch keinen Verkauf. Warum auch, dürften die Frankfurter auch in Zukunft noch Freude an ihrem Investment haben.

Autor: Michael Barck

© 2002 Wallstreet:Online

29.11.2001 Aktien&Co.

Gewinne mit dem Bären

Mit Leerverkäufen spekulieren Investoren auf fallende Kurse. Doch das Risiko dabei ist beträchtlich. Wie Privatanleger in Deutschland beim Spekulieren auf den Bären mitmischen.

Heinz Bredow konnte es nicht fassen. Nicht genug, dass der Wert seiner Fondsanteile ständig sank. Jetzt musste er im Wirtschaftsteil seiner Zeitung auch noch lesen, dass die Fondsgesellschaft sogar Aktien an Spekulanten verlieh, die die Leih–Aktien verkauften und die Kurse damit weiter nach unten drückten. Auf seinen erbosten Anruf bei der Gesellschaft hin teilte die freundliche Pressesprecherin mit, dass damit schließlich auch die Fondsperformance zulege, weil die Leihgebühren ins Fondsvermögen fließen.

Dass so genannte Shortseller keine kurzen Hosen verkaufen, sondern Aktien, die ihnen nicht gehören wusste Bredow schon von seiner Hausbank. Die sagte ihm auch, dass er als Privatanleger keine Möglichkeit hat, als Shortseller (zu deutsch: Leerverkäufer) zu agieren. Leerverkäufe sind für Privatanleger in Deutschland zwar nicht verboten, wie oft behauptet wird. Aber: Die meisten Geschäftsbanken schließen durch ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen Leerverkäufe für Privatanleger aus. Der Grund: Angst vor juristischen Auseinandersetzungen, wenn die Kunden auf Verlusten sitzen.

Bösartige Spekulanten, die den Aktionären die Suppe versalzen oder intelligente Marktstrategen – Leerverkäufer genießen bei Aktionären nicht den besten Ruf. Manuel Asensio, einer der großen Leerverkaufs–Experten der Wallstreet, ist jedenfalls nicht unumstritten. Gegner werfen ihm vor, dass er manchmal auch mit gezielt gestreuten falschen Gerüchten über Unternehmen dem Kursfall nachhilft. Das Prinzip ist denkbar einfach: Der Leerverkäufer leiht sich die Aktien zu einem bestimmten Preis von seinem Broker aus. Dann verkauft er die Papiere, muss sie aber zu einem vorher festgesetzten Zeitpunkt wieder zurückgeben. Geht seine Spekulation auf, kauft er die Aktien zu niedrigeren Kursen zurück, bevor er sie an den Verleiher zurückgibt. Sein Gewinn: Die Differenz zwischen Verkaufs– und Rückkaufkurs an der Börse, abzüglich Transaktionskosten und Ausleihgebühren.

Doch die Märkte gehen bekanntlich nicht immer in die Richtung, auf die man spekuliert. Und das kann für Shortseller besonders teuer werden. Denn sie haben sich verpflichtet, die Aktien in jedem Fall zurückzugeben, müssen sie also zu jedem Preis an der Börse einkaufen. Während der Investor beim Aktienkauf nur das eingesetzte Kapital verlieren kann, sind für Leerverkäufer die Verluste unbegrenzt hoch. Der Grund: Der Kurs einer Aktie kann nur bis Null fallen, aber unbegrenzt steigen.

Vorreiter für Shortselling in Deutschland ist der Düsseldorfer Broker sino. Im deutschsprachigen Raum bietet er umfangreiche Dienstleistungen. Vorstandsmitglied Ingo Hillen: "Unsere Kunden können grundsätzlich intraday alle Aktien leer verkaufen. Mit HSBC Trinkaus & Burkhardt haben wir einen kompetenten Partner, über den unsere Kunden Aktienpositionen entleihen können. Leerverkaufpositionen, die über Nacht gehalten werden, sind bei allen 30 Dax–Werten und bei den 30 umsatzstärksten Aktien aus dem Nemax möglich."

Neben der sino AG, die sich auf Kunden mit sehr hohen Umsätzen spezialisiert hat, bietet mittlerweile auch Consors diese Möglichkeit für ausgewählte Kunden an. Andere Direktbanken halten sich mit solchen Angeboten zurück. "Das hat mit einer Risikobegrenzung für unsere Kunden zu tun", so Mathias Hajek, Pressechef der Comdirect.

Für alle Anleger, die Ihren Lebensunterhalt nicht als Daytrader verdienen, bieten sich Zertifikate an. Damit gewinnen sie bei sinkenden Kursen. Ein Vorteil gegenüber der Spekulation auf sinkende Kurse mittels Put–Optionsscheinen: Der Investor muss nicht auf sich ständig verändernde Kennzahlen wie zum Beispiel die implizite Volatilität achten.

© 2001 Aktien & Co, von Christian Bayer

27.11.2001 MoPo Berlin

Gewinn machen mit Leerverkäufen

Wie macht man an der Börse auch bei fallenden Kursen Gewinn? Mit Leerverkäufen. Was einst den Profi–Händlern in Banken vorbehalten war, kann seit einiger Zeit auch von Privatanlegern genutzt werden. So bieten die Onlinebroker sino in Düsseldorf und Consors in Nürnberg die so genannten Shortsells an. Eine Voraussetzung ist von Interessenten zu erfüllen: Die Anleger verfügen über ausreichend Erfahrungen mit Aktienspekulationen.

Sowohl bei Consors als auch bei sino nehmen die Kunden die Leerverkäufe mit großem Interesse an. Kein Wunder, boten sie doch in den vergangenen Monaten die Möglichkeit, trotz fallender Kurse Geld zu verdienen. Als erster Onlinebroker hat sino das Shortselling ins Angebot genommen. Ein Kunde hat die Gründer des Nobel–Brokers, der mit lediglich 130 Kunden profitabel arbeitet, auf die Idee gebracht, die Leerverkäufe ins Angebot zu nehmen.

Und so funktioniert das Instrument: Die Aktienhändler können auch Papiere verkaufen, die ihnen gar nicht gehören. Die Verkäufe bleiben sozusagen als offene Positionen bis zum Ende des Börsentages stehen. Bis spätestens 23 Uhr müssen sie dann "glatt gestellt" werden. Sprich: Bis dahin muss der Spekulant sie wirklich gekauft haben. Der Kursverfall vom Zeitpunkt des Verkaufs bis zum Zeitpunkt des Nachkaufs ist dann der Profit, den der Händler einfährt. sino bietet inzwischen sogar das Overnight–Shortselling an. Hierbei müssen die Aktien nicht mehr bis 23 Uhr gekauft werden, dafür müssen sie aber gegen Gebühr tatsächlich von einem Anleger – meist sind das Banken oder Investmentfonds, die so ihre Rendite aufbessern – ausgeliehen werden.

Maximal über sieben Bank–Arbeitstage darf das Geschäft laufen. Doch die meisten der sino Shortseller nutzen das Overnight–Angebot gar nicht, weil Leerverkäufe zumeist nur etwas für private Intraday–Händler sind, die den ganzen Tag über die Kurse beobachten, am Abend aber Feierabend machen und ihr Depot wieder leergeräumt haben wollen. Diese Kunden sind im Durchschnitt 25 Jahre alt und setzen an manchen Tagen Millionen um. Im Durchschnitt sind es fünf Millionen Euro, die ein sino Kunde im Monat umsetzt. Und in der Regel verdient er dabei gut – auch mit der Hilfe der Shortsells.

Für Gelegenheitskäufer sei das Shortselling allerdings nichts, heißt es bei beiden Brokern. Dafür sei das Instrument zu riskant. Bei sino werden sich Anfänger die 1.250 Euro Miete für die notwendige Software ohnehin nicht leisten können. Auch Consors hat ein Auge darauf, dass nur die kundigen Kunden das Instrument in die Hand bekommen. Nur die eifrigen, erfahrenen Händler, denen Consors die Mitgliedschaft im "Platinum–Stars–Club" anbietet, dürfen sich im Short–Selling versuchen.

© 2001 www.morgenpost.de, von Michael Gneuss

25.11.2001 WamS

Ein einladendes, aber riskantes Unterfangen - Wenn die Kurse fallen, gewinnen die Leerverkäufer.

Berlin – Niemand hat an der Börse im Katastrophenmonat September so viel verdient wie die Short Seller. Zu Deutsch: Leerverkäufer. Diese verkaufen Aktien, die sie gar nicht besitzen. Damit profitieren sie von jedem Euro oder Dollar, den eine Aktie fällt.

Was in der Warenwelt unmöglich ist, ist im Börsengeschehen seit Jahrzehnten üblich. Anleger, die sinkende Kurse erwarten, können sich von anderen Anlegern Aktien leihen und diese dann verkaufen. Der Verleiher, meist ein Investmentfonds oder eine Bank, erhält dafür eine Provision, die für die Leihperiode zwischen 0,2 und 1,5 Prozent jährlich vom Kurswert ausmacht; je nach Aktie und Verfügbarkeit. Wenn die Kurse tatsächlich fallen, kann der Anleger die Aktien wieder zurückkaufen und das Geschäft somit mit Gewinn "glattstellen".

Geht die Rechnung nicht auf, weil die Kurse steigen, wird es oft eng. Der Broker, über den der Anleger das Short–Geschäft abwickelt, sieht nur so lange zu, bis das hinterlegte Bargeld oder andere Sicherheiten aufgebraucht sind. Dann muss der Anleger die Aktien teuer zurückkaufen und den Verlust tragen. So entsteht gelegentlich eine Spirale nach oben, weil immer mehr Anleger den Kurs durch die Rückkäufe treiben, ein so genannter Short Squeeze.

Henry Littig vom Düsseldorfer Vermögensverwalter HPM Portfolio Management warnt vor Leerverkäufen, nur weil Kurse hoch erscheinen oder weil immer mehr Aktien eines Unternehmens "leer" verkauft werden. "Der Trend muss stimmen. Erst wenn der Bann gebrochen ist, und die Kurse sinken, sollte man Aktien leer verkaufen", sagt der erfahrene Short Seller. Die US–Börsen Nyse und Nasdaq veröffentlichen monatlich die Daten über die Shorts. Sie geben dabei an, wie viele Aktien "leer" verkauft wurden und wie hoch das Verhältnis dieser Positionen zum durchschnittlichen Handelsvolumen pro Tag (Short–Interest–Ratio) ist. Die Grafiken unten zeigen diese Zahlen für Microsoft und für Amazon. Demnach dauert es bei Microsoft nur 1,33 Tage, bis alle Shortys bei gleich bleibenden Konditionen ihre Aktien zurückgekauft hätten. Bei Amazon hingegen brauchen sie derzeit 7,23 Tage bis sie alle Positionen glattgestellt haben. Dies ist eine sehr lange Zeit und macht Leerverkäufe der Amazon–Aktie gefährlich.

Für unerlässlich hält Littig zudem Stopp–Loss–Marken, die laufend überprüft und an die aktuelle Kurssituation angepasst werden müssten. Steigt der Kurs wider Erwarten, so erfolgt automatisch der Rückkauf bei dem vorher festgelegten Kurs. Der Verlust wird begrenzt.

Während in den USA die Zahl der Leerverkäufe monatlich steigt, steckt das Segment in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Es gibt keine Statistiken, viele Banken bieten Short Selling mit dem – falschen – Hinweis auf ein gesetzliches Verbot erst gar nicht an. HPM Portfolio Management will demnächst einen Fonds auflegen, der nicht nur Aktien kauft, sondern auch "leer" verkauft. Bei der Düsseldorfer sino AG können so genannte Heavy Trader deutsche und amerikanische Aktien "shorten". Nach Aussagen von Ko–Vorstand Ingo Hillen ist sino der einzige deutsche Broker, der bei ausgewählten Aktien offene Positionen von bis zu sieben Tagen zulässt. üblich sei eine Glattstellung innerhalb eines Tages. Dies schränkt zwar die Gewinnchancen ein, hat bei den Anstiegen in den vergangenen Wochen viele Anleger aber auch vor großen Verlusten bewahrt.

© 2001 Welt am Sonntag: www.wams.de, von Waltraud Kaserer

08.11.2001 Platow-Brief

sino verdient auch in schweren Zeiten

Während die börsennotierten Discountbroker ihren Anlegern auch fürs 3. Quartal negative Ergebnisse verkünden müssen, erfreut sich ein kleiner Nischenplayer aus Düsseldorf weiterhin schwarzer Zahlen. Das Brokerhaus sino erlöste im Gj. 00/01 (30.9.) ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfstätigkeit von rd. 2,2 (Vj.: 2,9) Mio. Euro.

Auf diese Zahlen ist Firmengründer und Vorstand Ingo Hillen mit Verweis auf das schlechte Börsenumfeld mächtig stolz. Im Platow–Gespräch betont Hillen die strenge Ausrichtung auf "Heavy Trader". Gerade mal 135 Kunden zählt das 24 Mitarbeiter beschäftigende Brokerhaus. Aber diese dürften zu den transaktionsstärksten im Lande zählen.

Hillens Erfolgsrezept ist die innovative Produktpalette. So bietet sein Team dem Privatanleger hochspekulative Leerverkäufe ebenso an wie ein komplettes Handelssystem für die eigenen 4 Wände. Damit will sich sino, an dem u.a. das Maklerhaus Fritz Nols mit 5% beteiligt ist, weiter gegen die Großen behaupten. Völlig abgeneigt gegen einen starken Partner zeigt sich Hillen indes nicht. Aber "alles hat seinen Preis", bringt es der gelernte Broker auf den Punkt.

© Der Platow Brief: http://www.platow.de

12.10.2001 Handelsblatt

Leer verkauft

Können Anleger etwas verkaufen, das ihnen gar nicht gehört? Der Aktienmarkt macht es möglich. Das Instrument des Leerverkaufs ist aber sehr risikoreich.

DÜSSELDORF. Die Erde ist eine Scheibe, und in Deutschland dürfen Privatanleger keine Leerverkäufe tätigen. Beide Aussagen haben ungefähr den gleichen Wahrheitsgehalt. Während sich aber zumindest die Einsicht über die Kugelform des Heimatplaneten allgemein durchgesetzt hat, glauben immer noch viele private Investoren, dass es ihnen verboten ist, Aktien zu veräußern, die ihnen gar nicht gehören. Dabei ist diese Vorgehensweise auch für sie möglich.

Der Leerverkauf ("Shortselling") funktioniert so: Ein Investor leiht sich bei einem Händler, einer Bank oder einer Anlagegesellschaft Aktien gegen eine Gebühr. Die Papiere verkauft er an der Börse. Sinkt der Aktienkurs danach, geht seine Spekulation auf. Er kauft die Papiere zu einem niedrigeren Preis an der Börse und gibt sie seinem Leihgeber zurück. Die Differenz zwischen Verkaufs– und Rückkaufkurs ist sein Gewinn. Wer Aktien leer verkauft, rechnet also damit, dass die Titel an Wert verlieren. Erweist sich diese Hoffnung als falsch, sind Verluste unvermeidlich: Spätestens am Ende der Leihfrist muss sich der Spekulant die Aktien am Markt besorgen und dem Besitzer zurück geben – auch wenn das Papier mittlerweile zu Mondpreisen notiert. Das Verlustpotenzial ist daher theoretisch unbegrenzt – ganz im Gegensatz zum normalen Aktienkauf, bei dem Anleger maximal nur ihren Einsatz verlieren können.

Zwar können Spekulanten auch mit Verkaufsoptionsscheinen und –Optionen (Puts) auf fallende Kurse setzen. Allerdings spielt bei Puts die Schwankungsbreite (Volatilität) des zu Grunde liegenden Basiswertes eine wichtige Rolle. Geht sie zurück, wirkt sich das negativ auf den Preis einer Option aus. Dieser Nachteil besteht bei Leerverkäufen nicht. Mit diesem Instrument lassen sich oft auch kleinere Kursrückgänge effektiv nutzen.

Unter institutionellen Marktteilnehmern sind Leerverkäufe üblich. Durch die Leihgebühren bessern die meisten Fonds die Performance ihrer Produkte auf. "Ungefähr zehn Prozent unseres Aktienfondsvermögens haben wir ständig verliehen", sagt der Sprecher einer großen deutschen Fondsgesellschaft. Entleiher sind aber fast immer nur professionelle Marktteilnehmer wie Hedge–Fonds.

In den USA können auch Privatanleger mit geliehenen Aktien auf fallende Kurse wetten. In Deutschland sind diese Geschäfte jedoch kaum üblich. Dabei spricht rein rechtlich nichts dagegen. "Von Seiten unserer Behörde gibt es keine Bedenken", sagt Oliver Struck vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. Ähnlich äußert sich das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel. Juristisch umstritten ist lediglich, ob die Kunden termingeschäftsfähig sein müssen.

Nach Meinung von Experten liegt es vor allem am hohen Risiko der Leerverkäufe, dass nur wenige Banken und Broker das Instrument auch Privatanlegern ermöglichen. "Wir haben auch eine Beratungs– und Fürsorgepflicht", sagt Markus Kiefer von der Direkt Anlage Bank, "so ein hoch spekulatives Geschäft wollen wir unseren Kunden nicht anbieten". Bei einer anderen Gesellschaft heißt es: "Manchmal muss man die Leute auch vor sich selber schützen." Natürlich steckt dahinter auch die Sorge, schwer zu kalkulierende Risiken in die Bücher zu nehmen: Denn was passiert, wenn ein Anleger die geliehenen Aktien nicht zurück geben kann, weil er sich völlig verspekuliert hat? Bei institutionellen Investoren ist dieses Bonitätsrisiko deutlich geringer.

Dennoch gibt es auch in Deutschland Anbieter, die Privatanlegern das Shortselling ermöglichen. "Wir bieten Leerverkäufe einem ausgewählten Kreis von Kunden an, die über reichlich Erfahrung an den Märkten verfügen", erklärt ein Sprecher des Discountbrokers Consors. Dabei gebe es strenge Sicherheitskontrollen. Wie viele Kunden das Angebot nutzen und welche Kriterien genau erfüllt werden müssen, mag er allerdings nicht sagen. "Wir regeln das individuell auf Anfrage." In jüngster Zeit verzeichne Consors ein steigendes Interesse.

"Die Möglichkeit der Leerverkäufe für Private wird sich auch in Deutschland durchsetzten – auch wenn es natürlich kein Massengeschäft wird, weil es längst nicht für jeden Anleger in Frage kommt", sagt Ingo Hillen, Vorstand des Düsseldorfer Brokers sino, der das Shortselling in Zusammenarbeit mit HSBC Trinkaus & Burkhardt seinen Kunden anbietet. Wer über sino spekuliert, gehört in der Regel zur Gruppe der so genannten "Heavy Trader", betreibt den Wertpapierhandel meistens halbprofessionell. Allein die Miete für die Handelsplattform x–trader kostet 1 250 Euro pro Monat. Erst wenn der Monatsumsatz 2,5 Millionen Euro übersteigt, reduziert sich die Gebühr. sino Händler wachen darüber, dass die Kunden vereinbarte Risikogrenzen beachten. Wer seine Geschäfte innerhalb eines Tages ("intraday") abwickelt, kann alle handelbaren Aktien leer verkaufen. Länger offen bleibende Geschäfte ("overnight trades") sind bislang nur bei Dax–Titeln möglich. Die maximale Leihdauer der Aktien beträgt sieben Tage. Zu den normalen Handelskosten kommt dann noch eine "Leihgebühr" von 60 Euro hinzu.

© Handelsblatt: www.handelsblatt.com, von Holger Nacken

26.09.2001 NeuerMarkt

Leerverkäufe - eine Anlagemöglichkeit auch für Privatinvestoren

Ingo Hillen ist Vorstand der sino AG für Handel und Finanzen. Er ist der Ansicht, dass sich die Möglichkeit für den Privatanleger, Leerverkäufe zu tätigen, auch in Deutschland durchsetzen wird.

Wird eine Aktie in den DAX aufgenommen, erwarten die Investoren in der Regel, dass der Kurs steigt. Beim Finanzdienstleister MLP war dies nicht der Fall. Der MLP–Aktienkurs kam mit der Aufnahme in den DAX am 23. Juli 2001 stark unter Druck. Der Grund dafür waren Leerverkäufe von institutionellen Anlegern. Ihrer Ansicht nach war die MLP–Aktie im Branchenvergleich zu hoch bewertet. Bei Leerverkäufen am Kassamarkt werden Aktien verkauft, die der Anleger noch nicht besitzt. Der Anleger hofft, diese zu einem späteren Zeitpunkt billiger zurückzukaufen.

In den USA gehören Leerverkäufe am Kassamarkt zum normalen Wertpapiergeschäft jedes Privatanlegers. Den Privatkunden in Deutschland bleibt dieser Markt aufgrund der AGBs der Banken weitgehend verschlossen. Die sino AG in Düsseldorf bietet diesen Service als einziger Broker ihren Privatanlegern an.

Welche Arten von Leerverkäufen gibt es?

Es wird zwischen Intraday– und Overnight–Leerverkäufen unterschieden. Bei Intraday–Leerverkäufen müssen die Anleger ihre offenen Aktienposition spätestens bis 23 Uhr am selben Tag glattstellen. Bei Overnight–Leerverkäufen handelt es sich um offene Aktienpositionen, die über mehre Tage offen bleiben können. Wir raten unseren Kunden aber ab, sehr illiquide Aktien leerzuverkaufen, weil bei illiquiden Aktien nur geringe Volumina ausreichen, um starke Kursbewegungen auszulösen. Dies kann beim Glattstellen der offenen Aktienposition zu Verlusten führen.

Welche Aktien kann man bei Ihnen zur Zeit leerverkaufen?

Es können grundsätzlich alle gehandelten Aktien Intraday leerverkauft werden. Die im DAX gehandelten Aktien können auch Overnight leerverkauft werden und zwar bis zu sieben Börsentage lang.

Gibt es gesetzliche Regelungen, die Leerverkäufe in Deutschland verbieten?

Nein, in Deutschland gibt es dazu keine gesetzlichen Regelungen.

Welche Voraussetzung muss der Privatanleger für Leerverkäufe erfüllen?

Bei jedem unserer Kunden wird die Börsentermingeschäftsfähigkeit durch Trinkaus & Burkhardt hergestellt, selbst wenn er nicht Leerverkäufe am Kassamarkt tätigt oder mit anderen Derivaten–Instrumenten handeln will. Unsere Kunden sind ausschließlich Heavy Trader, die sehr professionell an den Börsen agieren. Sie handeln wie Profis und nutzen Kapitalmarktungleichgewichte aus, um mit Leerverkäufen Gewinne zu erzielen.

Welche Kosten entstehen dem Privatanleger durch Leerverkäufe?

Bei Intraday–Leerverkäufen entstehen dem Privatanleger keine zusätzlichen Gebühren. Die Gebühren richten sich nach dem Ordervolumen und betragen zwischen 0,125 und 0,19 Prozent, wobei die Obergrenze bei Intraday–Leerverkäufen 75 Euro beträgt. Bei Overnight–Geschäften kommt zusätzlich eine einmalige Gebühr von 60 Euro dazu. Diese Gebühr deckt alle Kosten für die Wertpapierleihe ab.

Welche Sicherheiten muss der Anleger erbringen, um Aktien leerverkaufen zu können?

Unsere Kunden haben durchschnittlich 130.000 bis 150.000 Euro auf dem Konto. Dies stellt eine gewisse Sicherheit für uns dar. Wir haben keine standardisierten Sicherheitsanforderungen, sondern vereinbaren diese individuell mit unseren Kunden. Unsere Kunden sind Daytrader und Scalper, keine Zocker. Sie gehen bei Leerverkäufen sehr überlegt ans Werk. Sie halten sich an Stoppkurse, um ihr Risikopotenzial zu begrenzen. Bei einem Eigenkapitalbestand von 150.000 Euro können unsere Kunden Aktienpositionen von bis zu 600.000 Euro bewegen. Dieser Hebel von vier ist relativ niedrig. Händler von Banken handeln oft mit einem deutlichen höherem Risikorahmen.

Wo liegt der Vorteil von Leerverkäufen am Kassamarkt gegenüber einem Long Put?

Gerade im Moment ist der Vorteil leicht zu erklären. Die Höhe der Volatilität spielt eine wichtige Rolle bei der Bewertung von Optionen, und diese ist zur Zeit sehr hoch. Geht die Volatilität zurück, wirkt sich dies negativ auf den Kurs einer Option aus. Diesen Nachteil haben Sie bei Leerverkäufen am Kassamarkt nicht. Ein anderer Vorteil ist auch eine höhere Liquidität der Kassamärkte gegenüber dem Optionsmarkt. Es ist wesentlich leichter, größere Aktienpositionen von DAX–Werten am Kassamarkt leerzuverkaufen, als sich die äquivalente Position auf dem Optionsmarkt zu kaufen. Sonera und Hutchison Whampoa haben in den letzten Wochen große Aktienpositionen der Deutschen Telekom leerverkauft. Dieses große Volumen mit Long Puts zu realisieren, wäre nicht möglich gewesen. Sollte der Aktienkurs schnell stark fallen, bietet ein Long Put größere Gewinnchance als ein Leerverkauf. Durchschnittlich verlieren etwa 80 Prozent der Optionskäufer ihr Geld.

Glauben Sie, dass sich in naher Zukunft die Möglichkeit des Leerverkaufens für deutsche Privatanleger wie nach amerikanischen Vorbild bieten wird?

Die USA sind uns von der börsen–technischen Abwicklung rund ein bis zwei Jahre voraus. Die Möglichkeit für den Privatanleger Leerverkäufe zu tätigen, wird sich auch in Deutschland durchsetzen. Andere Broker und Banken werden versuchen, dies auch anzubieten. Diese haben aber die Schwierigkeit, invidiuell auf die Bedürfnisse ihrer Anleger einzugehen. Die Mindestanlage beträgt zur Zeit bei uns 100.000 Euro, mit der Einführung unserer neuen Software wird die Mindestanlage auf 50.000 Euro gesenkt. Für Privatanleger mit weniger Vermögen wird es somit leichter, auch Leerverkäufe zu tätigen.

© NeuerMarkt.com: www.neuermarkt.com, das Gespräch führte Peter Leppert

21.09.2001 Net Business

Profit mit Highend-Trades

Wer groß ist, ist nicht immer stark, und wer klein ist, nicht immer schwach. sino hat nur 130 Kunden – dafür aber ein fettes Plus im Ergebnis

Mit Online–Brokerage Geld zu verdienen ist nicht gerade einfach. In Deutschland jedenfalls schafft es derzeit keiner. Wirklich keiner? Nicht ganz. In Düsseldorf in der Graf–Adolf–Straße in der Nähe der Kö sitzt ein – im Vergleich zu der börsennotierten Konkurrenz – klitzekleiner Broker, der ganz ordentlich von den Trades seiner Kunden leben kann. Wenig Kunden, ordentliche Umsätze und fette Gewinne – eine erste, grobe Analyse des Geschäftsmodells der sino AG sieht viel versprechend aus.

Da stellt sich die Frage nach dem Erfolgsgeheimnis. Matthias Hocke, einer der beiden Gründer und Vorstände des Unternehmens, verweist brav und bescheiden auf den Partner, HSBC Trinkaus & Burkhardt. Bei der Düsseldorfer Privatbank werden die Kundendepots und –konten geführt. Das Institut ermöglicht sino aber auch, so genannte Leerverkäufe anzubieten. Das heißt, der Trader muss die Aktien, die er verkauft, gar nicht besitzen. Erst am Ende des Tages muss er die Positionen glattstellen. Wenn er bis dahin aber schon wieder verkauft hat, muss er die Unternehmensanteile tatsächlich nie erworben haben. Er hat sich die Aktien sozusagen nur geliehen. Mit Leerverkäufen (Shorts) können sino Kunden also auch bei fallenden Kursen gewinnen – zuerst teuer verkaufen und später billiger kaufen. Sino war der erste Online–Broker, der diese Leerverkäufe anbieten konnte.

Tatsächlich sind die guten Zahlen aber wohl vor allem auf die klare Konzentration auf das Highend–Segment unter den Brokern zurückzuführen. Zum Top–Segment dürfen sich all die Trader zählen, die einen Wertpapier–Umsatz von mindestens fünf Millionen Euro im Monat erzielen. Hocke zählt jeden seiner Kunden zu dieser Gruppe. Im Durchschnitt liegt der Umsatz der sino Klientel bei etwa 4,5 Millionen Euro. »Unser Kunden machen auch gerne mal Urlaub«, sagt Hocke und erklärt damit, dass die Gesamtzahl die Marke von fünf Millionen nicht erreicht.

Befürchtungen, dass sich unprofitablere Gelegenheits–Trader unter die Kundschaft mischen, hat sino nicht. Dafür sorgt schon das Gebührenmodell. Wer nämlich die Handelsplattform x–trader mieten will, muss mit einer Miete von stolzen 1.250 Euro rechnen. Erst wenn der Monatsumsatz 2,5 Millionen Euro übersteigt, reduziert sich die Miete auf die Hälfte, ab fünf Millio–nen Euro entfällt sie ganz. Für Otto–Normal– Verbraucher mit einer einzigen Wertpapierorder im Monat wäre das der glatte Wahnsinn. Nur Heavy Trader können die Miete mit ihren Spekulationsgewinnen wieder reinholen. Der größte Teil des Umsatzes wird aber mit den Provisionen für die Transaktionen erzielt.

Als wichtigen Pluspunkt für sino sieht Hocke die enge Betreuung der Kundschaft durch die eigenen Händler. Neun der insgesamt 26 Mitarbeiter sind Händler. Also etwa 15 Kunden werden von einem sino Händler betreut. Die Vertrauensbasis wird gleich zu Beginn begründet, wenn der x–trader ausgeliefert wird. Für die Einweisung und Schulung auf der Handelsplattform reist der betreuende Händler zum Kunden und macht sich vor Ort ein Bild von dessen Fähigkeiten. So weiß er bei den späteren telefonischen Kontakten genau darüber Bescheid, über welchen Hintergrund der Neukunde verfügt und kann gegebenenfalls gleich von hochriskanten Geschäften abraten. Auf der anderen Seite weiß aber auch der Trader, wer sein Betreuer in Düsseldorf ist. Wenn er das Vertrauen in ihn hat, kann er ihn dann sogar um so genannte Interesse wahrende Order bitten. Das heißt, wenn er früher Feierabend machen will und noch eine Wertpapierorder auf die Ausführung wartet, kann er darum bitten diese in seinem Sinne abzuschließen.

Diesen Service nehmen sino Kunden gern in Anspruch. Der Alltag der Heavy Trader ist nämlich hart. Schon morgens um acht oder neun Uhr setzen sich die Spekulanten an den Schreibtisch vor die vier Monitore; auf so viele Bildschirme kann das Geschehen mit Hilfe der x–trader Software nämlich verteilt werden. Und dann folgt meist ein strammer Arbeitstag, der auch bis in die späten Abendstunden gehen kann.

Disziplin und Präzision sind im Leben eines Heavy Traders die obersten Gebote. Die besten Geschäfte werden mit volatilen Aktien gemacht. Innerhalb von Sekunden müssen die Börsenprofis entscheiden, wie die Schwankungen am besten ausgenutzt werden. Die Handelsplattform x–trader, die auch den Ansprüchen der Händler in den Banken gerecht wird, ermöglicht die Platzierung einer Order innerhalb einer Sekunde durch einen einfachen Mausklick. Am Abend haben dann die meisten Heavy Trader ihr Geld wieder auf dem Konto und das Depot ist leer. Das Durchschnittsalter der Kunden gibt Hockes Partner Ingo Hillen mit 25 Jahren an. Viele der jungen Intraday–Trader haben mit einem kleinen fünfstelligen Betrag am Neuen Markt angefangen und während des Börsenbooms ihr Kapital sowie auch ihr Know–how kräftig aufgestockt. Heute liegt das durchschnittliche Depotvolumen der sino–Kunden bei 150.000 Euro. Partner HSBC Trinkaus & Burkhardt räumt ihnen eine Kreditlinie ein, mit der sich das Kapital bei sehr erfahrenen Tradern und weniger riskanten Aktionen bis zum Vierfachen steigern lässt.

»Wir haben keine Tochtergesellschaften. Auf uns übt kein Analyst Druck aus« Matthias Hocke

Mit diesem Konzept haben Hocke und Hillen ihr Unternehmen auf eine solide Basis gestellt. Beim Blick auf die Umsatzrendite darf die Ergebnis–Situation des Luxus–Brokers tatsächlich als fett bezeichnet werden. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von 8,8 Millionen Euro erzielt. Übrig blieb ein Gewinn von 3,5 Millionen Euro – und daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von rund 40 Prozent. Doch ohne Risiko ist auch die Geschäftsidee der sino Gründer nicht. Hocke hofft, dass die gegenwärtige Börsenflaute nicht wie in Japan in eine nunmehr 15–jährige Leidensgeschichte übergeht. Das Schlimmste, was Tradern passieren kann, sind bewegungslose Märkte, denn dann kann weder von Kursgewinnen noch von Kursverlusten profitiert werden. Schon in diesem Jahr gehen die Gewinne in der sino Bilanz zurück. »Auch wir können uns der allgemeinen Entwicklung nicht ganz entziehen«, gesteht der 30–jährige Hillen.

Potenzial im Geschäft mit den umsatzstarken Aktienhändlern ist aber noch reichlich da. Auf 1.500 wird die Zahl der Wertpapierspekulanten, die fünf Millionen und mehr im Monat bewegen, in Deutschland geschätzt. Gemessen daran hat sino also erst einen Marktanteil von acht oder neun Prozent. Den größten Brocken des Highend–Segments hat sich Consors gesichert. Rund die Hälfte der Heavy Trader führt das Depot über Consors. Gebracht hat es dem Nürnberger Onlinebroker bislang aber wenig. Im ersten Halbjahr verlor das Unternehmen 35,7 Millionen Euro nach Steuern, auch wenn die Zahl der Kundendepots inzwischen 550.000 erreicht hat. Schwarze Zahlen hat CEO Karl Matthäus Schmidt seinen Aktionären erst für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

Der 31–jährige Unternehmer Hocke, der zuvor im Privatkundengeschäft der Hypobank Bamberg tätig war, ist heute froh, dass seine Firma während des Runs auf den Neuen Markt noch nicht fit für die Börse war. »Wir haben keine Tochtergesellschaften im Ausland. Auf uns üben keine Analysten Druck aus«, sagt er. Und das ist der Unterschied zur börsennotierten Konkurrenz. Unter dem Druck der Investoren mussten Strategien zur Internationalisierung des Geschäfts vorgelegt werden, die heute das Ergebnis belasten. Auch das Wettrennen um die höchsten Kundenzahlen taugt lediglich zur Imagepolitur. In vielen Depots wird heute gar nicht mehr gehandelt. Folglich verursacht ein großer Teil der Kunden nur Kosten, ohne eine einzige Mark zum Umsatz beizusteuern. Während die Konkurrenz daher mit Kostensenkungsmaßnahmen den Weg in die Gewinnzone sucht, kann sino den Expansionskurs fortsetzen. Mit einer abgespeckten Version des x–trader, dem x–trader_i, soll jetzt das Kundensegment unterhalb der härtesten Trader besetzt werden. Die Light–Version der Handelsplattform ist schon für eine Miete von 29 Euro im Monat zu haben. Dafür kann dann aber nur auf zwei Bildschirmen gearbeitet weden. Die übrigen Einschränkungen in der Funktionalität sind gering. Mitte nächsten Jahres will Hocke mit Hilfe des neuen Produkts auf 300 bis 400 Kunden anwachsen.

© netbusiness 35/2001: www.net–business.de/img/dasheft/35/online–broker.pdf , von Michael Gneuss

03.09.2001 Die Welt

Der Porsche unter den Online-Brokern

Nur 127 exklusive Kunden reichen der sino AG, um profitabel zu arbeiten. Leerverkäufe ermöglichen Gewinne auch bei fallenden Kursen.

Eines findet man beim Düsseldorfer Onlinebroker sino.de selten: Verlierer. Das behauptet jedenfalls Vorstand Ingo Hillen, der das Unternehmen vor drei Jahren zusammen mit Matthias Hocke gründete. Selbst in den vergangenen schwierigen Börsenmonaten haben sino Trader per Saldo ein ordentliches Plus mit ihren Aktienspekulationen erzielt. Grund: Die 127 Kunden sind alle erfahrene Trader, und die sino AG bietet ihnen die Möglichkeit, mit steigenden und fallenden Kursen Geld zu verdienen. Als erster Onlinebroker hat sino nämlich auch Leerverkäufe (Shortselling) ins Angebot genommen.

sino Kunden können dabei Aktien verkaufen, die ihnen gar nicht gehören. Im Intraday–Shortselling müssen diese offenen Positionen spätestens um 23 Uhr glattgestellt werden. Das heißt: Die verkauften Aktien müssen wieder nachgekauft werden. Der Kursverfall vom Verkauf bis zum Nachkauf ist dann der Gewinn des Spekulanten. Inzwischen hat sino den Service erweitert: Seit zwei Wochen wird den Kunden auch das Overnight–Shortselling angeboten. Dabei müssen die Aktien gegen Gebühr ausgeliehen werden, zum Beispiel bei Banken oder Investmentfonds. Über maximal sieben Bank–Arbeitstage darf das Geschäft laufen, dann muss der Anleger die Aktien nachkaufen und an den Verleiher zurückgeben. "Bislang nutzen ungefähr 15 unserer Kunden das Overnight–Shortselling", sagt sino Vorstand Hillen. Die meisten seien aber Daytrader, die ihre Positionen bis zum Abend lieber glattstellen wollen.

Mit den Leerverkäufen haben sich viele der sino Kunden auch in schwierigen Zeiten in die Gewinnzone gerettet. Im Monat bewegen die Kunden nach sino Angaben im Durchschnitt jeweils fünf Millionen Euro, verteilt auf 220 Transaktionen. Der Depotwert liegt im statistischen Mittel bei 150.000 Euro. Das Durchschnittsalter der Heavy Trader gibt sino mit 25 an. Die meisten hätten mit kleinen fünfstelligen Beträgen angefangen, erklärt Vorstand Hillen, und seien dann am Neuen Markt erfolgreich gewesen.

sino.de liefert diesen so genannten Heavy Tradern die Plattform. Denn wer statistisch gesehen jede Stunde einen Trade macht und dabei mitunter sogar ein paar Millionen am Tag umsetzt, der verlangt ein komfortables System, das sekundenschnelle Reaktionen per Mausklick möglich macht. sino bietet dafür den x–trader an. Das ist eine Software, wie sie auch von den Profis bei den Banken im Aktienhandel genutzt wird. Über das Internet können die sino Kunden in Echtzeit die Kurse und die eigenen Depotbewegungen verfolgen. Um etwa 14 Heavy Trader muss sich jeder sino Händler derzeit kümmern. Oft sind das einfach Gespräche über den Markt, mitunter beobachtet er aber auch offene Orders, wenn ein Kunde mal nicht an seinem Arbeitsplatz sein kann. Mit diesem Service arbeitet sino auch bei der verhältnismäßig kleinen Kundenzahl profitabel. Der Großteil der Kunden bezahlt pro Monat Provisionen von mindestens 5000 Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde damit bei einem Umsatz von 8,8 Mio. Euro ein Gewinn von 3,5 Mio. Euro erzielt. Daraus errechnet sich eine Umsatzrendite von rund 40 Prozent. Auch im aktuellen Geschäftsjahr soll ein "schöner Gewinn" übrig bleiben, allerdings nicht in der Vorjahreshöhe, sagt Ingo Hillen. "Wir können uns dem Markt nicht vollständig entziehen", so der 30–jährige Mitgründer.

sino bleibt trotzdem vorerst der einzige profitable Online–Broker. Zum Vergleich: Comdirect musste mit mehr als 613.000 Kunden im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Jahresfehlbetrag von 36,8 Mio. Euro einstecken. Hillen liebt Vergleiche mit den großen Brokern: Ein einziger sino Trader schafft den Wertpapierumsatz, den 1750 Depotinhaber von Comdirect erzielen, errechnet der frühere Wertpapierhändler von Hornblower Fischer und Schröder, Münchmeyer, Hengst.

Damit diese Kennzahlen weiter so ansehnlich bleiben, achten die Düsseldorfer darauf, der "Porsche unter den Onlinebrokern" zu bleiben. Zielgruppe sind einzig und allein die echten Heavy Trader. Wer den x–trader haben möchte und weniger als 30 Millionen Euro Jahresumsatz mit Wertpapieren macht, muss 1.250 Euro Miete im Monat zahlen. Damit werden Interessenten, die nicht zu sino passen, abgeschreckt. "Für die ist das einfach zu viel", sagt Hillen. Wer zwischen 30 und 60 Mio. Euro Jahresumsatz macht, zahlt nur noch die Hälfte. Ab 60 Mio. gibt's den x–trader kostenlos.

Demnächst will sino auch eine abgespeckte Version des x–traders, den x–trader_i, für weniger Geld anbieten und damit die Kundenzahl auf 300 bis 400 steigern. Angst, dass damit die Marke sino verwässert, hat Hillen nicht. "Das ist wie bei Porsche. Da gibt es doch auch den Turbo und den Boxster."

© Die Welt: www.welt.de/daten/2001/09/03/0903wa279438.htx, von Michael Gneuss

27.08.2001 Handelsblatt

Die zittrigen Hände sind weg

Mit dem Ende des Booms an den Börsen schien auch die Zeit der Daytrader vorbei. Aber es sind noch Hunderte der schnellen Zocker übrig. Sie verdienen jetzt an fallenden Kursen.

Sechsundzwanzig Mitarbeiter, 124 Kunden, 160.000 Euro Überschuss im zweiten Quartal, 540 Millionen Euro Wertpapierumsatz der Kunden im Juli. Schlag auf Schlag rattert Ingo Hillen die Zahlen herunter, die seinen Erfolg belegen sollen. Hillen, 30, ist Vorstandschef und Mitgründer des Online–Brokers sino AG. Was seine Zahlenkolonne in der jetzigen Börsenkrise bedeutet, müsste er nicht erwähnen. Er tut es aber: Egal ob Consors, Comdirect oder DAB–Bank, fast alle großen Online–Broker schreiben Verluste. Aber die sino AG präsentiert tiefschwarze Zahlen. Sie sind selten geworden, die jungen Unternehmer der New Economy, die am allerbesten und mit vielen Worten sich selbst verkaufen und denen offenbar nichts und niemand etwas anhaben kann. Aber es gibt sie noch. Hillen, akkurat gegelte Haare, hochgekrempelte Hemdsärmel, ist einer von ihnen. Er sitzt in seinem auf 20 Grad heruntergekühlten Vorstandsbüro in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs und präsentiert ein Unternehmen, in dem nicht wie beim Rest der Branche über die "zweite Welle" geklagt wird, die Kunden ohne Mumm. Bei sino entschuldigt sich keiner mit schlechten Märkten. Hier handeln die Kunden, und zwar kaum seltener als die Profis. Die sino Klientel schiebt fast 200–mal im Monat Wertpapiere in das Depot und wieder heraus, mehr als sechsmal täglich. Hillen lehnt sich vor und strahlt, als wollte er sagen: Na, wie sieht das aus?

Gut. Die sino Story verkauft sich bestens. Obwohl die Firma nirgends Werbung schaltet, berichten die Medien ständig über sie. Weil es den großen der Branche so schlecht geht. Weil der Markt in dieser Phase nach Erfolgsstorys lechzt. Und vor allem, weil die Kunden der sino Daytrader sind – eine Klientel, die längst ausgestorben schien.

1999 kamen sie aus dem Nichts. Im Frühjahr, der Neue Markt traute sich noch nicht an seine irrwitzigen Höchstmarken heran, schwappte die Welle der schnellen Zocker aus den USA herüber. Es häuften sich Berichte über Anlage–Amateure, die gegen die Profi–Händler antraten und im Minutentakt Tausende von Dollars erklickten. Der Mythos der nervenstarken Glücksritter wurde von höchster Stelle genährt. US–Senatoren verglichen die Daytrading–Center, in denen die Spekulanten ihre Tage verbrachten, mit Spielcasinos. Das brachte der Welle noch mehr Schub. Dann fand die US–Börsenaufsicht SEC heraus, dass fast drei Viertel der Daytrader Geld verlieren. Sie hob einige "Spielhallen" aus, die Kunden nur unzureichend über Risiken aufgeklärt hatten. Wenig später begann das Siechtum des gesamten Marktes. Der Mythos war tot.

Heute sind nur noch wenige Daytrader dabei. Doch ihnen geht es relativ gut. Per saldo machen die sino Kunden Gewinne, flötet Hillen. Sollte jemand verlieren, würde ihn der zuständige sino Händler natürlich bremsen – auch wenn er prozentual am Umsatz beteiligt sei. Manchmal schicke man die Kunden sogar in den Urlaub.

Es kommt aber auch vor, dass es Vielhändler auf eigene Faust versuchen. Damir Klaushofer etwa, ein Kunde eines Daytrading–Centers der Actior AG. Der 36–jährige Tontechniker mit dem angegrautem Pferdeschwanz sitzt in einem Haus in Wiesbaden und handelt über zwei Bildschirme an der US–Technologiebörse Nasdaq. Auf die Poster des Fotografen Andreas Feininger an den Wänden achtet er nicht mehr. Zwölfmal hat er an diesem Nachmittag seine Positionen verschoben. Mit jedem Handel will er seinem Traum ein Stück näher rücken: mit 40 in Rente zu gehen. Noch lachen ihn seine Kumpels aus, doch sie werden schon sehen. "Wer in diesem Geschäft Geld verliert, ist selbst schuld", sagt er mit stoischer Ruhe und streicht mit dem Mauszeiger fast zärtlich über die Indexlinie auf dem Bildschirm. Wie weit er von seinem Ziel entfernt ist, sagt er nicht.

Die Pioniere von einst verdanken ihre Erfolge noch immer der Lage am Neuen Markt.

"Die zittrigen Hände sind weg", zitiert Klaushofer den verstorbenen Börsenguru Andre Kostolany. Auch Günter Birnbaum, Abteilungsleiter Anlegerschutz des Bundesaufsichtsamts für den Wertpapierhandel (BAWe), glaubt nicht, dass sich noch Uninformierte ins Glück stürzen. In Deutschland gebe es nicht mehr als 20 Daytrading–Center, schätzt er. Und kaum 5.000 Personen handelten "hauptberuflich" mit Aktien, Futures oder Indizes. Selbst diese Zahl scheint hochgegriffen. sino Vorstand Hillen sieht nicht einmal 1.000 dieser "heaviest trader" am Markt. "Die Hauptgefahr sehe ich darin, dass sich die Leute über die Gebühren der Center selbst ausplündern", meint Birnbaum – und versichert am Ende doch noch pflichtbewusst, dass das BAWe "das Thema weiter verfolgt".

Die Pioniere von einst verdanken ihren Erfolg noch immer der Lage am Neuen Markt. Wer als Daytrader arbeitet, kann auch im Abschwung gutes Geld verdienen. In vielen Trading–Centern und bei sino können Kunden "shorten", also Aktien leer verkaufen, die sie noch gar nicht besitzen. Wer das macht, spekuliert auf fallende Kurse. Sinken die Preise tatsächlich, kauft er die Papiere billig am Markt und gibt sie weiter. Die Differenz zwischen höherem Verkaufspreis und niedrigerem Ankaufskurs ist Gewinn.

Doch beim Shorten lauern juristische Fallstricke. Wegen etwaiger rechtlicher Komplikationen erlaubt nicht einmal der für Heavy–Trader offene Nürnberger Broker Consors seinen Kunden das Shorten. Erst zum Jahresende soll es soweit sein. Viele der Aktivsten unter den Aktiven wollten nicht so lange warten: Mehr als 70 Prozent der Kunden der sino AG seien früher bei Consors gewesen, glaubt man am Markt.

Sollte die Börse wieder nach oben drehen, sieht Hillen kein Ende der Erfolgsstory. "Es werden sich immer mehr Heavy–Trader herauskristallisieren", sagt er voraus. Denn dann kämen auch diejenigen wieder, die sich derzeit zurück hielten. Bis diese Welle kommt, können sich die Kundenbetreuer ausruhen. Auf den Fernsehschirmen des Handelsraums laufen deshalb statt der Börsennachrichten schon mal die neuesten Videos des Musiksenders MTV.

© Handelsblatt 2001, von Felix Schönauer, Wiesbaden/Düsseldorf

10.08.2001 RP

Privatanleger, die wie Profis handeln

Die Sino AG macht trotz Börsenflaute Gewinne. Zu der Zielgruppe der Online–Broker gehören so genannte Heavy Trader.

Düsseldorf (rp). Auch wenn die Börsenkurse fallen, die meisten Kunden des Online–Brokers sino AG machen trotzdem Gewinn. Ist doch das Düsseldorfer Unternehmen das einzige in Deutschland, bei dem Privatkunden Leerverkäufe tätigen können. Dabei verkaufen sie Aktien, die sie noch gar nicht haben, in der Hoffnung, sie zum niedrigeren Preis zurückzukaufen und somit Gewinn zu machen. Auch sonst hat ein sino Kunde mit den meisten privaten Aktionären wenig gemein. "Unsere Kunden haben im Monat einen durchschnittlichen Aktienumsatz von zehn Millionen Mark", erklärt sino Vorstand Ingo Hillen.

Zielgruppe der Online–Broker sind so genannte Heavy Trader, superaktive Aktionäre, die manchmal große Aktienpakte nur wenige Minuten nach dem Kauf wieder abstoßen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Im Schnitt verfügt jeder der 120 Kunden ¨ber ein Depot von 300 000 Mark und handelt einmal in der Stunde. Was für ein Typ der sino Kunde ist? "Die meisten sind männlich und Mitte 20", erklärt Hillen. Sie seien keine reichen Erben, die mit dem Familienvermögen handeln. Vielmehr hätten sie mit einem kleinen fünfstelligen Startkapital an der Börse begonnen und geschafft, ihr Geld zu vermehren – trotz Krise am Neuen Markt. Ausgestattet sind die meisten von ihnen im Grunde wie ein professioneller Banker. Über vier Bildschirme verfolgen sie zuhause das Börsengeschehen und bekommen über das sino Handelssystem die neuesten Reuters–Finanznachrichten. Kommt eine Gewinnwarnung, genügt bei entsprechender Einrichtung des Programms ein Doppelklick mit der Maus – schwupp, sind die Nokia–Aktien verkauft.

Von dem Handelseifer ihrer Kunden profitiert natürlich auch die sino AG. Während die großen Online–Broker Consors, Comdirekt und DAB Verluste hinnehmen müssen, haben die Düsseldorfer in den schwachen ersten drei Monaten des Jahres immerhin einen Gewinn vor Steuern von gut 1,5 Millionen Mark erzielt. Der Nettoumsatz lag im gleichen Zeitraum bei etwa 4,7 Millionen Mark. "Profitabel waren wir von Anfang an", erklärt Hillen. Vor drei Jahren gründete er das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner Matthias Hocke, den er noch aus seiner Lehrzeit bei der Deutschen Bank in Mönchengladbach kannte. Startkapital lieferte damals ein Frankfurter Börsenmakler als Business Angel, der heute im Aufsichtsrat sitzt. "Das Darlehen von 350 000 Mark war nach einem dreiviertel Jahr zurückbezahlt", sagt Hillen.

Heute beschäftigen die Broker 26 Mitarbeiter, davon neun Händler. Als nächstes nehmen Hillen und Hocke die Mittelschwergewichte ins Visier: Kunden, die ab einem Volumen von einer Million Mark pro Monat Aktien handeln. Davon gibt es in Deutschland zwischen 12 000 und 15 000 Personen, schätzt Hocke. Die Zahl der Heavy Trader düfte wohl bei 1 500 liegen. Und in welcher Gewichtsklasse handeln die beiden Unternehmer? Fehlanzeige. Hillen: "Wir haben keine Aktien. Dazu fehlt uns die Zeit."

© Rheinische Post 2001, www.duesseldorf–today.de, Sonja Schmitz

03.08.2001 Börse-Online

Mit nur 120 Kunden einer der Großen

Während die bekannten Discounter unter massiven Einbrüchen bei den Wertpapierumsätzen leiden, erzielt ein kleines Haus ausgerechent im Segment der Heavy Trader große Erfolge

"Könntest du die nächsten zwei Stunden auf meine Verkaufsorder über 1000 Siemens aufpassen? Ich fahre mal eben für eine Runde schwimmen an den Baggersee." Kundenanrufe wie dieser sind beim Düsseldorfer Brokerhaus sino an heißen Sommertagen nichts Außergewöhnliches. Während der Anleger ins kühle Nass springt, kümmert sich derweil einer der neun Telefonbroker um dessen offene Order. Von solchem Service können die Kunden großer Discountbroker nur träumen.

Wenn ein Broker wie sino nur 120 Kunden hat, ist jeder Klient seinem Betreuer namentlich bekannt. Diese persönliche Form des Service ist auch erforderlich, um eine anspruchsvolle Klientel zufrieden zu stellen. Denn sinos 120 zumeist junge Kunden gehören zu den aktivsten Tradern Deutschlands. "Ein typischer Anleger, der über uns handelt, bewegt bei 190 Orders pro Monat im Durchschnitt ein Wertpapiervolumen von mehr als 4,5 Millionen Euro", erzählen die beiden sino Vorstände Ingo Hillen (30) und Matthias Hocke (31). "Ein sino Anleger generiert den Wertpapierumsatz von 1750 comdirect Kunden zusammen", rechnet Hillen stolz vor und legt Wert darauf, dass alle Kunden in den vergangenen schweren Börsenmonaten per Saldo ein Plus gemacht haben – "manche sogar ein großes". Im Juni standen die 120 Kunden sogar für einen Wertpapierumsatz von 600 Millionen Euro. "Gemessen daran sind wir Deutschlands fünftgrößter Online–Broker", so Hocke.

sino versteht sich als einziger Online–Broker auf dem deutschen Markt, der sich ausschließlich an Heavy Trader wendet, die vor Vertragsabschluss darauf geprüft werden, ob sie zum Haus passen. "Wenn jemand zu uns kommen möchte und sagt, er ordere zehnmal im Monat, werden wir erwidern, dass es für seine Bedürfnisse passendere Häuser gibt", sagt Hocke.

So anspruchsvoll wie ihre Kunden, so ausgefeilt ist das Angebot von sino. Neben dem Standardangebot, dem Wertpapierkauf und –verkauf an deutschen und internationalen Börsen sowie dem außerbörslichen Handel, ermöglicht sino derzeit als einziger deutscher Discounter Leerverkäufe (Shorten). Das bedeutet, ein Anleger kann zum Beispiel Aktien verkaufen, die er zum Zeitpunkt des Geschäfts gar nicht besitzt. Der Verkäufer setzt darauf, dass er sich bei weiter fallenden Kursen mit den leer verkauften Aktien günstiger wieder eindecken kann. Kooperationspartner von sino ist Trinkaus & Burkhardt. Über das Düsseldorfer Haus läuft die Konto– und Depotführung. Auch die Einlagen sind über Trinkaus bis zu 304 Millionen pro Person gesichert.

Fast alle sino Kunden handeln über eine spezielle Software, die es sonst nur in den Handelsräumen von Banken und Maklern gibt: Der "x–trader" macht eine Orderplatzierung per Mausklick binnen einer Sekunde möglich. Besondere Spezialität: Jederzeit hat man einen Realtime–Überblick über sein Orderbuch oder über die Gewinne und Verluste aller abgeschlossenen Trades. Je nach Wertpapierumsatz belaufen sich die Kosten für das System zwischen null und 1250 Euro im Monat. "Die meisten Kunden von uns zahlen gar nichts", sagt Hillen.

Bis Ende 2002 möchte sino seinen Kundenstamm auf gut 300 erhöhen. Dieses Ziel soll eine abgespeckte und günstigere Version des "x–trader" erreichen helfen, die Ende 2001 einsatzbereit sein wird. "Bisher haben wir noch keinen Kunden verloren – außer nach erfolgreichen Trades an die Freizeit", lacht Hillen.

© Börse–Online 2001, www.boerse–online.de, B.Watermann/W.Brandes

26.07.2001 NetBusiness

Highend-Broker für hartgesottene Daytrader

Zwei Luxuslimousinen versperren die Einfahrt zur Tiefgarage in der Düsseldorfer Innenstadt. Bei beiden steht D–AX auf dem Kennzeichen, der BMW und auch der Jaguar haben einen Strafzettel an der Windschutzscheibe kleben. Kein Zweifel, hier in der Nähe müssen irgendwo die Büros der sino AG sein.

Sind sie auch, gleich um die Ecke. "Ich weiß nicht genau, ob die Autos zu uns gehören, aber kann schon sein", sagt Ingo Hillen, 30, amüsiert, Mitgründer und einer der zwei Vorstände von sino. Über das Verwarnungsgeld fürs Falschparken dürften die Besitzer nur lächeln: Dem Unternehmen geht es hervorragend, und seine Kunden machen im Durchschnitt trotz der desolaten Börsenentwicklung meist Gewinn.

sino ist ein Onlinebroker und hat doch nur wenig mit den Milliarden Euro schweren Marktführern Consors, Comdirect und DAB Bank gemein. Da ist zum einen die Kundenzahl: Werten von um eine halbe Million bei den großen Drei stehen ganze hundertzwanzig bei sino gegenüber. Aber daraus sollte man nicht folgern, dass sino nur eine unwichtige Brokerbude ist.

Für den Gegenbeweis hat Hillen ein paar Vergleiche zur Hand: "Jeder sino Kunde handelt etwa so viel wie 1750 Comdirect–Kunden." Consors kriegt auch sein Fett weg: "Unsere Kunden handeln im Durchschnitt einmal pro Stunde, Consors–Kunden zirka einmal pro Monat." Insgesamt setzten die sino Kunden pro Monat 600 Millionen Euro um; vom Handelsvolumen her sei sino damit wohl der fünftgrößte Onlinebroker Deutschlands hinter der Deutsche–Bank–Tochter Maxblue, sagt Hillen.

Anders als die börsennotierten Konkurrenten, die in diesem Jahr womöglich sämtlich Verluste schreiben werden, ist sino seit der Gründung Anfang 1998 durchgehend profitabel. Für dieses Geschäftsjahr erwartet Hillen einen Gewinn von 3 Millionen Euro – kaum weniger als während des Börsen–Superbooms.

Denn die Düsseldorfer machen nur eine Sache, die aber richtig. Bei ihnen handeln die vermutlich härtesten Daytrader Deutschlands. Teure Internationalisierung, Werbung oder Fondsmarktplätze sucht man bei sino vergebens. Dafür bekommen die Hardcorehändler, was sie wirklich wollen: die zuverlässige schnelle Abwicklung ihrer Aufträge.

Und noch etwas: sino war lange Zeit der einzige deutsche Broker, der das "Shorten" erlaubte. Kunden können Aktien, die sie gar nicht haben, zum aktuellen Marktkurs verkaufen und später zurückkaufen. Wenn der Kurs in der Zwischenzeit gefallen ist, macht der Trader Gewinn. Diese Variante des Spekulierens ist genau das Richtige für fallende Tage und in den USA Standard. Auch in Deutschland ist das Shorten entgegen häufiger Behauptungen keineswegs verboten. Aber es steht für die Anbieter auf rechtlich so wackeligen Füßen, dass die allermeisten die Finger davon lassen. sino dagegen baut es aus: Durften Kunden anfangs höchstens "intraday short" bleiben, beträgt die Frist bei Dax–Aktien jetzt sieben Bankarbeitstage.

Wer beim Intraday–Handel Verluste macht, muss theoretisch nicht dafür geradestehen – diese Geschäfte gelten als Wette und sind vor Gericht nichtig. "Um es übertrieben zu sagen: Wir können das nur anbieten, weil sino Kunden in der Regel Geld verdienen", sagt Hillen. Neukunden müssen erst einmal zeigen, was sie können, bevor sie für das Rückwärtsspekulieren freigeschaltet werden.

Der Andrang auf solche Services ist so groß, dass sino lange eine Warteliste führen musste. Die Einführung eines elektronischen Handelssystems im September hat das geändert: Statt anzurufen, geben die Kunden ihre Aufträge jetzt am Computer ein. Dadurch können die neun Profibroker nun bis zu zehn statt vorher vier Kunden betreuen.

95 Prozent der Aufträge kommen mittlerweile über den X–Trader. "Eigentlich", sagt Mitgründer Matthias Hocke, 31, "rufen die Leute nur noch an, um die Marktlage zu diskutieren. Oder sie lassen eine größere Position vom Händler schließen, weil sie lieber an den Baggersee wollen." Versuchen Sie das mal bei Consors.

© Net Business 200, www.net–business.de, von Sascha Mattke

12.06.2001 FTD

Online-Broker: Ein Spezialist für schnelle Finger

Bei den deutschen Online–Brokern ist das Minuszeichen beinahe schon ein Statussymbol. Ob Comdirekt, Consors oder Direkt Anlage Bank – sie alle melden derzeit nichts als Verluste.

Die Düsseldorfer sino jedoch macht mit virtuellem Wertpapierhandel prächtige Gewinne. Im Geschäftsjahr 1999/2000 erwirtschaftete die Firma einen Umsatz von 8,8 Mio. Euro und wies dabei einen Jahresüberschuss von 3,5 Mio. Euro aus. In der laufenden Rechnungsperiode, sie begann am 1. Oktober, will sino ähnlich hohe Erlöse und Gewinne erzielen, sagte der Vorstandsvorsitzende Ingo Hillen im Gespräch mit der Financial Times Deutschland.

Wie schafft eine Firma eine Umsatzrendite von bis zu vierzig Prozent, wenn die Konkurrenten durchweg Verluste machen? sino hat sich auf eine kleine, wenn auch nicht immer ganz feine Klientel spezialisiert: Daytrader, die den ganzen Tag am Computer mit Aktien handeln und dabei auch eine weithin verpönte Variante des Wertpapierhandels praktizieren, das Short Selling, den Leerverkauf von Aktien.

Heaviest der Heavy Trader

Gerade einmal 116 Kunden zählte sino Ende Mai. Die aber setzten in diesem Monat exakt 550 Mio. Euro um. Im Jahr 2000 betrug der Umsatz, den die sino Kunden mit Aktienhandel erzielten, 4 Mrd. Euro. "Wir haben die Heaviest der Heavy Trader", sagt sino–Chef Hillen. "Der Pro–Kopf–Umsatz ist bei uns 270 Mal so hoch wie bei Comdirekt, Consors oder der Direkt Anlage Bank."

Offenbar braucht es starke, junge Nerven, um pro Tag für mehrere Hunderttausende, ja Millionen Euro Aktien zu kaufen und wieder abzustoßen. Die sino Kunden sind, Chef Hillen hat es genau ausgerechnet, im Schnitt gerade einmal 24 Jahre alt. Viele haben Banker oder Börsenmakler gelernt, gaben ihren Beruf jedoch auf, um sich ganz aufs Zocken zu verlegen.

sino Chef Hillen (30) hat einen ganz ähnlichen Berufsweg wie seine Klienten hinter sich. 1990 begann er eine Ausbildung bei der Deutschen Bank, wechselte 1992 als Wertpapierhändler zu Hornblower Fischer und ging vier Jahre später zu Schröder, Münchmeyer, Hengst.

Die Idee zu seiner Schnellfinger–Firma kam dem Jungunternehmer im Januar 1998 beim Skifahren. Im amerikanischen Squaw Valley hatten sich 600 Aktienhändler aus aller Welt zu ihrem jährlichen Treffen eingefunden. Schnell fand Hillen einen Teilhaber für sein Startup: Matthias Hocke, heute 30, den er bereits von der Deutschen Bank kannte. Im Frühjahr 1998 wurde sino ins Leben gerufen.

Banklizenz

Allein – das Startup hatte keine Banklizenz, eine unabdingbare Voraussetzung für Aktienhandel. Eine Frankfurter Brokerfirma stellte den Kontakt zur Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus & Burkhardt her. Das angesehene Institut erklärte sich bereit, die Bank im Hintergrund für die hurtigen Geschäfte der sino zu spielen, deren Kunden ihre Depots bei HSBC Trinkaus & Burkhardt führen. Die Mindesteinlage beträgt 100.000 Euro. Für ihre Dienste kassiert die Bank eine Gebühr von etwa 0,13 bis 0,14 Prozent am Aktienumsatz.

Die Rechtsexperten von Trinkaus & Burkhardt sind Hillen ebenfalls behilflich. sino bietet als so ziemlich einziger Broker in Deutschland Leerverkäufe an: Die Kunden handeln mit Aktien, die ihnen gar nicht gehören, in der Hoffnung, dass die Kurse fallen, und sie die Papiere billiger einkaufen können als sie sie zuvor verkauft haben. Diese Short Seller bewegen sich in Deutschland in einer juristischen Grauzone.

Bislang sind Leerverkäufe nur innerhalb eines Tages möglich: Spätestens um 23.00 Uhr müssen die offenen Positionen glatt gestellt sein. Ende Juni will sino auch Overnight–Leerverkäufe mit mehreren Tagen Laufzeit anbieten. An den Feinheiten des Angebots basteln die Juristen von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

In seiner Zockernische sieht Hillen noch Raum für Wachstum. Ganz ohne Marketing, nur mit Mund–zu–Mund–Propaganda, hofft er, bis Ende 2002 die Kundenzahl auf annähernd 500 vervierfachen zu können.

Bis zu diesem Zeitpunkt will Hillen seine Brokerbude in eine vollgültige Bank verwandeln. Dazu braucht er als Mindestvoraussetzung ein Eigenkapital von 5 Mio. Euro. Derzeit sind es, trotz kräftiger Aufstockung aus thesaurierten Gewinnen, erst 1,65 Mio. Euro. Wenn seine Kunden, von denen angeblich die Wenigsten jemals schwere Verluste gemacht haben, weiter so heftig handeln wie bisher, wird Hillen die fehlenden Millionen gewiss bald zusammen haben.

© 2001 Financial Times Deutschland www.ftd.de/ub/fi/FTD2GH86XMC.html Von Günter Heismann, Frankfurt

31.05.2001 DM Magazin

Leerverkäufe: Den Bären reiten: sino Shorties überdurchschnittlich erfolgreich

Leerverkäufe reizen besonders spekulative Anleger. Matthias Hocke, Vorstand des Brokers sino, spricht mit DM Online über Leerverkäufe und das Erfolgsrezept des Nischenanbieters sino.

DM Online: Herr Hocke, die sino ist der einzige Broker, bei dem Privatanleger Leerverkäufe tätigen können. Leerverkäufern oder sog. Shortsellern wird häufig vorgeworfen, Aktienkurse gewaltsam in den Keller zu drücken. Haben Sie ein schlechtes Gewissen, weil Sie Shortsellern eine Plattform dafür bieten.

Matthias Hocke: Wohl kaum. Ich würde Leerverkäufer nicht als mutwillige Kursdrücker bezeichnen. Grundsätzlich bringen Leerverkäufe mehr Liquidität in den Markt, und das führt fast automatisch dazu, dass die Kurse weniger volatil sind. Die Kurse sind fairer.

DM Online: Wie würden Sie Ihre Kunden charaktisieren?

Matthias Hocke: Wir richten uns speziell an Heavy Trader. Diese hochaktiven Marktteilnehmer setzen monatlich durchschnittlich fünf Millionen Euro um. Die meisten sind Heavytrader, kaufen und verkaufen Aktien innerhalb eines Tages. Derzeit haben wir knapp über 100 Kunden. Nicht alle, aber die meisten unserer Kunden verkaufen Aktien leer und sind damit weit überdurchschnittlich erfolgreich.

DM Online: Sie bieten das Short Selling mittlerweile seit zwei Jahren an. Wann wird die Konkurrenz nachziehen?

Matthias Hocke: Die Konkurrenz versucht, einen Teil unserer Leistungen zu kopieren. Bisher scheitern sie an der Abwicklung von Leerverkäufen. Die leerverkauften Aktien müssen ja innerhalb eines Tages wieder glatt gestellt, also zurückgekauft, werden. Diese Buchungen kann die Konkurrenz bisher nicht abwickeln.

DM Online: Sollte die Konkurrenz nachziehen, wodurch wird sich die sino dann noch von anderen Brokern unterscheiden?

Matthias Hocke: Wir unterscheiden uns unter anderem durch unser hochqualifiziertes Händlerteam auch für den telefonischen Handel. Außerdem werden wir in einigen Wochen Overnight–Shortselling anbieten. Dann müssen Short–Positionen nicht mehr innerhalb eines Tages wieder eingedeckt werden, sondern können über mehrere Tage bestehen bleiben. Wie lang diese Frist sein wird, ist aber noch nicht geklärt. Wir waren die ersten, die Intraday–Leerverkäufe angeboten haben und werden mit Sicherheit auch die ersten sein, die Leerverkäufe über mehrere Tage anbieten.

DM Online: Nur etwas über 100 Kunden – geht Ihr Geschäftsmodell auf?

Matthias Hocke: Unsere Kunden zahlen monatlich zwischen 7000 und 8000 Euro Provision – je nach Depotumsatz. Im Gegensatz zu den großen Online–Brokern – auch zu den börsennotierten Direktbrokern – hat die sino das erste Quartal profitabel abgeschlossen und auch im zweiten Quartal werden wir profitabel sein.

DM Online: Wird die sino ein Broker für jedermann werden?

Matthias Hocke: Eher nicht. Wir sind als Nischen– bzw. Spezialanbieter auf Heavy–Trader fokussiert. Unser Martpotenzial in Deutschland ist in diesem Bereich noch sehr groß. Aber wird sind auch Händler – man soll niemals nie sagen.

© 2001 DM Magazin, Jessica Schwarzer

07.05.2001 Captial

Klare Chance: Neuer Markt.

Mitschuldig am Kursverfall waren Short–Seller. Sie verkauften Aktien, die sie nur geliehen hatten. Steigen jetzt die Kurse, müssen sie die Papiere schnellstens zurückkaufen. Das treibt die Kurse.

Für Qiagen Aktionäre begann das Jahr 2001 mit einem unerklärlichen Kurseinbruch: Innerhalb von fünf Börsentagen sackte die Biotech–Aktie um mehr als 40% ab. Im gleichen Zeitraum explodierten die Tagesumsätze der Aktie auf das Vierzehnfache. Schlechte Nachrichten? Fehlanzeige. Zwei Wochen später war der Spuk vorbei. Qiagen notierte wieder bei 38 Euro – dem Schlusskurs des Jahres 2000. Was war passiert? Short–Seller, auch Shortys oder Leerverkäufer genannt, hatten die Aktie im Visier. Sie spekulierten auf fallende Kurse. Dazu leihen sich Shortys Aktien und verkaufen sie sofort an der Börse – das drückt den Kurs nach unten. Später steigen sie zu niedrigeren Kursen ein und machen dabei Profit. Die Differenz zwischen Verkaufskurs und niedrigerem Rückkaufkurs ist ihr Gewin.

Beispiel Qiagen: Verkaufte ein Shorty den Wert Anfang Januar zu 37 Euro, konnte er ihn eine Woche später für 23 Euro zurückkaufen. Sein Gewinn: die Differenz von 14 Euro pro Aktie.

Capital zeigt, wie Short–Selling funktioniert und nennt die Werte am Neuen Markt, die in den kommenden Wochen gute Erholungschancen aufweisen. Steigen ihre Aktienkurse aufgrund guter Unternehmensnachrichten oder erholt sich die Börse weiter, können Short–Seller in Panik geraten. Sie müssen die Aktien zurückkaufen und verstärken damit den Aufwärtstrend. Die Chancen für eine Short–Seller–Panik sind hoch. Machen Nasdaq und Neuer Markt weiter Boden gut, wird es für die Shortys eng.

Zumeist läuft das Short–Selling mittels einer Wertpapierleihe. Ein Leerverkäufer wendet sich an den Manager eines Investmentfonds. Ihre Abmachung: Der Fondsmanager verleiht bis auf weiteres Aktien an den Shorty. Dafür erhält er eine Gebühr. Bei Dax–Werten beträgt sie bis zu einem Prozent des Kurswertes – bei Titeln des Neuen Markts zwischen einem und fünf Prozent pro Jahr. Ist die Nachfrage nach einem Papier sehr hoch, kann sie auch bis zu zehn Prozent betragen. Oft geht die Spekulation für beide auf: Der Short–Seller verdient am günstigeren Rückkaufspreis, der Fondsmanager kassiert die Gebühr und schlägt durch die Zusatzeinnahme den Index.

Ein Kriterium, ob eine Short–Seller–Panik bevorsteht ist das Short–Interest–Ratio (SIR). Es zeigt an, wie viele Tage Shortys benötigen, um die verkauften Papiere bei den üblichen Umsätzen zurückzuerwerben. Dazu müssten sie alle gehandelten Aktien Kaufen. Im März betrug das SIR an der Nasdaq 1,57 Tage. Es liegt damit seit Monaten auf hohem Niveau. In der Summe waren an der Us–Technologiebörse 3,6 Milliarden Aktien leerverkauft. Zum Vergleich: im März vergangenen Jahres waren es nur 2,7 Milliarden Aktien. Den aktuellen Stand der Shortpositionen – auch von deutschen Werten, die in Amerika notieren – finden Anleger im Internet unter www.nyse.com und www.marketdata.nasdaq.com.

Auch in Deutschland können Privatanleger auf fallende Kurse spekulieren: Beispielweise macht das die Düsseldorfer Firma sino möglich. Über sie können Investoren jede in Deutschland gehandelte Aktie Leerverkaufen. Voraussetzung ist eine Mindesteinlage von 100 000 Euro als Sicherheit. Denn wenn sich ein Shorty verspekuliert, wird es teuer.

Besonders der neue Markt ist bei Short–Sellern beliebt: Bei geringen Aktienumsätzen und einer hohen Volatilität ist es leicht, eine Aktie durch Verkäufe nach unten zu drücken. Angesichts der nervösen Stimmung war in den vergangenen Monaten niemand bereit, sich gegen den Markt zu stemmen. So beschleunigten die Shortys den Abwärtstrend. Die Leerverkäufer waren die Buhmänner der Börse. "Zu Unrecht, den Markt kann man nicht manipulieren", meint Ingo Hillen, Vorstand der sino. "Sobald ein Kurs fällt, schieben alle die Schuld den Short–Sellern in die Schuhe. Dabei haben Sie auch ihr Gutes: Sie beseitigen irrationale Übertreibungen und bewahren Anleger davor, in immer größere Spekulationsblasen zu investieren."

Am Neuen Markt haben es die Shortys auf SCM Microsystems und erneut Qiagen abgesehen. Leider ist der Rückschluss, den Investoren aus einer hohen Leerverkaufsquote ziehen können, nicht immer eindeutig. Entweder ist in der Firma wirklich etwas faul – wie bei Intershop im Dezember 2000 – oder es bestehen Chancen auf eine Rally. Bei Qiagen ist Letzteres sehr wahrscheinlich. Dann schnappt die Börse den Shorty.

© 2001 Capital Magazin

26.04.2001 DM Magazin

Drücker-Kolonnen

Wenn eine Aktie plötzlich abstürzt, sind oft Leerverkäufer am Werk. Ins Visier dieser Zocker geraten immer mehr deutsche Aktien.

WÜRDEN SIE IHR AUTO einem Menschen leihen, von dem Sie annehmen, dass er es mutwillig beschädigt? Lieber nicht. Fondsmanager, Versicherungen und andere Großinvestoren sind da weniger zimperlich. Sie verleihen Aktien aus ihren Beständen tageweise an Zocker, die nur ein Ziel kennen: Den Kurs dieser Aktie an einem Börsentag kräftig zu drücken und die Leihgabe abends mit kräftigen Dellen – sprich Wertverlust – ihrem Besitzer zurückzugeben.

Diese Spezies Spekulant heißt Short Seller, breitet sich an US–Börsen geradezu endemisch aus und rüttelt neuerdings auch an den Grund–Werten der deutschen Wirtschaft. Zum Beispiel auch an Intershop. Das die thüringische Web–Firma an einem Tag fast drei Viertel ihres Börsenwertes verlor, verdankt sie nicht nur vergleichsweise mageren Gewinn– und Umsatzprognosen. Den entscheidenden Schubs gaben die Short Seller, auf gut deutsch Leerverkäufer. Dabei gingen sie nach bewährtem Muster vor. Bevor die Aktie am 2. Januar kollabierte, hatten zahlreiche Leerverkäufer schon zu Beginn der Sitzung Zigtausende von Papieren ausgeliehen, die sie dann auf den Markt warfen. Als die Aktie am Ende dieses Tages von 30 auf weniger als 10 Euro geprügelt worden war, kauften die Spekulanten Intershop billig ein und gaben die entliehenen Papiere wieder zurück. Wer etwa am Vormittag 1000 geliehene Aktien zu 20 Euro abstieß und dafür 20.000 Euro bekam, kauft die gleichen Papiere am Abend für nicht einmal 10.000 Euro zurück. Ein Profit von 10.000 Euro in wenigen Stunden.

Das Fatale dabei: Short Seller sind nicht einfach nur Marktteilnehmer, die von einer ganz bestimmten Kursentwicklung profitieren. Sie tragen vielmehr aktiv dazu bei, dass die Kursstürze, von denen sie profitieren, auch eintreten. Denn wer Aktien ausleiht und diese Papiere auf den Markt wirft, erhöht das Angebot – und das drückt auf den Kurs. Zwar kaufen Shorties die Aktie am Ende des Tages meist wieder zurück, gleichen damit das Überangebot wieder aus. Doch das nutzt oft wenig, wie das Beispiel Intershop zeigt: Denn gerade durch die anfängliche Verkaufswelle geraten auch andere Investoren unter Druck und werfen ihrerseits Papiere über Bord – sei es, um noch Kursgewinne zu sichern, sei es, um sich gegen Kursverluste zu schützen.

Die Short Seller selbst weisen jede Schuld von sich. "Grundsätzlich bringen Leerverkäufe mehr Liquidität in den Markt, und das führt fast automatisch dazu, dass die Kurs weniger volatil sind", sagt Ingo Hillen, Vorstand des Düsseldorfer Brokers sino, der in Deutschland für erfahrene Anleger Leerverkäufe abwickelt. "Es kommen damit auch fairere Kurse zustande, Spekulationsblasen platzen oder entstehen möglicherweise erst gar nicht." Prominente Leerverkäufer wie der Amerikaner Manuel Asensio weisen darauf hin, dass sie vor allem Aktien auf's Korn nähmen, die analytisch überbewertet seien.

Ganz so lammfromm gehen Asensio und Co in der täglichen Anlagepraxis dann doch nicht vor. In regelrechten Kampagnen prangern sie öffentlich Aktien an, die sie für zu teuer halten – und von denen sie im Vorfeld große Positionen leerverkauft haben. Wie bei Intershop. Kein Wunder, das Asensio zu den meist gehassten Personen an der Wall Street zählt. Und nicht nur dort.

Neben den Mittelgewichten wie Intershop bekommen es nämlich auch Blue Chips zu spüren, wenn sie auf der Speisekarte der Short Seller stehen. Alle deutschen Aktien, die den Gang an die New Yorker Börse gewagt haben, machen Bekanntschaft mit den professionellen Baissiers. So verkauften vor der Fusion von Daimler–Chrysler gleich mehrere amerikanische Banken und Hedge Fonds große Positionen Daimler Aktien leer und erwarben dafür Chrysler. Und nach der Fusion wetteten Short Seller generell darauf, dass die neue DCX Aktie nachgeben werde – was sie auch reichlich tat. Ähnlich erging es der Deutschen Telekom, SAP und der Allianz Versicherung.

In Deutschland selbst steckt Short–Selling in den Kinderschuhen. Manche Banken pflegen die Legende, dass Leerverkäufe hierzulande nicht erlaubt seien. "Es gibt jedoch kein Gesetz, das Privatanlegern dies verbietet", sagt Broker Ingo Hillen. Lediglich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Geldinstitute schließen Leerverkäufe ihrer Kunden aus. Für vermögende Anleger mit Erfahrung führen einige Banken Leerverkäufe durch. Wegen des hohen Risikos müssen offene Positionen am selben Tag noch geschlossen werden. "Die meisten unserer knapp 100 Kunden verkaufen Aktien leer und sind damit weit überdurchschnittlich erfolgreich", freut sich Hillen. Meist auf Kosten vieler privater Anleger, die dabei mitunter dramatische Verluste erleiden. Wie mit Intershop.

Bleibt die Frage: Was treibt Fondsmanager dazu, ihre intakten Papiere an die Drückerkolonnen zu verleihen? "Die Wertpapierleihe ist ein lukratives Zusatzgeschäft", sagt Holger Genuneit, verantwortlich für die Wertpapierleihe bei der DIT. Die Fondsgesellschaft gehört zu den aktivsten Verleihern auf dem Deutschen Markt. "Rund 30% der Aktien sind relativ leicht zu verleihen", so der DIT Mann. Die Spannweite der eingenommenen Gebühr reicht – aufs Jahr umgerechnet – von knapp einem bis 50% bei besonders marktengen Titeln, wo sich also nur wenig Käufer und Verkäufer gegenüber stehen. Für Großbanken ist die Wertpapierleihe ein wesentlicher Teil des Geschäftes. "Short Seller unterstützen wir auf keinen Fall", so Genuneit, " das wäre weder im Interesse der Anleger noch der Fondsmanager." Der DIT verleiht Aktien nur an Banken und Broker, die Lieferschwierigkeiten haben. Was aber nicht ausschließt, dass "darunter auch mal Short Seller sind, die Öl ins Feuer schütten".

© 2001 DM Magazin

11.04.2001 FAZ

11 000 Euro Gewinn in 50 Minuten: Aktien-Leerverkäufer verdienen gut an den Kursstürzen am Neuen Markt

hpe. DüSSELDORF, 10. April. Matthias Hocke schaut fasziniert auf den Flachbildschirm. Beim Blick auf den verheerenden Kursabsturz der CAA–Aktie gerät er ins Schwärmen. "Einige unserer Kunden gehören zu den besten Händlern in Deutschland, die schlagen selbst international führende Fondsmanager", behauptet der Vorstand des Düsseldorfer Brokerhauses sino AG. Die Kunden der sino AG sind ausschließlich Daytrader, also hyperaktive Händler, die mehrmals täglich Aufträge erteilen. Und einer dieser Daytrader hat mit der um 70 Prozent gefallenen CAA–Aktie gerade ein glänzendes Geschäft gemacht.

Hocke hat den Vorgang auf dem Monitor verfolgt. Als das Filderstädter Softwareunternehmen am vergangenen Freitag eine Gewinn– und Umsatzwarnung veröffentlichen musste, hat "Kunde Nummer 23", wie Hocke ihn nennt, vorbörslich 2000 Aktien zum Durchschnittskurs von 10,25 Euro verkauft. Später, als die schlechte Nachricht den Kursrutsch der CAA–Aktie am Neuen Markt einleitet, hat "Nummer 23", die Aktien wieder gekauft. 1000 Stück für 4,79 Euro und weitere 1000 zu 4,71 Euro.

"Damit hat unser Kunde satte 11 000 Euro verdient – in nur 50 Minuten", rechnet Hocke vor. Das Geschäft mit geliehenen Aktien bezeichnen Börsianer als Leerverkäufe. Der sogenannte Short–Seller verkauft Aktien in der Hoffnung, sie bei fallenden Kursen billiger kaufen zu können. Die Differenz ist sein Gewinn. Am Ende eines Handelstages sind alle Positionen wieder glattgestellt.

Geschäfte dieser Art sind in den Vereinigten Staaten gang und gebe. Obwohl Leerverkäufe nicht verboten sind, wollen Short–Seller in der Regel ungenannt bleiben. sino–Vorstand Hocke spricht über sie nur unter Bezeichnung der Kundennummer. "Viele sind Studenten, gelernte Bankkaufleute oder ehemalige Börsenhändler, allesamt sind sie Profis und kennen das Geschäft, weil sie teilweise schon mit 15 Jahren begonnen haben", beschreibt Hocke ihm bekannte Daytrader. "Im Privatleben sind es oft Exzentriker, aber in ihrem Beruf sind sie wie Hochleistungssportler, alle sehr diszipliniert", ergänzt Ingo Hillen, ebenfalls Vorstand und Gründer von sino.

Hillen selbst war eine kurze Zeit Daytrader und kennt sich gut aus in der Szene. Es gebe Anleger, die handelten seit Monaten nur Telekom–Aktien. Ein anderer beispielsweise habe seit der ersten Gewinnwarnung von Intershop nur diesen Wert und die Aktie von Broadvision ver– und gekauft. Über einen Computer mit vorinstallierter Software, den sino an die Kunden ausliefert, wird Online–Investoren der direkte Marktzugang angeboten. Per Mausklick können Aktien so an sämtlichen Parkettbörsen und im elektronischen Handelssystem Xetra in Deutschland gehandelt werden. Die Kundendepots werden bei HSBC Trinkaus & Burkhardt geführt.

sino wickelt derzeit ein monatliches Ordervolumen, von 420 Millionen Euro für seine rund 90 Kunden ab. "Während andere Discount–Broker bei schwacher Börse im letztem Quartal durchweg deutliche Einbußen hinnehmen mussten, ist bei uns das Ordervolumen um 40 Prozent gestiegen", sagt Hillen. Die Tendenz sei weiter steigend, auch weil sino interessewahrende Orders ausführen kann. Dazu beschäftigt die Daytrader–Firma elf Händler, die per Computer oder Telefon in Kontakt mit den jeweiligen Kunden stehen. Für die Mitarbeiter, die alle nicht älter als 30Jahre sind, besteht Daytrading–Verbot. Die Gefahr, dass die sino–Händler eines Tages selbst Daytrader werden, hält der Vorstand für "eher gering". Die Mitarbeiter erhalten in einer berechneten Staffelung Aktien des Unternehmens und ein monatliches Gehalt zwischen 12 000 und 15 000 DM. "Ein guter Broker muss kein guter Investor sein. Manche wissen sehr gut, dass sie besser beraten, als auf eigene Rechnung zu handeln", glaubt Hillen.

© 2001 Frankfurter Allgemeine Zeitung

06.04.2001 Süddeutsche

Die Gewinner der Baisse

Leerverkäufer verdienen am Abschwung der Aktienmärkte / Privatanleger bleiben in Deutschland meist außen vor

Wenn es an den Börsen abwärts geht, schlägt die Stunde der Short Seller. Die auch Shorties genannten Spekulanten verkaufen nicht etwa Kurzwaren, sondern Aktien – und zwar solche, die sie zunächst gar nicht besitzen. Mit dieser Art von Geschäften, die auch als Leerverkäufe bezeichnet werden, lässt sich bei fallenden Kursen Geld verdienen. Der Mechanismus ist einfach: Rechnet ein Short Seller damit, dass der Kurs einer Aktie fällt, verkauft er die Papiere leer, also ohne sie in seinem Depot zu haben. Fällt der Kurs dann tatsächlich, deckt er sich mit den Papieren später billiger ein. Die Differenz ist sein Gewinn. Ein Spekulant, der beispielsweise am Freitag den 30. März Aktien der Internet–Firma Broadvision zum Schlusskurs von 6,02 Euro leer verkaufte, konnte die Papiere zwei Tage später – nachdem das Internet–Unternehmen enttäuschende Geschäftszahlen vorgelegt hatte – für 3,49 Euro nachkaufen und erzielte somit einen Gewinn von 2,53 Euro pro Aktie.

Als am Mittwoch an der New Yorker Wall Street das später dementierte Gerücht aufkam, der Technologiekonzern Lucent stehe vor der Zahlungsunfähigkeit, rauschte der Kurs binnen Minuten um 30 Prozent nach unten – Short Seller hatten die Talfahrt beschleunigt, hieß es. Und sie waren es wohl auch, die den Kurs wenige Stunden später wieder nach oben trieben, indem sie ihre Positionen schlossen. Fallen die Aktienmärkte so kontinuierlich, wie zuletzt in den USA und Europa, ergeben sich derartige Chancen für Short Seller immer wieder. "Natürlich wird der Abwärtstrend durch Leerverkäufe noch verstärkt", sagt Florian Weber, Chefhändler beim Börsenmakler Schnigge. Weil die Umsätze an der Börse derzeit dünn seien, hätten Short Seller besonders leichtes Spiel, auf dem Trend nach unten zu reiten. Hedge Fonds, die sich ganz auf diese Strategie verlegen, erwirtschafteten nach Angaben des Hedgefund– Informationsdienstes TASS im schlechten Börsenjahr 2000 durchschnittlich einen Wertzuwachs von 15,76 Prozent. In den ersten beiden Monaten 2001 warfen die Short–Seller–Fonds durchschnittlich 6,72 Prozent ab.

Überbewertungen abgebaut

Den Nährboden für die Shorties schaffte jedoch bereits die Phase der Übertreibung im Frühjahr 2000. Denn Profis wie der Amerikaner Manuel Asensio spüren vor allem überbewertete Aktien auf, gehen short und leiten so häufig bei einzelnen Aktien eine Korrektur ein. "Es ist Aufgabe der Spekulanten, Liquidität in den Markt zu bringen und Aktienkurse wieder ihrem fairen Wert zu nähern", erklärt Matthias Hocke, Vorstand des Düsseldorfer Brokers sino. Der in der Finanzszene berühmt berüchtigte Short Seller baute beispielsweise bereits im vergangenen Herbst Short–Positionen bei der Intershop–Aktie auf. So trug er dazu bei, die offenbar zu hohe Bewertung des Softwarehauses abzubauen, noch ehe die Probleme des Jenaer Konzerns offensichtlich wurden.

Doch das Spiel der Short Seller birgt erhebliche Risiken. Und das ist auch der Grund, weshalb die Shorties nicht gerne über ihr Geschäft reden: Wird ruchbar, dass einer oder mehrere Short Seller versuchen, den Kurs einer Aktie nach unten zu drücken, können ihn so genannte Short–Jäger in die Enge treiben. Spekulanten, die auf steigende Kurse setzen, versuchen – häufig zusammen mit dem betroffenen Unternehmen – den Wert nach oben zu treiben; etwa indem sie gute Nachrichten bei Fondsmanagern und Analysten streuen. Steigt der Kurs dann tatsächlich, gerät der Short Seller in einen Short Squeeze. Er wird förmlich ausgequetscht und ist gezwungen, sich teuer mit Aktien einzudecken, die er eigentlich billiger nachkaufen wollte. Er macht also ein Verlustgeschäft und treibt den Kurs noch weiter nach oben – zur Freude seiner Jäger.

Um in diese Notlage nicht zu kommen, leihen Short Seller vorab die Aktien aus, die sie leer verkaufen wollen. So können sie die Position mit den geliehenen Aktien schließen und gewinnen Zeit. Als Verleiher treten in Deutschland alle großen deutschen Banken und Fondsgesellschaften auf. Vom Umfang der verliehenen Aktien und von der Höhe der Leihgebühren lassen sich Rückschlüsse darauf ziehen, in welchem Maße am Markt auf fallende Kurse spekuliert wird. "Die Höhe der Gebühren hängt davon ab, wie liquide, also wie verfügbar eine Aktie ist", erläutert Andrea Köhnlein, Händlerin bei HSBC Trinkaus & Burkhardt. Daher lägen die Gebühren für Dax–Werte mit durchschnittlich 0,1 bis 1 Prozent deutlich niedriger als bei Titeln des Neuen Marktes (1 bis 5 Prozent). Wenn die Leih–Nachfrage bei einzelnen Aktien steige, etwa weil Short Seller auf fallende Kurse spekulierten, stiegen die Gebühren. So seien etwa in den vergangenen Monaten die Leihgebühren für die Telekom– Aktie deutlich gestiegen, bei der Tochter T–Online liege die Gebühr ebenfalls überdurchschnittlich hoch.

Insgesamt sind jedoch die Leihgebühren laut Eicke Reneerkens, der für diesen Geschäftsbereich bei der Fondsgesellschaft Union Investment zuständig ist, in den vergangenen Monaten nicht gestiegen. Weil immer mehr Fondsgesellschaften den Leihemarkt als lukrative Einnahmequelle entdeckten, sei das Angebot stetig gewachsen. Die Gewinne aus dem Leihgeschäft verbessern unmittelbar die Performance des Fonds, aus dem die verliehenen Aktien stammen. Doch auch die Schwäche am Aktienmarkt drückt mittlerweile offenbar die Gebühren. Gerade die Leihnachfrage nach Aktien des Neuen Marktes geht Reneerkens zufolge zurück. Der Fondsmanager vermutet, dass der Wachstumsmarkt für Short Seller angesichts des niedrigen Kursniveaus mittlerweile uninteressant geworden ist. Die geringen Börsenumsätze vieler Titel machen es für den Short Seller extrem schwierig, seine Position zu schließen, ohne den Kurs drastisch in die Höhe zu treiben – und sich so selbst um den Gewinn zu bringen.

Zwar ist Short Selling in Deutschland nicht so verbreitet wie in den USA, verboten ist das Wetten auf Kursverluste jedoch nicht. Allerdings stellen Banken dies laut Schnigge–Händler Weber häufig so dar – sei es aus Unwissenheit oder weil sie sich vor Klagen fürchten. "Fallen Privatanleger mit Spekulationsgeschäften auf die Nase, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie bei ihrer Bank auf Schadenersatz klagen können, weil sie sich schlecht beraten fühlen", vermutet sino–Vorstand Hocke. Privatanleger richten sich daher mittlerweile häufig über das Internet Konten bei US–Brokern wie InteractiveBrokers ein, wo sie praktisch uneingeschränkt "shorten" können. Während in Deutschland fast ausschließlich institutionelle Anleger wie Hedgefonds und Banken als Short Seller auftreten, ist das "shorten" in den USA auch unter Privatanlegern gang und gäbe. In Deutschland ist sino bislang der einzige Broker, der Privatanlegern das Short Selling ermöglicht. Die Kunden sind laut Vorstand Hocke vornehmlich semiprofessionelle Privatanleger, die den ganzen Tag vor ihrem Computer sitzen und über das Internet kurzfristig mit Aktien spekulieren. "Wenn abends bei n–tv eine schlechte Nachricht über ein Unternehmen verbreitet wird, können Sie davon ausgehen, dass am nächsten Tag unsere Short–Seller auf den Knopf drücken", sagt Hocke.

Auch für Anleger, die nicht selber als Short Seller aktiv werden wollen, sind Informationen über Shortpositionen wertvoll. Haben Spekulanten bei einer Aktie in großem Stil Shortpositionen aufgebaut, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Aktie von vielen Profis als überbewertet angesehen und unter Druck kommen wird. Häufig haben professionelle Short Seller zudem tatsächlich gute Informationen über bevorstehende schlechte Nachrichten. Einen guten Indikator dafür, wie groß der Druck von der Short– Seite ist, liefert die Short–Rate, die die Zahl der leer verkauften Aktien zum täglichen Handelsvolumen in Relation setzt (Tabelle).

Pessimismus ungebrochen

Für Privatanleger sind Daten über Short–Verkäufe jedoch nur sehr eingeschränkt verfügbar. Die Deutsche Börse führt keine Statistik über Leerverkäufe. Die US–Börsen Nasdaq und Nyse veröffentlichen auf ihren Internet–Seiten für Einzelwerte monatlich – aber zeitverzögert – die zu einem bestimmten Stichtag offenen Shortpositionen. Erst im Nachhinein ist also ersichtlich, welche Strategie die Shortseller spielten.

In den USA haben die Shorties zumindest bis Mitte März offenbar Potenzial für weitere Kursverluste gesehen. Die offenen Short Positionen stiegen an der New York Stock Exchange (Nyse) zum Stichtag 15. März auf den Rekordwert von gut 5 Milliarden Aktien. Vor einem Jahr hatte der Wert noch knapp über 4 Milliarden gelegen. An der Technologiebörse Nasdaq stieg die Zahl der Leerpositionen im März auf 3,61 Milliarden Aktien – den höchsten Stand seit über einem Jahr. Die Bären bleiben also am Ruder.

Einen guten Indikator dafür, wie groß der Druck der Short Seller auf eine Aktie ist, liefert die Short–Rate. Sie setzt die Zahl der leer verkauften Aktien zum täglichen Handelsvolumen in Relation. Die Kennzahl zeigt, wie viele Tage die Shorties benötigen, um ihre Positionen zu schließen. Je höher dieser Wert, desto größer der Druck auf die Aktie. Mitte November 2000 lag beispielsweise die Short–Rate für die am Neuen Markt und an der Nasdaq gelistete QS Communications bei 152 Tagen – bereits ein Wert über 10 gilt als hoch. Bis Ende November fiel der Kurs um 25 Prozent auf 4 Euro. Anschließend deckten sich zahlreiche Short Seller wieder ein, die Short–Rate ging bis Mitte Dezember auf 9 Tage zurück.

mhs

© 2001 SZdigital: Süddeutsche Zeitung, von Martin Hesse

14.03.2001 Die Welt

High-End-Broker sino wächst auch in schlechten Börsenzeiten

Der High–End–Broker sino vermeldet für das schwache vierte Börsenquartal 2000 einen deutlichen Anstieg bei Kundenzahl und Transaktionsvolumen. Das Ordervolumen habe im Vergleich zum dritten Quartal um mehr als 40 Prozent zugelegt. sino bietet nach eigenen Angaben Abwicklungssysteme für "äuß erst anspruchsvolle Privatanleger". Die Heavy Trader tätigen bei sino monatlich einige Hundert Wertpapiertransaktionen im Gesamtwert von einigen Millionen Euro und können bereits kleine Schwankungen nutzen. Zu den Transaktionsformen zählen auch Leerverkäufe ("shorten"). Derzeit werden 90 aktive Depots mit einem durchschnittlichen Volumen von mehr als 300 000 Mark betreut.

© 2001 Die Welt